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Queneau, Raymond - Leben und Biographie



Im Mittelpunkt des vielseitigen Werks von Raymond Queneau, das Romane, Erzählungen, Lyrik, Essays, Ãobersetzungen und Drehbücher umfasst, steht die Sprache selbst.
      Queneau wurde in gutbürgerlichem Milieu in Le Havre geboren, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. 1920-25 studierte er an der Sorbonne Philosophie; 1925-27 absolvierte er seinen Militärdienst in Nordafrika. 1924 schloss er sich den Surrealisten um Andre -^Breton an, mit dem eT 1929 aus persönlichen Gründen brach. Ab 1927 trat Queneau als Autor von Lyrik hervor, bevor er 1933 mit DerHundezahnsemen ersten Roman veröffentlichte. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Handelsvertreter und Bankangestellter. In diesen Jahren prägten der Surrealismus sowie die Auslotung der Möglichkeiten und Grenzen der Psychologie im Rahmen von Literatur und schließlich seine Reflexion über die ästhetischen Potenziale des Französischen seine schriftstellerische Arbeit. 1938 wurde Queneau Cheflektor für Englisch beim Verlag Gallimard und leitete ab 1955 die Herausgabe der Enevclopedie de la Pleiade dieses Verlags. Zeichen seiner Arriviertheit in der literarischen Szene von Paris war ab 1951 seine Mitgliedschaft in der Academie Goncourt.


      Zazie in der Metro
Wie in seinem berühmten Stilübungen AutobusS von 1947 geht es Raymond Queneau auch in diesem Roman vor allem um das Experimentieren mit der französischen Sprache. Inhalt: Zazie, eine frühreife und aufmüpfige 12-jährige Provinzgöre, wird von ihrer Mutter Jeanne Lalochere nach Paris zu ihrem Onkel Gabriel gebracht, damit Jeanne ungestört ein langes Wochenende mit ihrem neuen Liebhaber verbringen kann. Zazies größter Wunsch für den ersten Parisaufenthalt ihres Lebens ist eine Fahrt in der Metro, die aber wegen eines Streiks geschlossen ist.
      Aus dem Blickwinkel Zazies erscheint das Leben ihres Onkels in Paris wie ein Panoptikum - Gabriel und seine Freunde verkehren in ihrem Stammbistro »La Cave«, in dem der Wirt Tu-randot und sein penetranter Papagei Laverdure sowie die Serviererin Mado Petitspieds undderen Verehrer Charles im schrägen Halbweltmilieu miteinander leben. Gabriel ist Star einer Travestie-Show am Place Pigalle und mit der sanften Marceline verheiratet.
      Zazie entzieht sich am Morgen nach ihrer Ankunft der familiären Ãoberwachung und begibt sich auf einen Streifzug durch das Viertel, wird abervon Trouscaillon, einem zwielichtigen Polizisten, in die Obhut Gabriels zurückgebracht. Eine Stadtrundfahrt bringt die Bekanntschaft mit dem schrillen Busfahrer und Reiseführer Fedor Balanovitch und der nymphomanischen Witwe Mouaque.
      Diese bunt gemischte Truppe lädt Gabriel zu seiner abendlichen Vorstellung ein. Für Zazie verdoppelt sich das Theater, das ihr das Leben in Paris bietet: Die Serviererin Mado verlobt sich mit Charles, was bei Gabriels Travestie-Show in einem Etablissement am Place Pigalle ausgiebig gefeiert wird. Dabei wird Trouscaillon als Sittenstrolch entlarvt und eine vollkommen übermüdete Zazie erlebt, wie es wegen einer kleinen Bemerkung zu einer ausgewachsenen Saalschlacht und einer Polizeirazzia kommt. Am Ende liefert Onkel Gabriel Zazie pünktlich am Bahnhof bei ihrer Mutter ab, der sie ihr Wochenende mit dem Schlusssatz des Romans zusam-menfasst: »Ich bin gealtert.« Aufbau: Zazie in der Metro ist ein überwiegend in Dialogform geschriebener Roman, dessen Handlung durch den im ersten und letzten Kapitel gesetzten Rahmen der An- und Abreise Zazies zusammengehalten wird.
      Innerhalb dieses Rahmens entfaltet sich die Handlung gemäß der vom auktorialen Erzähler inszenierten Zufälligkeit. Dabei tritt er ganz hinter die Rede der jeweiligen Person zurück, deren Sprache in Form phonetischer Schreibung in den Mittelpunkt gerückt wird. Dieses Bemühen um lautmalerische und stilistische Effekte - erzeugt aus einer Vermischung von literarischer Hochsprache, Anglizismen, Dialektvokabeln und dem Pariser Argot - rücken Queneau in die Nähe von Louis-Ferdinand -> Celine. Wirkung: Zusammen mit den Stilübungen AutobusS[]947), eine in 99 Varianten erzählte Anekdote, die aufgrund ihres theatralischen Potentials hoch geschätzt wird, gehört Zoz/ezu den beiden bekanntesten Werken dieses Autors. Dem Regisseur Louis Malle gelang 1960 eine adäquate Verfilmung des Buchs.
     


Ein beispiel aus den usa: raymond carver

Als Raymond Carver, der inzwischen berühmte und wohlhabende Autor von Short Storys und Gedichten, einmal gefragt wurde, warum er diese beiden Gattungen gewählt habe, stellte er ganz klar die Bedeutung des Geldes heraus. Von Anfang an habe es sein Schreiben beeinflusst und der Mangel an Geld habe sei .....
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Queneau,  Raymond    





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