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Das zwanzigste jahrhundert

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Ernst Junger (geb. I895)



schildert in seinen Werken 'In Stahlgewittern", 'Das Wäldchen 125", 'Feuer und Blut" u. a. die Gewalt eines unmenschlichen und erbarmungslosen Materialkrieges. Audi die Erlebnisse aus dem Zweiten Weltkrieg fanden in seinen Tagebüchern ihren Niederschlag. Jüngers geistige Haltung ist sehr umstritten, aber er hat mit seinen dichterischen und denkerischen Werken, in denen er sich mit den Fragen der Zeit auseinandersetzt, einen starken Einfluß ausgeübt. Unter seinen erzählenden Werken sind 'Afrikanische Spiele", die seine abenteuerliche Flucht aus der bürgerlichen Welt in die Fremdenlegion schildern, sowie 'Auf den Marmorklippen" am bekanntesten geworden. Dieses Werk, eine künstlerisch bedeutsame, verschlüsselte Anklage gegen den Nationalsozialismus, das ein Bekenntnis zu der Kulturwelt des Abendlandes darstellt, erregte bei seinem Erscheinen 1939 allgemeines Aufsehen.
      Jüngers geschliffener, vergeistigter Stil ist der eines Ästheten. In seiner Aussage aber wandelt sich sein früher 'Stilett-Ästhetizismus" zu einem verzweifelten Ringen mit der Problematik des modernen Menschen. Doch gelingt es ihm so wenig wie anderen, den Nihilismus zu überwinden und eine neuehöhere Ordnung zu erkennen. 1949 schrieb er 'Heliopolis", 1952 'Besuch auf Godenholm" und 1957 'Gläserne Bienen".
      Die Jugend eines Knaben erzählt Jünger in seinem Roman 'Die Zwille" , dem wohl eigene Erinnerungen zugrunde liegen. Der Nihilismus früherer Werke ist in diesem sprachschönen "Werk weitgehend überwunden.
     

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Ernst  Junger  (geb.  I895)    


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