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Wiener, Norbert - Leben und Biographie



Norbert Wiener gilt als »Vater der Kybernetik«, die er als eigenständige Wissenschaft begründete. Er führte die Ergebnisse bislang voneinander getrennter Wissensgebiete zusammen und ermöglichte, dass dort ungelöste Probleme mit den Mitteln der Kybernetik bearbeitet werden können. Wiener ist außerdem Mitbegründer der modernen Informationstheorie. Bereits 1940 formulierte er Anforderungen an künftige Hochleistungsrechner. 1948 prognostizierte er die automatische Eabrik und die mit der Automatisierung von Produktionsprozessen einhergehenden sozialen Umschichtungen in der Gesellschaft.

      Schon als Siebenjähriger las Wiener die Werke von Charles -^Darwin und die Reiseberichte anderer Naturforscher. Als Elfjähriger begann er ein Studium am Tufts-College in Cambridge . Mit 18 Jahren promovierte er in Mathematik an der Harvard-Universität. Rund 40 Jahre lang lehrte Wiener am Massachusetts Institute for Technology, ab 1932 als Mathematikprofessor. In seinem letzten Lebensjahrzehnt widmete er sich der Bildungsarbeit hinsichtlich der Kybernetik und arbeitete an der neurophysiologischen Erforschung der Hirnaktionsströme mit.
      Kybernetik
Mit den in diesem Buch programmatisch zusammenge-fassten Ergebnissen und Theorien begründete Norbert Wiener Mitte des 20. Jahrhunderts die Kybernetik als interdisziplinäre Wissenschaft vom Verhalten der Systeme unter dem Einfluss ihrer Umwelt. Wiener befasste sich mit Analogien und Unterschieden zwischen so verschiedenen Wissenschaften wie Thermodynamik, Biologie, Astronomie und Nachrichtentechnik. Er erkannte das Steuerungsprinzip als ein für alle Systeme gültiges Prinzip und befasste sich auch mit der philosophischen Seite seiner Erkenntnisse sowie möglichen Einflüssen auf Gesellschaft, Ethik und Religion. Entstehung: Bei seinen Berechnungen des Verhaltens zielsuchender Systeme zu Beginn der 1940er Jahre wurde Wiener mit der Problematik der automatischen Steuerung vertraut. Er erkannte, dass besseres Wissen um die Steuerung von Systemen notwendig sei und befasste sich ausgiebig mit den mathematischen Grundlagen von Kommunikation und Steuerung. Zu dieser Zeit gab es weder eine Informationstheorie, noch waren die Phänomene Steuerung, Regelung und Rückkopplung erforscht bzw. erkannt.
      Inhalt: Man könnte das Werk als ein skizziertes Forschungstagebuch bezeichnen. Der Autor gibt seine Ideen wieder, die ihn zu seinen Forschungen veranlassten. Sein Gedanke von Strukturanalogien und von ähnlichen Verhaltensweisen ganz unterschiedlicher Systeme zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Wiener schildert seinen regen Gedankenaustausch mit Wissenschaftlern anderer Disziplinen. Der Leser begleitet ihn bei der Suche nach mathematischen Werkzeugen, mit denen sich die Vorgänge der Informationsverarbeitung und der Steuerung in verschiedenen Systemen unabhängig von ihrer physikalischen Gestalt beschreiben lassen. Mit seinen Ergebnissen belegt Wiener nachdrücklich seine Einschätzung, dass das »Niemandsland zwischen den anerkannten Disziplinen« besonders fruchtbar sei. Wiener klärte mit dem Rückkopplungsprinzip das Zusammenwirken von Hirnrinde und Kleinhirn in den Reflex-Regelsystemen des menschlichen Organismus auf sowie die Ursachen bestimmter Störungen deT Bewegungskoordination und der Wahrnehmung.
      Wirkung: Der Autor sah sein Buch als ein allseitig auszuarbeitendes Zukunftsprogramm und beeinflusste damit das wissenschaftliche Denken des 20. Jahrhunderts. Sein kybernetisches Gedankengut produzierte in den Jahrzehnten nach dem Bekanntwerden wirksame Methoden in Technik, Biologie, Medizin und Soziologie. Aus der Kybernetik entwickelten sich Sprache, Methoden und Arbeitstechniken zum Lösen von Steuerungs- und Kommunikationsproblemen in beliebigen Systemen.
      Die wichtigsten Bücher von Norbert Wiener
Kybernetiik 1948 Wiener beschreibt für den teser nachvollziehbar seinen Erkenntnisweg bezüglich Nachrichtenübermittlung, Steuerung und Regelung in technischen, organischen und gesellschaftlichen Systemen.
      Mensch und Menschma-schine, 1950 Das Werk ist ein für den allgemeinen Gebrauch bestimmtes, populärwissenschaftliches Buch über die Kybernetik. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen Maschinen, die über die Eigenschaft der Lernfähigkeit verfügen.
      Mathematik -mein Leben 1956 Die Autobiografie hat die »Lehr- und Wanderjahre« eines Gelehrten als Schwerpunkt. Die deutsche Ausgabe wurde ergänzt durch eine Kurzfassung der Kindheitsschilderungen.
      Gott&Go/em 1964 In mehreren Essays betrachtet Wiener unter ein und demselben Blickwinkel die schöpferische Tätigkeit Gottes, des Menschen und der Maschine.
     


Die 'wiener gruppe - avantgarde in Österreich, nachgeholt und erneuert (i952-i958)

I. Entstehung und Chronologie der Gruppe Die Existenz der 'Wiener Gruppe", bestehend aus Hans Carl Artmann , Gerhard Rühm , Oswald Wiener , Konrad Bayer und Friedrich Achleitner , kann mit den Jahren 1952 bis 1958 terminiert werden. Die Gruppe formte sich allmählich aus einer Wiener Subkultur her .....
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Wiener gruppe

So wurde seit 1958 eine Gruppe avantgardistischer Wiener Schriftsteller genannt, die mit Dialektgedichten, —»Chansons, —»Nonsensedichtung und an —»Dadaismus und —»Surrealismus anknüpfenden Schreibformen den traditionellen Literaturbetrieb in Frage stellen wollten. Die Autoren der Wiener Gru .....
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Käser, norbert c.

alto adige Sauer, Benedikt. In: Neuburger Kaser-Symposi- um, 1993, S. 87 - 90. gaenseklein Sauer, Benedikt. In: Neuburger Kaser-Symposi- um, 1993, S. 94 - 96. Ich krieg ein Kind Selbmann, Rolf. In: Neuburger Kaser-Symposi- um, 1993, S. 75 - 85. marmor Sauer, Benedikt. In: Neuburger .....
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Elias, norbert

Groß war das Erstaunen, als zu seinem 90. Geburtstag ein Lvrikband von E. erschien. Unter dem Titel Los der Menschen hatte E. innerhalb von 60 Jahren zusammengetragen, was den Menschen durch Gesellschaftsordnung. Schicksal oder bewußte Entscheidung begegnete und wie sie selbst sich dazu verhielten .....
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Norbert gstrein: »die englischen jahre« (i999) - der erzähler im labyrinth der finten

Falschmünzer in der Emigration Im Jahr 1999 räumte der Romanautor Daniel Ganzfried, Sohn jüdischer Ãœberlebender des Holocaust, endgültig mit der Legende eines Falschmünzers auf. Vier Jahre zuvor war unter dem Autornamen Benjamin Wilko-mirski ein Buch mit dem Titel »Bruchstücke. Aus einer Kindhei .....
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Ehry, norbert

auch unter dem Pseud.: Hans Riesling Biografie: *1 in Frankfurt/M. N. Ehry besuchte die Filmhochschule in München, studierte Theaterwissenschaft und arbeitete in verschiedenen Filmberufen. Die Produktion Amok, in der N. Ehry das Abgleiten eines Normalbürgers in den Rechtsextremismus zeigte und mit d .....
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Jacques, norbert

Biografie: *6.6.1 in Luxemburg, tl6.5.1 in Koblenz. N. Jacques studierte in Bonn, war dann zuerst als Journalist in Hamburg tätig, später arbeitete er als freier Schriftsteller. Bis 1954 lebte er auf seinem Gut bei Linda, danach in Hamburg. Mit seiner Schöpfung des genial-wahnsinnigen Super-verbrech .....
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Leppert, norbert

Biografie: *27.8.1 in Lübeck. N. Leppert war zunächst als Redakteur bei verschiedenen Regionalzeitungen tätig und ist seit 1971 Gerichtsreporter bei der Frankfurter Rundschau. Was dem Autor im Tagesjournalismus zu kurz kommt, stellt er in seinen Justizkrimis dar. Seit 1996 arbeitet er auch als Drehb .....
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