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Thackeray, William Makepeace - Leben und Biographie



William Makepeace Thackeray gehört neben Charles -» Dickens und George -> Eliot zu den bedeutendsten Romanautoren des Viktorianischen England. Seine Romane, die er nach dem Muster seines Vorbilds Henry -> Fielding ver-fasst hat, sind gekennzeichnet vom Abbau des Heroischen. Im Mittelpunkt steht die realistische Schilderung menschlicher Schwächen.
      Der Sohn eines Regierungsbeamten wuchs in Internatsschulen auf. Nach einem erfolglosen Besuch des Trinity College in Cambridge arbeitete Thackeray zunächst als Herausgeber einer Zeitschrift für Literatur und Kunst. 1834 ließ er sich als Korrespondent in Paris nieder und nahm ein Studium der Kunst auf. Drei Jahre später kehrte er nach England zurück, um ein Leben als freier Autor zu beginnen.

      Thackeray verfasste Essays, Rezensionen und Erzählungen, die er häufig selbst illustrierte. Erste Erfolge hatte er mit Artikelserien, die in Frazer's Magazine und seit 1842 in der satirischen Zeitschrift Punch in Fortsetzungen erschienen. Der Durchbruch gelang ihm 1848 mit dem Roman Jahrmarkt der Eitelkeit. Es folgten weitere Fortsetzungsromane wie Die Geschichte von Pendennis oder Die Geschichte des Henry Esmond . Ein wesentliches Strukturelement seiner Gesellschaftsromane,die ein breites Panorama vom Adel bis zur Mittelschicht vom 17. bis zum 19. Jahrhundert präsentieren, ist die ironische Erzählhaltung. Heuchelei, Eitelkeit und Snobismus werden von der Erzählinstanz entlarvt, kommentiert und abqualifiziert.

      Jahrmarkt der Eitelkeit
Der erste Sittenroman von William Makepeace Thackeray, der im Untertitel Ein Roman ohne einen Helden heißt, entwirft ein panoramisches Bild der englischen Gesellschaft zur Zeit der napoleonischen Kriege. Wie in seinen frühen satirischen Romanen werden Heuchelei, Eitelkeit und Snobismus vorgeführt und auf ingeniöse Art durch die Interaktion von Erzählerkommentar und Eigurenrede entlarvt. Der ursprünglich als Titel geplante Untertitel macht Thackerays programmatische Ablehnung der romantischen Konzeption des Helden deutlich. Inhalt: Im Zentrum des Romans stehen die unterschiedlichen Biografien der zwei Schulfreundinnen Amelia Sedley und Becky Sharp. Amelia, passiv und selbstlos, entspricht dem konventionellen idealisierten Frauentypus. Die selbstbewusst und egoistisch agierende Verführerin Becky verkörpert eine Variation derFemme Fatale. Um sie gruppieren sich mehrere andere Figuren, die für verschiedene Liebeskonzeptionen und Lebensentwürfe stehen. Amelia heiratet den Kaufmannssohn George Osborne, der seine Frau mit der attraktiven Becky betrügt, die mittlerweile den Offizier Rawdon Crawley geehelicht hat. Als er im Krieg fällt, idealisiert Amelia ihren Mann und ist nicht bereit, auf die ehrlichen Absichten Dobbins einzugehen. Die Wende führt ausgerechnet Becky herbei, die nach einer Affäre mit dem Aristokraten Lord Steyne von ihrem Mann verstoßen wurde. Als sie Amelia den wahren Charakter ihres verstorbenen Mannes offenbart, willigt diese in eine Hochzeit mit Dobbin ein. Dobbin heiratet Amelia, obwohl er längst erkannt hat, dass sie nichts weiter ist als ein »kleiner Parasit«.
      Aufbau: Zusammengehalten werden die einzelnen Episoden und Handlungsstränge durch die Figur des Erzählers, der sich immer wieder kommentierend in das Geschehen einmischt. Auf den vom Autor angefertigten Skizzen stellt sich der Erzähler als Narr da, der das Geschehen, wie im Prolog angedeutet, präsentiert wie ein Puppenspieler. Der Erzähler ist zwar allgegen-wärtig, nicht aber allwissend. Durch seine zahlreichen Versuche, die Handlung zu bewerten, wird der Leser selbst angeregt, sich ein Bild zu machen. Eine thematische Konstante der einzelnen satirischen Charakterskizzen ist die menschliche Eitelkeit, die Thackeray dem Werk Die Pilgerreise von John -> Bunyan entlehnt hat.
      Wirkung: Das Buch wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im Zuge neuerer Romantheorien als veraltet zurückgewiesen, da es Thackeray weniger um ein szenisches Erzählen ging. Später wurden Autor und Werk jedoch rehabilitiert. Der Roman zählt seitdem zu den Klassikern der Weltliteratur. Das zentrale Thema des Romans, die satirisch-humoristische Darstellung menschlicher Eitelkeit, wurde 1987 von dem amerikanischen Schriftsteller Tom ^ Wolfe in Fegefeuer der Eitelkeiten wieder aufgegriffen. In dem Roman zeichnet Wolfe das realistische Bild einer statusversessenen New Yorker Börsen- und Medienge-sellschaft.
     


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