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Scheurmann, Erich - Leben und Biographie



Erich Scheurmann ist vor allem als Autor des Buchs Der Papalagi bekannt. Seine Schriften sind geprägt von einer Zivilisationskritik, die letztlich in Kulturfeindlichkeit gipfelte.
      Scheurmann studierte Malerei, führte diese Ausbildung aber nicht zu Ende. 1903 ließ er sich auf der Bodenseehalbinsel Höri nieder, wo er ganz seiner Naturschwärmerei leben konnte, und versuchte, sich eine Existenz als Künstler aufzubauen. 1911 beschrieb er in seinem ersten Buch Ein Weg seine Lebenssituation.

      Nachdem ihm sein Verleger einen Vorschuss für eine Südseegeschichte angeboten hatte, reiste Scheurmann 1914 in die damals deutsche Kolonie Samoa. Dort erlernte er die Sprache der Inselbewohner und nahm Anteil an ihrer natürlichen, von Besitzstreben und Gewinnsucht freien Lebensart. Als der Erste Weltkrieg ausbrach und eine Rückkehr ins Reich unmöglichwurde, kam er bei einem jungen Baron unter; diese Zeit verarbeitete er später in seinem Roman Erwachen . Im Herbst 1915 verließ Scheurmann Samoa in Richtung USA. 1918 an den Bodensee zurückgekehrt, veröffentlichte er zahlreiche Bücher , die sämtlich sein Hauptthema - die Rückkehr zu den Ursprüngen - variieren. Als sein Hauptwerk erschien 1920 der Papalagi. Mit Samoa. Ein Bilderwerk lieferte er 1927 einen mit Fotos angereicherten Bericht über seine Erfahrungen in derSüdsee.
      Anfang der 1930er Jahre zog Scheurmann ins Waldecker Land und baute dort eine Blockhütte, in der er mit seiner Familie als Selbstversorger lebte. Er arbeitete als Puppenspieler, betrieb ein Laientheater und malte. Seine Affinität zu einer Abart der »Zurück-zur-Natur-Bewegung« gipfelte in dem Werk Ulfs Geschlecht . 1941-45 arbeitete Scheurmann als Hilfslehrer. Nach dem Verlust dieser Stellung versuchte er, seine Familie wieder als Künstler zu ernähren, und schrieb schließlich Heftromane. In seinen letzten Lebensjahren wurde der Unterhalt vermutlich hauptsächlich von seiner Frau bestritten; Lebensmittelspenden aus dem Dorf linderten die größte Not.
      Der Papalagi
Der Papalagi wurde erst 50 Jahre nach seinem Erscheinen zum Kultbuch der alternativen Szene, die in Scheurmanns fiktiven Reden eines Südseehäuptlings ihre Kritik an der westlichen Industrie- und Kommerzgesellschaft bestätigt sah. Entstehung: In seiner Einführung erklärt Scheurmann sich zum Herausgeber der Reden des polynesischen Häuptlings Tuiavii im Dorfe Tiavea auf der kleinen Insel Upolu. Er gibt an, über ein Jahr lang Mitglied seiner Dorfgemeinde gewesen zu sein. »Papalagi« ist die Bezeichnung Tuaviis für den Europäer, den er auf einer Reise hätte erlebt haben können, auf die Eingeborene aus den Kolonien geschickt wurden, um an verschiedenen Orten Europas als Exoten zur Schau gestellt zu werden, wie dies um 1900 seitens der Kolonialherren gern praktiziert wurde. Doch gibt Scheurmann darüber keine verbindliche Auskunft.
      Tuiavii, ein erklärter »Verächter Europas«, habe ihm seine »Aufzeichnungen« in die Hände gelegt und erlaubt, eine Ãœbersetzung ins Deutsche anzufertigen. Bei den ungehaltenen Reden handele es sich um Entwürfe, deren Vollendung Scheurmann nicht mehr erlebt habe, da er
Polynesien verlassen musste, bevor Tuavii »die Materie vollständig in seinem Geiste geordnet und zu letzter Klarheit durchgedrungen« sei. Später erklärte Scheurmann, er habe »Vieles, selbstverständlich nicht Alles ... dem Geiste des Polynesien abgelauscht ... So wie das Buch vorliegt, ist es natürlich zum großen Teil mein Werk«. Inhalt: In elf Kapiteln berichtet Tuavii über die Lebensgewohnheiten des Papalagi. Dabei geht es um »das Fleischbedecken des Papalagi« , »die steinernen Truhen, Steinspalten und steinernen Inseln« , um das »runde Metall und schwere Papier«, die seine Augen leuchten machen und die vielen anderen Dinge, die er aufhäuft, um daran seinen Wert zu messen. Danach beschäftigt sich der Häuptling damit, wie der Papalagi mit seiner Zeit und mit Gott umgeht, mit seinen technischen Errungenschaften, die ihn beherrschen, wenngleich er sie zu beherrschen glaubt, seinem Beruf, den er hat und der ihn hat, um sich zuletzt über seine vielen Papiere zu wundern, in denen er seine vermeintlichen Weisheiten aufbewahrt, und »die schwere Krankheit des Denkens« zu beklagen.
      Scheurmanns Plädoyer für die Reinheit des Blicks und die Rückkehr zur Einfachheit des Lebens ist in einer schlichten Sprache gehalten und amüsant zu lesen. Geprägt von kindlicher Offenheit und Pietätlosigkeit lädt das Buch ein, die westliche Lebensweise zu hinterfragen. Wirkung: Scheurmann ging es um eine generelle Kulturkritik auf der Grundlage eines romantischen Zurück-zur-Natur-ldeals. Dabei unternimmt er aber keinen Versuch, neben dem Aufzeigen der Mängel unserer Zivilisation auch das Bild einer denkbaren Utopie zu entwerfen. Dem Papalagi fehlen der Witz und die Ironie eines Jonathan -> Swift und es mangelt ihm auch an der Kraft der Rede, wie sie Chief Seattle 1854 gehalten hat, als die Weißen die Indianerin Reservate zwingen wollten. Dennoch ist der Erfolg des Papalagi beeindruckend: Die Gesamtauflage liegt inzwischen bei 1,25 Millionen Exemplaren. Außerhalb Deutschlands sind es vor allem Japan, China und Korea, in denen die Kulturkritik des Südseehäuptlings auf begeisterte Leser stößt, während das Buch bis heute keinen Verlag in den USA gefunden hat.
     


Der lyriker alfred margul-sperber. ein forschungsbericht. nebst einer kurzen nachrede

I Zu den unumstößlichen Gewißheiten rumäniendeutscher Literaturgeschichtsschreibung gehörte die Ãœberzeugung von der Ranghöhe des Lyrikers Alfred Margul-Sper-ber. Werturteile, wie etwajenes von Hans Liebhardt-'Alfred Margul-Sperber war der bedeutendste Dichter, der in Rumänien in deutscher Sprache .....
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Erich kästner (i899-i974)

I. Der Kinderbuchautor Erich Kästner erfreut sich seit dem Erscheinen seines ersten Romans für Kinder, Emil und die Detektive , ungebrochener Beliebtheit, fortlaufend werden seine Werke für Film und Hörspiel neu adaptiert. Dem Lyriker Erich Kästner ist es nicht ähnlich gut ergangen, vielleicht mit .....
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Erich arendt (i903-i984)

I. 'So fand auch Erich Arendt zum erstenmal im Leben sein Vaterland: in unserer jungen Republik, die ihn ehrte und die noch viel von ihm erhofft." Mit diesen Worten endet ein Beitrag zum Nationalpreis III. Klasse. Es ist das dritte Jahr der DDR. Erst zwei Jahre zuvor war Arendt aus dem Exil zurück .....
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Hans erich nossack

Der Roman 'Wenn die Erde bebt" machte Risse im Umsehn bekannt und verbreitete sich in Ãœbersetzungen in fast alle europäischen Länder. Weniger aufsehenerregend, aber eben= so nachhaltig war der Erfolg, den Hans Erich Nossack mit seiner Erzählung 'Nekyia" in Frankreich errang. Nossack steht Risse in .....
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Weltgericht

S. J. hat hier so oft auseinandergesetzt, wer und was Karl Kraus ist, daß mir zu tun fast nichts mehr übrig bleibt. Kraus hat nun zwei Bände erscheinen lassen: — dieselben, die in Nummer 17 Eduard Saenger besungen hat. Er wird mich keineswegs hindern, es auch zu tun. Hier ist das gesammelt, was .....
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Arendt, erich

Als A. als schon alter Mann einmal darüber nachdachte, wie eine Sammlung seiner Lieblingsgedichte aussehen könne, da war er sich dessen sicher, daß in ihr ein Schlachtgedicht von August Stramm und Johann Wolfgang von Goethes Willkommen und Abschied stehen müßten. Damit sind Energien bezeichnet, die .....
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Fried, erich

»Ich schreibe Gedichte, wie ein Karnickel Junge kriegt«, äußerte F. einmal über die fast unheimliche Produktivität seines lyrischen Schaffens, und man stelle sich ihn vor, den kleinen, humorigen Mann mit den vielen, hebenswert skurrilen, unbürgerlichen Zügen, wie er spitzbübisch durch seine schwarz .....
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Arendt, erich

aber-und-aber-mundig Domdey, Horst. In: Erich Arendt. 1984, S. 82 - 89. Aus dem Schweigen De Nil, Lieve. In: Lesen, 1986, S. 51 - 61. Danach ... Bück, Theo. In: Celan-Jb 4, 1991, S. 151 - 184. Der Tänzer Naaijkens, Ton. In: Erich Arendt, 1984, S. 123 - 133. Die Schrecken des .....
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Fried, erich

17.-22. Mai 1966 Hardt, Marion. In: Lyrische Texte, 1974, S. 145 -150. Ägypten Zeller, Michael. In: Gedichte haben Zeit, 1982, S. 154- 156. Angst und Zweifel Anz, Thomas. In: Frankfurter Anthologie 11, 1988, S. 207-209. Auf den Tod des Generalbundesanwalt Siegfried Buback Zeller, Mich .....
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Jansen, erich

Annettes Kutsche auf Rüschhaus Kleßmann, Eckart. In: Frankfurter Anthologie 9, 1985, S. 161 - 165. Der rote Pfahl Freund, Winfried. In: Grabbe-Jb 3, 1984, S. 128 - 130. Die Augen der Maria Vlady Freund, Winfried. In: Grabbe-Jb 3, 1984, S. 136 - 137. Die Tochter des Glasbildfabrikanten .....
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Kästner, erich

Ballade vom Defraudanten Neis, Edgar. In: Sechsundsechzig Balladen, 1991, S. 156- 158. Chor der Fräuleins C Wir hämmern auf die Schreibmaschinen) Schwarz, Egon. In: Frankfurter Anthologie 2, 1977, S. 163 - 166. Das Eisenbahngleichnis Krejci, Michael. In: Gedichte für Schule, S. 132- 1 .....
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Mühsam, erich

Der Revoluzzer Fussenegger, Gertrud. In: Frankfurter Anthologie 9, 1985, S. 127- 130. Neis, Edgar. In: Sechsundsechzig Balladen, 1991, S. 154- 156. Kalender 1913 Druvins, Ute. In: Geschichte im Gedicht, 1979, S. 191 - 197. Kriegslied Neis, Edgar. In: Krieg im Gedicht, 1980, S. 71 - .....
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Fromm, erich

Aut die Frage nach einer Selbstdefmirion antwortete F. einmal, er sei »ein atheistischer Mystiker, ein Sozialist, der sich im Gegensatz zu den meisten sozialistischen und kommunistischen Parteien befindet, ein Psychoanalytiker, zugleich ein sehr unorthodoxer Freudianer«. Diese Selbsteinschätzung nim .....
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Weinert, erich

Der rote Wedding Hippmann, Fritz. In: Deutschunterricht 28, 1975, S. 354 - 363. Eine deutsche Mutter Haase, Horst. In: Lesarten, 1982, S. 144 - 148. .....
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Die entwicklung der menschheit - erich kästner

Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt, behaart und mit böser Visage. Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt und die Welt asphaltiert und aufgestockt, 5 bis zur dreißigsten Etage. Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn, in zentralgeheizten Räumen. Da sitzen sie nun am Telefon. Und es herrscht .....
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Sachliche romanze - erich kästner

Als sie einander acht Jahre kannten , kam ihre Liebe plötzlich abhanden. Wie andern Leuten ein Stock oder Hut. 5 Sie waren traurig, betrugen sich heiter, versuchten Küsse, als ob nichts sei, und sahen sich an und wußten nicht weiter. Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei. Vom Fenster aus k .....
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Index » Gedichte aus sieben Jahrhunderten Interpretationen

Was es ist - erich fried

Es ist Unsinn sagt die Vernunft Es ist was es ist sagt die Liebe Es ist Unglück 5 sagt die Berechnung Es ist nichts als Schmerz sagt die Angst Es ist aussichtslos sagt die Einsicht 10 Es ist was es ist sagt die Liebe Es ist lächerlich sagt der Stolz Es ist l .....
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Index » Gedichte aus unserer Zeit - Interpretationen

Erich maria remarque (i898-i970)

schildert in seinem vielgelesenen und vielgeschmähten Buch 'Im Westen nichts Neues" mit bitterem Sarkasmus die Sinnlosigkeit des Krieges. Im Banne der Geschichte Das Erlebnis des gigantischen Völkerringens hatte die Fragen nach Sinn und Ziel der Geschichte neu aufgerissen. Und so wird nun in der F .....
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Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Zwischen den beiden Weltkriegen

Robert walser: »jakob von gunten. ein tagebuch« (i909) - bericht eines künftigen dieners

Von Vorschriften umstellt Den literarischen Rang des 1878 im schweizerischen Biel geborenen Robert Walser haben Autoren wie Robert Musil, Hermann Hesse, Walter Benjamin und vor allem Franz Kafka früh erkannt. Doch läßt sich Walser, bei seinem ständigen Rollenwechsel, in seinem Werk und im Wandel .....
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Index » Roman Chronik

Erich kästner (i899-i974): sachliche romanze

Das sentimentale Vokabular hat ausgedient Spricht jemand von »Neuer Sachlichkeit«, der literarischen Richtung, die in den zwanziger Jahren dem Visionären und Utopischen des Expressionismus illusionslose Wirklichkeitsnähe entgegenstellte, so fällt unweigerlich der Name Erich Kästner. »Sachlich« gi .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Sachlich unterkühlt

Jürgen becker (geb. i932): natur-gedicht -erich fried (i92i-i988): gespräch über bäume

Vom Ende der Landschaftsmalerei Der Titel von Jürgen Beckers Gedichtsammlung aus dem Jahre 1974, Das Ende der Landschaftsmalerei, pointiert fast programmatisch ein Grundthema seiner Lyrik: das allmähliche Verschwinden der Voraussetzungen und des Gegenstandes von Naturlyrik. Selbst was man »Stadtl .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Sackgassen der Naturlyrik

Berichte über tiere - das tier-sachbuch

Diese Gruppe ist nur in relativ wenigen Fällen völlig vom erzählenden Tierbuch zu trennen. Von einigen Lexika für Kinder und dem bereits genannten Desmond Morris 'Das Leben der Tiere" oder etwa Irmgard Luchts 1998 neu aufgelegter 'Vogel-Uhr" abgesehen, benutzt auch das Tier-Sachbuch immer wieder er .....
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Index » Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur » GERHARD HAAS

Walter jens bericht über hattington

Lernziel der Behandlung dieses Berichts ist, Schüler ab 8. Schuljahr erkennen zu lassen, daß aufklärende Vernunft am ehesten geeignet ist, mitmenschliches Leben human zu gestalten. Irrationales und emotional gesteuertes Verhalten hingegen führt — wie in Knox — zu Angst, Mißtrauen und Formen der .....
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Index » Erzählungen der Gegenwart

Erichsen, uwe

auch unter den Pseud.: Jerry Cotton, Andrew McKay, Jim Sheridan, Gil Ham-mon Biografie: *9.8.1 in Rheydt. U. Erichsen war bereits während seiner Schulzeit journalistisch tätig, später schrieb er als Ausgleich zu seinem kaufmännisch-technischen Beruf, den er erlernt hatte. Als sich die ersten Erfolg .....
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Index » Autoren » Deutschsprachigen Krimi-Autoren

Erich honecker - aus: bericht des zentralkomitees an den viii. parteitag der sed, berlin i97i

[...] Eines der edelsten Ziele und eine der größten Errungenschaften der sozialistischen Gesellschaft ist die allseitig entwickelte Persönlichkeit. Dabei handelt es sich nicht um ein Ziel, das erst in ferner Zukunft erreicht wird. Wenn wir hier von 'Persönlichkeit" sprechen, meinen wir eine besonde .....
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Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Erich weinert - politische satire — politisches kabarett

Wo die Dichtung sich in den Dienst des politischen Kampfes stellt, bedient sie sich entweder der pathetischen oder der satirischen Ausdrucksform. Das Pathos greift an der gefährlichen, die Satire an der lächerlichen Seite des Feindes an. Die Satire ist ihrem Ursprung nach Volksdichtung. Die anonymen .....
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Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Erich kästner:» und wo bleibt das positive, herr kästner... ?«

In seinem Essay Ringelnatz und Gedichte überhaupt beschrieb Kästner 1930, was den Gebrauchslyriker im Unterschied zum reinen Dichter besonders auszeichne: Die Gebrauchslyriker werden gelesen. Sie werden auch verstanden und überall vorgetragen, sogar geliebt und auswendig gelernt. [...] Die Gebrauchs .....
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Index » Lyrik des 20. Jahrhunderts (1900-1945) » Lyrik der zwanziger Jahre

Kästner, erich

Zu K.s 50. Geburtstag schrieb Wolfgang Harich folgende Zeilen über die K.-Lektüre seiner Jugendzeit: »Mit seinen Kinderbüchern hatte K. mir, als ich sieben oder acht Jahre alt war, in vorsichtiger, unaufdringlicher, aber äußerst wirksamer Dosierung jene moralisch-humanistischen Gegengifte verabreich .....
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Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Loest, erich

Mit dem Helden seines letzten, noch in der DDR aufgelegten Buchs verbindet den Autor eine Reihe von Gemeinsamkeiten, die wichtige Stationen seines eigenen Werdegangs markieren: »Wir sind Landsleute«, begründet L. seine besondere Nähe zu Karl May, in dessen Lebensgeschichte der Roman Swallow, mein wa .....
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Mühsam, erich

Das bekannteste Foto, ein eher schäbiges Brustbild, zeigt ihn in seinen unverkennbaren Zügen und doch deutlich entstellt: der gemütliche Vollbart und das wilde dichte Haupthaar wirken dressiert und gestutzt, die sonst so gütig und listig blinzelnden Augen hinter dem unvermeidlichen Kneifer starren g .....
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Nossack, hans erich

N. wurde erst nach 1945 als Schriftsteller bekannt. Er teilt damit ein Generationenschicksal, aber er paßte sich keiner der nach 1945 aufkeimenden Literaturtendenzen an. Er war als Autor — dann Alfred Andersch, Wolfgang Koeppen, Arno Schmidt ähnlich - längst ausgereift und nahm bewuik die Rolle de .....
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Remarque, erich maria (d.i. erich paul remark)

»Irgend etwas fehlt mir an seinem gesicht, wahrscheinlich ein monokel« . In Berhn hatte sich R. noch Auge geklemmt, mit Spazierstock, Melone plus ge-kauftem Adelstitel in der Pose des Dandys paradiert, um sich von den kleinbürgerlichen Verhältnissen abzusetzen, aus denen er stammte. Buchbin .....
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Scheurmann,  Erich    





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