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Sue Eugene - Leben und Biographie



Der Schriftsteller Eugene Sue ist vor allem als Verfasser der ersten französischen Seefahrerromane bekannt geworden, in denen er eine detaillierte Schilderung exotischer Gegenden vornahm.
      Der Sohn eines wohlhabenden Arztes studierte ebenfalls Medizin, eröffnete aber keine Praxis, sondern bereiste als SchiffsaTzt die Welt. Seine Reiseeindrücke verarbeitete er zunächst zu populären Abenteuerromanen; mit Werken wie Plick und Plock und Der Salamander schrieb er seine bekannt gewordenen Seefahrerromane. Den literarischen Durchbruch brachte das zehnbändige Romanwerk Die Geheimnisse von Paris. Besonders begabt für die Schilderung anrüchiger Viertel und unheimlicher Gegenden, vertiefte sich Sue immer mehr in die Lebensweise und die Schicksale der Armen und Rechtlosen. In seinem antiklerikalen Roman Der ewige Jude verschärfte sich seine Sozialkritik. 1848 und

1850 war Sue Abgeordneter der Nationalversammlung; er hielt sich an die politische Linke und hing einem utopischen Sozialismus nach den Lehren von Pierre Joseph Proudhon an, was Karl ->Marx und Friedrich ^Engels ihm und seinem Werk vorwarfen. Nach dem Staatsstreich von Napoleon 111.
1851 wurde Sue ins Exil nach Savoyen verbannt. Hier vollendete er mit Die Geheimnisse des Volks eine leidenschaftliche Anklage gegen Napoleon 111.
      Die Geheimnisse von Paris
Der Roman Die Geheimnisse von Paris von Eugene Sue gehört zu den frühen Sozialromanen Frankreichs, die die dunkle Seite der modernen Großstadt literarisch präsentieren. Das Werk erschien als erster französischer Roman im Feuilleton einer Tageszeitung. Entstehung:Nach dem gesellschaftlichen Skandal, den sein Roman Mathilde oder die Schicksale einer jungen Frau verursacht hatte, entschloss sich Sue nicht ganz freiwillig, das Genre zu wechseln: Er begann für das angesehene Journal des Debats einen groß angelegten Fortsetzungsroman zu schreiben. Jules Janin. angesehener Kritiker und Redakteur bei dieser
Tageszeitung, hatte eine deutliche Vorliebe für die satirischen Möglichkeiten des Roman Nofr, der düstere Gegenstände behandelte. Sue nutzte die Freiheit des großen Themas, um seine sozialistischen Ideen zu exemplifizieren. Inhalt: Hauptort der Handlung ist die von viel Prominenz bewohnte Avenue Montaigne, die noch wenige Jahrzehnte zuvor einen sehr üblen Ruf hatte. Den feinen Leuten gesellt Sue die bizarren Figuren der Pariser Unterwelt zu. Hauptfigur ist der Großherzog Rudolf von Gerolstein, der inkognito in dieser Gesellschaft lebt und für Recht und Ordnung kämpft. Er hat edle, adelige Freunde wie den Marquis d'Harville und verschlagene Gegner wie den geldgierigen Notar Ferrand. In die Gefahren der Pariser Unterwelt geriet er durch die Suche nach seiner aus einer unglücklichen Ehe hervorgegangenen Tochter Fleur de IVlarie . Diese war von ihrer Rabenmutter betrügerischen Pflegeeltern übergeben worden, mit 16 Jahren geflohen und lebte in größter Unschuld mitten im Schmutz von Paris. Durch Intrigen wird Fleur de Marie unschuldig eingesperrt und von einer Räubersippe nur befreit, um die reiche Erbin zu ertränken; doch der grausame Plan misslingt. Die Auflösung der zahlreichen Handlungsstränge des Romans bringt nicht das erwartete gemeinsame Glück: Die Beteiligten haben zu viel mitgemacht, auch die Hauptpersonen haben sich gelegentlich versündigt und Fleur de Marie empfindet den übermächtigen Drang, in ein Kloster zu gehen, wo ihr noch einige Jahre als Äbtissin beschieden sind. Wirkung: Die Geheimnisse von Pariswaren ein so ungeheurer Erfolg, dass es sehr schnell auch »Geheimnisse« von Berlin, von Wien und St. Petersburg gab. Immer neue Auflagen des Originalwerks erschienen in allen Weltsprachen.


Visuelle poesie

Als Parallelentwicklung zum —* Lautgedicht, in dem die Grenzen zwischen Sprache und Musik aufgehoben werden, wird im Bildgedicht versucht, die Barrieren zwischen Bild und Sprache zu beseitigen. Schon in der —* Antike, später besonders im —* Barock gab es —> Figurengedichte, in denen das Th .....
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Audiovisuelle formen

Andere dramatische Formen, die im Rahmen dieser Einführung nicht behandelt werden können, sind z. B. Geistliche Spiele, Fastnachtspiele, das Kabarett. Das gilt auch für die jüngeren dramatischen Formen, die aus der Verbindung von Literatur und audiovisuellen Medien hervorgegangen sind, wie Hörspiel, .....
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