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Das zwanzigste jahrhundert
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Der Expressionismus



Der Expressionismus
Was Expressionismus ist,
hat einer seiner Wegbereiter, Hermann Bahr (1863-1934), wie folgt ausgedrückt: "Niemals war eine Zeit von solchem Entsetzen geschüttelt, von solchem Todesgrauen. Niemals war die Welt so grabesstumm. Niemals war der Mensch so klein. Niemals war ihm so bang. Niemals war Friede [ ... ]
Alfred Mombert (I872-I942)
ist der älteste Lyriker unter den Expressionisten. Der Wille zur Vergeistigung des Lebens in einer mechanisierten Welt ist die Leitidee seiner Dichtung: Mich aber drängt es, mit weiten Schritten über den Wolken fortzuwandern ins Nie-Betretene. Schon die Titel seiner Werke verdeutlichen den groß [ ... ]
Theodor Däubler (I876-I934).
Auch seine Gedichte sind ausdrucksstarke Wortmusik: Am Meer Ich stehe in Frieden am silbernen Meer. Die Stille verdeutlichen Silberdelphine. Was unterdunkelt das heilvolle Schweigen? Alles entzückt sich. Götter, beschreitet ihr wieder die Höh'? Das Mittelmeer bleibt und belacht seine Würde. Sohn [ ... ]
Else Lasker-Schüler (I876-I949),
die man wohl als Deutschlands größte moderne Lyrikerin ansehen kann. Der magische Ort ihrer Sehnsucht ist das Morgenland des Alten Bundes, in das die religiöse Inbrunst ihrer innig-gläubigen Lieder mündet: Weltende Es ist ein Weinen in der Welt, Als ob der liebe Gott gestorben war, Und der bleiern [ ... ]
Georg Heym (I887-I9I2)
ertönt zum erstenmal der harte, unverwechselbare Klang demaskierter Wirklichkeit in der deutschen Lyrik. Die frühesten seiner Gedichte hatten noch Erlebnisse des Außen gestaltet, aber mit der Sammlung 'Der ewige Tag" (1911) beginnt expressionistische Thematik: Fluch und Dämonie der großen Stadt, Not [ ... ]
Ernst Stadler (geb. I883, gefallen I9I4)
hat mit Georg Heym das männlich-harte Zupacken gemeinsam. Jugendlicher Schwung paart sich bei ihm mit strenger Formzucht. Seine hymnischen Verse reißen den Menschen mit in die geahnte neue, sich umgestaltende Welt: . . . Fühle! Licht und Regen deines Traumes sind zergangen, Welt ist aufgerissen, A [ ... ]
Johannes Robert Becher (I89I-I958).
Er steigert die Gewalt der Aussage durch Verstümmelung des sprachlichen Ausdrucks wie etwa in seinem Werk 'Ewig im Aufruhr": Vorbereitung Der Dichter meidet strahlende Akkorde. Er stößt durch Tuben, peitscht die Trommel schrill. Er reißt das Volk auf mit gehackten Sätzen . . . Die neue Welt (- [ ... ]
Georg Trakl (I887-I9I4)
wurzelt im Expressionismus, wenngleich sie sich vom revolutionären Ton der Dichter Georg Heym, Ernst Stadler und J. R. Becher durch die Neigung zu zartem Mitleiden und tiefer Melancholie unterscheidet. Trakl wurde am 3. Februar 1887 in Salzburg geboren. Die Atmosphäre dieser Stadt und das Erlebnis [ ... ]

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