Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Das zwanzigste jahrhundert

Index
» Das zwanzigste jahrhundert
» Im Umbruch
» Hermann Broch (I886-I95I)

Hermann Broch (I886-I95I)



gestaltet den Zusammensturz der alten Werte insbesondere in seiner Romanfolge 'Die Schlafwandler". Gestalten der Jahrhundertwende treten auf, die in schlafwandlerischer Selbstzufriedenheit in eine Weltkatastrophe hineintaumeln. Brochs Hauptwerk entstand während der Zeit seiner Emigration in Amerika: 'Der Tod des Vergil" .
      Die letzten 18 Lebensstunden des römischen Dichters Vergil sind in einem auf- und abwogenden Gedankenstrom nachgezeichnet. Den Tod vor Augen, beginnt der große Römer sein eigenes Werk als fragwürdig zu empfinden. Der Held der Erzählung wird so zum Typ des modernen Menschen überhaupt: im Wissen um einen möglichen Untergang beginnt er, alle Sicherheiten, auch die letzten, zu bezweifeln. Trotz des Bewußtseins eines möglichen Untergangs aber ist Broch kein Mann der Verzweiflung. 'Wer seine Schuld einbekennt, ist berufen", dieser Satz aus Brochs letztem Roman 'Die Schuldlosen" macht deutlich, daß der Dichter an einen Weg in die Zukunft glaubt.
     

 Tags:
Hermann  Broch  (I886-I95I)    


Impressum

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com