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Die deutsche romantik

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Ludwig Achim von Arnim (I78I-I83I)



In 'Des Knaben Wunderhorn" sammelten Brentano und Arnim eine Fülle von Liedern, die sowohl aus dem Volke stammten wie auch für das Volk gedacht waren. Gerade die Tatsache, daß sie selbst auch einige Strophen und ganze Gedichte einstreuten, verlieh der Sammlung ihr eigenes Gepräge. Goethe, dem die beiden Freunde den ersten Teil widmeten, schrieb: 'Die Herausgeber haben sich um ihr Volk die Bürgerkrone verdient. Von Rechts wegen sollte dieses Büchlein in jedem Hause, wo frische Menschen wohnen, am Fenster unterm Spiegel zu finden sein, um aufgeschlagen zu werden in jedem Augenblick der Stimmung oder Unstimmung." Die von dieser Vblks-liedersammlung ausgehende Wirkung war ungemein stark und hat die deutsche Lyrik von Eichendorff bis zu Mörike und Storm nachhaltig beeinflußt. Für Arnims eigene Lyrik spreche sein stimmungsvoller, von der Liebe zur Natur beseelter 'Ritt im Mondschein":

Herz zum Herzen ist nicht weit Unter lichten Sternen, Und das Aug, von Tau geweiht. Blickt zu lieben Fernen; Unterm Hufschlag klingt die Welt, Und die Himmel schweigen, Zwischen beiden mir gesellt Will der Mond sich zeigen.
      Zeigt sich heut in roter Glut
An dem Erdenrande,

Gleich, als ob mit heißem Blut
Er auf Erden lande,

Doch nun flieht er scheu empor,
Glänzt im reinen Lichte,

Und ich scheue mich auch vor
Seinem Angesichte.
      Unter seinen zahlreichen Novellen ragt vor allem 'Der tolle Invalide auf dem Fort Ratonneau" hervor, die in ihrem knappen Stil und ihrer strengen Form an Kleist erinnert. In dem Roman 'Die Kronenwächter" wollte Arnim ein breites Gemälde der Zeit Luthers und Kaiser Maximilians entwerfen; das Werk blieb jedoch unvollendet.
     

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Ludwig  Achim  Arnim  (I78I-I83I)    


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