Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Die Rezeption der französischen Adelskultur in Deutschland
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Die Rezeption der französischen Adelskultur in Deutschland



Wirtschaftliche Beziehungen
Die wichtigsten Fäden des europäischen Handels liefen im 12. Jahrhundert in Frankreich zusammen. Die großen Messen in der Champagne, die in den vier Städten Troyes, Provins, Lagny und Bar-sur-Aube fast das ganze Jahr hindurch in Betrieb waren, entwickelten sich zum blühenden Mittelpunkt des intern
Die Bildungsverhältnisse
Noch früher als die Kaufleute hatten die Gebildeten den Blick nach Frankreich gerichtet. Von dort war schon im 10. Jahrhundert die große religiöse Erneuerungsbewegung ausgegangen, die mit dem Namen des burgundischen Klosters Cluny verknüpft ist. Von dort verbreitete sich im 11. Jahrhundert der Gotte
Dynastische Verbindungen
Das ganze Mittelalter hindurch hat es zwischen dem deutschen und dem französischen Hochadel enge politische und persönliche Kontakte gegeben. Von der Nordsee bis zum Mittelmeer umschloß die Reichsgrenze weite Gebiete französischer Spra- che und Kultur, die für die Vermittlung zwischen West und
Die Ãobernahme französischer Gesellschaftsformen
Die Anfänge des gesellschaftlichen Einflusses aus Frankreich reichten bis in die Mitte des 11. Jahrhunderts zurück, als Kaiser Heinrich III. (t 1056) eine der großen südfranzösischen Fürstinnen, Agnes von Poitou (t 1077), die Tochter Herzog Wilhelms V. von Aquitanien (t 1030), heiratete. In den kons
Sprachkenntnisse
Bei seiner Ankunft am englischen Hof erregte der junge Tristan sogleich die Aufmerksamkeit des Königs Marke. »Marke sah Tristan an: >Freundheißt du Tristan?< >Ja, Herr, Tristan. Dieu vous garde!< >Dieu vous garde, beau vassal!< >Mer-ci, gentil roiedler König de Kurnewal, Ihr und Euer Hofstaat mögt i
Lehnwörter
Wie intensiv die Orientierung an der französischen Hofkultur war, dokumentieren die vielen französischen Wörter, die damals ins Deutsche gelangten. Bereits für das 12. Jahrhundert hat man 350 französische Lehnwörter nachgewiesen, für das 13. Jahrhundert 700, und noch für das 14. Jahrhundert wurden 3
Chronologie und Geographie der literarischen Rezeption
Auf keinem anderen Gebiet war der französische Einfluß im 12. Jahrhundert so dominierend wie auf dem der volkssprachigen Literatur. Im Lauf von nur wenigen Jahrzehnten hat sich damals das Erscheinungsbild der weltlichen Literatur vollständig verändert. In der Nachahmung und Aneignung französischer V
Höfische Epik
In Frankreich gab es in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts drei Arten von Großepik, die aus ganz verschiedenen Traditionen kamen: - Die Heldenepik (»chansons de geste«) aus mündlichen Ãoberlieferungen, die historische Stoffe aus der Merovinger- und Karolingerzeit behandelte. Der älteste und be
Höfische Lyrik
Die höfische Lvrik ist in Südfrankreich entstanden. Wilhelm IX., Herzog von Aquitanien und Graf von Poitou (t 1126), war der erste Trobador, dessen Lieder erhalten sind. Bereits in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erlebte die provenzalische Dichtung an den südfranzösischen Höfen eine hohe Blüt
Bearbeitungstendenzen
Wenn man erfahren will, was die französische Literatur für die fürstlichen Auftraggeber und für das höfische Publikum in Deutschland so attraktiv gemacht hat, muß man vor allem die Tatsache würdigen, daß die literarische Rezeption aus der sehr reich entwickelten französischen Literatur eine charakte



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