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Löwith, Karl



Die Auslieferung an das geschichtliche Den-ken ist nicht nur dem historischen Materialismus und in anderer Weise dem metaphysischen Historismus von Hegel eigentümlich, sie kennzeichnet auch alles nachhegelsche und nachmarxistische Denken. Man glaubt auch im bürgerlich-kapitalistischen Westen, dessen Produkt der Marxismus ist, weder an eine natürliche Weltordnung, an die Vernunft des phvsischen Kosmos, noch an ein Reich Gottes. Man glaubt nur noch an den Geist der Zeit, an den Zeitgeist. >the wave of future«. das Geschick der Geschichte, vulgär verstanden oder sublim. Wenn uns die Zeitgeschichte aber irgend etwas lehrt, dann offenbar dies, daß sie nichts ist. woran man sich halten und woran man sein Leben orientieren könnte. Sich inmitten der Geschichte an ihr orientieren wollen, das wäre so. wie wenn man sich bei einem Schiffbruch an den Wogen festhalten wollte.« L. hat diese Warnung in Marxismus und Geschichte ausgesprochen und damit nicht nur auf Jacob Burckhardt angespielt, dessen Beharrlichkeit angesichts eines vom Fort-schnttsoptimismus ergriffenen 19. Jahrhunderts er ein frühes, fasziniertes Buch gewidmet hat . L. hat diesen Akzent gegen den Zeitgeist gesetzt, weil ihn eine Kluft von den politischen, philosophischen oder theologischen Versuchen trennte, aus der mit Marx. Nietzsche und Kierkegaard empfundenen Knse der Moderne herauszukommen. In einem Zeitalter, in dem. vermutlich wie in keinem zweiten, der Mensch an die Geschichte ausgeliefert worden ist. erscheint L.s Skepsis bemerkenswert unzeitgemäß. Doch handelt es sich nicht um die Unzeitgemäßheit, auf die man gewöhnlich trifft, wenn davon die Rede ist. sondern um icne. die sich mit Nietzsche außerhalb der christlichen Zeitrechnung und Zeitbetrachtung weiß.
      L. wuchs wohlbehütet als einziger Sohn eines hochgeachteten und sehr erfolgreichen Kunstmalers auf. Nach außen herrschte bürgerliche Ruhe und Saturiertheit -man bewohnte eine großzügige Stadtwohnung und eine Sommervilla am Starnberger See - nach innen herrschte angespannte Wachheit: im Alter von 13 Jahren las L. Kant, Schleiermacher und Fichte, aber auch Nietzsches Zarathustra als emotionsgeladenen Schlüsseltext der Moderne, der ihn nicht nur - nach dem von Nietzsche diagnostizierten Zusammenbruch der christlichen Metaphysik - für die erneut zu stellende Frage empfänglich machte, warum etwas und vielmehr nicht nichts ist. sondern auch für die Folgen, die sich aus der mit Nietzsche greifbar gewordenen Säkularisation des Verhältnisses von Mensch und Welt ergaben. Zunächst zog L. - als Freiwilliger - in den Ersten Weltkrieg, wurde 1915 an der österreichisch-italienischen Front bei einem nächtlichen Spähtruppunternehmen schwer verwundet und Ende 191- entlassen. Er begann. Biologie und Philosophie zu studieren - bei Alexander Pfänder und Montz Geiger, dem »Münchner Kreis« der Phänomenologie; zur Zeit der Räterepublik wurde es ihm in München »zu laut«: er zog nach Freiburg, hörte bei Edmund Husserl und lernte dessen Assistenten Martin Heidegger kennen, »der uns in Husserls Logische Untersuchungen einführte, aber auch in Dilthey, Bergson und Simmel. Die spürbare Intensität und der undurchsichtige Tiefgang von Heideggers geistigem Antrieb keß alles andere verblassen und machte uns Husserls naiven Glauben an eine endgültige philosophische Methode abspenstig. Diese ersten Freiburger Studienjahre von 1919 bis 1922 waren eine unvergleichlich reiche und fruchtbare Zeit. Alles, wovon meine Generation auch heute noch geistig zehrt, wurde damals hervorgebracht, nicht obwohl, sondern weil alles im Zeichen der Auflösung stand und auf eine kritische Erneuerung aus war. Auch Heideggers Anziehungskraft beruhte auf einem produktiven Abbau, der Destruktion« der überlieferten Metaphysik auf ihre fragwürdig gewordenen Fundamente hm« . Nach dem Abschluß der Dissertation bei Moritz Geiger folgte L. Heidegger nach Marburg: »In diesen entscheidenden Jahren nach dem Zusammenbruch von 1918 wurde ich durch die Freundschaft mit P. Gothein vor die Wahl gestellt: sollte ich mich dem Kreis um St. George und Gundolf anschließen, oder als Einzelgänger Heidegger folgen, der auf ganz andere Weise eine mcht minder diktatorische Macht über die jungen Gemüter ausübte, obwohl niemand von seinen Hörern verstand, worauf er eigentlich abzielte. In Zeiten der Auflösung gibt es verschiedene Arten von »FührernEinen was not tut< zu weisen. Ich entschied mich für Heidegger.« Freilich nicht mit dem Gewicht, das Heidegger. Carl Schmitt, Ernst Jünger u.a. dem Begriff der Entscheidung zumaßen - »Das Pathos der praktisch-existentiellen Entscheidung, welches Kierkegaard und Marx gegen die bestehende Christenheit und gegen die bestehende Gesellschaft inspiriert hatte, erwachte in den 20er lahren zu einer neuen Aktualität, um zu einem theologischen, philosophischen und politischen Dezisionismus zu führen - und zu verführen«. Davon handelt eine 1935 pseudonym erschienene Polemik gegen den Politischen Dezisionismus von C. Schmitt und ein in Frankreich 1946 erschienener Aufsatz über Die politischen Implikationen von Heideggers Philosophie der Existenz - in Sartres Lcs Temps Modernes.
      In jenen Marburger Tagen zählten Hans-Georg Gadamer. Gerhard Krüger und Leo Strauss zu L.s persönlichen Freunden. 192S habilitierte sich L. bei seinem Lehrer Heidegger mit der Untersuchung Das Individuum in der Rolle des Mitmenschen: die phänomenologische Methode, mit der er in diesem Buch die formale Struktur des Miteinandcrseins beschrieb, setzte er deutlich gegen Heideggers Verfahren ab: L. beabsichtigte eine philosophische Anthropologie, nicht aber eine universale Funda-mentalontologie. wie sie Heidegger mit Sein und Zeit ein Jahr zuvor vorgelegt hatte. 1930 widmete er dessen methodischem Anspruch eine erste kritische Studie: Phänomenologische Ontotogie und protestantische Theologie.
      Seit dem Habihtationsvortrag L. Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie hat der im Laufe der 30er Jahre ungemein produktive L. zahlreiche größere Arbeiten zur philosophischen Entwicklung im 19. Jahrhundert vorgelegt . Von einer intensiven Beschäftigung mit den gerade erschienenen Frühschriften von Marx ausgehend, versuchte er einen ersten synthetischen Blick für die philosophisch ungewiß gewordene Stellung des Menschen zu entwickeln. Er bemerkte bei Feuerbach den anthropologisch-theologisch begründeten Rückschritt hinter Hegels Philosophie des absoluten Geistes, bei Marx den Umschlag von Philosophie in Marxismus, bei Kierkegaard den verzweifelten Autstand des gewissenhaften Einzelnen gegen die christliche Kirche, bei Max Weber - zunächst - eine unzulängliche Wertethik subjektiven Zuschnitts. Gemessen an Hegels Vollendung der klassisch-idealistischen Philosophie waren dies Stadien eines »vorläufigen Philosophierens«. das am prägnantesten in Nietzsches »Philosophie der Zukunft« zum Ausdruck kam. Es ist kein Zufall, sondern in der Aufbruchstimmung der 20er und 30er Jahre begründet, daß L. mit Xietzsches Philosophie der ewigen Wiederkehr des Gleichen eine Studie vorlegte, mit der er Nietzsche philosophisch vor seinen Verkündern und Vollendern zu retten suchte. An anderer Stelle hat er in einer biographischen Reflexion den zeitgenössischen Bezug der Auseinandersetzung um Nietzsche dargelegt: »Auch heute, nach 27 Jahren seit meiner ersten Zarathustra-lektüre. wüßte ich die Geschichte des deutschen Geistes mit niemand anderem zu beschließen, obgleich ich der deutschen Revolution die Einsicht in die Gefährlichkeit des >gefährhch Leben« verdanke. Nietzsche ist und bleibt ein Kompendium der deutschen Widervernunft oder des deutschen Geistes. Em Abgrund trennt ihn von seinen gewissenlosen Verkündern. und doch hat er ihnen den Weg bereitet, den er selber nicht ging. Auch ich kann nicht leugnen, daß der Wahlspruch, den ich in mein Kriegstagebuch schrieb: »navigare necesse est, vivere non est , auf vielen Umwegen und doch direkt zu Goebbels heroischen Phrasen führt.« Gerade wegen des scheinbar eindeutigen Charakters, den Nietzsches Denken seit seinen ersten Interpreten - Gabriele d Annunzio war einer der frühesten - angenommen hatte, kam es L. darauf an, Nietzsche als eine »Frühgeburt des kommenden Jahrhunderts«, als »Philosophen einer noch unbewiesenen Zukunft« zu zeigen: »Er ließ deshalb im Zarathustra die Frage often. was er nun eigentlich sei: ein Versprecher oder ein Erfüller, ein Erobernder oder ein Erbender, ein Herbst oder eine Pflugschar, ein Dichter oder ein Wahrhaftiger, ein Betreier oder ein Bändiger - weil er wußte, daß er weder das eine noch das andere, sondern beides ineins war.«
Während dieses Buch - mit geringfügigen Änderungen versehen — noch in Deutschland erscheinen konnte, mußte L. sein Burckhardt-Buch ein Jahr später in einem schweizer Verlag veröffentlichen. L.s persönliches Schicksal, das sich aus der Machtergreifung der Nationalsozialisten ergab — seit 1935 fiel er unter die Nürnberger Gesetze-, hat er in einem 1940 geschriebenen, aber erst 19S6 herausgegebenen Bericht Mein Leben in Deutschland vor und nach j geschildert. Unter dem Aspekt der mit dem Ende des Ersten Weltkriegs herandrängenden »Aufgabe« einer philosophisch begründeten und politisch zu verwirklichenden »neuen« Identität der Deutschen enthält dieses Buch, geschrieben mit dem Zug eines »großen Moralisten« . ebenso scharfe wie beklemmende Momentaufnahmen einer öffentlichen, akademisch mitgetragenen Radikalisierung, aber auch eindringliche Porträts von Max Weber. Albert Schweitzer. Edmund Husserl. Karl Barth und Martin Heidegger. Dessen Stranden im Fahrwasser der Nationalsozialisten erläutert L. als ein theoretisches Scheitern, als ein unverständliches und nicht ausdrückliches Zögern zwischen der »reichsdeutschen« und der »alemannischen« Lösung der existentiellen bzw. politischen Konflikte der Zeit: »Die Möglichkeit von Heideggers philosophischer Politik entspringt nicht einer Entgleisung, die man bedauern könnte, sondern dem Prinzip seiner Existenzauffassung, welche den Geist der Zeit im doppelten Sinn bestreitet.« L. hat dieses Argument im gleichen Jahr in Der europäische Xihilismus. Betrachtungen zur Vorgeschichte des europäischen Krieges weiter ausgeführt.
      L.s erzwungene Flucht vor den Folgen einer geistig-politischen Erneuerung Deutschlands durch die Nationalsozialisten reicht - begleitet von einer denkwürdigen Kontroverse zwischen Leo Strauss und Carl Schmitt über die Differenz von politischer Philosophie und politischer Theologie - rund um den Erdball. Zunächst seit 1934 in Italien beheimatet, emigriert er 193 8 nach Sendai in Japan und 1941 nach den Vereinigten Staaten - kurz vor dem Ãœberfall der Japaner auf den amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbour. L. hat mit Gleichmut auf diese Ereignisse reagiert. In lakonischer Kürze hat er in das Handexemplar seines gerade erschienen Buchs Von Hegel zu Xietzsche. Der revolutionäre Bruch im Denken des ig. Jahrhunderts emgetragen: »Erhalten am 18. 1. 1941 in Sendai, unmittelbar nach der Rückkehr von Peking und vor der Ãœbersiedlung nach New York.« Die Bedeutung dieses Buchs, das ins Italienische, Japanische, Englische und Französische übersetzt wurde und seit seiner — mit beachtlichen Veränderungen und Kürzungen versehenen — deutschen Neuausgabe zu einem internationalen Standardwerk wurde, hat der befreundete Leo Strauss unmittelbar nach dem ersten Erscheinen beschrieben: »Dieses Buch sollte alle interessieren, die das Aufkommen des europäischen und insbesondere des deutschen Nihilismus verstehen wollen. Als sein Thema kann man die Verwandlung des europäischen Humanismus, vertreten durch Goethe und Hegel, in den deutschen Nihilismus, vertreten durch Ernst Jünger, bezeichnen. Seine These lautet, daß die philosophiegeschichtliche Entwicklung, die von tödlicher Konsequenz< war. den Schlüssel zum gegenwärtigen Geschehen in Deutschland bietet.« L. selbst hat aus dem Geist des 19. Jahrhunderts, auf den er sich angewiesen wußte, eine weitergehende Begründung für dieses Buch gegeben: » ist die Zeit der großen historischen Werke von Ranke und Mommsen. Droysen und Treitschke. Taine und Burckhardt und einer phantastischen Entwicklung der Naturwissenschaften. Es ist nicht zuletzt Napoleon und Met-ternich, Mazzini und Cavour, Lassalle und Bismarck, Ludendortf und Clemenceau. Es erstreckt sich von der großen Französischen Revolution bis 1830 und von da bis zum Ersten Weltkrieg. Es hat Schlag auf Schlag zum Heil und Unheil der Menschen diegesamte technische Zivilisation geschaffen und Erfindungen über die ganze Erde verbreitet, ohne die wir uns unser allcäghches Leben überhaupt nicht mehr vorstellen können. Wer von uns könnte leugnen, daß wir noch durchaus von diesem Jahrhundert leben und eben darum Renans Frage - es ist auch die Frage von Burckhardt. Nietzsche und Tolstoi - verstehen: >de quoi vivra-t-on apres nous? Idee< oder ein »Horizont« oder -Entwurf« ist, sondern die eine und ganze wirkliche Welt, ließe sich sagen, was die Theologie in ihren Gottesbeweisen von Gott gesagt hat: daß über sie hinaus nichts noch Größeres denkbar ist. Sie braucht aber auch gar nicht als existierend bewiesen zu werden, denn sie weist sich alltäglich und fortwährend selber aus, obwohl wir von unserer Weltgemäßheit zumeist so wenig wissen, wie die Zugvögel, die sich auf ihrem Flug am Stand der Sonne orientieren. Wir können keinen Augenblick existieren ohne die Welt, aber diese kann auch ohne uns sein.«
L.s Verdienst besteht darin, den Menschen in seiner ebenso denkwürdigen wie fraglichen Größe gezeigt zu haben — in dieser Absicht einer langen skeptischen Tradition verpflichtet; als ein Wesen, das von der Natur keinen natürlichen, sondern stets menschlichen Gebrauch macht; als eine Begabung, die - ihrer »Natur« gemäß - die Natur in Frage stellt und in einem lückenlosen Kontinuum von Bedeutungen erschöpfen will, zugleich aber auf dieselbe unnahbare Natur zurückgeworfen wird, die sie eben noch entdeckt und zur Sprache gebracht zu haben glaubt.
      Habermas, lürsen: Karl Löwith. Stoischer Rückzug vom historischen Bewußtsein . In: Ders.: Philosophisch-politische Profile. Wozu noch Philosophie? Frankfurt am Main 1981.
      Gadamer. Hans-Georg: Karl Löwith. In: Ders.: Philosophische Lehrjahre. Eine Rückschau. Frankfurt am Main 19".
      Timm. Herrmann: Amor fati? Karl Löwith über Christentum und Heidentum. In: Neue Zeitschrift für svstematische Theologie und Religionsphilosophie 19 1977. S. 7S-94.
      Riedel. Manfred: Karl Löwiths philosophischer Weg. In: Heidelberger Jahrbücher 14,1977. S. 120-133.
      Anz. Wilhelm: Rationalität und Humanität. Zur Philosophie von Karl Löwith. In: Theologische Rundschau 36 Iy— I. S. 62 — 84.
      Bernd Lutz


Wolfskehl, karl

»Heute, ein volles Jahr nachdem das, von dem Ihr Euch als von einem Spuk oder Nachtmahr befreit fühlt, mit dem Köstlichsten der Heimat zusammengebrochen ist, hat die Heimat durchaus vergessen, daß es den deutschen Dichter Karl Wolfskehl noch gibt, wahrscheinlich vergessen, daß es ihn je gegeben hat. .....
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Bilderbuch: karlinchen (fuchshuber i995)

Eine Geschichte vom Fremdsein: Karlinchen hat durch den Krieg alles verloren und sucht in der Welt der Menschen, der Tiere und phantastischer Wesen nach einem neuen Zuhause. Ãœberall wird das Mädchen abgewiesen, weil es fremd und anders ist, weil man selbst - angeblich oder wirklich - nichts hat, bi .....
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Karl neumann 'frank und irene (i964)

Kinder- und Jugendromanc von Karl Neumann gehörten zu den meistgelesenen Erscheinungen der Kinder- und Jugendliteratur der DDR. Nach dem großen Erfolg von 'Frank", in dem ein Außenseiter gleichsam in die Gemeinschaft geführt wurde, schrieb der Autor auf Drängen von Lesern und Verlag die Fortsetzung .....
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Briefe über don karlos

Die Ausführungen zeigen, daß Schiller mit der literarischen Verarbeitung der Geheimbund- und Verschwörungsthematik im Geisterseher einen Trend der Zeit aufgriff und - knapp drei Jahre vor der Erstürmung der Bastille - im politischen Kontext popularisierte. Aber nicht nur in seinem Fortsetzungsroman, .....
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Karl krolow (i9i5-i999): was blieb zurück? - ein lachen, eine spur

Was blieb zurück? Ein Band von Vögeln war der Herbst, das weiter nach Ägypten zog. Die Dunkelheit wächst wie die Wand durchs Zimmer. Sie nimmt überhand. Man raucht. Man schweigt. Und läßt den Rauch vorüberziehn. Das Jahr verschwindet, Bild um Bild. Das Jahr verbrennt. Aus dem Kamin steigt es noch .....
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Bertolt brecht (i898-i956): die pappel vom karlsplatz - das freundliche grün

Die Pappel vom Karlsplatz Eine Pappel steht am Karlsplatz Mitten in der Trümmerstadt Berlin Und wenn Leute gehn übern Karlsplatz Sehen sie ihr freundlich Grün. In dem Winter sechsundvierzig Fror n die Menschen, und das Holz war rar Und es fielen da viele Bäume Und es wurd ihr letztes Jahr. Doc .....
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Karl mays verwechslung von ich und »ich«

Obwohl er sich seiner Ersatzfigur sehr nah fühlte, trat Goethe nie ernsthaft als Werther auf und spielte nur dann und wann mit der Rolle. Ein anderer ging da einige Schritte weiter. Es war der Abenteuerschriftsteller Karl May , der ganz besonders unter der Verwechslung seiner selbst mit seinen Helde .....
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Ein psychologe seiner selbst: karl philipp moritz und sein »anton reiser«

Sehr eindrucksvoll, vielleicht unerreichbar, tut dies Karl Philipp Moritz in seinem Werk »Anton Reiser. Ein psychologischer Roman«. Hier beschreibt er die Kindheit und Jugend von Anton Reiser. Eine ganze Menge von dem, was der Held erlebt, stimmt mit dem überein, was Moritz selbst erlebt hat. Und d .....
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Karl krolow (geb. i9i5)

erinnert in manchem an Georg Trakl, vor allem in der Symbolhaftigkeit seiner Bilder, aber auch dort, wo seine Gedanken schwermütig um Tod und Verwesung kreisen: Ein Spiel Karten die lyrische Landschaft -sehr leicht zu mischen Tod, ungemischt, gezinkt von Angstschweiß Und altem Gelächter, Tod mit .....
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Diese alten männer - karl krolow

Diese alten Männer, die niemand mehr ansieht, Hausierer mit Phantasie, reale Nullen, bei Abschaffung ihres Lebens, unter Bäumen im Park wartend auf nichts anderes als auf Vergangenheit — eine Landkarte aus Staub. Versteckte Sätze leben in ihnen weiter im trockenen Mund. Einige haben ei .....
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Kurzes unwetter - karl krolow

Die Wolkenpferde ins Licht sich stürzen. Es qualmt die Erde von starken Würzen. 5 Die schweren Leiber den Himmel fegen. Sturm ist ihr Treiber, schlägt Staub und Regen aufs schwarze Wasser. 10 Die Gräser sausen. Die Beerenprasser befällt ein Grausen. Ahorne biegen sich in den Lüften. 15 Wildblumen .....
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Zuckmayer, karl

Die Wölfe Neis, Edgar. In: Tiergedichte, 1976, S. 106 - 108. .....
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Wolken, karl alfred

Zu früh fanden wir Wolken, Karl Alfred. In: Pausen zwischen den Worten, 1986, S. 107-111. .....
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Berger, karl-heinz

auch unter den Pseud.: K. Heinz, Charles P. Henry Biografie: *28.7.1 in Köln, +25.11.1 Berlin. K.-H. Berger studierte Germanistik, Geschichte und Anglistik an der Humboldt-Universität in Berlin. Von 1952 bis 1957 arbeitete er als Verlagslektor in Berlin, 1957/58 folgte ein Studium am Literaturin .....
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Stöppler, karl-michael

Biograhe: *14.11.1 in Alsfeld . K.-M. Stöppler arbeitete nach einem Volontariat mehrere Jahre als Redakteur bei Tages- und Wochenzeitungen. Er studierte Jura und war als Assessor in einer Anwaltskanzlei und beim Bundesvorstand einer Gewerkschaft tätig. Seit 1993 ist er Pressesprecher der Kreisverwal .....
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Valentin, karl (d. i. valentin ludwig fey)

Bertolt Brecht: »Dieser Mensch ist ein durchaus komplizierter, blutiger Witz.« Alfred Kerr: »Woraus besteht er? Aus drei Dingen. Aus Körperspaß. Aus geistigem Spaß. Und aus gewollter Geistlosigkeit.« Kurt Tucholsky: »ein selten trauriger, unirdischer, maßlos lustiger Komiker, der links denkt.« Alfre .....
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Sealsfield, charles (d. i. karl anton postl)

Der Fremde war einsam gestorben, als alter Mann war er vor wenigen Jahren in den kleinen schweizer Ort Unter den Tannen gezogen, und niemand wußte etwas über ihn zu sagen. Doch als die Eidgenossen sein Testament fanden, war der Name plötzlich in aller Munde: Mr. S. hatte ein wirres Leben geführt. Je .....
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Moritz, karl philipp

M., der erste psychologische Schriftsteller der deutschen Literatur und Mitbegründer der idealistischen Kunsttheorie, hat in seinem Anton Reiser eine Kindheit und Jugend geschildert, für deren Scheußlichkeit es in der Weltliteratur wenige Parallelen gibt; der Roman beruht auf nichts anderem als der .....
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May, karl

Seine Bücher haben einer groben Schätzung von 1975 nach eine deutschsprachige Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren erreicht und sind in mehr als 25 Sprachen übersetzt worden. M. ist damit der auflagenstärkste und zugleich populärste Autor der deutschen Literaturgeschichte. Sämtliche Medien .....
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Krolow, karl

1944 wollte K. den kurz zuvor erschienenen Gedichtband Der grüne Gott von Wilhelm Lehmann rezensieren. Es wäre eine der wenigen öffentlichen Reaktionen auf diese bald richtungsweisenden Verse gewesen, die nicht ins Konzept einer Blut-und-Boden-Literatur paßten. Die Zeitschrift Das Innere Reich konnt .....
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Kraus, karl

Als ihm 1933 »zu Hitler nichts einfiel«, hörten die zahlreichen Kritiker in diesem Wort nicht die bittere satirische Abfertigung, erkannten nicht den Sinn dieses Verdikts vor seinem ganzen Werk: daß nämlich die Sprache nicht mehr imstande sei, den nationalsozialistischen Ungeist und seine Folgen für .....
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Immermann, karl leberecht

Es gibt kaum einen Antiquariatskatalog, in dem nicht der heute so gut wie vergessene I. mit einem Werk verzeichnet ist, das bis ins erste Drittel unseres Jahrhunderts mit über 80 Auflagen sehr erfolgreich gewesen war: Der Oberhof. Die Popularität dieser Erzählung, die eine abgeschlossene, heile .....
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Ferdinand lassalle, karl marx, friedrich engels - die 'sickingendebatte

Lassalles Aufsatz über die tragische Idee Beilage zum Brief Lassalles an Marx vom 6. März 1859 Ãœber die formelle tragische Idee, die ich dem Drama und seiner Katastrophe zugrunde legte - den tiefen dialektischen Widerspruch, welcher der Natur alles Handelns, zumal des revolutionä-. ren, innewohnt .....
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Karl marx - zur kritik der hegeischen rechtsphilosophie. einleitung

Der Kampf gegen die deutsche politische Gegenwart ist der Kampf gegen die Vergangenheit der modernen Völker, und von den Reminiszenzen dieser Vergangenheit werden sie noch immer belästigt. Es ist lehrreich für sie, das ancien regime, das bei ihnen seine Tragödie erlebte, als deutschen Revenant seine .....
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Karl marx - aus: einleitung zur kritik der politischen Ökonomie

Bei der Kunst bekannt, daß bestimmte Blütezeiten derselben keineswegs im Verhältnis zur allgemeinen Entwicklung der Gesellschaft, also auch der materiellen Grundlage, gleichsam des Knochenbaus ihrer Organisation, stehn. Z. B. die Griechen verglichen mit den modernen oder auch Shakespeare. Von gewiss .....
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