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Russell, Bertrand, 3rd Earl of - Leben und Biographie
Bertrand Russell ist Mitbegründer der modernen Logik. Obwohl er in seinem philosophischen Gesamtwerk keinen bestimmten Ansatz systematisch verfolgte, wurde er als Philosoph des Jahrhunderts bezeichnet. Im Zentrum seines Denkens stand die Frage der Begründung der Objektivität des Wissens. Nach solchen »vom vergänglichen menschlichen Erleben un-abhängig« Wahrheiten suchte Russell in den Naturwissenschaften und der Mathematik. Bis ins hohe Alter bewies er eine zutiefst humanistische Gesinnung und engagierte sich gegen Krieg, für Humanität und Menschenwürde.
Russell wuchs als Waise bei den Großeltern, im Haus des ehemaligen Premierministers John Earl of Russell auf. 1890-94 studierte er Mathematik und Philosophie in Cambridge. Bei seinen Arbeiten über die Grundlagen der Logik entdeckte Russell 1901 in der Mengenlehre einen Widerspruch, den aufzulösen ihm 1905 mittels seiner Theorie der Typen gelang. Zusammen mit Alfred North Whitehead . 1963 gründete er die »Bertrand Russell Peace Foundation«, die sich bis heute für Frieden und soziale Gerechtigkeit engagiert.
Einführung in die mathematische Philosophie
Mit diesem Werk gelang es Bertrand Russell, seine logische Grundlegung der Mathematik auch den mit dem logischen Kalkül nicht vertrauten Zeitgenossen zu vermitteln. Allgemein verständlich führt Russell in die Mathematik ein. Dabei demonstriert er das Fortschreiten zu größerer Abstraktion und logischer Einfachheit auf der Suche nach allgemeineren Begriffen und Prinzipien - ein Vorgehen, das er für philosophisches Denken als notwendig erachtet. Entstehung: Ende des 19. Jahrhunderts zeigte sich die Notwendigkeit, die verschiedenen Theorien und Denkansätze der Mathematik zusammenzuführen und eine geeignete formale Sprache zu finden. Den Vertretern der logizisti-schen Erkenntnistheorie, zu denen Russell gehörte, galt »das Logische an sich« als wahr und widerspruchsfrei. Nach und nach wurden jedoch Widersprüche in der Mengenlehre entdeckt. Zusammen mit Whitehead versuchte Russell, das Gebäude der Mathematik auf ein widerspruchsfreies, sicheres Fundament zu stellen. 1906 hatten sie in ihrer Principia mathe-matico große Teile von Logik und Mathematik mittels einer formalisierten Sprache dargestellt. 1918/19 versuchte Russell, seine Gedanken zur Begründung der Mathematik - seine mathematische Philosophie - einem breiten Publikum nahezubringen.
Inhalt: Das Werk ist ein Mathematik- und kein Philosophiebuch. Russell behandelt Probleme, die zu Zeiten ihrer unzureichenden wissenschaftlichen Bearbeitung Thema der Philosophie waren. Russell wählte ausschließlich gesicherte Erkenntnisse aus und stellte die mathematischen Probleme einführend und keinesfalls erschöpfend dar- gegebenenfalls verweist er auf die Principia mathematica. Wirkung: Das Buch förderte das Verständnis philosophischer Diskussionen um die erkenntnistheoretische Position der Mathematik. Es avancierte zum Klassiker mathematischer Literatur.
Russell, bertrandKaum ein anderer Philosoph des 20. Jahrhunderts erlangte solchen Weltruhm und war doch so umstritten wie R., der Enkel des liberalen Reformpolitikers Lord John Russell. Während er in der Wissenschaftswelt durch seine bahnbrechenden Arbeiten über die logische Grundlegung der Mathematik zeitweilig ms ..... [ mehr ] Index » Autoren » Philosophen biographisch
Searle,john rogersDer Name von S. ist unauflöslich mit dem Begriff »Sprechakt« verbunden. Ein Sprechakt ist eine sprachlich vollzogene Handlung, die in einen Kommunikationskontext eingebettet ist und nach bestimmten Regeln abläuft, damit das Gelingen der Sprachhandlung, vor allem die erfolgreiche Übermittlung der In ..... [ mehr ] Index » Autoren » Philosophen biographisch
Shaftesbury, anthony ashley cooper, third earl of»Und dennoch«, erwiderte er, »ist, was wir alle im allgemeinen tun, etwas anderes als Philosophieren? Wenn die Philosophie, wie wir sie auffassen, das Studium der Glückseligkeit ist, muß dann nicht jeder, auf die eine oder die andere Art, geschickt oder ungeschickt, philosophieren? Muß nicht jede Ü ..... [ mehr ] Index » Autoren » Philosophen biographisch
Das karussell - rainer maria rilkeJardin du Luxembourg
Mit einem Dach und seinem Schatten dreht sich eine kleine Weile der Bestand von bunten Pferden, alle aus dem Land, das lange zögert, eh es untergeht. 5 Zwar manche sind an Wagen angespannt, doch alle haben Mut in ihren Mienen; ein böser roter Löwe geht mit ihnen und dann und wa ..... [ mehr ] Index » Gedichte aus sieben Jahrhunderten Interpretationen
Oskar pastior (geb. i927): heißer abend im alten tulcea - das karussellDas Gedicht gehört nicht zu den Texten Pastiors, die aus der lyrischen Tradition radikal ausbrechen ins experimentelle Spiel mit der Sprache und neue Sprachlegierungen erproben. Es steht noch im Vorfeld der Anagrammgedichte, der Umstellung von Buchstaben und Silben, oder der Gedichte in Palindromen, ..... [ mehr ] Index » Stationen der deutschen Lyrik » Der Lyriker als Laut-Mime und Sprach-Virtuose
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