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Biographische und werkgeschichtliche hintergründe

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Der Kampf um einen neuen Bühnenstil



Brecht hat Berlin, das 'kalte Chicago", wie er es nannte, zunächst nicht geliebt. 'Alle diese Leute schieben einander, schreiben übereinander, beneiden, verachten, verebbein einander", schreibt er nach Augsburg. Andererseits faszinierte ihn das geistige Kampfgetümmel um Premieren und Pressekampagnen. Ab 1924, nach seiner endgültigen Ãobersiedlung nach Berlin, kämpfte er mit, erst als verlachter exzentrischer Außenseiter, bald als gefeierter Erfolgsautor. Der Beifall des bürgerlichen Berliner Theaterpublikums, das seine Bühnenskandale als amüsante Sensationen genoß, genügte ihm aber nicht. Er suchte den Zuspruch des revolutionären Proletariats, das sich ihm nur zögernd öffnete.
      Unter Berücksichtigung des Hintergrundes dieser theaterrevolutionären Kämpfe des jungen Brecht kann man ermessen, was dem Rückkehrer von 1948 der Bühnenerfolg der Mutter Courage bedeutete.
     

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