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Das zwanzigste jahrhundert

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Marie-Luise Kaschnitz (geb. I90I),



erinnert in ihren Anfängen manchmal an Hofmannsthals Symbolismus. Wie Elisabeth Langgässer, so sieht auch sie des Menschen letzten und einzigen Halt im Dasein Gottes:
Es muß doch nodi irgendwo sein Eine Kammer voll Orgelwind,
Etwas, das trägt und hält. Ein singendes Muschelhaus.
      Ein Kleinod, ein funkelnder Schrein Die wie die Kinder sind,
In der verdorrenden Welt. Gehen dort ein und aus.

     
Neben ihrer Lyrik, die in späteren Jahren an Knappheit der Aussage gewinnt, steht ein umfangreiches Prosawerk, dessen charakteristisches Merkmal der künstlerische Ernst, die sorgfältige Strenge und die Anmut der Formen sind. Ihr Erzählungsband 'Ferngespräche" zeigt ihre Kunst des Aus-sparens und Andeutens, und ihre 'Beschreibung eines Dorfes" überzeugt durch ihre ungeminderte Gegenwärtigkeit.
     

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Marie-Luise  Kaschnitz  (geb.  I90I),    





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