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Philosophen biographisch

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Theophrast von Eresos



So wollen wir denn das Größere und Ursprünglichere zurückstellen und versuchen, über das Geringere zu sprechen.« Em solches methodisches Programm, mit dem der 24jährige Th. den empirischen Teil seines Vortrags Ãœber das Feuer einleitet, ist im kleinasiatischen Assos im Kreis von Piatonschülern alles andere als selbstverständlich. Die Untersuchung zeigt einen Forscher, bei dem die platonische Prinzipienproblematik als größere Aufgabe zwar noch präsent ist. der jedoch deutlich nach einem anderen Weg sucht. Schon in dieser Frühschrift ist der besondere Ansatz zu fassen, der Th. auszeichnet und seine philosophiegeschichthche Stellung bestimmt: Ätiologie auf empirischer Grundlage und Skepsis gegenüber Spekulation. Er spricht über Feuer und Wärme, soweit sie oder ihre Auswirkungen mit den Sinnen wahrgenommen werden und unmittelbar beobachtet werden können. Piaton und seinen Schülern wirft er im späteren knappen Metaphysik- Traktat vor, sie hätten ihr Programm nicht eingelöst, die Welt der Erscheinungen aus den ersten Prinzipien zu begründen. Die vorzüglichste Methode sei es statt dessen, von der Sinneswahrnehmung auszugehen und dadurch zur Erfassung der Phänomene und eventuell zu deren übergeordneten Ursachen zu gelangen.

      Th.. Aristoteles Nachfolger in der Schulleitung des Peripatos und nach antikem Urteil sein hervorragendster Schüler, gehört zu den durchaus vernachlässigten Philosophen. Daran trägt nicht zuletzt die Ãœberheferungsgeschichte Schuld: Von den mehreren hundert Monographien, deren Titel bekannt sind, blieben vollständig nur einige naturwissenschaftliche Schritten, darunter zwei große botanische Werke, sowie die berühmten Charaktere erhalten, daneben eine gewisse Zahl von Fragmenten. Von derselben Universalität und Interessenweite wie Aristoteles, hat er zu fast allen Gegenstandsbereichen geschrieben: zu Logik und Metaphysik, zu einer Fülle von Themen der Naturwissenschaft, zu Ethik und Politik, zu Rhetorik. Poetik. Musik, auch zu Philosophie- und Kulturgeschichte. Die pflanzenkundlichen Schriften, aufgrund derer er uneingeschränkt als Vollender der antiken Botanik galt, sind erhalten geblieben, weil dieses Sachgebiet von Aristoteles nicht behandelt worden war. Stärkste Wirkung entfaltete seine 18 Bücher umfassende Darstellung der Lehren der Xaturphilosophen , auf der die doxographische Ãœberlieferung der griechischen Philosophie von Thaies bis Piaton beruht.
      Ãœber sein Leben läßt sich ein anschauliches Bild gewinnen aus einer Vita, die in Diogenes Laertius Leben der Philosophen erhalten ist. In wohlhabenden Grundbesitzerverhältnissen in Eresos auf Lesbos geboren, erhielt er zunächst in seiner Vaterstadt philosophischen Unterricht, ging — vielleicht mit 18 oder 19 Jahren - nach Athen, um Schüler Piatons zu werden, und schloß sich nach dessen Tod der eingangs genannten Philosophengemeinschaft in Assos an. Dort begann die für ihn entscheidende enge Verbindung und Zusammenarbeit mit Aristoteles, mit dem zusammen er zum Zwecke naturwissenschaftlicher Beobachtung für einige Jahre nach Lesbos ging , dem er nach Makedonien und schließlich 335 v. Chr. nach Athen folgte. Der Peripatos entfaltete unter seiner Leitung, die er 322,21 übernahm und bis zu seinem Tode im Alter von 85 Jahren innehatte, seine größte Blüte. Er hatte im Laufe der Zeit zweitausend Schüler, darunter Demetrius von Phaleron. den zeitweiligen Regenten Athens. Th. genoß hohes persönliches Ansehen, das ihn auch vor Anfeindungen, wie einem Prozeß wegen Gottlosigkeit aufgrund seiner aufklärerischen Haltung in religiösen Dingen, schützte, und als er starb, wurde er unter großer öffentlicher Anteilnahme begraben.
      In der genannten Vita wird Th. charakterisiert als außerordentlich scharfsinnig, von ungeheurem Arbeitsdrang besessen, wohltätig und gern zum Gespräch bereit. Er besaß ein hohes Sprachtalent und verdankt diesem Zug auch seinen Namen »Der göttlich Redende«: ursprünglich Tyrtamos heißend, benannte ihn Aristoteles um, wie es ausdrücklich heißt, wegen der Göttlichkeit seiner Redeweise. In dieser Anekdote, an der nicht zu zweifeln ist, kommt ein hoher Einfluß seines Lehrers zum Vorschein. Viel für Verständnis und Einschätzung Th.s hängt davon ab, wie dieses Verhältnis vorzustellen ist. Er ist zugleich Fortsetzer und Kritiker des Aristotelischen Werkes. Gegen die Auffassung seines Lehrers vom Raum als selbständiger Substanz macht er fiint Apo-rien geltend und schlägt statt dessen eine formale Deutung als Ordnungsprinzip der Dinge hinsichtlich ihrer Lage vor. Auch gegen ein platonisches Element wie Aristoteles kompHzierte und nicht widerspruchsfreie Theorie vom unbewegten Beweger erhebt er Einwände. An seinen logischen Schriften, von denen einige Fragmente erhalten sind und mit denen er zum Wegbereiter der stoischen Logik wird, läßt sich deutlich die charakteristische doppelte Tendenz ablesen, einerseits zu systematisieren, andererseits ontologische Elemente weiter zurückzudrängen. Aufgrund solcher kritischer Auseinandersetzung wird er später von den kaiserzeitlichen Aristoteleskommentatoren herangezogen und dabei selber paraphrasiert oder kommentiert — eine wichtige Quelle unserer Fragmente. Schulintern ist die Kritik an seinem Lehrer von großer Wirkung: in seiner vereinheitlichenden und vereinfachenden Bearbeitung der Aristotelischen Vorlesungsskripten wird jener fortan gelesen und studiert.
      Gewaltiger Arbeitseiter ist der zweite hervorstechende Zug, den die Vita nennt. Führt der Drang zur empirischen Erfassung der Wirklichkeit, zum Sammeln und Aufnehmen von Daten, zu zahlreichen Gemeinschaftsunternehmen mit Aristoteles, so hegt im Bereich der Biologie eine regelrechte Arbeitsteilung vor: Jener übernimmt den zoologischen. Th. den botanischen Anteil und legt den Grund zu seinen beiden großen Werken Historia plaiuarum und De causis plantamm. Methodisch seinem Lehrer folgend, klassifiziert er in der ersten Schrift das Material, während er in der zweiten die Erscheinungen und Funktionen zu begründen sucht, freilich ohne Anspruch auf eine einheitliche Gesamttheorie. Th.s Leistung besteht im erstmaligen Entwurf einer Morphologie, indem er nach Gattungen und Arten gliedert, konstitutive Teile wie Blattform. Wurzelstock, -knolle. -zwiebcl unterscheidet, schließlich einzelne Prozesse wie Keimung. Wachstum. Blüte systematisch behandelt. Ãœber die erste Pflanzenmorphologie der Neuzeit von Conrad Gessner. die in Anlehnung an die Historia plantamm entstanden ist. hatte er starken Einfluß auf die große pflanzenkundliche Sammlung des Anstotelikers und Arztes Andrea Cesalpino . den Carl von Linne als seinen wichtigsten Vorläufer betrachtete.
      Zeitlebens unverheiratet, um sich ganz der Forschung widmen zu können, begründet Th. seine Haltung in einer Schritt Ãœber die Ehe. Obwohl Warnungen vor den Unbilden der Ehe im Athen des ausgehenden vierten Jahrhunderts ein zeittypisches Phänomen sind, läßt sich dann zugleich ein Reflex auf ein Problem seines Arbeitsstils und der Richtung, die er der peripatetischen Philosophie gab, erkennen. Seine Neigung zu empirischen Untersuchungen beschleunigt die schon bei Aristoteles angelegte Entwicklung zu Einzelwissenschaften; der Spezialisierung zum Trotz jedoch treibt er die Forschung aut sämtlichen Wissensgebieten voran: er repräsentiert das Paradox eines tachwissenschaftlichen Universalisten. Das Feld der empirischen Fakten freilich ist prin/ loll unbegrenzt, und so gibt er in einem Brief zu erkennen, daß es ihn angesichts des dauernden Flusses und Fortschritts der Forschung Mühe kostet, eine Untersuchung als abgeschlossen zu betrachten und publikationsreif zu machen. Eine seiner Lieblingswendungen, die er tortwährend auf den Lippen führt, lautet: » Ein kostbarer Autwand ist die Zeit«; und während er nach ösjähriger Forschungstätigkeit stirbt, klagt er die Natur an. die dem Menschen nur ein so kurzes Leben gebe, daß er kaum bis an die erste Schwelle der Erkenntnis gelangen könne.
      Aus Th.s Testament, das im Anhang der Vita überliefert ist, spricht eine Persönlichkeit, die in wohlwollender Fürsorge Details des Alltags vorausbedenkt und zugleich die Dinge realistisch einzuschätzen weiß. Von einem scharfen psychologischen Blick zeugen auch die Charaktere, mit denen Th.s Name in erster Linie verbunden zu werden pflegt, obgleich sie eigentlich nur eine Studie und Stoffsammlung darstellen; in 30 ethopoietischen Skizzen werden Verfehlungen vorwiegend sozialer Natur mit Witz und ohne erhobenen Zeigefinger dargestellt. Die Einstellung des Empiristen, die Wirklichkeit zu beobachten und sie dabei zu nehmen, wie sie ist, erstreckt sich in gleicher Weise auf Naturphänomene wie auf die Sphäre menschlichen Verhaltens. Th.s eher deskriptive als normative Ausrichtung der Ethik erfuhr heftige Angriffe seitens der Stoiker, deren utopischer Radikalismus sich in der Folge als von weit größerer Breitenwirkung erwies: Leitvorstellung des Hellenismus wurde das Ideal eines allen Umwelteinflüssen enthobenen absoluten Weisen, nicht Th.s lebensnahe Einrechnung der Wirklichkeit mit ihren stets wechselnden Umständen und menschlichen Unvoll-kommenheiten.
      Gaiscr, Konrad: Theophrast in Assos. Zur Entwicklung der Naturwissenschaft zwischen Akademie und Peripatos. Heidelberg 1985.
      Wöhrle, Georg: Theophrasts Methode in seinen botanischen Schriften. Amsterdam 198s.
      Wehrli, Fritz: Theophrast. In: Flashar. Hellmut : Die Philosophie der Antike. Bd. 3 : Ältere Akademie - Aristoteles - Peripatos. Stuttgart 19S3.
      Gregor l ogt


Ludwig achim von arnim - von volksliedern â–  an kapellmeister reichardt

[...] Ein schönes Lied in schlechter Melodie behält sich nicht, und ein schlechtes Lied in schöner Melodie verhält sich und verfängt sich, bis es herausgelacht; wie ein Labyrinth ist es: einmal hinein, müssen wir wohl weiter; aber aus Furcht vor dem Lindwurm, der drin eingesperrt, suchen wir gleich .....
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Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Arnim, achim von (eigentl. karl joachim friedrich ludwig von a.)

Geb. 26. 1. 1781 in Berlin; gest. 21. 1. 1831 in Wiepersdorf »Von Rechts wegen sollte dieses Büchlein in jedem Hause... am Fenster, unterm Spiegel, oder wo sonst Gesang- und Kochbücher zu hegen pflegen, zu finden sein, um aufgeschlagen zu werden in jedem Augenblick der Stimmung oder Unstimmung.« Jo .....
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Hellmut holthaus wahrhaftige geschichte von der spazierfahrt oder mit dem auto sieht man etwas von der welt

1. Erster Arbeitsschritt: Motivationsphase Methode: Vor Lektüre der Erzählung können die Schüler von Autospazierfahrten, z. B. an Sonntagen, berichten. 1.1. Wie sehen unsere Sonntagsausflüge aus? 1.2. Warum unternimmt man Spazierfahrten mit dem Auto? 2. Zweiter Arbeit .....
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Im abstände folgt mörike von den lyrikern dieser zeit der unglückliche - deutsch-ungar- nikolaus lenau (niembsch von strehlenau), i802-i850.

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Index » VON DER ROMANTIK ZUM REALISMUS

Faust (teil i: i808, teil 2: i832) tragödie von johann wolfgang von goethe

Zahlreiche Verfilmungen und ständig neue Theateraufführungen seheinen die dauerhafte Aktualität des >Faust< zu beweisen. Als Sage hat das Leben des Doktor Faustus schon vor Goethes Zeit immer wieder Menschen in ihren [Sann gezogen. Goethe hat die Puppenspielversion wahrscheinlich bereits in seiner K .....
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Der simplicissimus (i668) - roman von hans jakob christoffel von grimmeishausen

Hans Jakob Christoffcl von Grimmelshausen wird als Begründer des deutschen Prosaromans angesehen, das Werk geht auf Grim-mclshauscns Erfahrungen im Dreißigjährigen Krieg zurück. Im hessischen Gelnhausen wuchs er im einfachen, protestantischen Bürgermilieu auf und geriet mit 15 jähren unter die Söld .....
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Autobiographie im zeitalter des mißtrauens: le miroir qui revient von alain robbe-grillet und livret defamille von patrick modiano

1. Die autobiographischen Texte des Nouveau Roman als Abkehr vom experimentellen Roman? Als traditionelle Gattung wurde die Autobiographie lange von denjenigen Autoren gemieden, die sich zur literarischen Avantgarde zählten. Als 1984 ein "nouveau romancier" wie Alain Robbe-Grillet nahezu gleichz .....
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Index » Autobiographie

Novelle von heinrich von kleist

Novelle Kleist ist in keinem seiner Stücke Ideendramatiker, sondern immer Wirklichkeitsdichter. Dies trifft genauso für seine Prosawerke zu. 'Es gibt im deutschen Schrifttum keine Novellen, deren Form und Vortrag so konzentriert, so kristallisch sind wie diejenigen Kleists." . Zu einer Zeit, da man .....
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Index » ZWISCHEN KLASSIK UND ROMANTIK

Karl mays verwechslung von ich und »ich«

Obwohl er sich seiner Ersatzfigur sehr nah fühlte, trat Goethe nie ernsthaft als Werther auf und spielte nur dann und wann mit der Rolle. Ein anderer ging da einige Schritte weiter. Es war der Abenteuerschriftsteller Karl May , der ganz besonders unter der Verwechslung seiner selbst mit seinen Helde .....
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Die bedeutung von vorüberlegungen und wie sie fehlschlagen können

Wenn mir mal wieder die Zeit davonläuft, wenn ich die Gliederung eines Buches zum zehnten Mal ändere oder wenn ich statt in Bamberg in Amberg lande, obwohl ich doch in jedem Fall vorher die Termine, das Buch, die Reise gut geplant habe, dann denke ich an eine Strophe von Bertolt Brecht : Ja, mach n .....
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Index » Schreiberlust und Dichterfrust » Ja, mach nur einen Plan

Geburt und existenz von buchpersonen sowie einige bemerkungen zum stil

In dem Gedicht »Der Zauberlehrling« von Johann Wolfgang Goethe erlebt ein Nachwuchsmagier eine Katastrophe. Erst geht noch alles gut: Mit einem Zauberspruch verwandelt er einen Besen in einen Wasserträger, obwohl er noch nicht ohne Hilfe seines Meisters zaubern darf. Als der Besen aus dem nahen Flu .....
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Arbeits-zzeitplan von paul maar

Man entnimmt ihm, wie viele Seiten der Autor pro Tag schreiben muss, um rechtzeitig fertig zu werden. Am Anfang sieht es noch ganz gut aus, aber dann stockt die Arbeit und Maar macht gleichsam Seiten-Schulden, die er erst am Ende gerade noch ausgleichen kann. Solche Arbeitspläne gibt es schon lan .....
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Index » Schreiberlust und Dichterfrust » Ja, mach nur einen Plan

Die recherche: von teilnehmender beobachtung, tratsch und ausführlicher lektüre

Wie aber schreibt man realistisch? Nehmen wir an, du willst einen Roman über eine TV-Serien-Schauspielerin verfassen. Es soll um hinterhältige Gemeinheiten gehen, die ihr von neidischen Kollegen angetan werden, also richtiges »TV-Mobbing«. Sie soll mit Drogen Probleme bekommen. Der Beleuchter soll s .....
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Kunst kommt von kunst

Die Musik, die Literatur, die Malerei, sie alle kennen ja die Variation von Themen, das Zitat, die Weiterführung von Gedanken, die ein Vorgänger entwickelt hat. Die Kunst insgesamt gleicht darin einem unendlichen Teppich, an dem immerzu fortgewebt wird. Da nimmt jemand ein vorgegebenes Muster auf un .....
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Index » Schreiberlust und Dichterfrust » Die Karte der »Schatzinsel«

Heimito von doderer: »die strudlhofstiege oder melzer und die tiefe der jahre« (i95i) - eine wien-legende

Bühne des Lebens Anderen Rang und andere Färbung als in der Literatur Deutschlands und der Schweiz haben Vergangenheit und Geschichte in der österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Ãœbernimmt in der Schweiz das Jahrhundert eine gefestigte demokratische Staatsform und reicht sie an das nä .....
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Index » Roman Chronik

Von der künstlerischen kritik zur kritik als institution

Das Bedürfnis, auf Kunst zu reagieren und sich über die Erfahrung von Kunst auszutauschen, ist sicher so alt wie diese selbst. Wir wissen wenig darüber, wie die Zuhörer der homerischen Epen, die Zuschauer der attischen Tragödie oder das Publikum des höfischen Romans im Mittelalter ihre Erlebnisse ar .....
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Index » Komparatistik » Literaturkritik

Alfred döblin: »hamlet oder die lange nacht nimmt ein ende« (i956) - ein füllhorn von geschichten

Die bohrende Frage nach der Schuld »Es lebe der Döblinismus!« So schreiben im Jahre 1913 auf der Rückreise nach Paris Guillaume Apollinaire und Robert Delaunay, die Wortführer der avantgardistischen Literatur und Malerei in Frankreich, an Döblin. In den Hauptstädten der europäischen Kultur hatte .....
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Index » Roman Chronik

Heinrich von kleist

Heinrich von Kleists literarische Bedeutung wurde erst Jahre nach seinem Tode erkannt und begriffen. Er war, wie Thomas Mann ihn charakterisiert, 'völlig einmalig, aus aller Hergebrachtheit und Ordnung fallend, radikal in der Hingabe an seine exzentrischen Stoffe bis zur Tollheit, bis zur Hysterie, .....
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Der widerstreit von ich und gesellschaft

Der Österreicher Robert Musil hatte zwar mit seiner Schülergeschichte Die Verwirrungen des Zöglings Törless beim Publikum und bei der Kritik einen frühen Erfolg, aber dieser Erfolg wiederholte sich nicht für die späteren Werke. Die Diskussion um die Bedeutung des Musilschen Romanwerks insgesamt s .....
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Index » Gegenströmungen zum Naturalismus (ca. 1890-1918)

Erster teil: literatur in der weimarer republik von der republik in die diktatur

In der kurzen Zeitspanne zwischen dem 3. und 9. November 1918 war die Monarchie verschwunden und Deutschland eine Republik geworden, zumindest dem Namen nach. Am 3. November weigerten sich in Kiel über 40 000 Matrosen, auf Befehl der Heeresleitung - ohne Zustimmung der Reichsregierung - gegen Engla .....
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Index » Von der Weimarer Republik bis zum Ende des Dritten Reiches

Zur geschichte der auslegung von den anfängen bis zu luther

Jeder Versuch einer Skizze der hermeneutischen Positionen und Modelle könnte den falschen Eindruck hervorrufen, es gebe eine kontinuierliche Entwicklung von den Ursprüngen der griechischen Philosophie bis zu den >Zielformen< der zeitgenossischen Hermeneutik von Hans-Georg Gadamer und Paul Ricceur. G .....
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Index » Grundfragen der Textanalyse » Hermeneutische Modelle

Zur geschichte der hermeneutik von luther bis schleiermacher

Die außerordentliche Bedeutung Martin Luthers für den Fortschritt der Auslegungskunst ist nicht zu bezweifeln und schon von Karl Holl prägnant charakterisiert worden . Gerhard Ebe-ling hat in einer grundlegenden Untersuchung Luthers Schriftprinzip aus dessen exegetischen Schriften abgeleitet . Natür .....
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Index » Grundfragen der Textanalyse » Hermeneutische Modelle

Von der werkinterpretation zur form- und funktionsanalyse im soziokulturellen kontext

Wolfgang Kayser gehört mit Staiger zu den Hauptvertretern der Werkinterpretation. Sein erstmals 1948 erschienenes Buch »Das sprachliche Kunstwerk« war für Generationen von Germanistinnen und Germanisten eine Einführung in die Literaturwissenschaft oder mindestens eine Einführung in die Werkinterpret .....
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Index » Verfahren der Textanalyse » Formen - textimmanenter - Analyse

Zur kritischen diskussion von isers konzepten

Schon Hans Ulrich Gumbrecht fragte 1977 in seiner Rezension von »Der Akt des Lesens«, ob es nun möglich werde, die Wirkungsstruktur einzelner Texte verbindlich zu beschreiben . Eine solche universal gültige Beschreibung des Wirkungspotentials eines Textes wäre aber kaum etwas anderes als die >objekt .....
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Index » Verfahren der Textanalyse » Wirkungsästhetik

Zur bestimmung von begriff und gegenstand

Forschungsarbeiten zur Theorie, Praxis und Rezeption der Übersetzung haben in den letzten vier Jahrzehnten international immer mehr an Bedeutung und Umfang gewonnen, so daß die zahlreichen Publikationen zum Thema kaum mehr überschaubar sind. Dabei bleibt die Beschäftigung mit Fragen der Übersetzung .....
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Index » Grundfragen der Textrezeption » Übersetzungstheorie, Übersetzungswissenschaft, Übersetzungsforschung

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