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Das zwanzigste jahrhundert

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Siegfried Lenz (geb. I926).



Er stammt aus Lyck, war als junger Matrose 'Augenzeuge der großen Flucht und des Untergangs vieler Schiffe" und lebt seit 1945 in Hamburg. Als Postulat seines Schaffens nennt er '. . . ein gewisses Mitleid, Gerechtigkeit und einen nötigen Protest". Einige seiner Werke verarbeiten Kriegs- und Nachkriegserlebnisse: 'Lehmanns Erzählungen oder So schön war mein Markt", 'Der Spielverderber", 'Stadtgespräch". Die Welt seiner ostpreußischen Heimat und ihrer Menschen hat er in seinem Zyklus masurischer Geschichten 'So zärtlich war Suleyken" festgehalten. Ein immer wiederkehrendes Motiv seiner Werke sind die Probleme des alternden Mannes . Gegenwartsprobleme behandeln seine Schauspiele 'Zeit der Schuldlosen" und 'Das Gesicht" .
      In seinem Roman 'Deutschstunde" behandelt Lenz das Vater-Sohn-Problem vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus. Der Sohn, der die Bilder eines damals verfolgten Malers retten wollte, schreibt in einer Erziehungsanstalt einen Pflichtaufsatz, in dem er den Konflikt zwischen seinem • pflichtbesessenen Vater und dem ihm befreundeten Maler aus seiner Sicht schildert.
      Auch in seinem Roman 'Das Vorbild" spielt die unbewältigte deutsche Vergangenheit eine Rolle: Für drei Pädagogen, die mit der Herausgabeeines Lesebuches beauftragt sind, wird die Suche nach einem verbindlichen Vorbild für die Jugend selbst zum Wagnis.
     

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Siegfried  Lenz  (geb.  I926).    


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