Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Der Literaturbetrieb der höfischen Zeit
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Der Literaturbetrieb der höfischen Zeit



Der Literaturbetrieb der höfischen Zeit
Vor der Erfindung des Buchdrucks arbeitet
en die Autoren unter gänzlich anderen Bedingungen als in neuerer Zeit. Es gab kein Verlagswesen, keinen Buchhandel, kein Urheberrecht und kaum eine literarische Öffentlichkeit. Die Produktionskosten waren enorm hoch. Jedes Buch mußte mit der Hand geschrieben
Laienbildung in Frankreich
In Frankreich und im normannischen England läßt sich beobachten, daß die Entstehung der höfischen Literatur in französischer Sprache mit Veränderungen im Bildungswesen Hand in Hand ging. Die moderne Hofliteratur hat sich erst dann und nur dort entwickelt, wo die fürstlichen Gönner und Auftraggeber s
Laienbildung in Deutschland
In Deutschland herrschten offenbar ganz andere Verhältnisse. Allerdings ist hier die Quellenlage so schlecht, daß es schwerfällt, sich ein genaues Bild zu machen. Daraus erklärt es sich, daß die Urteile über die Laienbildung in Deutschland zum Teil weit auseinandergehen. Zugunsten einer relativ hohe
Litteratus - illitteratus
Die Begriffe litteratus und illitteratus, die in den lateinischen Quellen der Zeit den Gebildeten und den Ungebildeten bezeichneten, waren auf den elementaren Schulunterricht ausgerichtet. »Gebildet« {litteratus) war einer, der Latein lesen und schreiben gelernt hatte, das heißt einer, der - entwede
Mündliche Traditionen
Die Laien hatten ihre eigene Literatur, die gänzlich schriftlos war. Von der Eigenart und der Bedeutung dieser mündlichen Literatur kann man sich nur schwer eine Vorstellung machen, weil sie bis auf die geringen Spuren, die sich schriftlich erhalten haben, untergegangen ist. Außerdem ist uns die Fäh
Die Ausbildung eines geregelten Schriftbetriebs an den weltlichen Höfen
Der analphabetische Laienadel hat durchaus nicht in vollkommener Schriftlosigkeit gelebt. An jedem Hof gab es Kapläne und Kleriker, die mit Büchern umgingen, und jede Adelsfamilie stand in engen Beziehungen zu Klöstern und Stiften in ihrem Herrschaftsbereich, deren Schreibstuben sie in Anspruch nehm
Hauskloster und Herrenhof: Die Anfänge einer dynastischen Geschichtsschreibung
Besonders intensiv gestaltete sich die Verbindung von Herrenhof und Hauskloster. Hausklöster nennt man die Klöster, die von großen Adelsfamilien auf ihrem Eigenbesitz gegründet worden sind und über die diese Familien die weltlichen Herrschaftsrechte, in Form der Vogtei, behielten. Solche Klostergrün
Der Codex Falkensteinensis
Zur Hofliteratur gehörten auch Lehnsbücher, Urbare und Besitzverzeichnisse in lateinischer Sprache, die im Auftrag weltlicher Herrschaften angelegt wurden, und die von den Fürsten, die diese Schriftstücke selber nicht lesen konnten, in den Dienst ihrer Regierungs- und Verwaltungstätigkeit gestellt w
Die Einrichtung eigener Kanzleien
Der entscheidende Schritt zur Schriftlichkeit wurde vollzogen durch die Einrichtung eigener Kanzleien an den weltlichen Fürstenhöfen. Heinrich der Löwe war der erste Laienfürst, der an seinem Hof in Braunschweig Urkunden ausstellen ließ. Bis dahin hatten die Fürsten ohne eigene Urkundenschreiber reg
Deutschsprachige Urkunden
Die Verschriftlichung des weltlichen Rechts war ein Prozeß, der sich über mehrere Jahrhunderte hinzog. Solange die Urkunden lateinisch abgefaßt wurden, hatten die fürstlichen Auftraggeber keinen Zugang zu den in ihrem Namen geschriebenen und besiegelten Dokumenten. Erst im letzten Jahrzehnt des 13.
Die Gönner und Auftraggeber
Kunst auf Bestellung erscheint vielen als eine Kunst minderer Qualität, weil ein Auftragsverhältnis die Selbstbestimmung des Künstlers zu gefährden scheint. Im Mittelalter hat es jedoch eine Alternative zwischen der Bindung an den Auftraggeber und der künstlerischen Selbstverwirklichung nicht gegebe
Kaiserliches Mäzenatentum
Bis zum 12. Jahrhundert war der Kaiserhof der einzige Ort der Literatur außerhalb der Klöster und Stifte. Der Gedanke, daß die Förderung von Kunst und Literatur zu den Obliegenheiten des Kaisers gehörte, stammte aus der römischen Antike. Zum Herrschaftsstil der römischen Kaiser hatte die Selbstverhe
Die Literatur des Kaiserhofs von Konrad III. bis Friedrich II.
Aus der Zeit Konrads III. (1139-1152), des ersten Stauferkö-nigs, ist über den literarischen Betrieb am Kaiserhof nicht viel bekannt. Das intellektuelle Klima am Hof wurde von den Geistlichen geprägt, die die leitenden Ã"mter innehatten: von dem Kanzler Arnold von Wied (t 1156), dem Erbauer d
Das Literaturinteresse der Fürsten
Der Literaturbetrieb der höfischen Zeit erhielt seine entscheidenden Akzente dadurch, daß seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts die weltlichen Fürsten als Gönner und Auftraggeber in Erscheinung traten. Ihre neue Rolle als Förderer der Literatur muß im historischen Zusammenhang damit gesehen w
Die großen Fürstenhäuser als Förderer der Literatur
Eine Chronologie des fürstlichen Mäzenatentums muß mit den Weifen beginnen, mit Heinrich dem Löwen (t 1195) und seinem Onkel Weif VI. (t 1191), dessen Hof in Altdorf-Weingarten in den siebziger und achtziger Jahren des 12. Jahrhunderts ein Mittelpunkt adliger Geselligkeit war. Von der legendären Fre



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