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VVallace Edgar - Leben und Biographie



Edgar Wallace war der wohl erfolgreichste »Vielschreiber« der 1920er Jahre, sein Name wurde zum Markenzeichen für spannende Unterhaltung: Der Autor veröffentlichte in der Zeit von 1925 bis 1930 in Deutschland über fünfzig Bücher, deren Gesamtauflage 1,5 Millionen Exemplare betrug.
      Seine Anfangserfolge erzielte Wallace in England wie in Deutschland zunächst als Verfasser populärer »Afrika-Romane«. Dann gelang ihm mit dem 1926 in London und 1927 in Berlin ur-aufgeführten Theaterstück Der Hexer der Durchbruch. Der kurz darauf folgende gleichnamige Roman erzielte in beiden Ländern Rekordauflagen. Zeitweilig war Edgar Wallace nach eigenem Bekunden in Deutschland populärer als in seiner Heimat England. Ein möglicher Grund: Sein deutscher Verlag startete großzügige Werbekampagnen für den Autor. Dabei verwendete er immer wieder den einprägsamen Slogan: »Es ist unmöglich, von Edgar Wallace nicht gefesselt zu sein.«

Geboren als unehelicher Sohn einer Schauspielerin, hat Wallace seinen Vater nie kennen gelernt. Er wuchs bei einer Pflegefamilie auf. Mit zwölf Jahren begann er nach der Schule in London als Druckereigehilfe zu arbeiten. Weitere Stationen als Milchhändler und Matrose folg-ten. Mit 18 Jahren trat Wallace in die Armee ein und verbrachte als Soldat mehrere Jahre in Südafrika . Anschließend arbeitete er jahrelang als Kriegsberichterstatter und Journalist, bevor erste schriftstellerische Erfolge ihm und seiner Familie ein sorgenfreies Leben ermöglichten.
      1931 ging Wallace nach Hollywood, um an einer Verfilmung eines seiner Kriminalromane mitzuarbeiten. Dort starb er ein Jahr später an einer Lungenentzündung.
      Der Hexer
Mit dem Buch Der Hexer machte Edgar Wallace Ende der 1920er Jahre den Detektivroman in Deutschland populär - und salonfähig. Inhalt: Rechtsanwalt Maurice Messer zittert vor der Rückkehr des totgeglaubten Superverbre-chers und »Hexers« Henry Arthur Milton, der den Tod seiner Schwester Gwenda rächen will. Der betrügerische Anwalt hatte das von Milton in seine Obhut gegebene Mädchen in den Tod getrieben. Dritter im Bunde der Bösen ist der völlig abgebrannte Aristokratensohn Johnny Lenley, der sich von Messer zum Diebstahl von Juwelen verleiten lässt.
      Seine Schwester Mary Lenley wiederum, aus materieller Not gezwungen als Schreibkraft bei Messer zu arbeiten, widersteht standhaft allen Annäherungsversuchen des Anwalts. Sie verbindet mehr als Sympathie mit dem soeben zum Bezirksinspektor beförderten Alan Wem-bury, der von Scotland Yard auf den »Hexer« angesetzt wird. Wembury ist der Sohn des Obergärtners von Lenley Court und findet daher zunächst in Johnnys Augen keine Gnade.
      Die Klärung des immer ver-zwickler werdenden Falls wird durch neue Intrigen Messers, das Auftauchen von dem verdächtig agierenden Chefinspektor Bliss erschwert.
      Messer entgeht schließlich der Rache des »Hexers« nicht und stirbt. Der »Hexer« kann dank eines raffinierten Tricks entfliehen, kehrt als Polizist verkleidet zurück, flüchtet durch einen Geheimgang und bleibt bis auf Weiteres verschwunden. Das liebende Paar Mary und Alan findet - trolz aller »Standesunterschiede« - zueinander.
      Struktur: Im Hexer wie in seinen übrigen Kriminalromanen bietet Wallace seinen Lesern knisternde Spannung und geheimnisvolle Verwicklungen: Meistens spielen dabei ein smarter und absolut integrer Polizist sowie ein armes, unschuldiges und schönes Mädchen die Hauptrollen auf der Seite der Guten. Diesen beiden Lichtgestalten steht eine dämonische Auswahl von raffinierten und unberechenbaren Schurken gegenüber. EdgarWallacejongliert mit den Klischees des Genres und verknüpft seine Handlungsfäden geschickt miteinander. Wirkung: Henry Arthur Milton, der intelligente Verbrecher ohne Gesicht, führte nicht nur Scot-land Yard an der Nase herum. Fr beschäftigte zumindest laut Werbung seines Verlags auch breite Kreise der Bevölkerung mit der Frage: »Wer ist der Hexer?« Denn die Identität des Unbekannten wird erst auf der letzten Seite dieses Kriminalromans gelüftet.
      Auch in dem zuvor mit großem Erfolg an der Berliner Max Reinhardt-Bühne aufgeführten Hexer-Theaterstück erfolgle der Paukenschlag mit dem Aha-Effekt erst am Ende. Die einfallsreichen Werbefachleute bemühten sich, auch den literarisch anspruchsvollen Lesern die Lektüre dieses und anderer Wallace-Kriminalro-mane schmackhaft zu machen. Der englische Autor schwamm in den Folgejahren auf einer Welle des Erfolgs.
      Allein die deutschen Ausgaben seiner Bücher haben bis heute eine Gesamtauflage von über 35 Millionen Exemplaren erreicht.


Kupfer-koberwitz, edgar

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Noske, edgar

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