Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Philosophen biographisch

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Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph



Die klassische deutsche Philosophie - in Verkennung der sie bestimmenden Dialektik von Idealismus und Materialismus auch als »Deutscher Idealismus« bezeichnet - ist im ausgehenden 18. und bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts Zeitzeugin eines Zyklus von Revolutionen und eines Anti-Zyklus von Restaurationen. Seh. weiß, daß die Philosophie kein bloß äußerliches Verhältnis zu den revolutionären Umbrüchen des politischen Systems der Feudalität und der bürgerlichen Gesellschaft, des ästhetischen und religiösen Weltbildes, der sozialen Struktur, der ökonomischen Produktionsweise und nicht zuletzt der Wissenschaften hat: »Den Bewegungen der äußeren Welt entsprechen nach einem notwendigen Gesetz die stilleren, aber deswegen nicht minder tiefgreifenden Metamorphosen, die in dem Geiste des Menschen selbst vorgehen. Zu glauben, daß die geistigen Veränderungen, die Revolutionen der Wissenschaften ... ohne Notwendigkeit seien, und nicht nach einem Gesetz, sondern durch Zufall entstehen, ist die höchste Barbarei.« Kants Revolution der Methode vernünftiger Erkenntnis und Fichtes Philosophie der bürgerlichen Freiheit begleiten 1789; Hegels Philosophie der Geschichte des Seins im Bewußtsein des Fortschritts erlebt noch die Revolution von 1830, und Feuerbachs Kritik der Religion und der spekulativen Philosophie tragen dazu bei. den Vormärz zu prägen und die demokratischen Revolutionen von 1848 zu begreifen. Für keinen der deutschen philosophischen Klassiker aber kann gesagt werden, was die intellektuelle Biographie Sch.s und sein Werk als eine Philosophie im Werden zwischen 1794 und 1854 kennzeichnet: Zeitgenosse des gesamten revolutionären und gegenrevolutionären Prozesses zu sein, an dessen Beginn Aufklärung und antifeudale bürgerliche Emanzipation mit vorproletarischem Aufruhr zusammenspielen, und an dessen Ende ein als Klasse konstituiertes Bürgertum sich bedroht weiß vom Antagonismus des Kapitalverhältnisses, aus dessen Dialektik das Proletariat und der antibürgerliche Zu-kunftsentwurt des Kommunismus erwachsen. Sch.s Denken vermittelt sich in und mit dem Geist emer Zeit, in der Kant und Herder, Fichte und Jacobi, Hegel und Schopenhauer, Feuerbach und der Spätidealismus und Marx koexistieren, Lessing und Goethe, Wieland und Lenz, Bürger und Schiller. Forster und W. v. Humboldt, Kierkegaard und Heine. Seh. hat sich zu dieser Zeit in immer neuen Gegen-Entwürfen ergangen: mit der Idee freier Subjektivität gegen Zwangsrecht und Staat, mit der Zukunft der Mythologie gegen den theologischen und philosophischen Rationalismus, mit dem Organon der Kunst gegen die spekulative Verstandeskonstruktion der Vernunft, mit spekulativer Physik gegen den Empirismus positiver Wissenschaften und mit der offenbarungsgeschichtlichen Rekonstruktion des Seins gegen die onto-logische Dialektik des Seienden. Philosophie — so läßt sich dieser theoretische Weltzugriff auf einen Nenner bringen - ist Seinsgeschichte gegen geschichtliche Existenz und zielt als AntiPolitik auf die im Glauben der Vernunft sich eröffnende Rückkehr zum philosophisch geoilenbarten götthchen Absoluten. Die Utopie menschlicher Autonomie geht über in die Anti-Utopie der denkbaren Identität, zunächst mit der Natur, im Spätwerk mit Gott: praktisches Weltverhalten geht über in die Anti-Politik der Rebellion gegen das In-der-Welt-Sein.

      Sch.s Biographie ist noch nicht geschrieben; wesentliche Elemente dieses Lebens zwischen öffentlichem, oft polemischem Eingreifen und stummem Rückzug in die Privatheit einer an Politik. Kultur und Philosophie verzweifelnden »theoria« hegen im Dunklen; erst mit derjetzt entstehenden historisch-kritischen Gesamtausgabe und der Verötienflichung der von 1809 bis 1854 nahezu lückenlos vorhegenden Tagebücher werden abschließende Würdigung und Kritik möglich. Es ist keine histonographische Paradoxie. sondern hermeneutische Normalität, muß man feststellen: Als »Werk für uns« entsteht Sch.s Philosophie erst heute. K. Rosenkranz Wort: »Schelling ist einmal Schelling und man muß ihn nehmen, wie er ist«, bezeichnet ein Problem, kerne Tatsache. Einmalig in ihrer Signifikanz für das Allgemeine der Philosophie, hat Sch.s Theorie — enttaltet in kontinuierlicher Entwicklung des einen Problems philosophierender Selbstverwirklichung und in Brüchen der Selbstüberprüfung — Freunde und Feinde provoziert; nie hat ein Seh.-Bild verbindlich werden können; es bleibt den Schwankungen heftiger Anklage und apologetischer Verteidigung unterworfen. Für Fichte war dieses Denken »absolute Unphilosophie und Antiphilosophie«; Hegel würdigte den »Stifter der neueren Naturphilosophie« und geißelte die Genialitätsanmaßung einer Philosophie, die sich nicht gemein machen wollte mit dem »profa-num vulgus«: F. Schlegel warnte vor dem »kritischen Mystizismus«, der »wie der Prometheus des Aschylus. mit Erdbeben und Untergang« ende; für Heine war Seh. nur »restaurierende Reaktion«, für Feuerbach nur »entstellter Hegehanismus« und »theosophische Posse«. Als Verteidiger haben sich lange Zeit nur schlechte Epigonen gefunden. Erst spät hat mit Marx Diktum über den »aufrichtigen Jugendgedanken« der Naturphilosophie die marxistische Forschung einen Seh. wiederentdeckt, die Theologie hat sich eines anderen Seh. bemächtigt. Das historisch-philologische Interesse und die kritische Würdigung, die der ganze Seh. verdient, machen sich freilich zunehmend geltend; die Tatsache, daß sich die Seh.-Literatur neuerdings etwa in Dezennien-Abständen verdoppelt, spricht hieriür. Sch.s Philosophie ist aktuell. »Schelling wie er einmal ist« - eine Aufgabe der Erinnerung und der Forschung.
      Seh. entstammt einer traditionsreichen schwäbischen Pfarrersfamüie. Der Vater, Leonberger Pastor, wurde 1777 Professor am Höheren Seminar des Bebenhausener Klosters, ein Theologe im Traditionsfeld auch der »Schwabenväter«. Früh an der deutschen und Lateinschule in der geistigen Kultur der Antike und protestantischer Theologie und Ethik geschult, gelangt Seh. bereits 1790 ans feudal-konservativ regierte und um so oppositionellere Tübinger Stift. Theologie, Philosophie, Psychologie, Mathematik und Naturwissenschaft. Ästhetik und Recht - und, bereits jetzt lebenslanges Interesse auslösend, historische Mythenkritik - sind die Wegmarken emer Bildung, die der junge Seh., auch hierin den Freunden Hölderlin und Hegel verbunden, weniger als fraglose Ãœberlieferung denn als Auslöser intellektuellen Widerstands autnimmt. Aufklärerische Christentum-Kritik. Rousseaus Traum einer im Vertrag zur Vernunft gezügelten Gesellschaft und die Französische Revolution tragen im Stitt zur jugendlichen republikanischen Gebärde bei; Demokraten wurdenund blieben wenige. Fichte inspiriert Seh. zu ersten Arbeiten zur Möglichkeit von Philosophie und zur Rechtskritik. Seh. wird ein Name. Zunächst aber teilt er ab 1795 als Hauslehrer der Barone von Riedesel das Los junger Intelligenz in feudaler Gesellschaft: Der Hofmeister dient, sein Wissen macht ihn suspekt. Sch.s Selbstbeobachtung: »Sie sollen alle von der französischen Propaganda in ihr Interesse gezogen sein und sich anheischig machen, ihre adeligen Jungen zu Demokraten und Revolutionärs zu bilden.« Zugleich nutzt er die Chance seiner Reisen durch deutsche Länder; er sieht Stuttgart, Heidelberg, Jena, Leipzig. Mitte 1798 von der abhängigen Stellung frei, geht Sch.s Interesse aut das universitäre philosophische Lehramt. Pläne für Tübingen, Weimar, Sachsen-Coburg, Meiningen und Gotha zerschlagen sich. Goethes Urteil nach einem Gespräch Ende Juni 1798 fällt günstig aus: »Es ist ein sehr klarer, energischer und nach der neuesten Mode orgamsierter Kopf; dabei habe ich keine Spur einer Sansculotten-Tournure an ihm bemerken können«; so beginnt in Jena von Oktober 1798 bis Mai 1800 eine aufsehenerregende akademische Karriere, zugleich eine Symbiose mit der avanciertesten deutschen Literatur und Naturforschung der Romantik. Seh. liest mit großem Erfolg Transzendental- und Naturphilosophie, und sein Interesse an der Philosophie der Kunst zeichnet sich ab. Zahlreiche Schriften zur Begründung der Naturphilosophie lassen Seh. als glänzenden Kenner zeitgenössischer Naturforschung und empirischer Naturwissenschaft bekannt werden. Als erstes die Systemidee verwirklichendes großes Werk folgt 1800 das System des transzendentalen Idealismus. Von der spinozistisch gewendeten Kantschen Frage ausgehend, wie sich zugleich unsere Begriffe nach den Dingen und diese nach unseren Ideen richten können, leitet Seh. aus der ersten, materiellen und produktiven Natur eine Geschichte des Selbstbewußtseins ab, die ihren Weg über die zweite Natur des Menschen in Recht und Staat nimmt und in der Kunst als Organon der Philosophie ihren Gipfel erreicht. Nach einem Zwischenauienthalt in Bamberg, den Seh. vor allem der umstrittenen Brown-schen Medizin widmet, intensiver Arbeit für die Zeitschrift für spekulative Philosophie und erneuter Lehre in Jena seit Oktober 1801 nimmt Seh. 1803 einen Ruf nach Würzburg an; ihm ist das Zerwürfnis mit Fichte und die Auflösung des Jenenser Romantiker-Kreises vorangegangen. In Würzburg nimmt Seh. naturphilosophische Themen wieder auf; im Zentrum des Interesses steht aber die Philosophie der Kunst, die erst aus dem Nachlaß veröffentlicht werden konnte. Sie steht der Naturphilosophie an spekulativem Gehalt und empirischem Reichtum in mchts nach. Ihr Ziel ist, »den Organismus der Kunst zu durchdringen, in der aus der absoluten Freiheit sich die höchste Einheit und Gesetzmäßigkeit herstellt, die uns die Wunder unseres eignen Geistes weit unmittelbarer als die Natur erkennen läßt«. »Die unmittelbare Ursache aller Kunst ist Gott. Denn Gott ist durch seine absolute Identität der Quell aller Ineinsbildung des Realen und Idealen, worauf alle Kunst beruht.«
1803 zieht Seh. in den Vorlesungen über die Methode des akademischen Studiums eine enzyklopädische Bilanz zur Stellung der Philosophie in den Wissenschaften, unter denen die Mathematik das Modelljenes »Typus der Vernunft« bildet, dem die Philosophie nachstrebt. 1804 erschließt sich Seh. mit Philosophie und Religion endgültig den Kontinent seines Denkens: In der - auch durch Theosophie beeinflußten - Neubestimmung des Verhältnisses von Glauben und Wissen vollzieht sich die Wende zu neuer Erklärung der Beziehung von menschlichem endlichem und göttlichem »unvordenkli-chem« Sein. 1S06 muß Seh. nach dem Verlust des progressiven Würzburg an den Herzog von Toskana dieser Stadt den Rücken kehren. Er findet Verwendung an der Münchner Akademie der Wissenschaften. Bis 184.1 wird München, von einem Aufenthalt in Erlangen 1820 bis 1827 unterbrochen, seine Heimat sein. 1808 übernimmt er das Amt des Generalsekretärs der neugegründeten Akademie der Bildenden Künste. Die Philosophischen Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit vollenden den Weg zur Philosophie eines - gegen die Negativität von Kritik und Dialektik gerichteten — positiven, das Sein Gottes wissenden Glaubens, demgegenüber das Seiende der Welt nur Negation, gottvergessener menschlicher Sündenfall ist. In diesem Prozeß, den Seh. mit sich selbst führt, zerbricht die Freundschaft mit Hegel, der 1801 in der »Differenzschrift« als Anwalt Sch.s gegen Fichte aufgetreten war und mit dem Seh. gemeinsam das Kritische Journal der Philosophie herausgegeben hatte. Die in Hegels Phänomenologie des Geistes ausgesprochene Kritik an Sch.s Identitätsphilosophie setzt der fruchtbaren Zusammenarbeit 1807 ein Ende. Nach der Frei /ieiw-Schrift wird Seh. - mit Ausnahme seiner Polemik gegen ]acobi 1811/12 - bis 1834 zwar zahlreiche Systemversuche, vor allem seine Weltalter, ankündigen, aber nicht mehr publizieren.
      Sch.s Philosophie ist in erster Linie »Philosophie der Philosophie«, und als solche fragt sie nach transzendentalen Gründen auch dann noch, als sie der Transzendentalphilosophie längst den Rücken gekehrt hat. In ihren Anfängen systematische Konstruktion der Möglichkeitsbedingungen von Erkenntnis. Wissen und Wahrheit, entwickelt sie sich zur genetischen Konstruktion »aller innerhalb der Philosophie liegenden Möglichkeiten«: Die Philosophie hat im Unterschied zu den Wissenschaften kern »prius«. Die spätere positive Philosophie wird zur »freien, zwischen Wissen und Nichtwissen schwebenden Wissenschaft«, die ihr Ziel als Svstem erreicht. Die frühe dialektische und tendenziell materialistische Naturphilosophie, die nicht Philosophie »auf Naturlehre anwenden« will, sondern als spekulative Naturwissenschaft konzipiert war, ist Sch.s Ziel am nächsten gekommen. Realistisch stellt sie die Frage, »ob und wie jener Zusammenhang der Erscheinungen und die Reihe von Ursachen und Wirkungen, die wir Naturlaut nennen, außer uns« existiert und »wie sie für uns wirklich geworden, wie jenes System und jener Zusammenhang der Erscheinungen den Weg zu unserm Geiste gefunden, und wie sie in unsern Vorstellungen die Notwendigkeit erlangt haben, mit welcher sie zu denken wir schlechthin genötigt sind«. Seh. gibt seiner Philosophie die Aufgabe: »Die Natur soll der sichtbare Geist, der Geist die unsichtbare Natur sein.« So stößt der Idealismus naturphilosophisch an seine Grenze: »Der Idealist hat Recht, wenn er die Vernunft zum Selbstschöpfer von allem macht, denn dies ist in der Natur selbst gegründet — er hat die eigne Intention der Natur mit dem Menschen für sich, aber eben weil es die Intention der Natur ist.... wird jener Idealismus selbst wieder zum Schein; er wird selbst etwas Erklärbares - und damit fällt die theoretische Realität des Idealismus zusammen.«
Die Idee einer nicht-naturalisierten ontologischen Begründung der Philosophie als »Wissenschaft alles Wissens« kennzeichnet das ganze Denken Sch.s, ob er seine Begründungen der Subjektivität, der Natur, der Kunst, dem Mythos oder der Offenbarung anvertraut. Philosophie ist Konstruktion: »Konstruktion überhaupt ist Darstellung des Realen im Idealen, des Besonderen im schlechthin Allgemeinen, der Idee.« Das Ziel der Konstruktion muß nicht erfunden werden, es ist geschichtlich verbürgt. Es sindgerade die in ihrem wissenschaftshistorischen — vor allem: geologisch-erdgeschichtlichen - Gehalt noch nicht entdeckten Weltalter , welche die ontologische Tendenz in der Begründung des Wissens und der »Objektivität der Wissenschalt« an Geschichte gekoppelt haben, wie sie spekulativ konstruierbar ist. Auch nach der Negativitäts-Kritik haben Sch.s Münchner Vorlesungen Zur Geschichte der neueren Philosophie und zur Begründung der Notwendigkeit des Ãœbergangs zur »positiven Philosophie« realistische ontologische Begründungen nicht vermissen lassen: »wenn das Höchste, wozu ... die Philosophie gelangen kann, eben dies sein würde, die Welt als frei Hervorgebrachtes und Erschaffenes zu begreifen, so wäre demnach die Philosophie in Ansehung der Hauptsache, die sie erreichen kann.. .. Erfahrungswissenschaft.« Erst in dem Maße, wie der Wissenschaftsbezug seiner Philosophie der spekulativen Konstruktion des »Wissens« aus den Quellen der Mythologie und der Offenbarung gewichen ist. ist Seh. zum Irrationalisten geworden. Dieser Seh. wurde seit den 30er Jahren zum Gegenstand vehementer Kritik aus zwei komplementären Richtungen : Die sich gegen spekulative Bevormundung wendende empirische Naturwissenschaft kann in der Naturphilosophie Sch.s nur noch ein »totes Gerippe« von leeren Abstraktionen erkennen; die sozialistische und kommunistische Arbeiterbewegung begreift Seh. als ideologischen Wegbereiter der Anti-Dialektik und der Konterrevolution .
      Nach der Juli-Revolution von 1830 setzte sich in Bayern, gestützt aut die Koalition von katholischer Kirche und Staat, die feudale Reaktion uneingeschränkt durch. Das im November 1837 berufene ultramontane Ministerium Abel hob die Religionstoleranz gegenüber dem Protestantismus weitgehend auf und unterwarf die wissenschaftlichen Institutionen rigider Kontrolle. In dieser Situation begrüßte Seh., inzwischen Ritter der französischen Ehrenlegion und Korrespondierendes Mitglied der Pariser Akademie, trotz seines freundschaftlichen Verhältnisses zum Bayrischen Kronprinzen den Ruf nach Berlin, der mit dem Regierungsbeginn Friedrich Wilhelms

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V.

von Preußen möglich geworden war und nach dessen Absicht bezweckte, den Hegelianismus »auszurotten«. Am 15. November 1841 trat Seh. unter größter Aufmerksamkeit der internationalen Presse vor seine Berliner Hörer, zu denen bald Engels und Kierkegaard, Savigny und Steffens gehörten. »Schelhng ist nach Berlin berufen, Schelling nach Hegel!... wie unverantwortlich wäre es. wenn man diese Herausforderung der Reaktion nicht mit Bomben und Kartätschen begrüßte« . Und: »Ein Angriff auf Schelling ist also indirekt ein Angriff auf unsere gesamte und namentlich preußische Politik. Schelling s Philosophie ist die preußische Politik sub specie philoso-phiae« . Es kann kein Zweifel daran bestehen, daß sich Seh. mit den Prinzipien Preußens verbunden wußte und seine Philosophie der Mythologie und Philosophie der Offenbarung - trotz vielfacher Distanz gegenüber bestimmten Momenten feudaler politischer Restauration - in ihren Dienst gestellt hat. Im Wintersemester 1847/48 hatte Seh. seine zunächst faszinierten Hörer verloren. Sein Wirken erstreckte sich auf seine Vorträge in der Berliner Akademie. Achtzigjährig reiste Seh. im Sommer 1854 zur Kur in die Schweiz, wo er verstarb.
      Sch.s späte Philosophie war und ist umstritten. Für die Deutungen, sie sei entweder die Vollendung des Idealismus oder aber radikaler Bruch mit dessen dialektischer Realitätsnähe, gibt es freilich angesichts der systematischen, jedochwidersprüchlichen Kontinuität in Sch.s Denken wenig Anlaß. Seh. ist sich - bei zahlreichen materialen Wandlungen - als Theoretiker spekulativ konstruierter Gegen-Geschichte - zunächst Natur-, dann Gottes-Geschichte - treu geblieben. Seine ganze Philosophie ist ein Plädoyer für die Emanzipation einer noch ausstehenden Herkunft, in welcher als Gegen-Zukunft Identität mit dem göttlichen Ursprung wieder erreicht wird. Als Reaktionär wäre Seh. kurzschlüssig beurteilt. Er teilt vielmehr das konservative Interesse an Zukuntt. um deren Willen die Kritik der Gegenwart mehr sein muß als Apologie des Vergangenen. In dieser Perspektive kann er gerade auch in seiner Spätphilosophie - entgegen dem Urteil, er sei der unpolitischste unter den klassischen bürgerlichen deutschen Philosophen - als Denker des Politischen entdeckt werden.
      Die expliziten Stellungnahmen zu den Revolutionen von 1789, 1830 und 1848 legen es aut den ersten Blick nahe, die frühe Zustimmung zur girondistischen Phase der Französischen Revolution und die späte Ablehnung der demokratischen Revolution als Indizien grundlegenden Meinungswandels zu nehmen. Doch die Art und Weise, wie Seh. den historischen Prozeß zu begreifen sucht, und die epistemologischen Voraussetzungen, die sich in Sch.s Begritt von Evolution und Revolution auswirken, haben durchgängig einen Weg weg von der Revolution bestimmt und die Objektivität der Rechte des Sems gegen die Subjektivität historischer Veränderung betonen lassen. Im Ältesten Systemprogramm, das durchaus Seh. zugerechnet werden kann, heißt es zunächst: »Die Idee der Menschheit voran .. . müssen also über den Staat hinaus! - denn jeder Staat muß freie Menschen als mechanisches Räderwerk behandeln: und das soll er nicht; also soll er aufhören.« Die metaphysische Begründung für die in der »negativen Philosophie« subjekt-theoretische und in der »positiven Philosophie« substanz-theorensche Ãœberwindung revolutionärer Praxis hat Seh. in Variationen des immer gleichen Themas gegeben, »daß das Seiende das Negative ist«. In der Gestalt der Anti-Politik ist Sch.s Lehre Philosophie der Freiheit, sei es vom Staat, sei es von menschlicher Geschichte schlechthin. Bereits 1797 ist er von der Prognose ausgegangen, »der herrschende Geist das Zurückgehen nach innen. Nachdem aDe endlichen Formen zerschlagen sind, und in der weiten Welt nichts mehr ist, was die Menschen zu gemeinschaftlicher Anschauung vereinigte, kann es nur die Anschauung der absoluten Identität in der vollkommensten objektiven Totalität sein, die sich aufs Neue und in der letzten Ausbildung zur Religion auf ewig vereinigt«. Seh. hat, wie er 1803 betont, durchaus gesehen, daß »die bürgerliche Gesellschaft uns großenteils eine entschiedene Disharmonie der Idee und der Wirklichkeit zeigt«. Er hat sich dagegen verwahrt, »irgendeiner Partei des Tages geiallen zu wollen«. Philosophisch gegen die Welt zu stehen, war sein - etwa zwischen der Bejahung der Karlsbader Beschlüsse zur Demokraten-Verfolgung 1819 und der zeitweiligen Annäherung an A. Ruges Hallische Jahrbucher 1841 schwankendes - Selbstbewußtsein.
      Von Bedeutung für Sch.s philosophisches und politisches Denken war seine Fähigkeit zu genauer Beobachtung der Wissenschaften und der Zeitgeschichte. Bereits in der Hegel-Kritik der Münchner Vorlesungen zur Philosophiegeschichte von 1827 zeigt sich Seh. als Kenner des saint-simonistischen Sozialismus, den er 1834 in seiner Vorrede zur deutschen Cousin-Ãœbersetzung als »plumpen Skandal des St.-Simonismus« anprangert. Im Vormärz konnte, so bei Moses Heß. der »Jungschellingianismus« gar als »Reakzion in der sozialistischen Bewegung« gelten. Zwischen der Saint-Simonismus- Berichterstattung etwa im Hesperus 1831 und Sch.s Soziahsmus- und Kommunismus-Kritik gibt es auffallige Ãœbereinstimmung. Seh. wendet sich gegen jene, die »alle Unterschiede« aufheben wollen, »auch die, welche die Sanktion der Ideenwelt für sich hatten, wie Eigentum und Besitz«, und sich anschicken, »ohne den Herrn zu erwarten, auf dessen Ankuntt das Christentum die arme blödsinnige Menschheit vertröstet, den Himmel auf Erden einzurichten«. Seh. kennt Proudhon: im 1849er Tagebuch finden sich Exzerpte aus Bakunin. Im Revolutionsjahr 1848 notiert er im Tagebuch: »In der That mit dem wissenschaftlichen Communism fing s an ... La propriete c est le vol; dieser saubere Grundsatz ist auch auf die Ideen ausgedehnt worden.« Seh. ist der erste unter den großen bürgerlichen Philosophen, der als Augenzeuge der Berliner 1848er Revolution die Rolle der »Proletarier« im Unterschied zu den »Bürgern« hervorhebt, und für 1849 erwartet er »eine neue, noch schrecklichere und tiefer eindringende Revolution«; dies macht ihm »die Gegenwart so unerfreulich ..., daß man sich endlich ganz in die Innenwelt zurückzieht«. Zugleich kritisiert Seh. die politische Ohnmacht der deutschen Fürsten, deren mangelnde Fähigkeit zur »Despotie« er beklagt. Das tagespolitische und zeitgeschichtliche Urteil gründet treüich immer in der Metaphysik der »positiven Philosophie«; in der Münchner Vorlesung zur Grundlegung der positiven Philosophie aus dem Wintersemester 1832,33 heißt es: »Der Staat, so viel Positives er in sich schließt, so gehört er doch gegen alles Positive ... auf die Seite des Segativsten ... Die wahre, aber sehr mißverstandene Aufgabe unserer Zeit ist, den Staat selbst und den Staat überhaupt, d.h. in jeder seiner Formen, zu beschränken, nicht bloß etwa in der monarchischen.« Auf dieser Grundlage führt die Erfahrung von 1848 zur antipolitischen Prognose: »das Ende der gegenwärtigen Welt-Krisis werde sein, daß der Staat wieder an seine wahre Stelle — als Bedingung, als Voraussetzung, nicht als Gegenstand und Zweck der individuellen Freiheit gesetzt werde«.
      Seh. hat wesenthehe Teile seiner »Kritik der reinrationalen Philosophie« im Rahmen der Philosophie der Mythologie 1848 in Berlin Unter den Linden Nr. 71 geschrieben. Als er zu einer erneuten intensiven Aristoteles-Beschäftigung anhob, war er gleichzeitig ständiger Gast beim preußischen Hot und Korrespondenzpartner des bayerischen Königshauses. In Sch.s Philosophie koexistieren in Wechselwirkung historisch-politisches Interesse und spekulative Geschichts- und Politik-Kritik. Die philosophische Frage, welche sowohl die Zeitwahrnehmung wie die metaphysische Konstruktion leitet, ist: Was ist das Sein des Seienden?
Sch.s Philosophie hat dieses, ihr eigentliches Problem nicht innerhalb der Grenzen philosophischer Rationahtät lösen können. Ihre Kritik am Rationahtätstypus der dialektischen »negativen« Philosophie hat nicht zu einer anderen Rationalitätsauffas-sung geführt, sondern zur Transformation philosophischen und wissenschaftlichen Wissens in das Nichtwissen des Glaubens. Sch.s Gegen-Entwurf zum Wissen, zur Zeit, zur Geschichte und zur menschlich gestalteten Zukunft hat sich bewußt in ein Abseits zur historischen Wirklichkeit gesetzt. Nicht als Quelle humanistischen Denkens und Handelns, sondern als eine frühe theoretisch-antihumanistische. »strukturalistische« Seinsphilosophie verdient Sch.s Spätwerk die Aufmerksamkeit der historischen Forschung.
     
Frank, Mantred: Eine Einfuhrung in Schellings Philosophie. Frankturt am Main 1985.
      Sandkühlcr. Hans Jörg : Natur und geschichtlicher Prozeß. Studien zur Naturphilosophie F. W.J. Schellings. Mit einem Quellenanhang als Studientext und einer Bibliographie. Frankfurt am Main 19S4.
      Dietzsch. Steffen: Friedrich Wilhelm Joseph Schelling. Berlin/Köln 1978.
      Baumgartner. Hans Martin : Schelling. Einführung in seine Philosophie. Freiburg/Mün-chen 1975.
      Sandkühlcr. Hans Jörg: Friedrich Wilhelm Joseph Schelling. Stuttgart 1970.
     


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Im hungerturm zu pisa heinrich wilhelm von gerstenberg: ugolino

Analyse Graf Ugolino della Gherardesca, ein namhaftes Haupt der ghibellinischen Partei in Pisa, schloß sich nach der Heirat seiner Schwester mit einem Guelfen deren Partei an, so daß er sich den Haß seiner ehemaligen Partei ganger zuzog. Er wurde gestürzt, des Verrats bezichtigt und eingekerkert, .....
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Peter rühmkorf (geb. i929): auf eine weise des joseph freiherrn von eichendorff

Des Mühltals Idylle in Moll Auf eine Weise des Joseph Freiherrn von Eichendorff In einem Knochenkopfe da geht ein Kollergang, der mahlet meine Gedanken ganz außer Zusammenhang. Mein Kopf ist voller Romantik, meine Liebste nicht treu — Ich treib in den Himmelsatlantik und lasse Stirnenspreu. Ac .....
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Schelling,  Friedrich  Wilhelm  Joseph    





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