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Das zwanzigste jahrhundert

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Heinz Piontek (geb. I925)



das klassische Gefäß der Sprache unverletzt, füllt es aber mit modernem Gehalt. Die Gedanken des Dichters kreisen vor allem um die Gefährdung der modernen Existenz. Als Beispiel diene sein bekanntes Gedicht 'Die Furt":
Schlinggewächs legt sich um Wade und Knie, dort ist die seichteste Stelle. Wolken im Wasser, wie nahe sind sie! Zögernder lispelt die Welle.
      Waten und Spähen - die Strömung bespült höher hinauf mir die Schenkel. Nie hab ich so meinen Herzschlag gefühlt. Sirrendes Mückengeplänkel.
      Kaulquappenrudel zerstieben erschreckt, Grundgeröll unter den Zehen. Wie hier die Luft nach Verwesendem schmeckt! Flutlichter kommen und gehen.
      Endlose Furt, durch die Fährnis gelegt

Werd ich das Ufer gewinnen?
Strauchelnd und zaudernd, vom Springfisch erregt,such ich der Angst zu entrinnen.
      In dem Gedichtband 'Klartext" werden seine Verse präziser, knapper und schärfer reflektiert:
Ich halte mich an den Klartext der Sonne.

     
Neben seinen Gedichten schuf Piontek Hörspiele, Erzählungen und 1967 den Roman 'Die mittleren Jahre", der die Ehe und Lebensproblematik eines Mannes behandelt.
     

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Heinz  Piontek  (geb.  I925)    



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