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Miss Sara Sampson als Gattungsparadigma



Zum Zeitpunkt des Disputs über die Wirkungslehre des Trauerspiels lag mit Lessings Miss Sara Sampson {1755) bereits ein Werk vor, das die tragischen Valenzen der neuen bürgerlichen Affektkultur exemplarisch vor Augen geführt hatte. Im Mittelpunkt des Dramas steht, sämtliche übrigen Konflikte bereits ansatzweise enthaltend, die, wie Peter Michelsen formuliert hat, »Problematik der Empfindungen« . An entscheidenden Punkten der Handlung zeigen sich die dramatis personae von einer Vielzahl unterschiedlicher Leidenschaften beherrscht, die sie kaum zu kontrollieren oder durch Sublimierung zu disziplinieren verstehen. Der im Zeitalter der Aufklärung stets neu formulierte Anspruch, der Mensch vermöge das eigene Schicksal selbst zu bestimmen, zerbricht hier an der Macht der nicht beherrschbaren, stets neu durchbrechenden Affekte. Von ihnen ist im Drama selbst immer wieder die Rede; gesprochen wird über >SchreckenSchmerzVer-zweiflungAngstErbarmenReueZärtlichkeitMitleidRührungBewun-derungWutZornWollust des Vergebens

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Miss  Sara  Sampson  als  Gattungsparadigma    

Drama zwischen barock und aufklärung
Theaterreform seit gottsched
Tragödie der frühen aufklärung
Das bürgerliche trauerspiel
Entwicklung der komödie

 

 

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