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Wells, H(erbert) G(eorge) - Leben und Biographie



Der Gesellschaftssatiriker und Utopist FLG. Wells gilt neben Jules -> Verne als Begründer der modernen Science-Fiction. Mit seinen von Wissenschaftsfantasien beeinflussten Romanen und Erzählungen erlangte er Weltruhm.
      Wells wuchs in ärmlichen Verhältnissen als Sohn eines Kaufmanns und einer streng calvinistischen Mutter in Bromley auf. Ein Stipendium ermöglichte ihm 1884-87 das Studium der Naturwissenschaften in der Normal School of Science , wo er sich u.a. mit dem Darwinismus auseinander setzte. Nach einigen Jahren als Dozent und

Journalist lebte Wells als freier Schriftsteller überwiegend in London. Zu seinen bekanntesten und einflussreichsten Werken, die eine düstere Zukunft zeichnen, gehören sein erster Roman Die ZeitmaschinE), Die Insel des Dr. Moreau und Krieg der Welten .
      Die wichtigsten Bücher von H. G. Wells
Die Zeitmaschine 1895 Ein Wissenschaftler reist mit einer Zeitmasehine in die Zukunft, findet dort neue Ausformungen menschlicher Unterdrückung und Konsequenzen des Fortschrittsoptimismus.
      Die Insel des Dr. Moreau 1896 Auf einer Insel im Pazifik versucht ein dämonischer Physiologe, aus Tieren Menschen zu machen. Die Tiermenschen rächen sich an ihm und erhalten ihre ursprüngliche Gestalt zurück.
      Der Unsichtbare 1897 Ein Wissenschaftler erfindet ein Mittel, das ihn unsichtbar macht, und nimmt Rache an der Welt. Nach schrecklichen Gewalttaten wird er schließlich von der Polizei getötet.
      Krieg der Welten 1898 Der erste Roman der Literaturgeschichte über eine Invasion der Marsbewohner auf der Erde. Die Hörspielversion von Orson Wells löste eine Massenpanik in den USA aus.
      Die ersten Menschen aufdem Mond, 1901 In diesem Roman reisen zwei Engländer mittels Aufhebung der Schwerkraft zum Mond und treffen dort auf eine hoch entwickelte Zivilisation, die sich Seleniten nennt.

      Die Zeitmaschine
Die Zeitmaschine von H.G. Wells beschreibt die Zukunft der Menschheit als Konsequenz ihrer eigenen Fehler und steht im Zeichen des Evolutionspessimismus.
      Entstehung: Der Roman ging aus der Erzählung The Chronic Argonauts hervor, die Wells 1888 in der Zeitschrift The Science SchoolJour-no/publizierte und nach mehrfacher Ãoberarbeitung 1895 unter dem Titel Die Zeitmaschine in Buchform abdrucken ließ. Inhalt: Im Kreis seiner Freunde diskutiert ein ehrgeiziger Londoner Wissenschaftler über die Zeit als vierte Dimension. Vor deTen Augen verschwindet er schließlich mit seiner selbst konstruierten, fahrradähnlichen Zeitmaschine in die Zukunft und landet im JahT 802701. Hier leben als Nachfahren der Menschen die kindlich-zutraulichen, sich vegetarisch ernährenden Eloi in einer paradiesisch scheinenden Idylle. In der Nacht wandelt sich jedoch das Bild und die kannibalischen Morlocks, Nachkommen desln-dustrieproletariats, kommen aus ihren unterirdischen Gängen auf die Erde, um Jagd auf die
Eloi zu machen, die sie wie Schlachtvieh züchten. Diese dualistische Welt verweist auf die vik-torianischen Klassengegensätze, die bei den Eloi und Morlocks inzwischen degeneriert und biologisiertsind.
      Der Zeitreisende kann mit knapper Not den Morlocks entfliehen. Er landet mit seiner Zeitmaschine in einer menschenlosen Zukunft und schließlich unbewohnbaren Welt, die kurz vor dem Wämietod steht. In die Gegenwart zurückgekehrt, erstattet er seinen Freunden Bericht und bleibt schließlich nach einer weiteren Zeitreise verschollen.
      Wirkung: Die Zeitmaschine, die zu den erfolgreichsten Science-Fiction-Romanen in der Literaturgeschichte zählt, wurde Vorbild zahlreicher kritischer Zukunftsromane. Durch die amerikanischen Filmversionen von 1960 und von 2002, in der Simon Wells, ein Urenkel von H. G. Wells, Regie führte, blieb Die Zeitmaschine bs heute aktuell.
      Die wichtigsten Bücher von Herbert Wendt
Ich suchteAlarn 1953 In diesem spannend erzählten Buch, das Wendt bekannt machte, erzählt der Wissenschaftsautor die Geschichte der Paläontologie und Paläoanthropologie.
      Auf Noahs Spuren 1956 In einer Art populärer Geschichte der Zoologie beschreibt Wendt die Entdeckung unbekannter Tierarten auf allen Kontinenten.
      Es begann in Babel 1958 Seefahrer, Völkerkundler, Historiker und Archäologen entdecken die Menschheit - von der Antike bis zur Gegenwart.
      Dos Liebesleben in derTierwelt, 1962 Das mit zahlreichen Bildern ausgestattete Sachbuch befasst sich mit der Fortpflanzung der Tiere.
      Der schwarz weiß rote Kontinent 1964 Das Buch mit dem Untertitel Latein Amerika - Land der Reformer und Rebellen bietet eine Auseinandersetzung mit den politischen und wirtschaftlichen Problemen Lateinamerikas.
      Ehe die Sintflut kam 1965 Die populäre Darstellung zur Entstehung des Lebens auf der Erde ist eine Ergänzung zu Wendts früheren Büchern über Paläontologie.
     


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