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Das zwanzigste jahrhundert

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Reinhold Schneider (I903-I958)



im irdischen Geschehen die Spur des Ewigen aufzuzeigen. Schneider geht dabei noch mehr als Bergengruen von der Frage nach dem letzten Sinn geschichtlicher Ereignisse aus. Am besten gelingt ihm die Darstellung der Historie unter dem Aspekt ihrer überirdischen Sinngebung in den Erzählungen 'Das Inselreich", 'Philipp IL", 'Das Leiden des Camocs" und in 'Las Casas vor Karl

V.

". Gerade diese Erzählung zeichnet sich durch die eindeutige Ablehnung aller Machtpolitik aus.
      Von gleichem Geiste erfüllt sind seine Gedichte, wie z. B. 'Zuversicht":
Du bist gesegnet. Dich umschirmt im Grauen Ein heiliger Spruch, der stärker als die Not. Es ist kein Weg; dein "weg ist das Gebot, Wenn du gehorchst, wird es dir Brücken bauen.
      Du bist ein Bote und du sollst vertrauen Und das Geschick nicht fragen, das dir droht. Dein Herz wird müde und dein Wort ist tot, Und doch sollst du das Siegeszeichen schauen.
      Ein andrer lebt in dir. Du fachtest nicht

Das dunkle Feuer des Gerichtstags an.
      Du bist es nicht, mit dem das Zeichen fällt.
      Der aus dem Abgrund heimgekehrt ins Licht, Er siegt in dir, wie er's im Grab getan, Und reißt dich mit und übersiegt die Welt.
     

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Reinhold  Schneider  (I903-I958)    


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