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Das zwanzigste jahrhundert

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Fritz Hochwälder (geb. I9II),



der 1940 in die Schweiz flüchten mußte, entnimmt die Stoffe seiner Dramen vorwiegend der Geschichte. 'Das heilige Experiment" zeigt am Geschick des Jesuitenstaates in Paraguay, wie immer wieder der Kleine dem Großen geopfert wird. 'Der öffentliche Ankläger" und 'Die Herberge" gestalten Schuld und wahres Menschentum, während das Mysterienspiel 'Donnerstag" das Faustmotiv zu neuem Leben weckt.

     
So wie das moderne Drama an Bert Brecht, so knüpft die moderne Lyrik an Gottfried Benn an. Dies zeigt sich besonders deutlich bei

Günther Eich
Der in der Auseinandersetzung mit der Welt unsicher gewordene Mensch, das ist das eine große Thema seiner Lieder:
. . . Uns trifft die Flut, wir sind uns so entschwunden, daß alles fraglich wird und voll Gefahr. Wo strömt es hin? Wenn uns das Boot gefunden, was war dann Wirklichkeit, was Wind, was Haar?

Das andere große Motiv seines Dichtens aber fließt aus dem Bekenntnis zur Gegenwart, zu unserem Hier und Jetzt:
Dich küssen, oh Staub, Vergänglichkeit, dasnah sein dem Gras, - ist, was ich glaub.
Durch seine Funkdichtungen hat Eich wesentlich zur Geltung des Hörspieles als eines selbständigen Kunstwerkes beigetragen.
     

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Fritz  Hochwälder  (geb.  I9II),    


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