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Philosophen biographisch

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Herder, Johann Gottfried



Nur schwer läßt sich H.s geistesgcschichtliche Stellung beschreiben, weil sein Denken ohne offensichtlich einheitlicher. Grundriß blieb. Schon zu Lebzeiten wurde daher »der edle Geist. . . verkannt; doch nicht ganz ohne seine Schuld; denn er hatte den Fehler, daß er kein Stern erster oder sonstiger Größe war. sondern ein Bund von Sternen, aus welchem sich dann: leder ein beliebiges Sternbild buchstabiert« . Thematische Vielfalt und Umfang des herderschen Lebenswerks spiegeln jedoch nicht nur die Weite seiner Bestrebungen als protestantischer Theologe. Prediger und Pädagoge, als Philosoph der Geschichte und Kunst, der Poesie und Sprache wider, der selbst als Dichter und bedeutender Sammler von Volksliedern hervortrat. Es zeichnet sich darin auch sein lebenslanges Bemühen um die Deutung und selbständige Weiterführung einer »Universalgeschichte der Bildung der Welt« ab. Diese hochgespannte Aufgabe führte ihn endlich zu seiner eigentümlichen Leistung, Geschichte in ihrem inneren Zusammenhang mit dem psychologischen und biologischen Geschehen als neue Lebensdimension zu erschließen. In der Entfaltung seiner historischen Denkweise, die sich an den Kategorien der Individualität und Entwicklung orientiert, um dabei Konungenz und Ãœberlieferung zu betonen, wurde H. weniger semer Ergebnisse, als der Vielfalt seiner Einflüsse methodischer Art wegen zum großen Anreger vor allem in der Sprach- und Geschichtsphilosophie, aber auch der Anthropologie und Literaturgeschichte. Im Kern aber wird die Praxis seines Schreibens und Schaffens durch den frühen Impuls angetrieben, »alles Gegebene, geschichtliche und politische Wirklichkeit ebenso wie Erscheinungen der Natur oder überliefertes Wissen, so umzu-schaffen. daß sie als Produkte der eigenen Kraft dem Ich ganz zu eigen werden« . Es ist dieser eine Impuls, der sein gesamtes Werk, das im Grunde ein einziges Fragment darstellt, weil es durch H.s Arbeits- und Schreibweise des ständigen Neubeginnens und Umarbeitens geradezu als Torso angelegt war. zur Einheit seiner Widersprüche ebenso zusammenschließt wie sein von unausgeschöpften Möglichkeiten gezeichnetes Leben.

      Im scharfen Kontrast zum universalen Anspruch stand zunächst die »dunkle, aber nicht dürftige Mittelmäßigkeit« des pietistischen Elternhauses, in das H. als Sohn eines Kantors und Lehrers hineingeboren wurde. Nach dem Besuch der Lateinschule wird H. ab 1760 Kopist bei dem Diakon Trescho. in dessen Bibliothek er antike und zeitgenössische Literatur kennenlernt. Vom anfänglichen Medizinstudium wechselt H.in den Königsberger Universitätsiahren »ohne Erlaubnis der Eltern« in die theologische Fakultät; doch sein bevorzugter Lehrer wird der »vorkritische« Kant, der ihn unentgeltlich an seinen Vorlesungen teilnehmen läßt. Rousseaulektüre und die Freundschaft mit Johann Georg Hamann machen ihn mit freiheitlichen Ideen, mit Volkslied. Ossian. englischer Sprache und Shakespeares Hamlet vertraut. Auf Hamanns Empfehlung hin wird H. 1764 an der Domschule in Riga als Prediger und Lehrer angestellt, der auch in diesen Ämtern zeitlebens nicht »trockene Sittenlehren und geraubte Lebensregeln« verbreiten, sondern volkserzieherisch wirken wollte »in einer Welt, die wir uns selber bilden«. Seine ästhetisch-philologischen Arbeiten zu ursprünglicher Poesie und Sprache dokumentieren die drei Sammlungen der Fragmente Ãœber die neuere deutsche Literatur - nach denen »der Genius der Sprache . . . also auch der Genius von der Literatur einer Nation» ist - sowie die drei Bände Kritische Wälder oder Betrachtungen, die Wissenschaft und Kunst des Schönen betreuend . Sie führen in produktiver Aneignung zeitgenössischer Kunsttheorie die für H.s gesamte Ästhetik und Geschichtsphilosophie bedeutsame Kategorie der Kraft ein. Zudem rechttertigt H. im damals ungedruckten vierten Band seine Hinwendung zur Geschichte methodisch durch sein empirisches Programm einer Ästhetik, die für ihn »eine Theorie des Gefühls der Sinne, eine Logik der Einbildungskraft und Dichtung . . . eine Zergliederung des Schönen« sein muß. Diese Schriften machen ihn trotz anonymen Erscheinens schlagartig berühmt.
      Völlig überraschend verläßt H. 1769 Riga zu einer Seereise, »um die Welt meines Herrn von mehreren Seiten kennenzulernen« und »nutzbarer zu werden«. Die Seereise, vom Journal meiner Reise im ]ahre ij6o, auch als eine programmatische »Austahrt des Geistes« dokumentiert, endet nach einem Schiffbruch in Frankreich. wo ein Aufenthalt in Paris ihn mit Diderot und anderen Enzyklopädisten bekanntmacht. Ãœber die Niederlande trifft H. zunächst in Hamburg ein. wo er in Kontakt mit Lessing und M. Claudius tritt, um als Hofmeister auf der Bildungsreise des Erbprinzen von Holstein-Gottorp über Darmstadt - er lernt dort seine spätere Frau Caroline Flachsland kennen - schließlich nach Straßburg zu gelangen. Hier begegnet ihm Goethe, dessen Poesie- und Sprachverständnis H. entscheidende Anregungen verdankt, so etwa die Erkenntnis, »daß die Dichtkunst überhaupt eine Welt- und Völker-_-abc sei, nicht ein Privaterbteil einiger feinen gebildeten Herrn«. Von Straßburg aus reicht H. auch seine von der Berliner Akademie preisgekrönte Abhandlung über den •Ursprung der Sprache ein. in der er sich gegen Süßmilchs These vom göttlichen Ursprung abgrenzt. In Verarbeitung und Weiterführung soziohistorischer. psychologischer und religionskritischer Theorien der Zeit ersetzt H. die Kategorie des Ursprungs durch die Hypothese eines komplexen Ausgangszustands und -ucht die Sprache geschichtsimmanent als notwendiges Kennzeichen der spezitischen Xatur des Menschen zu begründen, dessen organische Verfassung nicht nur in sich >chon zur Sprache disponiert ist. sondern zugleich auf die gesellschaftliche Existenz des Menschen verweist, in der Sprache sich bildet.
      Dcsillusioniert über die eigenen Möglichkeiten gesellschaftlich-praktischen Handelns in Bückeburg, an dessen Hof H. dem Ruf des Grafen zu Schaumburg-Lippe : — 1 als Konsistonalrat gefolgt war. verschiebt sich in dem »despotischen Zauber- und Narrenlande« seine »unbegreifliche Doppelliebe zu Gott und Welt« . Davon zeugen in dieser gleichwohl schöpferischen Periode, in der auch H.s für die Dichter des Sturm und Drang so bedeutsamen Beiträge der Sammlung Von deutscher Art und Kunst entstehen, vor allem seine theologischen Schritten . Zusammen mit den späteren Weimarer Arbeiten des Theologen weisen sie in ihrer Anwendung der geschichtlichen Denkweise auf die Interpretation des christlichen Glaubens, der Bibel und der kirchlichen Lehre in die Zukunft: H. wird zum Wegbereiter eines neuen Verständnisses für die christliche Offenbarung.
      Im Herbst 1—6 wird H. durch Vermittlung Goethes Generalsuperintendent und späterer Vizepräsident des Oberkonsistoriums in Weimar, wo der treigeistige Theologe bald schon auf die Opposition der Geistlichkeit trifft. Aus der regen Publikationsarbeit trotz belastender Amtspflichten ragen neben seinen abschließenden Spinoza-Studien insbesondere die Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit hervor, die neben den Briefen zur Beförderung der Humanität â– 1793-96) sein geschichtsphilosophisches Hauptwerk bilden. Gleichermaßen gegen aufklärerischen Geschichtsoptimismus wie Voltairesche Skepsis gerichtet, hatte H. schon in Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit den verwehrten »Allanblick«, der ihm den Sinn der Geschichte erschließen könnte, betont und die Individualität geschichtlicher Phänomene und Epochen gegen die Selbstüberschätzung des »erleuchteten Jahrhunderts« hervorgehoben, gleichwohl aber auf den geschichtlichen Zusammenhang als »Streben auf einander in Kontinuität« hingewiesen. H.s Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit verbindet den Eigenwert jeglicher Kultur mit der Vorstellung vom Gang der Geschichte als letztlich notwendigem Fortgang zu »Vernunft und Billigkeit«, d.h. zu Humanität.
      Als H. nach der weitgehend enttäuschenden Itahenreise in den Bann der Französischen Revolution gerät, die er als politische Fortsetzung der Reformation begrüßt, isoliert ihn dies am Hof ebenso, wie er sich durch seine Nichtbeachtung der entstehenden klassizistischen Literatur und Kritik am ästhetischen Autonomiekonzcpt in einen sich verschärfenden Gegensatz zur Weimarer Klassik Goethes und Schillers bringt. Den von Krankheit und Vereinsamung überschatteten letzten Lebensabschnitt prägt vor allem aber sein Kampf gegen die kritische Philosophie Kants und deren Anhänger. Ohne Kant gerecht zu werden und gerade deshalb auf lange Zeit von der Philosophenzunft mißachtet. lassen H.s erkenntnistheoretische und ästhetische Widerlegungsversuche noch einmal die Methoden und Begriffe seines Denkens zusammen, das stets »die Aufklärung zum Allgemeingut und damit praktisch zu machen« bestrebt war. Trotz der Versuche, ihn einseitig als irranonalisnschen Ahnherrn romantischer Bewegungen zu reklamieren, und trotz der Tatsache, daß sich der Nationalsozialismus nicht scheute, ihn als Vater des Volksglaubens und deutschen Empfindens zu mißbrauchen, gehört deshalb sein Werk, in dem H. die Strömungen seiner Zeit aufnimmt, synthetisiert und weitergibt, »zur bürgerlichen Aufklärung, aber wie ihr böses Gewissen: er besaß gerade die Fähigkeiten, die sie nicht hatte und auch nicht haben konnte, aber die sie hätte haben müssen, um zu siegen« .
     


Johann gottfried herder - adrastea

[â– â– â– ] Gibt es feste Formen des Schönen, die allen Völkern und Zeiten gemein sind? Verfeint sich mit dem Fortgang der Zeiten das Ideal der Schönheit? Man hat den beliebten französischen Ausdruck: 'Nachahmung der schönen Natur" als unbestimmt und unzureichend getadelt; der Tadel ist begründet, .....
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Johann gottfried herder - auszug aus einem briefwechsel über ossian und die lieder alter völker

Je wilder, d. i. je lebendiger, je freiwürkender ein Volk ist, desto wilder, d. i. desto lebendiger, freier, sinnlicher, lyrisch handelnder müssen auch, wenn es Lieder hat, seine Lieder sein. Je entfernter von künstlicher, wissenschaftlicher Denkart, Sprache und Letternart [1] das Volk ist, desto w .....
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Johann gottfried herder - shakespeare

In Griechenland entstand das Drama, wie es in Norden nicht entstehen konnte. In Griechenland wars, was es in Norden nicht sein kann. In Norden ists also nicht und darf nicht sein, was es in Griechenland gewesen. Also Sophokles Drama und Shakespeares Drama sind zwei Dinge, die in gewissem Betracht k .....
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Die entdeckung der naturpoesie johann gottfried herder: auszug aus einem briefwechsel über oßian und die i jeder alter völker

Herder wurde 1 764 mit den Gesängen Ossians bekannt, als in Deutschland die ersten Übersetzungen erschienen. Es waren Gesänge in rhythmisierter Prosa: die F.pen Vingal und Tetnora sowie einundzwanzig kürzere Prosagedichte. Teils waren es Funde altgälischer Volksdichtungen aus dem schottischen Hoch .....
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Johann gottfried herder: volkslieder

Entstehung Im September 1773 kündigte Herder dem Verleger Hartknoch in Riga 'ein Bändchen alte Volkslieder" an. Es war eine Sammlung in zwei Teilen, deren jeder in zwei Bücher unterteilt war. Der erste Teil war überschrieben Englisch und Deutsch, der zweite Englisch-Nordisch und Deutsch. I. 1 enthi .....
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Herder, johann gottfried

An den Kaiser Daun, Otto. In: Aufklärung und Restauration, 1989, S. 215-217. Auf Katharinens Thronbesteigung Schneider, Martin. In: Lyrische Labyrinthe, 1995, S. 105- 110. Der deutsche Nationalruhm Daun, Otto. In: Aufklärung und Restauration, 1989, S. 217 - 222. Der Genius der Z .....
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Johann gottfried herder - volkslieder. zweiter teil

[...] Endlich kann ich nicht umhin, noch mit ein paar Worten merken zu lassen, was ich für das Wesen des Liedes halte. Nicht Zusammensetzung desselben als eines Gemäldes niedlicher Farben, auch glaube ich nicht, daß der Glanz und die Politur seine einzige und Hauptvollkommenheit sei: sie ists nämli .....
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Das vorbild des genies johann gottfried herder: shakespeare

Analyse Von Herders Shakespeare-Aufsatz, den er 1773 in dem Bändelten Von deutscher Art und Kunst zusammen mit dem Auszug aus einem Briefwechsel über Ossian veröffentlichte, gibt es zwei frühere Fassungen: einen ersten Entwurf vom Juni 1771, der als Antwort auf Gerstenbergs Versuch über Shakespeare .....
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Herder, johann gottfried

»Ein rundes Gesicht, eine bedeutende Stirn, eine etwas stumpfe Nase, ein etwas aufgeworfener, aber höchst individuell angenehmer Mund. Unter schwarzen Augenbrauen ein paar kohlschwarze Augen, die ihre Wirkung nicht verfehlten.« So schildert Johann Wolfgang von Goethe H., der ihm 1770 in Straßburg be .....
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Johann wolfgang goethe - 'lyrische gedichte von johann heinrich voß

[...] Und hier ist wohl der Ort, zu bemerken, welchen Einfluß auf Bildung der unteren deutschen Volksklasse unser Dichter haben könnte, vielleicht in einigen Gegenden schon hat. Seine Gedichte bei Gelegenheit ländlicher Vorfälle stellen zwar mehr die Reflexion eines dritten als das Gefühl der Geme .....
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Seume, johann gottfried

»Anbei will ich Ihnen hier mein Inventarium liefern..., was ich zur Bedeckung meiner huronischen Haut trage: 1. Meinen blauen Frack, 2. Zwei Westen, damit ich die Winter-shawls abwerfen kann und doch noch eine in saeco behalte, 3. Zwei Paar Beinkleider inclusive der Unterziehhosen, 4. .....
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Schnabel, johann gottfried

»Ich weiß wohl, daß lange Zeite dieser Name bloß galt, um etwas ganz Verächtliches zu bezeichnen«, schreibt 1828 Ludwig Tieck über »jene treuherzige Chronik« der Insel Felsenburg, deren schlechter Ruf in umgekehrtem Verhältnis zu ihrer Popularität stand. Das Buch war einer der meistgelesenen Romane .....
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Seume, johann gottfried

Sein Reisebericht Spaziergang nach Syrakushat zu Beginn des 19. Jahrhunderts den bislang unbekannten Lyriker, Privatdozenten, Solda- ten, Lektor und Korrektor Johann Gottfried Seume mit einem Schlag berühmt gemacht. Seume hatte bereits ein abenteuerliches und schweres Leben hinter sich; er stammte .....
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Schnabel, johann gottfried

Johann Gottfried Schnabel war ein »Bestsellerautor« des frühen 18. Jahrhunderts; die Verbreitung seines Hauptwerks wurde in einigen Landstrichen nur noch von der->ß/öe/übertroffen. Ãœber Schnabel gibt es wenige gesicherte Daten. Er wurde in Halle erzogen und eignete sich in Leipzig die Grundlagen d .....
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Gottfried keller (i8i9-i890): sommernacht - ein alter brauch - erhaltenswert

Sommernacht Es wallt das Korn weit in die Runde Und wie ein Meer dehnt es sich aus; Doch liegt auf seinem stillen Grunde Nicht Seegewürm noch andrer Graus: Da träumen Blumen nur von Kränzen Und trinken der Gestirne Schein. O goldnes Meer, dein friedlich Glänzen Saugt meine Seele gierig ein! In m .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Die Wirklichkeit der Landschaften

Die tragödie des großen menschen - geschichte gottfriedens von berlichingen mit der

Analyse Im November und Dezember 1771 schrieb Goethe in Frankfurt, ermuntert von seiner Schwester Cornelia, die erste Fassung des Götz innerhalb von sechs Wochen, 'ohne Plan und F.ntwurf, bloß der Hinbildungskraft und einem innern Trieb" folgend und 'ohne weder rückwärts, noch rechts, noch links z .....
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Index » Sturm und Drang Epoche » Das nicht aristotelische Drama

Die 'erlebnisdichtung johann wolfgang goethe: lyrik

Entstehung In den sieben Jahren zwischen der Abreise aus Leipzig am 28. August 1768 und der Ankunft in Weimar am 7. November 1775 hat Goethe nur etwa siebzig Gedichte geschrieben, wenn man 'die beiläufigen Stammbuchverse, Gelegenheitssprüche, Widmungen, die versifizierten Tagebucheintragungen und g .....
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Johann wolfgang goethe: von deutscher baukunst

Analyse Zu den Neubewertungen, die in Kunsttheorie und Sprachgebrauch der 1770er Jahre die Bedeutung vieler Worte veränderten, gehört auch der Bedeutungswandel, den das Wort gotisch erfuhr: Goethe verband zunächst Vorstellungen von 'unbestimmtem, ungeordnetem, unnatürlichem, zusammengestoppeltem, a .....
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Goethes größter bucherfolg - johann wolfgang goethe: die leiden des jungen werthers

Entstehung Die Handlung des Romans fußt z.T. auf Erlebnissen Goethes in Wetzlar und Ehrenbrcitstein; die Hauptfiguren sind nach historischen Personen beschrieben. Goethe war nach Beendigung seines Jurastudiums in Straßburg 1771 in Frankfurt als Anwalt tätig. Hierzu war, wie sich bald herausstellte .....
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Johann wolfgang goethe - prometheus

Bedecke deinen Himmel, Zeus, Mit Wolkendunst, Und übe, dem Knaben gleich, Der Disteln köpft, An Eichen dich und Bergeshöhn; Mußt mir meine Erde Doch lassen stehn Und meine Hütte, die du nicht gebaut, Und meinen Herd, Um dessen Glut Du mich beneidest. Ich kenne nichts Ärmeres Unter der So .....
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Johann wolfgang goethe - heidenrÖslein

Sah ein Knab ein Röslein stehn, Röslein auf der Heiden, War so jung und morgenschön, Lief er schnell, es nah zu sehn, Sahs mit vielen Freuden. Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden. Knabe sprach: Ich breche dich, Röslein auf der Heiden! Röslein sprach: Ich steche dich, Daß du ewig d .....
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Johann wolfgang goethe - willkommen und abschied

Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde! Es war getan fast eh gedacht. Der Abend wiegte schon die Erde, Und an den Bergen hing die Nacht; Schon stand im Nebelkleid die Eiche, Ein aufgetürmter Riese, da, Wo Finsternis aus dem Gesträuche Mit hundert schwarzen Augen sah. Der Mond von einem Wol .....
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Gottfried august bürger - lenore

Lenore fuhr ums Morgenrot empor aus schweren Träumen: 'Bist untreu, Wilhelm, oder tot? wie lange wirst du säumen?" Er war mit König Friedrichs Macht gezogen in die Prager Schlacht und hatte nicht geschrieben, ob er gesund geblieben. Der König und die Kaiserin, des langen Haders müde, bewegten ihr .....
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Johann christian günther - abschiedsaria

Schweig du doch nur, du Hälfte meiner Brust; Denn was du weinst, ist Blut aus meinem Herzen. Ich taumle so und hob an nichts mehr Lust Als an der Angst und den getreuen Schmerzen, Womit der Stern, der unsre Liebe trennt, die Augen brennt. Die Zärtlichkeit der innerlichen Qual Erlaubt mir kaum, ein .....
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Johann heinrich voß: die pferdeknechte, der Ährenkranz, der siebzigste geburtstag

Analyse Die Pferdeknechte und Der Ährenkranz, die bei der Erstveröffentlichung 1775 nebeneinander standen, wurden in späteren Ausgaben voneinander getrennt. Die Ausgabe von F.va D. Becker, auf die sich diese Analyse stützt, bringt den Text der Erstausgabe ohne die späteren Veränderungen und Erweit .....
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