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Das zwanzigste jahrhundert

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Franz Kafka (I883-I924).



Mehr noch als bei Heinrich Mann wird bei ihm der Boden der Wirklichkeit verlassen, um den überwirklichen Symbolen Raum zu schaffen. Kafka sucht hinter den Dingen und Erscheinungen dieser Welt eine zweite, symbolische Wirklichkeit, aus der heraus die Wechselhaftigkeit des Daseins gedeutet werden kann. Kafkas Gestalten verkörpern das Gefühl menschlicher Ohnmacht und Ratlosigkeit gegenüber einem bösen Schicksal.
      Schon die frühe Erzählung des Dichters - 'Die Verwandlung" - zeigt den Einbruch des Ungeheuren, mit den Kräften der Vernunft nicht Faßbaren in die alltägliche Welt des Menschen: Ein Handlungsreisender erwacht eines Morgens in seinem Bett und findet sich in ein riesiges Insekt verwandelt. Wie einen Alptraum erleben wir dieses Geschehnis nach. Mitleidlos zieht sich die Welt vor diesem Geschick zurück. Die Grenzen von Traum und Wirklichkeit sind verwischt. Die Daseinsangst des modernen Menschen kündigt sich an. Kafka ist in seinen expressionistischen Romanen zum Vater des modernen Surrealismus geworden.
      Während Franz Kafka die Grenzen des Expressionismus übersprang, hat eine Reihe von großen Erzählern die expressionistische Darstellungskunst weitergepflegt, so vor allem Stefan Zweig, Kasimir Edschmid und Alfred Döblin.
     

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Franz  Kafka  (I883-I924).    


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