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Reich-Ranicki, Marcel - Leben und Biographie



Marcel Reich-Ranicki wurde nicht nur der berühmteste Literaturkritiker Nachkriegsdeutschlands, sondern auch ein gefeierter Schriftsteller. Mit der Autobiografie Mein Leben erzielte er im Jahre 1999 eine überwältigende Resonanz bei Kritik und Publikum. Als ausgezeichneter Kenner der deutschen und der Weltliteratur anerkannt, beschritt er ab dem Ende der 1980er Jahre mit dem Literarischen Quartett erfolgreich einen ganz neuen Weg der medialen Literaturvermittlung.

      Reich-Ranicki lebte ab dem neunten Lebensjahr in Berlin, wo er 1938 das Abitur bestand, bevor er nach Polen abgeschoben wurde. Ab 1940 lebte er im Warschauer Getto und schloss sich einer jüdischen Widerstandsgruppe an. Durch seine Flucht aus Warschau konnte Reich-Ranicki im Untergrund überleben. In Polen arbeitete er erst in einem Verlag und anschließend als freier Schriftsteller, erhielt jedoch zeitweise Publikationsverbot. 1958 übersiedelte er in die Bundesrepublik, wo er sich schon bald einen Namen als Kritiker machte.
      In den 14 Jahren, die er für Die Zeit schrieb, wurde er zu der literaturkritischen Instanz der Bundesrepublik. Von 1973 bis 1988 leitete Reich-Ranicki die Literaturredaktion der FAZ. Mit seinen Auftritten beim Literarischen Quartett des ZDF erreichte die Popularität des Kritikers ein neues Hoch. Reich-Ranicki erhielt meh-rere Ehrendoktortitel, lehrte an vielen Universitäten im In- und Ausland und veröffentlichte zahlreiche Bücher zur deutschen Literatur.
      Die wichtigsten Bücher von Wilhelm Reich
Die Entdeckung des Orgons:Die Funktion des Orgasmus 1927 Reich analysiert den Zusammenhang zwischen autoritärerGesellschafts-struktur, unterdrückter Sexualität und der Entstehung von Neurosen. Er beschreibt die Voraussetzungen, die zur Entdeckung der Orgontherapie führen: Die Unterdrückung frühkindlicher Sexualität in der Familie und die Sexualfeindlichkeit unserer Gesellschaftsform bedingen neurotische Lustangst, die sich als orgastische Impotenz äußert.
      DerEinbruch derSexual-moral-Zur Geschichte der sexuellen Ã-konomie, 1932 Indem er die Arbeiten des Anthropologen Bronislaw -> Malinowski, marxistische Theorien und seine eigenen Erkenntnisse kombiniert, unternimmt Reich den Versuch, den Ursprung sexueller Fehlentwicklungen im Ãobergang vom Matriarchat zum Pariarchat zu analysieren. 1972 erschien ein Nachdruck unter dem Titel Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral.
      Charakteranalyse 1933 Anhand zahlreicher klinischer Beispiele stellt Reich seine charakteranalytische Vegetotherapie vor und beschreibt die Beziehungen zwischen psychischer Apparatur und vegetativer Erregung. Seine hier gewonnenen Einsichten bilden die Basis für die spätere Orgontherapie.
      Die sexuelle Revolution, 1936 Die psychische Struktur und der Trieb des Menschen befinden sich inständigem Kampf mit gesellschaftlichen Ansprüchen.
      Die Entdeckung des Organs II: Der Krebs 1948 In seinem biophysikalischen und medizinischen Hauptwerk beschreibt Reich ausführlich die Entdeckung der Orgonenergie sowie seine Forschungen über die Entstehung, Behandlung, Vorbeugung und Früherkennung von Krebs als Erkrankung des gesamten Organismus, die in einer chronischen Stagnation der bio-sexuellen Energie wurzelt.
     


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Reich-Ranicki,  Marcel    





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