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Stanley, Henry Morton - Leben und Biographie



Der in amerikanischem, britischem und belgischem Auftrag mit verwegenem Mut und sensationellem Erfolg fast 30 Jahre lang Zentralafrika bereisende Henry Morton Stanley wurde in England zum Volksheld und galt schon im kolonialistischen Europa des 19. Jahrhunderts als besonders rücksichtslos im Umgang mit den Eingeborenen. Dabei war er, wie er gern hervorhob, selbst »ein Mann aus dem untersten Volk«. Der unehelich geborene Junge war mit sechs Jahren ins Armenhaus eingewiesen worden und mit 15 Jahren von dort entflohen. 1859 gelangte er als Schiffsjunge in die USA, wo ein amerikanischer Kaufmann namens Stanley ihn adopierte. 1868 erhielt Henry Morton Stanley eine Anstellung als Reisereporter beim New York Herald. Dessen Verleger Gordon Bennett erteilte ihm Ende 1869 den Auftrag, den seit zwei Jahren in Afrika verschollenen britischen Forscher David Livingstone zu finden.

      Nach erfolgreichem Abschluss der Suchaktion finanzierten der Zeitungskönig Bennett und der Londoner Daily Telegraph Stanley eine Expedition zur Erforschung des Victoriasee-Gebiets und des Kongo-Flussverlaufs. Dieser Aufgabe widmete er die nächsten 15 Jahre, ab 1879 auf Rechnung des belgischen Königs Leopold 11. .
      1888 machte sich der Gründer von Leopold-ville, der künftigen Hauptstadt von Belgisch-Kongo , nochmals als Lebensretter verdient: Er kam dem deutschen Forscher Eduard Schnitzer alias Emin Pascha zu Hilfe, der durch den Mahdi-Aufstand in Bedrängnis geraten war.
      Am Ende seines Lebens war Stanley walisischer Parlamentsabgeordneter. Er starb an den Spätfolgen einer Tropenkrankheit.
      Wie ich Livingstone fand
Mit seiner Reportage von der spektakulären Suche nach dem britischen Afrikaforscher David Livingstone , von dem es seit zwei Jahren kein Lebenszeichen mehr gab, wurde der 30-jährige Henry Morton Stanley zum ersten Verfasser eines journalistisch effektvoll aufbereiteten Expeditionsberichts für das Publikum des beginnenden Zeitalters der Moderne - und der Massenpresse.
      Entstehung: Stanleys Auftraggeber, der New-York-Herold-Verleger Gordon Bennett, schickte seinen Mitarbeiter 1869 nicht auf dem kürzesten Weg nach Ostafrika, von wo sich Living-stone zuletzt gemeldet hatte, sondern Stanley sollte zuvor noch der Einweihungsfeier des Suezkanals beiwohnen, in Ã"gypten nach Touristenzielen Ausschau halten, dann Jerusalem besuchen, aus Konstantinopel vom Hof des Sultans berichten, die Pläne der Russen am Kas-pischen Meer auskundschaften und vom Bau der Eisenbahn durch das Euphrat-Tal berichten. Erst 1871 traf Stanley in Sansibar ein, dem Ausgangspunkt der Suche nach Livingstone. Inhalt: Mit einem Startbudget von 1000 Pfund Sterling und einer gut ausgerüsteten Truppe beginnt der Marsch von 200 Eingeborenen und vier Weißen landeinwärts durch den Urwald Tanganjikas. Der »Bana Mkuba« genannte Stanley ist ein besonnener Anführer mit Charisma, doch noch unerfahren hinsichtlich der Herausforderungen des »dunklen Kontinents«, wie Afrika nach dem Titel von Stanleys zweitem Hauptwerk oft genannt wird. Das Klima, das Gelände, die biologische Umwelt verursachen die unterschiedlichsten, kaum behandelbaren Krankheiten; die Stammesfürsten, deren Gebiet die Karawane passiert, erpressen hohe Tribute, töten Träger und Angehörige des Expeditionsstabs. Proviantdiebstahl, blutige Streitereien, die Verwicklung in Stammesfehden, Desertion, Sabotage und Panikattacken demoralisieren die Mannschaft. Aber Stanley gibt sein Ziel nicht auf und stößt nach zehn Monaten, am Ende eines 1200 km langen dramatischen Fußmarsches, in dem Dorf Udjidji auf den von Erschöpfung gezeichneten 58-jährigen Livingstone. Die beiden Afrikaforscher beschließen, gemeinsam die noch unbekannten Uferpartien des Tanganjikasees zu erkunden und brechen zu neuen Abenteuern auf. Wirkung: Stanleys erste Leistung als Afrika-Pionier, die Zeitungsreportagen, die er darüber schrieb und das heute noch fesselnde Buch Wie ich Livingstone fand, begründeten seinen Ruhm, der allerdings Schaden nahm, weil er sich im Dienst europäischer Kolonialmächte als typischer weißer Herrenmensch aufführte.


Jaeger, henry

Pseud. für: Karl-Heinz Jaeger; weiteres Pseud.: Werner Scholl Biografie: *29.6.1 in Frankfurt/M., t4.2.2 in Ascona. H. Jaeger wurde mit 15 zum Flakdienst eingezogen und als Fallschirmjäger eingesetzt. Nach Militärzeit und Kriegsgefangenschaft besuchte er Abendschulen, arbeitete tagsüber als Laborant .....
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Kolarz, henry

Biografie: *4.2.1 in Berlin. H. Kolarz wurde mit 20 Jahren Journalist und arbeitete u.a. als Serienautor für den Stern. Seinen größten Erfolg erzielte er mit seiner Aufarbeitung des englischen Postraubes, die er zur Basis seines Fernsehdrehbuchs Die Gentlemen bitten zur Kasse machte. Im Alter von 50 .....
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