Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Philosophen biographisch

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Moore, George Edward



Bezeichnend für M.s Persönlichkeit wie für sein gesamtes Schaffen ist eine Episode aus seinen ersten Studienjahren in Cambridge. Von Bertrand Russell war er zu einer Unterhaltung mit dem bekannten Philosophen John M.E. McTaggart eingeladen worden. Im Laute des Gesprächs trug dieser seine These von der Unwirkhchkeit der Zeit vor. Diese These war für M. jedoch nicht mehr als eine »monströse Behauptung«, und er legte alles darauf an. sie zu widerlegen. »Ich glaube nicht«, fährt M. fort, »daß ich sehr gut argumentierte, aber ich glaube, daß ich ziemlich hartnäckig war und eine ganze Anzahl strittiger Punkte fand, um McTaggart zu antworten.« Jedenfalls sollten Direktheit und Einfachheit der Fragen sowie Hartnäckigkeit in der Untersuchung künttig die Markenzeichen seines Philosophierens sein. — Als drittes von acht Kindern des Arztes D. Moore .und seiner aus einer vornehmen Quäkerfamilie stammenden Frau Hennetta besuchte er vom achten Lebensjahr an das benachbarte Dulwich College, bevor er 1892 das Studium der alten Sprachen am Trinity College in Cambridge aufnahm. Bereits nach wenigen Jahren wechselte er auf Anraten Russells zur Philosophie über und wurde 1898 aufgrund semer Dissertation über Kants Ethik für sechs Jahre »Fcllow« des Trinity College. In diese Zeit fällt M.s wohl fruchtbarste Periode. Intensive Diskussionen mit Russell, die Gründung der »Anstotekan Society«, mannigfaltige Artikel und Rezensionen sowie die Niederschrift der Refutation o; Idealism und des Hauptwerks, der Pnncipia Ethica . sind hier zu nennen. Nach einem längeren Aufenthalt als Privatgelehrter in Edinburgh kehrte M. wieder nach Cambridge zurück, wo er 1925 schließlich als Nachfolger von James Ward Professor für »Mental Philosophy and Logic« wurde. Von 1921 bis 1947 gab er die Zeitschrift Xlind heraus und war bis zu seinem Tode als Lehrer und Kritiker sehr aktiv.

      Während M. m seiner ersten Schaffensperiode die verschiedensten philosophischen Positionen rasch wechselt, findet er doch ab 1903 einen eigenständigen erkenntnistheoretischen und moralphilosophischen Standort, vor allem aber einen eigenen Stil des Philosophierens. In der Auseinandersetzung mit dem NeoHegelianismus seiner Zeit verwirft M. Systemzwang und Identitätsdenken in jeder Form. So gibt es für ihn beispielsweise keine Identität von Empfindung und Gegenstand der Empfindung. »Die Suche nach >Einheit< und >System< auf Kosten der Wahrheit ist... nicht die eigentliche Aufgabe der Philosophie, mag dies auch noch so sehr allgemeine Praxis unter Philosophen gewesen sein.« Hauptaufgabe der Philosophie ist die richtige Fragestellung, welche der Klärung, wenn auch nicht unbedingt der letztendlichen Lösung der Probleme dient. M. versucht, detailliert zu beobachten und zu beschreiben, sprachliche und nichtsprachliche Gegenstände zu zerlegen sowie verworrene Theorien durch Rückgang auf den »common sense« und die Analyse der Alltagssprache zu klären. Ausgehend von einem erkenntnistheoretischen Empirismus nennt M. seine »Kunst der Scheidung, der Distmktion und der Isolierung gut


George, stefan

Geb. 12.7.1868 in Rüdesheim; gest. 4.12.1933 in Minusio bei Locamo Zu Lebzeiten war G. wie weiland Richard Wagner eine umstrittene Größe: den Verehrern standen die Gegner unversöhnlich gegenüber, Neutralität schien es nicht zu geben. Den Jüngern galt er als eine der genialsten Figuren abendländisc .....
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George, stefan a. s.

Keilson-Leuritz, Marita. In: Castrum peregrini 34, 1985, H. 168/69, S. 24-41. Als wir hinter dem beblümten Tore Landmann, Michael. In: Castrum peregrini 7, 1957/58, H. 34, S. 41 -44. An baches ranft Gomringer, Eugen. In: Frankfurter Anthologie 1, 1976, S. 65-68. Knörrich, Otto. In: Lyr. Te .....
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Grosz, george

Gesang an die Welt I Rühmkorf, Peter. In: Frankfurter Anthologie 7, 1983, S. 183 - 186. .....
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Heilbut, iven george

Die Blinden Pieczonka, Annette. In: Sprachkunst / Bildende Kunst, 1988, S. 84 - 92. .....
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Vogelschau - stefan george

Weisse schwalben sah ich fliegen Schwalben schnee- und silberweiss • Sah sie sich im winde wiegen • In dem winde hell und heiss. 5 Bunte häher sah ich hüpfen • Papagei und kolibri Durch die wunder-bäume schlüpfen In dem wald der tusferi. Grosse raben sah ich flattern • 10 Dohlen schwarz un .....
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Komm in den totgesagten park - stefan george

Komm in den totgesagten park und schau: Der Schimmer ferner lächelnder gestade • Der reinen wölken unverhofftes blau Erhellt die weiher und die bunten pfade. Dort nimm das tiefe gelb • das weiche grau 5 Von birken und von buchs • der wind ist lau • Die späten rosen welkten noch nicht .....
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Stefan george (i868-i933)

ist wohl der entschiedenste Gegner der naturalistischen Dichtung. Er bemüht sich in fein empfundener Lyrik, dem Sprachkunstwerk von der Form her im Sinne Klopstocks und Hölderlins erneut Geltung und Gewicht zu verschaffen. Stefan George stammte aus einem Weinbauerngeschlecht und wurde 1868 in Büdes .....
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Stefan george (i868-i933): komm in den totgesagten park ... - kein laufplatz für jogger

Komm in den totgesagten park und schau: Der Schimmer ferner lächelnder gestade • Der reinen wölken unverhofftes Blau Erhellt die weiher und die bunten pfade. Dort nimm das tiefe Gelb • das weiche grau Von birken und von buchs • der wind ist lau • Die späten tosen welkten noch nicht ganz • .....
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Stefan george

Komm in den totgesagten park und schau: Der schimmer ferner lächelnder gestade. Der reinen wölken unverhofftes blau Erhellt die weiher und die bunten pfade. Dort nimm das tiefe gelb, das weiche grau Von birken und von buchs. der wind ist lau. Die späten rosen welkten noch nicht ganz. Erlese küsse s .....
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Georges perec, stendhal und die zukunft der literatur

1978, vier Jahre vor seinem Tod, hat Georges Perec erklärt, [e]n fait, [...] mon ambition d ecrivain serait de parcourir toute la litterature de mon temps sans jamais avoir le sentiment de revenir sur mes pas ou de remarcher dans mes propres traces, et d ecrire tout ce qui est possible ä un homme d .....
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Simenon, georges

Georges Simenon ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Sein Name ist so untrennbar mit der von ihm geschaffenen Figur des Kommissars Maigret verbunden, dass der Autor zuweilen hinter seiner Schöpfung verschwand, obwohl die »Non-Maigrets« den Großteil seines Werkes ausmach .....
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Sand, george

George Sand war eine der bekanntesten Verfechterinnen der Frauenemanzipation und engagierte sich ab Ende der 1840er Jahre auch politisch. Im Umkreis der literarischen und politischen Romantik war sie eine erfolgreiche Schriftstellerin. Ihr Werk erregte vor allem wegen der Offenheit Aufsehen, mit der .....
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Sagan, carl edward

Wie kaum ein anderer Wissenschaftler verstand es Carl Edward Sagan, Begeisterung für sein Forschungsgebiet, die Astronomie, zu wecken. Bücher wie Unser Kosmos gehören zu den populären Standardwerken der Stemenkunde. Sagan studierte an der University of Chicago und machte seinen Abschluss in Astroph .....
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Stefan george (i868-i933)

Am 21.11.1890 schrieb der 22-jährige George an einen Schulfreund: Du redest so verächtlich über lyrik als von dem einzigen wozu Du Dich bis jetzt aufgeschwungen hättest. Geht doch von hier aus in erster linie das NEUE aus. Aber mein buch das Du nächstens haben wirst soll für mich sprechen. Der Ve .....
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Index » Autoren » Lyriker des 20. Jahrhunderts (Deutschsprachige)

Bernanos, georges

Georges Bernanos hat sich in seinen Romanen, zu deren berühmtesten Die Sonne Satans^ 926) und Tagebuch eines Landpfarrerszähien, in der Nachfolge von Charles Peguy und ähnlich wie Paul Claudel vor allem mit der Rolle der menschlichen Natur in der christlichen Gemeinschaft auseinander gesetzt. Bern .....
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Bulwer-lytton, edward

Edward Bulwer-Lytton verdankte seinen Publikumserfolg einer vielseitigen Produktion als Dramatiker und Romancier. Nach einem Studium in Cambridge und Bonn fiel Bulwer-Lytton 1827 durch die Heirat mit einer Irin bei den Eltern in Ungnade und widmete sich der Literatur als Broterwerb. Seine politisch .....
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Byron george

Subjektivität des Erlebens, Leidenschaftlichkeit und Melancholie verschmelzen in den Verserzählungen von George Byron, dem berühmtesten Vertreters der englischen Romantik. Sein ausschweifender Lebenswandel machte ihn zur schillerndsten Gestalt seiner Generation. Der Sohn eines Gardeoffiziers verlor .....
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Eliot george

Die Gesellschaftsromane von George Eliot haben das Bild des Realismus im 19. Jahrhundert wesentlich geprägt. Die Autorin gilt als eine der Wegbereiterinnen des psychologisch orientierten Romans. Eliot wuchs in der englischen Provinz auf und führte den Haushalt ihres Vaters, der einen Gutsbesitz ver .....
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George, elizabeth

Elizabeth George gehört zu den wichtigen Kriminalautorinnen der Gegenwart. Großbritannien kennt die Autorin von zahlreichen Reisen: Sie hat eine besondere Vorliebe für alles Englische und ganz besonders für die Kriminalliteratur dieses Landes. So spielen alle ihre Werke in England, und George recher .....
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George, stefan

Wie kein Zweiter hat Stefan George der lyrischen Dichtung um 1900 durch die Orientierung an französischen Autoren wie Charles -> Baudelaire und Stephanen Mallarme sowie durch ein nahezu religiöses Verständnis der Literatur zu einem bedingungslosen Ästhetizismus verholfen. Gegen die profanen Tendenz .....
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Orwell, george

George Orwell ist vor allem durch die Fabel Farm der Tiere und den Roman 1984 bekannt geworden, die zu den großen fortschritts- und gesellschaftskritischen Werken des 20. Jahrhunderts zählen. Der aus einer Familie der kolonialen Mittelschicht stammende George Orwell besuchte 1917-22 als Stipendiat .....
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George, stefan

Zu Lebzeiten war G. wie weiland Richard Wagner eine umstrittene Größe: den Verehrern standen die Gegner unversöhnlich gegenüber. Neutralität schien es nicht zu geben. Den Jüngern galt er als eine der genialsten Figuren abendländischer Kultur, als eine »antike Natur«. »Nur George hat heute den lebend .....
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Aus anlaß von: edward w. said: orientalismus

Der Begriff der Fremde hat im 20. Jahrhundert Inflation. Nicht nur, daß die Fremde draußen in der Welt dank verbesserter Verkehrsbedingungen massenhaft er-reist werden kann. Auch die Entdeckung von Fremde innerhalb des Kontexts des vertrauten Lebens, ja innerhalb des eigenen Ichs, ist deutlicher erf .....
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Index » Kontextualisierung von Literatur » Statt eines Nachworts Die Macht der Projektion

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Moore,  George  Edward    





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