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Viktor Kästner - Leben und Biographie



Viktor Kästner wurde 1826 als Sohn eines evangelischen Pfarrers in Kerz geboren. Nach dem Besuch der Dorfschule setzte er seine Ausbildung am Gymnasium in Hermannstadt fort, das er 1845 absolvierte. Im selben Jahr begann er sein Studium an der Hermannstädter Rechtsfakultät. Nach zwei Jahren konnte er es abschließen. Seine Beamtenlaufbahn führte ihn dann in mehrere siebenbürgische Städte — Tirgu-Mures, Broos —, bis er sich endgültig in Hermannstadt niederließ. Er starb, kaum 31 jährig, im Jahr 1857.

      Das dichterische Werk Kästners umfaßt vor allem Mundartlyrik. Seine sächsischen Gedichte, von denen einige auch in periodischen Schriften seiner Zeit gedruckt wurden, sind fünf Jahre nach seinem Tode vom Vater des Dichters herausgegeben worden 1, die hochdeutschen sind zu Kästners Lebzeiten nicht erschienen.
      Viktor Kästner nimmt unter den Lyrikern der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in mehrfacher Hinsicht eine Sonderstellung ein. Er hat mit keinem bedeutenden Lyriker der Zeit eine nähere Verbindung unterhalten. Zu dem älteren Fr. Krasser und zu dem beträchtlich jüngeren M. Albert war der Altersunterschied zu groß, um eine Berührung zu erlauben. Als diese ihre ersten Gedichte veröffentlichten, lebte Kästner nicht mehr. Auch zu dem zwei Jahre älteren Fr. W. Schuster lassen sich keine näheren Beziehungen nachweisen, obwohl sich beide Dichter anscheinend gekannt haben. 2 Einzig J. K. Schuller übte mit den von ihm gesammelten Gedichten in siebenbürgisch-sächsischer Mundart einen nachhaltigeren Einfluß auf ihn aus.
Im Unterschied zu diesen dichtenden Zeitgenossen, die alle, durch Herkunft oder Studium, bessere hochdeutsche Sprachvoraussetzungen besaßen, war Kästner allein auf das Schul- und Kanzleideutsch seiner Zeit angewiesen. Er verstand es jedoch, aus der Not eine Tugend zu machen, indem er die siebenbürgisch-sächsische Mundart zur Sprache seiner Dichtung erhob und somit der Kunstdichtung seiner Zeit einen neuen, bis dahin kaum begangenen Weg zu eröffnen. Es war insoweit eine glückliche Wahl, als sich dadurchder Vergleich zu hochdeutschen Vorbildern nicht mehr unmittelbar aufdrängte und sich der heimischen Literaturbetrachtung zum erstenmal eine Möglichkeit bot, unvoreingenommen an die hiesige Lyrik heranzugehen.
      Der Ideendichtung des Vormärz trat hier eine Dichtung entgegen, die von der gegenständlichen Anschauung gespeist wurde, die den Blick für den siebenbürgisch-sächsischen Lebensraum weitete und in der Mundart ihren angemessenen Ausdruck fand.
      Aus diesem Grunde sah die Kritik der Zeit in Kästner den geborenen, legitimen Dichter, der die Verfasser der 'Geltchschen Kompilation", wie das Liederbuch einmal abschätzig genannt wurde, weit übertreffe. Kästners Lyrik beinhalte, wurde später hinzugefügt, 'sächsisches Leben, wie wir es sonst bei keinem" andern Dichter finden. 5 Denn es erscheine hier zum erstenmal 'nicht nur sächsisches Leben in sächsischem Gewände, sondern Fühlen und Anschauen [...] in einer Sprache, die diesem Gefühls- und Anschauungsleben eigen" sei. Die sächsische Mundart bestimmt somit die Möglichkeiten, aber zugleich auch die Grenzen von Kästners lyrischer Dichtung. Sie bot zwar die Chance, die heimischen Lebensformen festzuhalten, doch ihr Gebrauch erwies sich nicht in jeder Hinsicht als vorteilhaft. Nicht nur, daß sie einen sehr geringen. Leserkreis ansprach, sondern sie begrenzte auch die Ausdrucksmodalitäten und verengte das Erlebnisfeld. Kästners Dichten und Wirken kann jedoch nur innerhalb dieser Sphäre richtig eingeschätzt und bewertet werden.
      Seine Dichtungen liegen in mehreren Auflagen vor. Mit wenigen Ausnahmen sind alle seine sächsischen Gedichte in diese Ausgaben aufgenommen worden. Der ersten Auflage, die vom Vater des Dichters im Sinne des Autors betreut wurde, sind auch Kästners eigene hochdeutsche Umdichtungen beigegeben, offensichtlich, um die Lektüre zu erleichtern und die Gedichte einem breiteren Leserpublikum zugänglich zu machen. Da die hochdeutschen Ãœbertragungen der ursprünglichen Fassung weit nachstehen, sind sie in den Neuauflagen weggelassen und durch einen kritischen Apparat ersetzt worden. 7 Ähnlich erging es auch Kästners Studie Ãœber Volkssprache und Mundarten, namentlich die siebenbürgisch-sächsische, und deren Eignung für die Poesie, die die erste Sammlung noch einleitete, später aber wegblieb.
      Die ersten Verse schrieb Kästner noch im Knabenalter. Es sind hochdeutsch verfaßte Gelegenheitsgedichte, die der Gymnasiast aus verschiedenen Anlässen an Eltern, Geschwister und Großeltern sandte. Der heranwachsende Jüngling hat sie später in einem Heft gesammelt. Bei aller sprachlichen Unbeholfenheit schimmert schonhier 'individuelle Anschauung und Empfindung durch"8. Der Erlebnisraum des Schülers ist eng begrenzt: Heimweh, Sehnsucht nach dem Elternhaus und dem dörflichen Milieu, in dem er aufwuchs, sind immer wiederkehrende Motive:
Die Heimat wars, der meine Lieder tönten, Die göttergleich mich zu erheben wähnten.
In den letzten Gymnasialklassen hat Kästner diese poetischen Versuche, jetzt allerdings unter fachmännischer Anleitung, fortgesetzt und erweitert. Diese als Pflichtarbeiten konzipierten Gebilde, die zur Erlernung metrischer und formaler Gesetze dienten, bezeugen 'eine verhältnismäßig große Gewandtheit in Versbau und Sprachbeherrschung". Es sind, wie auch die früheren, schlichte Gelegenheitsgedichte, die in der Manier von Schiller, Matthisson u. a. verfaßt wurden.
      Später verschrieb sich Kästner ganz der Dialektdichtung. Die Veranlassung dazu gibt er selbst an: 'Durch eine Anthologie, in welcher ich einige Hebeische Gedichte zu lesen bekam, so wie durch die von Herrn Professor J. K. Schuller noch im Jahre 1840 herausgegebenen Gedichte in siebenbürgisch-sächsischer Mundart wurde der Vorsatz in mir rege, mich in einigen poetischen Tändeleien in meinem Mutterdialekte, wenn auch nur aus dem Grunde zu versuchen, um manche lieblosen Urteile und ebenso häufigen, als voreiligen Ausfälle auf das angeblich Ungelenke, Bildungsunfähige und die niedrige Entwicklungsstufe unsrer Mundart, womöglich zu paralysieren und poetisch befähigte Talente auf diesen, im Mutterlande so schön gepflegten Zweig der Volksdichtung aufmerksam zu machen und dieselben für die sächsische Volkspoesie gewinnen und entflammen zu können. Ich schrieb daher während einer Ferienzeit in Kerz im Jahre 1847 die vier Gedichte: Bräutigams Tod. Mein Bächlein, Wiegenlied und Weibertreue."
Schon in diesen Gedichten, die sich durch Stoffwahl und Gestaltung voneinander unterscheiden, sind Kästners lyrische Grundhaltungen keimhaft enthalten. Das elegisch Sehnsuchtsvolle und das humorvoll Geißelnde nahmen schon hier deutliche Konturen an. Seine Texte sind alle, gleichviel, ob es sich um Kinder- und Liebeslieder oder um Balladen handelt, im siebenbürgisch-sächsischen Lebensraum lokalisiert und von pa-triotisch-didaktizistischer Haltung geprägt:
Wann te irst noch greßer zvießt, Wäll ich der Geschichten

Vun de Sachsen ihrefiest Ous älder Zekt berichten.

     
   Die größte Verbreitung unter Kästners Gedichten überhaupt hat Bräutigams Tod, die spätere Brockt um Aid, gefunden:

Um Äld, um Äld, um giele Rln
Do saß e Medche ganz ellin;

Gor niunch In Väl, gor munch In Rls
Ded Uermchen an det Wasser schmiß...
      Der Selbstmord des Mädchens, dem vor Schmerz um den heldenmütigen Geliebten das Herz bricht, ist ein uraltes Motiv. Kästner hat es einem Liede entnommen, das damals in Siebenbürgen im Umlauf war. Das Faszinierende an dieser Ballade ist das rasche Fortschreiten der Handlung. Mit wenigen Strichen, durch scheinbar belanglose Andeutungen und gleichsam durch die Klage des Mädchens gefiltert, entsteht nicht nur das Porträt ihres Bräutigams, sondern zugleich das Bild der siebenbürgisch-sächsischen Lebensund Anschauungsweise jener Zeit.
      Während der Revolutionsjahre 1848/49 hat Kästner, nach eigener Äußerung, diese 'ersten, flüchtigen Versuche fast ganz" vergessen, und 'weder Zeit noch Muße" gefunden, sich der 'mundartlich-sächsischen Poesie zu widmen" 15. Erst nachdem der revolutionäre Sturm sich gelegt hatte, konnte er diese Beschäftigung fortführen. Seine Lyrik ist jedoch — obwohl sie auch Züge des Vormärz trägt — vorwiegend der nachrevolutionären Epoche verpflichtet. Wohl fallen in die Zeit vor der Revolution einige in Mundart und in hochdeutscher Sprache verfaßte Gedichte, doch gemessen an jenen, die er nach 1849 schrieb, sind es recht wenige, und nur zwei tragen die Zeichen der revolutionären Gesinnung. Es wäre demnach durchaus verfehlt, Kästners Lyrik, die zwar dem vormärzlichen Denken und Fühlen manches schuldet, pauschal der vorrevolutionären Poesie beizuordnen, wie das A. Schullerus getan hat. Durch seine Haltung und lyrische Ausdrucksweise gehört seine Dichtung in die zweite Jahrhunderthälfte.
      In eigentümlicher dialektischer Weise haben sich in Kästners Lyrik Zeittendenz und Sprachempfinden verbunden. Die bewahrende, traditionsverankerte Haltung, die in den nach 1849 entstandenen Gedichten zum Ausdruck kommt, als besonderes Sprach-und Wirklichkeitsverhältnis, entsprach durchaus den Erwartungen des Lesers der nachrevolutionären Epoche. Kästners Beliebtheit in einigen Kreisen, seine geringe Wirkung auf andere hat sozial-poli-tische Gründe. Der resignierte, ruhebedürftige Leser entdeckte seinen engen Lebenskreis gleichsam als Zufluchtsort und lernte ihn schätzen. Dadurch wurde die siebenbürgisch-sächsische Gegenständlichkeit, über die die Vormärzdichter in ihren Gesängen gewöhnlich hinwegdichteten, der Lyrik erneut erschlossen, das siebenbürgische Dorf mit seinen Menschen, Sitten und Bräuchen, mit seinen Feldern, Wiesen und Auen und nicht zuletzt mit seiner Geschichte. Daß die andern Völkerschaften Siebenbürgens dabei nur erwähnt werden, ist nicht auf den nationalen Eigendünkel Kästners, sondern auf die bewußte Abgrenzung seines lyrischen Stoffgebietes zurückzuführen. Nationale Ãœberheblichkeit stand ihm, bei allem überschwenglichen Sachsenlob, fern. Ebenso distanzierte er sich von der deutsch-tümelnden Dichtung einiger Vormärzdichier:
Und drückt en Detscher der de Hand,

Vergaß doch riet det Sachseländ .K
Seine Liebe gehörte seiner eigenen Nationalität, deren Lebens-, Fühl- und Denkweise, wie sie zu seiner Zeit in Erscheinung trat, er im lyrischen Gebilde erfassen und darstellen wollte. Kästners Endziel war demnach — überspitzt formuliert — eine 'lyrische Epopöe", in der sämtliche Seins- und Verhaltensweisen seiner Landsleute Aufnahme und Gestaltung finden sollten. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine Gesamtschau, die die Einzelaspekte nicht berücksichtigt, vielmehr entsteht Kästners Bild der siebenbür-gisch-sächsischen Lebensformen durch fleißiges Zusammentragen relevanter Einzelfakten, die seine Zeitgenossen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten.
      Die idealisierende Darstellung und die Huldigung, die der eigenen Nationalität und ihrer Geschichte dargebracht werden, sind historisch bedingt und können nur aus den Gegebenheiten der Epoche richtig verstanden und beurteilt werden. Sie hatten einen genau orientierten pragmatischen Wert, durch die Verherrlichung von Volkstum und Geschichte sollten dem Nationalgefühl neue Impulse verliehen werden. Eine tiefempfundene Heimatliebe durchzieht alle diese Gedichte:
Wa sil ech dich riet gärn hun
Ta inijet Sachseländ? Ta huest mich jö geblrenund gaffst mir vill gät Lihren.'M
Allgemein hat seine Lyrik auch aus diesem Grunde einen bewahrenden Charakter. Das Tradierte, Bodenständige und sittlich Veredelnde werden mit Vorliebe gezeigt, Anstößiges, Grob- und Plattheiten hingegen bewußt ausgespart. Volkserzieherische Ab-sichten, an deren Verwirklichung die Mundartdichtung auch mithelfen soll, lassen sich in fast jedem Gedicht nachweisen. Es entstünde jedoch ein einseitiges Kästner-Bild 21, würde man diesen panegyrischen Versen nicht auch jene zur Seite stellen, die nicht nur verschiedene moralische Mängel der Landsleute zur Sprache bringen, sondern in Einzelfällen sogar bis zum Abbau überlieferter Vorstellungen vorstoßen. ^ Letzteres geschieht jedoch in einem humorvollen, eher neckischen als geißelnden Ton, damit der Dichter nicht bezichtigt werden könne, er habe eine Lebensform in Frage gestellt. In dieselbe Richtung weist auch das autobiographisch gefärbte Gedicht Der Kanzlist, das in spöttischer Weise beamtliche Gepflogenheiten der Zeit anprangert und damit zugleich auch ein Licht auf ihre Gesellschaftsstrukturen wirft:
Und sll mer äst net Schengen, Und wer mer äst net recht, Si terf ich doch net grengen, Als öf ich ändresch decht.

     
   Da das Gedicht in seiner Art vereinzelt dasteht, kann man von einer ausgeprägteren gesellschaftskritischen Haltung Kästners kaum sprechen.
      Kästners Hinwendung zum Naturgedicht und zur historischen Ballade hat bei aller stofflichen Prädestination auch sozial-politische Beweggründe. Seine dichterische Stärke liegt zweifelsohne in 'jener feinen, sinnigen Naturbetrachtung, der die Erscheinungen der Natur wie von selber zur Allegorie werden" 24. Diese Gattung ist in Kästners Dichtung stark vertreten. Es sind Stimmungsgedichte, wie wir sie von der Romantik her kennen, die aus der Verschmelzung des dichterischen Empfindens mit dem äußeren Naturgeschehen entstehen. Diese feinfühligen Schilderungen dringen bis ins kleinste Detail vor und, unterstützt durch mundartliche Diminutive, Personifikationen und Lautmalerei, ergeben sie anschauliche Natur-und Landschaftsbilder:
Vir mengem Fensterchen derhlm Dö blähn zwin stattlich Waichselblm, Dad allen Äst sich bljen. De Risekiewer mät der Grün Und alle Farwespiller kun AU fänkelä geßjjen.

     
   Den Naturgedichten stehen alle andern Gattungen nach. Den Liedern und Sagen aus dem Westen mangelt es an TJrsprünglichkeitund an Unmittelbarkeit des Empfindens. Kästners Unfähigkeit zu breitangelegter künstlerischer Konzeption ist aus den Balladen, in denen sich der historische Stoff der Gestaltung widersetzt, ersichtlich. Sein Epigonentum tritt vor allem in den Gedichten dieses Zyklus stark hervor, und sie hinterlassen — weil es die letztentstandenen sind — den Eindruck, daß sich der dreißigjährige Dichter schon ausgeschrieben hat.
      Ohne das Sprachkleid der Mundart wären Kästners Erfolg und Wirkung vermutlich ausgeblieben. Die mundartliche Hülle verdeckt dichterische Mängel und läßt tradierte Aussageweisen neu. erklingen. In diesem Sinne konnte Kästner auch für Siebenbürgen den Beweis erbringen, 'daß die Mundart es der hochdeutschen. Sprache gleichtue, nicht nur an poetischer Wirkung überhaupt» sondern auch mit denselben Stilmitteln". Darin offenbarte sich, zugleich auch die Grenze von Kästners Sprachvermögen. Denn vieles in den Gedichten scheint hochdeutsch gedacht und mundartlich niedergeschrieben zu sein. 'Inhalt und Form" erlebten dadurch 'verschiedene Geburt und die Sprache des Volkes verstummte mitunter und wurde von der Sprache Kästners übertönt" 28. Beeindruckt von dem sprachlichen Neuland, das unbegrenzte Möglichkeiten dichterischer Artikulation zu gewähren schien, geriet Kästner in einen Strudel von Idiotismen und mundartlichen Neuprägungen. Das zog die Gefahr einer gewissen Spielerei und Geziertheit nach sich, und tatsächlich tritt 'das Sprachliche" mitunter 'zu sehr hervor und verdirbt die poetische Wirkung".
      Bei all diesen Mängeln kann Kästner eine angeborene dichterische Begabung nicht abgesprochen werden. 'Reich begabt, geschärft durch genaue Beobachtung des Naturlebens [...], warm und tief empfindend", gilt Kästner auch heute noch als der größte Mundartdichter der Siebenbürger Sachsen. Daß eine 'noch so schwungvolle hochdeutsche nationale Dichtung" nicht 'so zarte Schwingungen unserer Seele wachrufen" könne, wie eine 'einzige Wendung in einem Kästnerschen Gedicht" 31, bleibe dahingestellt.. Tatsache ist, daß uns aus seiner Dichtung 'Umgänglichkeit, Zartheit, herzgewinnende Mitteilsamkeit, Ehrfurcht, Natürlichkeit^ Pleimat- und Volksliebe — alle Eigenschaften, die unser Gemüt bereichern", entgegenkommen. 32


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