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Siegfried Lenz Der Beweis



Grundlagen der Erzählkunst von Siegfried Lenz
'Schreiben ist eine gute Möglichkeit, um Personen, Handlungen und Konflikte verstehen zu lernen", sagt Lenz in einer 'Autobiographischen Skizze"1. Sein Bestreben ist es, 'einen wirkungsvollen Pakt mit dem Leser herzustellen, um die bestehenden Ãœbel zu verringern"2. Es geht Lenz also um ein gutes, wirksames Erzählen, das vor allem allgemeine menschliche Situationen, Charaktere, Motive und Konflikte so gestaltet, daß der Leser zum Nachdenken über sich selbst und den Menschen gebracht wird. Der Schriftsteller erfüllt die Aufgabe, den Menschen über die Enge des eigenen Urteilsvermögens und der jeweiligen ideologischen und gesellschaftlichen Ordnung hinauszuführen zur selbständigen Meinung. Lenz erwartet vom Schriftsteller 'ein gewisses Mitleid, Gerechtigkeit und einen nötigen Protest"3, die er auch im Leser wachrufen will und zwar mit den Mitteln des Schriftstellers, der Erzählkunst. Der Leser soll die Wirklichkeit besser erkennen und verstehen lernen. In einem Interview mit dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Jahr 1969 sagt Lenz zum Schluß, er arbeite 'an Geschichten — Geschichten, mit denen gewiß nichts entschieden wird, die vielleicht aber ein bißchen von der Identität der Wirklichkeit lüften können"4. Lenz hat zwar gegenwärtige

Stoffe, Konflikte und Schicksale dargestellt, aber nicht in dokumentarischer oder pamphletischer Absicht, sondern um die wiederkehrenden allgemeinen Erfahrungen des Menschen mit sich selbst und der Welt in Erzählungen anschaulich werden zu lassen und damit auf seine Weise das Verhalten des Menschen zu ergründen. Von seinem Ausgangspunkt, dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, her kommt er u. a. zu folgenden Themen:
1. Das Thema 'vom ,Helden', der sich gegen einen unvermeidlichen Niedergang auflehnt und unterliegt"
2. das Thema von der Erwartung, die sich meist nicht erfüllt, aber den Menschen spannt und lebendig erhält

3. das Thema von Flucht und Verfolgung
4. das Thema einer verfehlten Lebensgründung

5. das Thema der Empörung
6. das Thema des glücklosen Menschen
Wer an die Deutung der Erzählkunst von S. Lenz herangeht, muß wissen, daß Lenz eine einseitige Interpretation seines Werkes, die allein die gesellschaftspolitische Funktion der Literatur sieht, ablehnt3. Er will so verstanden werden, daß es ihm um den Menschen als Individuum und als Sozialwesen geht und daß die Aufgabe des Erzählers darin besteht, gut und richtig zu erzählen, damit der Leser gut und richtig versteht und liest. 'Der Schriftsteller handelt, indem er etwas aufdeckt: eine gemeinsame Not, gemeinsame Leidenschaften, Hoffnungen, Freuden, eine Bedrohung, die alle betrifft"4. Lenz' Erzählen hat eine tragische Grundnote; vielleicht kann man sagen, daß er den geplagten Menschen darstellt, wobei die Plagen daraus entstehen, daß der Mensch ein Naturwesen, ein Individuum und ein Sozialwesen ist.
      Lenz erzählt aus der skizzierten Grundeinstellung heraus variantenreich, jedoch mit wiederkehrenden Erzählhaltungen. Die Ich-Erzählungen überwiegen die ErErzählungen. In manchen Ich-Erzählungen — wie in 'Lukas, sanftmütiger Knecht" und 'Der Spielverderber" — sind Held und Berichterstatter identisch, in anderen — wie in der vorliegenden und in 'Der seelische Ratgeber" — erzählt der Berichterstatter als Beobachter die Geschichte des Helden5.
      Stoff, Problem und Thema der Erzählung 'Der Beweis"
Albert Schull, der 'Held" der Erzählung, stellt am Ende seines Arbeitslebens fest, daß sein Lastschiff 'Bertha

II.

" um acht Tonnen zu klein vermessen wurde. Mit den Ergebnissen seiner Neuvermessung als Beweis geht er zum Frachtbüro, wo er Gerechtigkeit und damit Wiedergutmachung zu finden hofft. Er wird maßlos enttäuscht. Die Beamten lassen sich durch seine Abmessungen und Berechnungen nicht überzeugen. Sie halten ihn für verrückt. Da reift in ihm der Plan, auf andere Art den Beweis zu führen und sein Recht zu finden. Er belädt das Schiff für die letzte Fahrt und läßt es dann auflaufen. Bei der Bergung wird genau nachgemessen. So führt er tatsächlich den Beweis.
      Recht oder Unrecht einer solchen Handlung werden nicht erörtert, weder von Schull noch von seinem Leichtmatrosen, der die Geschichte erzählt. Weder das Frachtbüro noch die Bergungsfirma zeigen Schull an, obwohl allen bekannt ist, daß Schull das Wasser sehr genau kennt und nie in seinem langen Arbeitsleben einen Unfall gehabt hat. Niemand kann ihm nachweisen, daß er das Schiff absichtlich auflaufen ließ. Der Leichtmatrose weiß, daß der Schiffsführer ein Verbrechenbeging, um seinen Beweis zu führen und zu seinem Recht zu kommen, aber er spricht von 'unserem Unglück" . Der Schiffsführer sagt 'leise, vergnügt und m}t einer irren Zuversicht: ,Bei der Bergung rechnen sie genau.'" Die Welt dieser Geschichte ist eine Spielwelt, die durchaus auf die Wirklichkeit bezogen ist, aber auch ihre eigenen Gesetze hat. Die Charaktere und Situationen werden voll entfaltet. Nur so kann der Schriftsteller die Schwächen und Stärken sowie die Zwänge veranschaulichen, unter denen ein Charakter steht. Es ist nicht die Absicht des Verfassers, die ethische und rechtliche Seite des Vorgangs zu diskutieren oder andere denkbare Lösungen des Problems einzubeziehen. Er will vielmehr einen Menschen darstellen, der in seiner Liebe zur Gerechtigkeit jeden Weg einschlägt. Schull gerät in einen Konflikt, weil er auf legalem Weg seinen Beweis nicht führen kann. Verzichten will er nicht. Also empört er sich und tut einer Sache Gewalt an. Nun ist die Sache, der er Gewalt antut, nicht nur das schrottreife Schiff, sondern das geliebte Fahrzeug, die Liebe zu seinem Beruf und der Stolz auf seine seemännische Tüchtigkeit und Zuverlässigkeit. All dies zerstört oder beschädigt er auch. Nach dieser Handlung ist er kein Sieger, sondern ein geschlagener Mann, der eine schwere Niederlage erlitten hat. Das wird nicht mehr dargestellt, geht aber aus der Geschichte hervor.
      Wie wird die Geschichte erzählt?
Um diese weitreichende Frage zu beantworten, sollen einige wichtige Merkmale herausgegriffen werden: der Erzähler, der Spannungsaufbau und ausgewählte Sprachmittel.
      Erzähler ist der Leichtmatrose, der, obwohl Vertrauter des Schiffsführers, in der Handlung ganz zurücktritt. Wo er einmal handelt, ist er nur ausführendes Organ Albert Schulls. Bei den entscheidenden Vorgängen, dem Vermessen, dem Gespräch im Frachtbüro und dem Aufsetzen des Schiffes, wirkt er nicht mit. Sie sind die Nahtstellen der Geschichte, die den Fortgang und die Steigerung des Handelns und Geschehens markieren, die entscheidenden Etappen der Beweisführung. Der Leichtmatrose als Erzähler beobachtet und berichtet. Er erzählt zwar aus der Rückschau und Ãœbersicht über das gesamte Geschehen, aber so, daß der Leser von Anfang an glaubt, eine sich entfaltende Handlung mitzuerleben. Die Erzählung wirkt in ihrer spannungsreichen Steigerung immer gegenwärtig, so als ob dem Leichtmatrosen als Beobachter und passiver Begleiter die kommenden Ereignisse noch unbekannt seien. Dabei wendet er sich gelegentlich direkt an den Leser. 'Wir lagen vor den Schleusen fest, müssen Sie wissen" . Er müßte sich eigentlich angesichts von Schulls ungewöhnlichem Verhalten fragen, was das bedeutet. Aber zunächst schöpft er keinen Verdacht. 'Ich war da nicht mißtrauisch, war nicht beunruhigt, als er so sein Schiff vermaß, das möchte ich Ihnen versichern" . Das nimmt ihm der Leser ab, wenn auch etwas zögernd. Er spürt, wie der Leichtmatrose selbst auch, eine Unruhe, eine Ungewißheit, die sich dann über die verfehlte Beweisführung im Frachtbüro bis zu dem Augenblick des Einladens steigern. Da muß sich der Erzähler wieder an den Leser wenden: '. . . und Sie werden verstehen, wenn ich sage, daß er mir einfach zu folgenlos über alles hinweggekommen schien" . Der Erzähler ruft damit die erhöhte Aufmerksamkeit des Lesers für die weitere Entwicklung auf. Der Ausbruch des friedfertigen, ruhigen Mannes in der 'Goldenen Schleuse" hat ihn darauf vorbereitet, daß Schull extreme, heftige Taten zuzutrauen sind, nachdem sein sachlicher mathematischer Beweis zu nichts geführt hatte. 'Meine Abmessungen haben sie nicht überzeugt, etwas anderes wird sie überzeugen" .
      Lenz schließt mit Hilfe des Erzählers 'einen wirkungsvollen Pakt" mit dem Leser, der nun wie der Erzähler beunruhigt wird, fragt und bangt, der dadurch auch sich selbst in seinen Möglichkeiten befragt, für den also das Lesen eine gute Möglichkeit ist, sich selbst, den eignen Charakter, das eigne Verhalten und die eignen Konflikte zu verstehen. Wie sehr aber das Ganze in einer Spielwelt mit eigner Gesetzmäßigkeit spielt, zeigt die Tatsache, daß der Leichtmatrose ein tadelloses Deutsch spricht, dazu sehr differenziert und künstlerisch gestaltet. Die Atmosphäre, die natürliche und die geistige, ist geladen mit einer Spannung, die als Form die Tragödie herausfordern könnte. Aber Lenz schreibt keine Tragödie, sondern erzählt eine ernste Geschichte. Nur der Leichtmatrose leidet unter der Hitze und der Tat des Schiffsführers. Dieser ist unempfindlich gegen die Sommerhitze und scheint ganz logisch seine Beweise zu führen. Wie er unter der Tat leiden muß, wird nicht dargestellt.
      Zwei sprachliche Einzelmittel lockern außerdem die Strenge: Schulls Dialekt und humoristische Züge. Der ostpreußische Dialekt Schulls zeigt sich in den meisten seiner knappen Aussagen. 'Jungehe" ; 'setz die Mitze auf" ; 'Mach das Bootehe klar" ; 'Sie haben man die Beweise gar nicht gelesen" . '... wie er geduldig sprach in seinem breiten gemütlichen Tonfall . . ." . Die humoristischen Züge: Das Schiff wird mit einem behäbigen, ausgedienten Flußpferd verglichen ; von seiner Taillenweite ist die Rede ; der hünenhafte Seemann, an dem Schull seinen Zorn kühlt, wird eine 'mächtige Warnboje" genannt .
      Die Hitze ist wie der Beweis und die Gerechtigkeit ein durchgehendes Motiv. Alle diese Motive geben der Geschichte Form und Halt. Die Hitze wird gestaltet durch ihre Wirkung auf den Menschen und die Natur. 'Während ich, sein einziger Leichtmatrose, auf dem Vorschiff saß, ganz betäubt von dem Licht und der Hitze über dem Ufer" . '. . . der Sommer machte die Elbe schwarz, ließ den Spiegel weit unter normal fallen und buk die Algen auf den Steinen tot, und in den zitternden Luftschichten war ein Geruch von Brand und Verwesung" . Er arbeitet mit Gegensätzen: 'Sein bedächtiger Schritt unten in der Kühle der Frachträume war das einzige Geräusch, das ich auf dem warmen Eisendeck hörte" . Mit unerwarteten Adjektiven wird die ungewöhnliche Hitze für den Leser erlebbär: 'an diesem harten Sommertag" .
      Schließlich benutzt er kühne Bilder:.....und tuckerten an kochenden Ufergärtenvorbei, an Pontons, auf denen Teerzungen funkelten, tuckerten an schlaffen Schilfgürteln vorbei, in denen der Nachmittag brütete . . ." . Auffällig im gesamten Werk von S. Lenz ist der Gebrauch des Adjektivs. Das Adjektiv als schmückendes und charakterisierendes Beiwort ist für jeden Schriftsteller eine Gefahr. Verzichtet er ganz darauf, wird seine Prosa hart; gebraucht er es zu üppig, wird sie aufgeschwemmt. Lenz ist der stilgerechte Gebrauch gelungen.
      1. Das Adjektiv beschreibt einen Sachverhalt, der für die Geschichte wichtig ist: 'auf dem warmen Eisendeck" .
      2. Es gibt verschiedene Eigenschaften einer Person oder eines Gegenstandes an, die für das Verständnis der Erzählung nötig sind: 'in seinem breiten gemütlichen Tonfall" .
      3. Es dient der genauen Wiedergabe der Wirklichkeit: 'zum sechsstöckigen Backsteingebäude" .
      4. Mit seiner Hilfe werden Abstrakte konkretisiert, wodurch Lenz eine große Zahl abstrakter Begriffe in den konkreten Erzählstil einbaut: 'mit eigensinniger Sorgfalt" , 'mit geduldiger Genauigkeit" , 'ver-gnügte List, harmlose Verschlagenheit" . Schon diese wenigen Beispiele zeigen, welche Bedeutung diese aus Abstrakten gewonnenen Metaphern für die Darstellung des Themas und Charakters haben. Die Prosa von Lenz wird auch durch eine ungewöhnlich hohe Zahl von Fachausdrücken geprägt. Seine genaue Kenntnis des Meeres und der Flüsse, vom Bootsund Schiffswesen läßt sich an dem Wortschatz dieser Geschichte ablesen. Viele dieser Wörter sind nicht nur Schülern, sondern auch erwachsenen Lesern fremd Die folgende Aufstellung zeigt, daß ein gewissenhaftes Lesen zum Nachschlagen zwingt, weil alle diese Wörter nicht im allgemeinen Sprachgebrauch der Hochsprache anzutreffen sind. Einige Wörter lassen sich mit Sicherheit aus dem Sinnzusammenhang erschließen, aber der Leser sollte sich auf diese seine Fähigkeit nicht allzusehr verlassen.
      Das Spant, ein Wort niederdeutscher Herkunft, benennt Schiffs- und Flugzeugrippen. Es wird meist im Plural benutzt.
      In der Hochsprache wird meist die Form Luke gebraucht. Es benennt eine Öffnung im Deck oder der Bordwand des Schiffes. Später auf Gebäude übertragen , ein Schiff verschrotten
Die Pier ist aus dem Englischen in die Seemannssprache übernommen, wo es weibliches Geschlecht hat. pl. Piers. In der allgemeinen Hochsprache ist es männlich: der Pier, des Piers, pl. Piere oder Piers. Bedeutung: Hafendamm, Landungsbrücke. Steuer in der Seemannssprache, die Hochsprache sagt lieber Steuerruder. Kommandostelle auf dem Schiff. Ein Wort ungewissen Ursprungs, vielleicht von tuck-tuck für Hühnergackern abgeleitet. Es gibt lautmalend das Geräusch eines Schiffs- oder Treckermotors wieder. Eimer in der Seemannssprache . Ein Boot durch einen am Heck hin und her bewegten Riemen fortbewegen. Sitzbank im Boot.
      Brückenschiff. Aussprache: Pongtong oder Pontong. In den Wörterbüchern nicht belegt. Vielleicht aus dem englischen pick out = auswählen übernommen. Ladung auf Schiffen unterbringen. Person, die gewerbsmäßig das Laden von Schiffen besorgt.
      1. verfilzen , 2. kneten, prügeln . Vielleicht bedeutet es in der Seemannssprache das Wasser in schäumende Wellenbewegung versetzen. Die Wörterbücher belegen es nicht in dieser Bedeutung. Vielleicht verwendet Lenz bildhaft die umgangssprachliche Bedeutung, sich nach der Seite neigen . In den Wörterbüchern nicht belegt. Vielleicht Lenzsche Wortprägung?
Flaches, offenes, kurzes, breites Wasserfahrzeug ohne Takelwerk.

      Spanten
Luk n. pl. Lukeabwracken Schrott-Pier

Ruder
Brücke tuckern

Pütz
wriggen

Ducht

Ponton S. 33, Z. 29)auspicken stauen Stauer
22)krängen burbeln

Sehnte
Didaktische Bemerkungen
Lernziel ist es, das Thema und seine sprachkünstlerische Gestaltung in einer Erzählung zu erkennen. Dazu ist es nötig, Wirklichkeit und fiktive Sprachwelt zu vergleichen und den Bezug zur Wirklichkeit und zum Leben des Menschen herauszuarbeiten. Es kommt darauf an, den Prozeß zu verstehen, der sich in Schull abspielt, wie ein rechtlich denkender und handelnder Mensch in eine Konfliktsituation gerät und nach sachlichem Vorgehen zur Gewaltanwendung schreitet. Anschließend ließen sich Ãœberlegungen anstellen, welche anderen Möglichkeiten zur Lösung des Konflikts sich wohl ergeben hätten, und zweitens, wie wohl ein Mensch mit einer solchen Niederlage fertig werden kann. Von ausschlaggebender Bedeutung für die Erziehung zum Lesen ist die Erarbeitung des Verständnisses der Darstellung, der Erzählstruktur im Aufbau, der Erzählhaltung und der einzelnen Sprachmittel. Während Thema und Erzählstruktur auf jeden Fall zu erarbeiten sind, sollte von den Darstellungsdetails das eine oder andere zur genaueren Betrachtung herausgegriffen werden.
      Methodische Bemerkungen
1. Das Sach- und Wortverständnis kann auf verschiedene Weise gesichert werden: Vorwegerklärung der schwierigen Wörter; laufende Erklärung beim gemeinsamen ersten Lesen; nach dem ersten kursorischen Lesen von Schülerfragen ausgehend.
      2. Auch für die Diskussion des Themas gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann von einem allgemeinen Gespräch über die Geschichte ausgehen und zu dem Thema hinlenken, man kann gezielte Aufgaben stellen.
      3. Beispiele für solche Aufgaben:
I. Der Titel der Geschichte heißt 'Der Beweis".

      A) Welches ist der Beweis?
B) Gibt es Stufen des Beweises? Nenne sie und beschreibe, wie die Handlung nach diesen Stufen abläuft.
      C) Warum ist der Titel der Geschichte 'Der Beweis"? IL Die Gewalttat
A) Warum greift Schull zur Gewalt?
B) Gäbe es andre Lösungen des Konflikts? I

II.

Der Vorfall mit der 'Warnboje"
A) Beschreibe den Vorfall im Zusammenhang der ganzen Geschichte.
      B) Denke darüber nach, was dieser Vorfall mit dem Beweis zu tun hat.
      4. Andere Aufgaben:
I. Ãœberlege, wer die Geschichte erzählt und wie er sie erzählt.
     

II.

Beschreibe, welche Mittel der Schriftsteller benutzt, um die Geschichte spannend, abwechslungsreich und lebendig zu machen.
      I

II.

Wie erfährt der Leser, daß die Geschichte an einem überaus heißen Sommertag spielt?
A) Stelle alle Stellen zusammen und untersuche, welches die sprachlichen Möglichkeiten sind, eine solche Einzeltatsache darzustellen.
      B) Welche Bedeutung hat die Betonung der Hitze für das Verständnis der Geschichte?

I

V.

Untersuche den Humor und den Dialekt in ihrer Bedeutung für die Geschichte.

     

V.

Stelle alle dir unbekannten Wörter zusammen.
      A) Bilde eine Gruppe der Wörter, die aus dem Zusammenhang verständlich sind.
      B) Bilde eine Gruppe der Wörter, deren Bedeutung du im Lexikon oder Wörterbuch nachschlagen mußt.
      C) Bilde eine Gruppe der Wörter, deren Bedeutung du weder erschließen noch in einem Nachschlagewerk finden kannst.
      D) Vergleiche den Wortschatz und Wortgebrauch der Geschichte mit dem allgemeinen Wortgebrauch.
      E) Stelle fest, ob die Ergebnisse dieser Wortarbeit erstens zum Verständnis der Erzählung und zweitens zur Bereicherung deiner eignen Sprache beitragen.
     

VI.

Sammle alle Stellen, in denen ein Adjektiv vorkommt.
      A) Benenne die verschiedenen Aufgaben, denen das Adjektiv dient.
      B) Versuche festzustellen, ob Lenz das Adjektiv in eigenartiger Weise verwendet.

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Siegfried  Lenz      Der  Beweis    





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