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Proudhon, Pierre Joseph



Leben und Werk des französischen Anarcho-Sozialisten P. können getrost als ebenso unglücklich wie widersprüchlich bezeichnet werden. Mit wenig über 30 Jahren ein im In- und Ausland berühmter sozialkritischer Autor, mit 40 Jahren ein international gefürchteter Revolutionär und zu Beginn unseres Jahrhunderts von einem allerdings verwandten Geist immerhin als der »größte Philosoph des ff. 19. Jahrhunderts« bezeichnet, ist er heute, zumindest außerhalb Frankreichs, selbst der gebildeten Öffentlichkeit kaum noch ein Begriff. - P. entstammt den sprichwörtlichen kleinen Verhältnissen. Seme Eltern waren vom Lande in die damalige Kleinstadt Besancon gezogen, wo der Vater sich als Küfer in einer Brauerei verdingen mußte. Als er bei einem Versuch, sich selbständig zu machen, gescheitert war. zog die Familie erneut auts Land, wo sie tortan unter kärglichsten Verhältnissen ihr Leben fristete. Die Eriahrung von Armut und Unsicherheit der Lebensbedingungen seiner Kindheit. Jugend und frühen Erwachsenenphase bilden zweifelsfrei einen wichtigen Ausgangspunkt in P.s späterem Denken.

      Wie sein bedeutender Vorgänger Charles Founer wurde P. in der an die Schweiz grenzenden Region Franche-Comte geboren, deren typisch kleinbürgerlich-freiheitliche Arbeits- und Lebensformen im 19. lahrhundert eine besondere soziale, politische und intellektuelle Kultur hervorgebracht haben, in der Utopismus und Anarchismus über Jahrzehnte hinaus einen fruchtbaren Boden finden konnten. Mit Fourier teilt P. die Vorliebe für das vermeintlich oder tatsächlich Paradoxe, vor allem aber für das provozierende Formulieren von Widersprüchen, so daß man von einer natur- oder besser wohl »kultur«-wüchsigen Neigung zur Dialektik sprechen kann. In beiden Fällen ermangelte diese Dialektik allerdings der wissenschaftlichen Durchbildung -was ihrem literarischen Reiz zwar eher zugute kam. ihre denkerische Kraft aber, insbesondere im Falle P.. doch zuweilen wesentlich beeinträchtigte,
P. war stets stolz darauf gewesen. Autodidakt zu sein, was freilich nur halbwegs der Wahrheit entsprach. Die wirtschaftliche Not der Eltern hatte es ihm nicht erlaubt, den Besuch eines Gymnasiums zu Ende zu bringen. Schließlich hatte er eine Schriftsetzerlehre absolviert, die ihm immerhin die ersehnte Gelegenheit zum Lesen bot. Allem Anschein nach waren die Bibel und die Werke Founers damals seine Hauptlektüre. Sein Eifer war dabei so groß, daß er zum besseren Verständnis der Bibel und sonstiger religiöser Schritten seine Kenntnisse der alten Sprachen vertiefte und sich später sogar an einer vergleichenden Grammatik versuchte.
      Nach den Lehr- und Wanderjahren, die ihn durch ganz Frankreich geführt und mit den Lebensbedingungen des arbeitenden Volkes gründlich vertraut gemacht hatten, versuchte er Mitte der 30er Jahre eine Druckerei zu eröffnen. Wie sein Vater 20 Jahre zuvor scheiterte aber auch er sehr bald an den finanziellen Machenschatten der bürgerlichen Konkurrenz. Die geschäftliche Pleite spornte ihn jedoch an. völlig Neues zu versuchen.
      Als die Akademie von Besaneon 1837 ein dreijähriges Studien-Stipendium ausschrieb, bewarb sich der inzwischen 2Sjähnge mit den folgenden, für sein weiteres Leben durchaus programmatischen Worten: »Geboren und auferzogen im Schoß der arbeitenden Klasse, der ich mit meinem Herzen und mit meinen Neigungen, vor allem aber durch die Gemeinschaft der Leiden und Wünsche angehöre, würde es meine größte Freude sein, wenn ich den Beifall der Akademie erhielte, um ohne Unterlaß mit Hilfe der Philosophie und Wissenschaft, mit der ganzen Energie meines Willens und aller Kraft meines Geistes, an der physischen, moralischen und intellektuellen Verbesserung derjenigen zu arbeiten, welche ich meine Brüder und Genossen nenne, um unter ihnen die Saat einer Lehre, welche ich als das Gesetz der moralischen Welt betrachte, zu verbreiten.«
Obwohl P. das für die Aufnahme eines Studiums erforderliche Baccalaureat nicht vorweisen konnte, erteilte ihm die Akademie den Zuschlag - mit der Auflage, die Reifeprüfung als Externer nachzuholen, was dem ebenso fleißigen wie begabten Neuakademiker rasch gelang. Noch im selben Jahr nahm er seine Studien in Paris aut und bedankte sich bei seiner Akademie mit einer Studie über den Sabbat, in der er Moses als den ersten Sozialisten pries, weil dieser erstmals in der Geschichte der Menschheit einen arbeitsfreien Tag für die arbeitenden Klassen eingeführt habe. Die Arbeit brachte ihm zwar eine Bronzemedaille ein. aber die Existenz als »gelehrter Literat und Archäolog« genügte ihm nicht. Er wollte seine Ideen auch verwirklichen. Zu diesem Zweck schien ihm das Studium der politischen Ökonomie erforderlich.
      Das Resultat dieser Studien war P.s wohl berühmtestes und zugleich bestes Buch Qu est-ce que la propricte? Ou recherches sur le principe du droit et du goiiuernemeut . Die Antwort auf die selbstgestellte Frage, was das Eigentum sei. fiel ebenso knapp wie provozierend aus: »Eigentum ist Diebstahl!« Diese Antwort war zwar nicht ganz neu, schon 1780 hatte Bnssot dieselbe Formel gebraucht, neu war aber, zumindest für französische Leser, die Art der Proudhonschen Beweisführung. Anders als die übrigen französischen Sozialisten ging er nicht von abstrakten Gerechtigkeitsprinzipien aus, sondern von den theoretischen Voraussetzungen der damals führenden politischen Ökonomen und Juristen. Er versuchte nachzuweisen, daß die Wirklichkeit des bürgerlichen Eigentums weit entfernt davon war. sich auf »eigene Arbeit« und »gerechten Tausch« zurückführen zu lassen, wie dies die Ökonomen und Juristen behauptet hatten. Das moderne Eigentum beruhe vielmehr auf der unberechtigten Aneignung fremder Arbeit, die durch ungleichen Tausch infolge des kapitalistischen Monopols der Produktionsmittelbesitzer ermöglicht werde. Mit dieser These war P. allen bisherigen sozialistischen Theoretikern in Frankreich überlegen, fußt er doch hier weitgehend auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen der zeitgenössischen englischen Linksricardianer. Wirklich originell waren hingegen seine sozialphilosophischen Schlußfolgerungen: Das moderne Eigentum sei auf den ihm eigenen theoretisch-juristischen Grundlagen an sich »unmöglich«: »Das Eigentum, wie man es auch dreht und wendet, auf welches Prinzip man es auch zurückführt, ist ein sich selbst widersprechender Begriff.« Es müsse aus den ihm immanenten Widersprüchen schheßhch in die Gleichheit des auf eigener Arbeit beruhenden Eigentums aller umschlagen. Die damit spontan gegebene Negation des ^kapitalistischeN) Eigentums habe weit über die Ökonomie hinausreichende Folgen, sie ziehe die Negation jeder Art von Autorität, insbesondere des Staates und Gottes, nach sich und führe somit zu einer ebenso natürlichen wie harmonischen Ordnung. Daraus deduzierte er »den paradoxen Schluß: Die wahre Form der Regierung ist die An-archie.« Das Werk machte ihn nicht nur auf einen Schlag berühmt, sondern brachte ihm auch gerichtliche Verfolgungen ein, ein Umstand, der seinen Ruhm bei den Werktätigen freilich nur noch steigerte.
      1844 machte P. in Paris die Bekanntschaft von Marx, der ihm. wie Marx es ausdrückte, vergeblich versuchte, Hegeische Philosophie beizubringen; eine »Ausbildung«, die kurz darauf, mit offenbar ähnlich geringem Erfolg, durch den »Wahrsozialisten« Karl Grün fortgesetzt werden sollte. Die »Infizierung« mit deutscher Philosophie ließ indessen P. den theoretischen Mangel seines Erstlingswerks deutlicher empfinden als zuvor. Er entschloß sich, seiner Sozialtheone eine philosophische Grundlage zu geben. Nach einigen Vorversuchen erschien im Herbst 1846 das zweibändige Werk Systeme des contradiaions economiques 011 philosophie de la unsere . Das mit Spannung erwartete Buch wurde literarisch wie finanziell ein Mißerfolg. Dennoch festigte das gelehrt aufgemachte Werk bei den philosophisch wenig kundigen französischen Arbeitern eher noch den Ruf P.s als eines bedeutenden Denkers, während die deutsche sozialistische Emigration ihn als großen Ökonomen feierte. Dies waren die Umstände, die Marx zu der bekannten scharfen Kritik veranlaßten. Hinzu war gekommen, daß P. schon zuvor mit dem Hinweis auf wissenschaftliche Arbeiten und seine grundsätzliche Skepsis gegenüber »revolutionären Aktionen als Mittel der Gesellschaftsreform« eine Mitarbeit an Marx und Engels kommunistischem Brüsseler Korrespon-denz-Kommitee abgelehnt hatte.
      P.s Versuch, nach Hegels Vorbild eine Art Phänomenologie der Produktionsverhältnisse zu schreiben, war nicht so sehr an seinen bescheidenen Hegelkenntnissen gescheitert, als vielmehr an mangelhaften Kenntnissen der sozialhistorischen Wirklichkeit und der sie widerspiegelnden ökonomischen Kategorien. Er versuchte, diese Kategorien nach dem Vorbild Fouricrs in »dialektisch-logische« Serien einzufassen, deren innerer Zusammenhang und logische Ordnung den realen historischen Prozeß der sozial-ökonomischen Entwicklung hervorbringen sollte.
      P. ging es keineswegs um die Beseitigung des privaten Eigentums schlechthin, sondern lediglich um die Ehminierung von dessen »negativen« Seiten, d.h. von Kon- kurrenz, Monopol, Autorität, Staat. Das auf eigener Arbeit beruhende Eigentum, das er »persönlichen Besitz« nannte, sollte vielmehr geschützt werden, denn dieses verkörpere die »positive« Seite des Eigentums: die Beendigung der wirtschaftlichen Not und die Realisierung der Freiheit. Dazu bedürfe es allerdings einer völligen Reorganisation des Tauschsystems und des Kreditwesens, die jedem den »gerechten Wert seiner Arbeit« garantieren werde. Politische Maßnahmen oder gar staatliches Eigentum zur Lösung der »sozialen Frage« lehnte er als »autoritäre Revolution von oben« strikt ab.
      In der Folgezeit wandte P. sich daher sowohl gegen die bürgerlichen Ökonomen als auch gegen den zeitgenössischen »Staatssozialismus« und Kommunismus. Zu Beginn der 1848er Revolution trat er entschieden gegen die von dem Sozialisten Louis Blanc inspirierten »Nationalwerkstätten« auf. Damit geriet er zusehends in die Isolation gegenüber der praktischen Arbeiterbewegung. Bei einer Kandidatur für die Wahl zur Nationalversammlung 1848 war er daher auch erst beim zweiten Versuch erfolgreich. Nach dem Juniaufstand 1848 rehabilitierte er sich in den Augen der Arbeiter wenigstens teilweise wieder durch eine fulminante Verteidigungsrede für die Aufständischen, obwohl er selbst sich jeder Aktivität enthalten hatte. Sern Vorschlag, die Vermögenssteuer auf großes Eigentum drastisch zu erhöhen und damit eine auf gegenseitigem Kredit beruhende Tauschbank für Kleinproduzenten und Arbeiterproduktionsgenossenschaften zu finanzieren, wurde mit 2 gegen 648 Stimmen abgelehnt. Fortan schwieg P. m der Nationalversammlung. Seine Ideen propagierte er nunmehr in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift Le Peuplc. Mehrfach geriet er mit den Pressegesetzen in Konflikt. Eine von ihm Anfang 1849 gegründete »Volksbank«, an der sich innerhalb weniger Monate rund 12000 Teilhaber mit einem Aktienkapital von 36000 Francs beteiligt hatten, mußte geschlossen werden, weil er zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden war. Den Staatsstreich Louis Bonapartes gegen die Republik am 2. Dezember 1851 erlebte P. bei einem Freigang, wobei es zu einer denkwürdigen Begegnung mit Victor Hugo und anderen linken Republikanern kam, deren Angebot zur Zusammenarbeit im Widerstand er gleichmütig ablehnte. Statt dessen versuchte er, durch verschiedene Eingaben Bonaparte, den er in der Schritt La revolution sociale, demontree par le Coup d Etat du 2 decembre 1852 als »Beginner einer zweiten sozialen Revolution« gefeiert hatte, für sein Tauschbankprojekt zu gewinnen. Erst als dieser sich als eifriger Förderer der großkapitalistischen Spekulation erwies, zog P. sich enttäuscht auf kleinere wissenschaftliche Gelegenheitsarbeiten und auf die Ausarbeitung einiger praktischer Reformprojekte zurück. 1858 pubhziertc er ein voluminöses Werk gegen die christliche Religion und für eine Religion der Arbeit t De la justice dam la revolution et dam l cglise - Die Gerechtigkeit in der Revolution und in der KirchE), das er selbst als sem philosophisches Hauptwerk ansah. Hierin attackierte er auf das heftigste jede Form der ökonomischen, politischen und religiösen Zentralisation als Inkarnation des ihm verhaßten Prinzips der Automat. Die Arbeit brachte ihm wegen angeblicher Verunglimpfung der Religion erneut gerichtliche Verfolgung ein, der er sich durch eine vorübergehende Emigration nach Brüssel entzog.
      Neben einer Arbeit über den Krieg, den er als »göttliches Phänomen« rühmte, erschien zu seinen Lebzeiten noch die prinzipiellere Arbeit Le principe federatif , in dem er das Politische und den Staat nicht mehr völlig negierte, sondern einer durch Tauschsystem und Kredit dezentral organisierten Ökononue unterordnete. Posthum erschien das von seinen Anhängern besonders hoch geschätzte Werk De la capacite poliüque des classes oiivneres . Darin begründete er seine ablehnende Haltung gegenüber den Gewerkschaften ebenso wie seine Skepsis gegenüber Streiks. Andererseits enthält diese Arbeit, die als P.s Vermächtnis gilt, auch jene von den Anarcho-Syndikalisten und Anhängern der Arbeiterselbstverwaltung später vielfach wiederholte Losung, wonach in der Zukunft »die Werkstatt der Arbeiter die Regierung ersetzen werde«.
      P.s Leben und Werk waren von Anfang an durch zahlreiche Widersprüche gekennzeichnet. Dennoch muß die Erfahrung der 48er Revolution als entscheidender Bruch in P.s Leben angesehen werden. Er hatte sich stets gegen gewaltsame und politische Lösungen der sozialen Frage ausgesprochen. Erst nach dem Scheitern der sozialistischen Experimente in der 48er Revolution trat er mit bewußt »unpolitischen« Reformprojekten hervor, die jedoch nie in der Praxis erprobt werden konnten. Der »späte« P. hat seine Reformideen mit zahlreichen philosophischen Versatzstücken versehen, so daß der sich nun allmählich verbreitende »Proudhonismus« den Charakter einer überaus eklektizistischen Weltanschauung annahm. Mit ihrem heitigen Anti-Klerikalismus und Anti-Autoritansmus kam diese Weltanschauung einer oppositionellen Stimmung gegen die bonapartistische Diktatur entgegen. Zugleich ist P.s nicht proletarische, sondern eher kleinbürgerliche »Projektemacherei« zutiefst in jener Epoche der wirtschaftlichen Spekulation und des »wissenschaftlichen« Positivismus verhattet, so daß sein vorübergehendes Kokettieren mit Bonaparte keineswegs unerklärlich erscheint. Während der kurzen Periode der Pariser Kommune spielten die »Proudhoni-sten« eine zahlenmäßig bedeutende Rolle. Inwieweit ihr Anti-Autoritansmus und Anti-Zentralismus zu den spezifischen Organisationsprinzipien dieses heroischen Versuchs einer direkten Demokratie des arbeitenden Volkes beigetragen haben, ist bis heute umstritten: »proudhonistische« Reformprojekte hat die Kommune allerdings nicht geplant.
      Diehl. Karl: P.J. Proudhon. Seine Lehre und sein Lehen. 3 Teile. Jena 1888-1896 (Nachdruck
Aalen 1968,. Ramm. Thilo: Proudhon. Ausgewählte Texte. Stuttgart 1963. Doileans. Edouard: Proudhon. Pari^ 1948.

      Herner Goldschmidt


Teilhard de chardin, marie-joseph pierre

Marie-Joseph Pierre Teilhard de Chardin ist der bekannteste Jesuitenpater des 20. Jahrhunderts. In seinen Schriften will er Naturwissenschaften und Theologie miteinanderversöhnen. Teilhard wuchs in katholischer Frömmigkeit auf und übernahm von seinem Vater das naturwissenschaftliche Interesse. 1899 .....
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Elchendorff, joseph von

Abend Hubert, Gerda. In: Abend und Nacht in Gedichten, 1963, S. 161 - 165. Busse, Günther. In: Training, 1981, S. 65 - 67. Abschied Meyer, Heinz. In: Gedichtstunde, 1964, S. 67 - 70. Walter, Hugo. In: The Apostrophic Moment, 1988, S. 63 - 86. An A... Kunisch, Hermann. In: Frankfurter Antho .....
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Scheffel, joseph victor von

Wanderlied Bollenbeck, Georg. In: Gedichte und Interpretationen 4, 1983, S. 300-310. .....
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Frische fahrt - joseph von eichendorff

Laue Luft kommt blau geflossen, Frühling, Frühling soll es sein! Waldwärts Hörnerklang geschossen, Mut ger Augen lichter Schein; 5 Und das Wirren bunt und bunter Wird ein magisch wilder Fluß, In die schöne Welt hinunter Lockt dich dieses Stromes Gruß. Und ich mag mich nicht bewahren! 10 Weit von eu .....
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Mondnacht - joseph von eichendorff

Es war, als hätt der Himmel Die Erde still geküßt, Daß sie im Blütenschimmer Von ihm nun träumen müßt. Die Luft ging durch die Felder, 5 Die Ähren wogten sacht, Es rauschten leis die Wälder, So sternklar war die Nacht. Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, 10 Flog durc .....
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Sehnsucht - joseph von eichendorff

Es schienen so golden die Sterne, Am Fenster ich einsam stand Und hörte aus weiter Ferne Ein Posthorn im stillen Land. Das Herz mir im Leib entbrennte, Da hab ich mir heimlich gedacht: Ach, wer da mitreisen könnte In der prächtigen Sommernacht! Zwei junge Gesellen gingen Vorüber am Bergeshang, Ic .....
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Auf eine weise des joseph freiherrn von eichendorff - peter rühmkorf

In meinem Knochenkopfe da geht ein Kollergang, der mahlet meine Gedanken ganz außer Zusammenhang. Mein Kopf ist voller Romantik, 5 meine Liebste nicht treu — Ich treib in den Himmelsatlantik und lasse Stirnenspreu. Ach, war ich der stolze Effendi, Der Gei- und Tiger hetzt, .....
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Joseph freiherr von eichendorff (i788-i857)

Von allen Romantikern ist der Schlesier Eichendorff der volkstümlichste geworden. Auf Schloß Lubowitz bei Ratibor geboren, blieb er seiner Heimat und ihren Wäldern sein ganzes Leben lang verhaftet, selbst dann noch, als sein väterlicher Besitz in andere Hände überging. Er studierte in Halle und Hei .....
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Joseph roth: »radetzkymarsch« (i932) - ein episches requiem

Das Ende der Vielvölker-Monarchie Den jungen Robert Musil drillte man fünf Jahre lang in den Militärerziehungsanstalten von Eisenstadt und Mährisch-Weißkirchen, Rainer Maria Rilke fünf Jahre lang in der Kadettenschule St. Polten und der militärischen Oberrealschule Mährisch-Weißkirchen; Carl Jose .....
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Joseph freiherr von eichendorff (i788-i857): sehnsucht - poesie in der poesie

Sehnsucht Es schienen so golden die Sterne, Am Fenster ich einsam stand Und hörte aus weiter Ferne Ein Posthorn im stillen Land. Das Herz mir im Leibe entbrennte; Da hab ich mir heimlich gedacht: Ach, wer da mitreisen könnte In der prächtigen Sommernacht! Zwei junge Gesellen gingen Vorüber am Ber .....
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Joseph freiherr von eichendorff (i788-i857): mondnacht

Weinend muss mein Blick sich senken Nikolaus Lenau . Schilflieder, Nr. 5 - Schilflieder, Nr. 5 Auf dem Teich, dem regungslosen, Weilt des Mondes holder Glanz, Flechtend seine bleichen Rosen In des Schilfes grünen Kranz. Hirsche wandeln dort am Hügel, Blicken in die Nacht empor; Manchmal regt s .....
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Peter rühmkorf (geb. i929): auf eine weise des joseph freiherrn von eichendorff

Des Mühltals Idylle in Moll Auf eine Weise des Joseph Freiherrn von Eichendorff In einem Knochenkopfe da geht ein Kollergang, der mahlet meine Gedanken ganz außer Zusammenhang. Mein Kopf ist voller Romantik, meine Liebste nicht treu — Ich treib in den Himmelsatlantik und lasse Stirnenspreu. Ac .....
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Joseph von eichendorff - mondnacht

Es war, als hätt der Himmel Die Erde still geküßt, Daß sie im Blütenschimmer Von ihm nun träumen müßt. Die Luft ging durch die Felder, Die Ähren wogten sacht, Es rauschten leis die Wälder, So sternklar war die Nacht. Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als .....
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Schaeffer, max pierre

auch unter dem Pseud.: Robert Williams Biografie: *1928in Essen. M. P. Schaeffer war Seekadett bei der Kriegsmarine und arbeitete als Journalist und Sachbuchautor. Er war jahrelang Chefreporter einer großen deutschen Zeitung. M. P. Schaeffer lebt als Journalist und freier Schriftsteller in München. .....
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Joseph gÖrres - einleitung zu: die teutschen volksbücher

Die Schriften, von welchen hier die Rede ist, begreifen weniger nicht als die ganze eigentliche Masse des Volkes in ihrem Wirkungskreis. Nach keiner Seite hin hat die Literatur einen größeren Umfang und eine allgemeinere Verbreitung gewonnen, als indem sie, übertretend aus dem geschlossenen Kreis de .....
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Roth, joseph

»Mein stärkstes Erlebnis war der Krieg und der Untergang meines Vaterlandes, des einzigen, das ich je besessen: der österreichisch-ungarischen Monarchie.« Dieses Bekenntnis R.s aus den letzten Wochen der Weimarer Republik erklärt wichtige Ursachen jener Orientierungslosigkeit, die sein Leben und Wer .....
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Eichendorff, joseph von

Geb. 10.3.1788 aufschloß Lubowitz bei Ratibor/Oberschlesien; gest. 26.11.1857 in Neiße »Es ist ein wunderbares Lied in dem Waldesrauschen unserer heimatlichen Berge; wo du auch seist, es findet dich doch einmal wieder, und wärs durchs offene Fenster im Traume, keinen Dichter noch ließ seine Heimat .....
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Schumpeter, joseph alois

Bereits sein erstes Hauptwerk, Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung , in dem Joseph Alois Schumpeter die investierenden Unterneh- mer als die wesentlichen Träger der wirtschaftlichen Entwicklung identifiziert, gehört zu den bedeutendsten Beiträgen zur Wirtschaftstheorie in der ersten Hälfte des .....
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Roth, joseph

Geb. 2.9.1894 in Brody/Galizien; gest. 27.5.1939 in Paris »Mein stärkstes Erlebnis war der Krieg und der Untergang meines Vaterlandes, des einzigen, das ich je besessen: der österreichisch-ungarischen Monarchie.« Dieses Bekenntnis R.s aus den letzten Wochen der Weimarer Republik erklärt wichtige Ur .....
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Dissemination und dialektik der totalität: derrida, jean-pierre richard und mallarme

Die Konfrontation zwischen Strukturalismus und Dekonstruktion im vorigen Abschnitt könnte als eine theoretische Einleitung zu Derridas Kritik an Jean-Pierre Richards thematischer Interpretation von Mallarmes Dichtung gelesen werden. Obwohl Richard kein Vertreter des linguistisch-semiotischen Strukt .....
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,das erlebnis des marschalls von bassompierre

Ãœber die Herkunft der Novelle wurde im ersten Band der Novellengeschichte ,Die deutsche Novelle zwischen Klassik und Romantik ausführlich berichtet. Goethe fand sie in den Memoiren Bassompierres und fügte sie mit kleinen Korrekturen seinen .Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten ein. Die Korrekt .....
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Triffst du nur das zauberwort - Ãœber joseph von eichendorff

Joseph von E. hörte auf seinem nächtlichen Spaziergang im Garten plötzlich schnelle, klappernde Schritte. Seine kleine Schwester stürzte auf ihn zu. »Joseph, komm, du hast versprochen, mit mir in der Oder zu schwimmen.« Der Mond schien prächtig. Von den Bergen rauschten die Wälder durch die stille N .....
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Joseph von eichendorff

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'joseph und seine brüder

Aber auch die Josephromane von Thomas Mann stellen sowohl die Entwicklung eines Helden — des symbolischen Namensträgers eines viel weiter reichenden Mythos — als auch die Summa eines bestimmten Kulturkreises dar. Der junge Joseph ist nicht Individualität im modernen Sinne, denn er ist in seiner .....
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Brodsky, joseph

Joseph Brodsky steht sowohl biografisch als auch poetisch in der direkten Nachfolge der großen Dichter des Goldenen und des Silbernen Zeitalters der russischen Literatur. Als einziges Kind jüdischer Eltern wuchs Brodsky im Leningrad nach der Blockade auf. 1957 schrieb er erste Gedichte und veröffen .....
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