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Theodor Fontane: Schach von Wuthenow


Schach von Wuthenow - Erzählung aus der Zeit des Regiments Gensdarmes: „Gott, wer liest die Novelle in der Schule?" könnte man in Abänderung einer Fontane-Äußerung' sagen, wenn man bedenkt, wie dieser Text innerhalb der schulischen Fontane-Euphorie vor allem in den letzten Jahren von „Effi Briest" oder auch „Irrungen-Wirrungen" in eine unbedeutende Ecke gedrängt wurde — sicherlich nicht zuletzt im Zusammenhang mit der sehr populär gewordenen Problematik um die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Für dieses Schattendasein sind neben der besonders ausgeprägten „Vielschichtigkeit der Probleme" (Weber, 1975: 138) auch die aus den politisch ausgerichteten Gesprächen nur schwer herauslösbaren Aussagen verantwortlich. Daß „Schach von Wuthenow" darüber hinaus in vielerlei Hinsicht ein „Werk des Übergangs" ist, tritt für die Behandlung im Unterricht erschwerend hinzu. Die sich in den jüngsten Lehrplanrevisionen spiegelnde Rückbesinnung auf die historische Dimension eröffnet dem Text sicherlich neue Verwendungsmöglichkeiten.


Ein Werk des Übergangs
Mit der novellistischen Erzählung um den Rittmeister Schach vollzieht sich im Schaffen Fontanes ein Übergang zu Romanen, in denen die Gesellschaft schicksalsbestimmend wird. Sprachlich wird das mehr referierende Schildern zugunsten eines symbolischen Darstellungsstils verlassen2; zudem folgen Romane [ ... ]
'Tbou com'st in such a questionable shapes: Zur Gattungs-frage
Unsicherheit bleibt, stellt man die Gattungsfrage: Erzählung im engeren Sinn, Novelle oder gar Roman? Während z. B. Benno von Wiese neben anderen Merkmalen im 8. Kapitel den für die Novelle charakteristischen 'Wendepunkt" sieht (Wiese II, 1965: 251) und 'Schach" auch Eingang gefunden hat in A. Weber [ ... ]
Psychogramm eines individuellen Schicksals oder Parabel vom Untergang Preußens?
Worum geht es in 'Schach"? Fontane selbst gibt in einem Brief 1882 eine zusammenfassende Antwort: 'Schach von Wuthenow [. . .] spielt in der Zeit von 1805 auf 6 und schildert den schönsten Offizier der damaligen Berliner Garnison, der, in einem Anfalle von Ãœbermut und Laune, die liebenswürdigste, [ ... ]
'Die Gesellschaft ist souverän: Zum Problem der Handlungsfreiheit Schachs
Victoire, die im 8. Kapitel diese 'Souveränität" der Gesellschaft betont (67), erkennt den Rahmen, innerhalb dessen auch Schach sich bewegt: nicht frei, sondern beeinflußt von diesem 'Gesellschafts-Etwas", als dessen Charakteristikum auch Instetten in 'Effi Briest" das nicht bis ins letzte Definierb [ ... ]
Didaktische Reflexion - Der Schüler als Leser
Bei dem Vorhaben, 'Schach von Wuthenow" als Lektüre im Deutschunterricht zu lesen, müssen verschiedene Schwierigkeiten bedacht werden: Die relativ lange und komplexe Erzählung spielt in einer Zeit, die dem Schüler weitgehend fremd ist; es wäre unrealistisch, davon auszugehen, daß der für das Verstän [ ... ]
Untersuchungsschwerpunkte
Die oben skizzierten Schwierigkeiten bedingen Untersuchungsschwerpunkte, die die voraussichtliche Rezeptionsweise des Textes durch 17-20jährige berücksichtigen. Auch den Schüler der Oberstufe interessieren primär Inhalte, sieht man ab von Texten, die durch eine besonders eigenwillige Struktur auffa [ ... ]
Lernziele und Lernzielverknüpfungen
Aus den bisher gemachten Ãœberlegungen ergeben sich für die im Rahmen einer Unterrichtseinheit (von etwa 8-10 Stunden) anzustrebenden Lernziele verschiedene Schwerpunkte. Die im folgenden formulierten Ziele beschreiben Anforderungsstufen, die ausgerichtet sind auf eine 11. bzw. 12. Jahrgangsstufe (d [ ... ]
Realisierungsmöglichkeit - Vorbemerkungen
Die im folgenden für eine Unterrichtseinheit zu 'Schach von Wuthenow" gegebenen methodischen Hinweise wollen nicht einen bis ins letzte geplanten Unterricht propagieren. Lernprozesse sind nicht vollständig planbar, vor allem dann nicht, wenn der entscheidendste Faktor, der Schüler, eine Unbekannte d [ ... ]
Die Rolle des Erzählers
(5.1) Die Position des Erzählers bezüglich der in (4.1) und (4.2) vorgestellten Deutungsmöglichkeiten. Dabei sollte berücksichtigt werden: — Die Darstellung der Figur des Bülow zeigt, daß der Erzähler in vielem dessen Position nicht teilt. (Textbelege suchen lassen!) - Kap. 8 stellt eine d [ ... ]
Vorschläge zur Erweiterung der Unterrichtseinheit
Eine Ausweitung kann die in 3.2 vorgeschlagene Unterrichtseinheit durch ein verstärktes Einbeziehen von Poetik und Literaturtheorie erfahren. Etwa im Leistungskurs ist auch Raum für ein intensiveres Eingehen auf gattungspoetische Fragen, wobei als Lernziel (neben der Kenntnis verschiedener poetologi [ ... ]
Vorschläge zur Lernzielkontrolle
Aufgaben können nicht ohne Kenntnis des vorausgegangenen Lernprozesses, der Lerngruppe sowie der genauen Prüfungsart erstellt werden. Die hier gemachten Vorschläge sollen lediglich Anregungen geben. a) In Fontanes Roman 'Irrungen-Wirrungen" spricht Botho, eine der Hauptfiguren, davon, daß 'das Her [ ... ]
Exkurs: 'Prinz Louis Ferdinand'5
Nicht immer war Fontane für den Leser vor allem der Romancier. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Balladen besonders geschätzt; auch er selbst glaubte vor allem an die Wirkung seiner Lyrik, von der vor allem die späteren Texte heute wenig bekannt sind. In den Zusammenhang unserer Betrachtungen über ' [ ... ]
Theodor Fontane Prinz Louis Ferdinand.
Sechs Fuss hoch aufgeschossen, Ein Kriegsgott anzuschaun, Der Liebling der Genossen, Der Abgott schöner Fraun, Blauäugig, blond, verwegen Und in der jungen Hand Den alten Preussendegen: Prinz Louis Ferdinand. Den Generalitäten lebt er zu undiät, Sie räuspern sich und treten Vor seine Majestät, [ ... ]

 

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