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Das zwanzigste jahrhundert

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Friedrich Dürrenmatt (geb. I92I)



stellt oft mit dem Unterton tiefster Bitterkeit mutige Zeitsatiren auf die Bühne. „Romulus der Große" läßt die ganze Weltgeschichte zur Farce werden: der letzte weströmische Kaiser interessiert sich mehr für Hühnerzucht als für die Aufgaben der Staatslenkung. Die Komödien „Die Ehe des Herrn Mississippi" und „Ein Engel kommt nach Babylon" geißeln Unmoral und menschliche Überheblichkeit, während „Der Besuch der alten Dame" zum satirischen Zerrspiegel unserer eigenen Gegenwart wird. Seine Komödie „Die Physiker" zeigt des Autors Vorliebe für schockierende Einfälle: ein Atomphysiker verbirgt sich in einem Irrenhaus, um seine gefährliche Entdeckung geheimzuhalten, wird aber ebenso wie zwei Physiker, die ihn entführen sollen, von der gerissenen Hausärztin um sein Geheimnis gebracht.
      Eine groteske Satire auf Todesfurcht und Sterbenskult ist sein Lustspiel „Der Meteor" . Schwitter, Schriftsteller und Nobelpreisträger, zieht sich, schwerkrank und bereits totgesagt, in seine alte Junggesellenkammer zurück und sieht sich zum Weiterleben verurteilt.Er muß erkennen, wie die Menschen seiner Umgebung in seinen Meteorsturz hereingezogen werden und sterben, während er als quasi Auferstandener weiterlebt.
     

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Friedrich  Dürrenmatt  (geb.  I92I)    





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