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E. T. A. Hoffmann



24.1.1776 in Königsberg, 25.6.1822 in Berlin

Ernst Theodor Amadeus I loffmann hat eigentlich die Vornamen Ernst Theodor Wilhelm. Aus Verehrung für Mozart verändert er im Jahre 1809 den Vornamen Wilhelm in Amadeus. E. T. A. Hoffmann wird am 24. Januar 1776 in Königsberg geboren. Er entstammt einer Juristenfamilie. Die Eltern lassen sich 1878 scheiden. Die Mutter zieht mit dem Jungen zur Großmutter, in deren Haushalt I loffmann aufwächst. Hoffmann erhält früh Musikunterricht und Unterricht im Zeichnen und Malen. 1792 beginnt er an der Universität Königsberg das Studium der Rechtswissenschaften, schließt es 1795 ab und arbeitet in verschiedenen Punktionen in Königsberg, Posen, Plock und Warschau im Justizdienst. K. T. A. I loffmann ist ein vielseitig begabter Mann, der neben dem Beruf auch schreibt, komponiert und malt. 1798 hat er sich mit Minna Doerffer verlobt. Vier Jahre später löst er die Verlobung, da ihn seine künstlerische Begabung mit den bürgerlichen Vorstellungen der P'amilie seiner Braut in Konflikt bringt. Hoffmann hat Karikaturen von einflussreichen Mitgliedern der Posener Gesellschaft angefertigt, und die sind offenbar so gut gelungen, dass Hoffmann nach Plock strafversetzt wird.

     
Noch im selben Jahr heiratet Hoffmann Maria Thekla Michalina Rorer. 1804 wird er nach Warschau versetzt. Dort marschieren 1806 die Franzosen ein. Hoffmann verliert seine Stellung im Justizwesen und schlägt sich acht Jahre lang als Musiklehrer, Kapellmeister und Theaterkomponist durch. Krst 1814 tritt er wieder in den Staatsdienst ein. In der Zwischenzeit arbeitet er als Dirigent in Bamberg, erteilt Musikstunden, ist Kapellmeister in Dresden und Leipzig und schreibt erste Texte. 1809 erscheint sein Ritter Gluck in der Allgemeinen Musikalischen 'Zeitung. 1814 und 1815 folgen die Fantasiestücke in Callots Manier, gleich anschließend der phantastische Roman Die Elixiere des Teufels. 1816 wird E. T. A. Hoffmann in Berlin zum Kammergerichtsrat ernannt. In dieses Jahr fällt die Entstehung der für seine Art der Phantastik bezeichnenden Nachtstucke. Ab 1820 erscheinen die Lebensansichten des Katers Murr nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern. Darin hat Hoffmann die Erfahrungen satirisch verarbeitet, die er seit 1819 als Mitglied der »Immediatkommission zur Ermittelung hochverräterischer Verbindungen und anderer gefährlicher Umtriebe« gemacht hat. Die Kommission ist mit der so genannten »Demagogenverfolgung« befasst, also dem Aufspüren und der Verfolgung von Personen, die liberal-demokratische Ansichten vertreten und als Staatsfeinde betrachtet werden. Diese Erfahrungen bringt Hoffmann auch in den Meister

Floh ein. 1822 wird der Autor, inzwischen in den Oberappcl-lationssenat des Kammergerichts aufgerückt, selber Opfer der Verfolgung. Das Manuskript zum Meister Floh wird durch die preußische Regierung beschlagnahmt. Gegen Hoffmann wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Meisler Floh erscheint ohne die beanstandete Episode. Anfang des Jahres 1822 erkrankt E. T. A. Hoffmann schwer. Am 25. Juni 1822 stirbt er in Berlin.

     
Lesevorschlag:
Als Erstes könnte man E. T. A. Hoffmanns Erzählung Der goldene Topf lesen, danach vielleicht Meister Floh und Das Fräulein Scuderi. Sehr schön liest sich auch Klein Zaches.

     
Besichtigungstipps:
In Berlin am Gendarmenmarkt existiert heute noch das Weinhaus »Luther und Wegner«, wo Hoffmann verkehrte. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirchen-Gemeinde in Berlin/Kreuzberg.
      In der Altstadt von Bamberg kann man auf Hoffmanns Spuren wandeln. Es lohnt sich besonders ein Besuch in seinem ehemaligen Wohnhaus am Schillerplatz Nr. 26.
     

 Tags:
E.  T.  A.  Hoffmann    


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