Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Autoren

Index
» Autoren
» Platon

Platon - Leben und Biographie



Platon gilt als einer der Begründer der abendländischen Philosophie. Es ging ihm darum, einen Begriff vom Sein zu geben, der Bedingung alles menschlichen Welt- und Selbstverstehens ist.
      Platon wurde als Sohn einer Athener Adelsfamilie geboren. Sein Weg in die Politik schien vorgezeichnet. Mit Charmides und Kritias beteiligten sich jedoch zwei seiner Onkel an dem oligarchischen Umsturz 404 v.Chr. in Athen, deren Herrschaft Platon verachtete. Die Begegnung mit Sokrates hat ihn zu einem Philosophen werden lassen. Nach dessen Tod soll Platon mit anderen Schülern zu Euklid von Megara , später von Athen aus nach Ã"gypten gereist sein.

      Die Philosophie führte Platon aber auch in die Politik zurück. In seinem Hauptwerk, der
Politeia, fordert er, dass Philosophen Könige werden oder die Könige beginnen müssten, gründlich zu philosophieren.
      Vermutlich nach seineT ersten Sizilienreise gründete Platon die Akademie. Unter dem Namen Piatons sind 13 Briefe und 41 philosophische Dialoge überliefert. Wie die Politeia die Tugend der Gerechtigkeit behandelt, so befassen sich frühe, »sokratische« Dialoge mit der Frage, was bestimmte Tugenden sind. Anders als die frühen Dialoge, die apore-tisch enden , geben die mittleren und späteren Dialoge jedoch Antworten, die stehen bleiben. Als ihre Grundlage gilt die platonische Ideenlehre, wonach es die Ideen sind, die allem Seienden Bestand und allem Verstehbaren Sinn verleihen. Mit der Ausarbeitung der Ideenlehre und der Bearbeitung der Probleme, die sich durch die Annahme von Ideen stellen, befassen sich vornehmlich die späteren Dialoge Piatons .
      Umstritten ist die Annahme, ob Piaton neben den philosophischen Gedanken, die er in seinen Dialogen entfaltet, noch über eine ungeschriebene, nur mündlich verbreitete Lehre verfügt habe, die das eigentliche Fundament seiner Philosophie bilde.
      Der Staat
Politeia ist das philosophische Hauptwerk Piatons, das erste Werk politischer Theorie und ihr erster Höhepunkt zugleich. Sie wurde maßgebend für eine Vielzahl von Modellstaatsent-würfen zu allen Zeiten und beeinflusste das philosophische Nachdenken über die Welt, die Seele und das menschliche Erkenntnisvermögen.
      Entstehung: Die zehn Bücher gehen auf zwei Schaffensphasen Piatons zurück. Das erste Buch ähnelt frühen Dialogen, in denen Sokrates Defmitionsversuche für bestimmte Tugenden prüft und am Ende scheitern lässt. Die Bücher 2-10 entfalten das platonische Musterbild einer guten Verfassung. Inhalt: Um die Frage zu beantworten, was Gerechtigkeit in der Seele des Menschen ist, entwirft Piaton das Muster einer guten Polis, in der drei Stände jeweils durch ihr spezifisches Tun zum Gelingen des Gemeinwesens beitragen.
      Piatons Modell ist geradezu kulturrevolutionär mit seinen Paradoxien, den Anweisungen, die gegen den zeitgenössischen gesunden Menschenverstand der Athener verstoßen. Frauen und Männer sollen gleich sein; der Wächter- und Philosophenstand soll über kein Privateigentum verfügen und auch Frauen und Kinder sollen ihnen gemeinsam sein; schließlich sollen die Philosophen regieren.
      Den Grund dafür veranschaulicht Piaton im Höhlengleichnis, in dem Gefangene in einer Höhle Schatten als Wirklichkeit ansehen. Die Philosophen, aufgestiegen aus der Höhle der Unwissenheit zur Erkenntnis der Idee des Guten, haben die Pflicht, wieder zu den Mitmenschen hinabzusteigen und deren Seelen aus der Verirrung zum Wahren umzulenken. Wirkung: Was die Politeia für das abendländische Denken bedeutet, hat der Philosoph und Mathematiker Alfred North Whitehead auf die Formel gebracht, alle Geschichte der Philosophie sei nichts anderes als Fußnoten zu Piaton.
     


Platon

In seinem autobiographischen Siebten Brief beschreibt der fast Sojähnge P. rückblickend seinen Weg zur Philosophie. Sein Lebensweg schien zunächst klar vorgezeichnet zu sein. Als Sohn einer der vornehmsten Athener Familien kam für ihn vor allem eine politische Karriere in Frage. Durch eine politisch .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Philosophen biographisch

 Tags:
Platon    





Impressum | Datenschutz

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com