Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Philosophen biographisch

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Habermas, Jürgen



Seiner philosophischen und politischen Denkweise nach stammt H. aus der Frankfurter Schule, die unter anderem als theoretischer Nährboden der Studentenrevolte in den öoiger Namen wie Max Horkheimer. Theodor W.
      Marcuse stehen für die ältere Genera selbst »Kritische Theorie« nannte. mittleren Generation an, Oskar Negt. Claus Offe. Albrecht Wellmer und Alfred Schmidt der jüngeren. Marx und der frühen Kritischen Theorie zufolge machen die Menschen dereinst mit Vernunft ihre Geschichte selbst und setzen sich auch selbst vernünftige Ziele. Alle bisherige Geschichte sei »Vorgeschichte« gewesen. Zweifel an dieser Auflassung wurden schon sehr früh wach, als bewußt wurde, daß der Kapitalismus immer wieder neue Mittel erdachte, um sich selbst zu erhalten. So stabilisierte sich der Kapitalismus, und von einer sozialistischen Revolution war die Gesellschaft weit entfernt. Vor allem nach den Greueln des Nationalsozialismus war Vernunft für Adorno allenfalls noch in der Kunst auffindbar und zukunftsweisende politische Praxis nicht mehr möglich. Die Kritische Theorie hatte sich schon in ihren Anlangen deutlich von der traditionellen Theorie abgegrenzt. Jetzt grenzte sie sich auch von der marxistischen Theorie, die in praktischer Absicht arbeitete, ab. H. dagegen wollte »die Idee einer in praktischer Absicht entworfenen Theorie der Gesellschaft entfalten«. Damit hatte er 19-1 in der Einleitung zur Neuausgabe des Buches Theorie und Praxis sein Vorhaben geäußert, eine »Kritische Theorie der Gesellschaft« neu zu begründen. Eine solche Neubegründung wurde von ihm in dem 1981 erschienenen Werk Theorie des kommunikativen Handelns vorgelegt. Inhaltlich sind dort die Vorarbeiten eingegangen, die zwischen 1971 und 1981 geschrieben wurden. Diese Arbeiten sind von H. in dem Band orstudien und Ergänzungen zur Theorie des kommunikativen Handelns gesammelt worden. Im Vorwort der Theorie des kommunikativen Handelns heißt es: »Die Theorie des kommunikativen Handelns ist... Anfang einer Gesellschaftstheorie, die sich bemüht, ihre kritischen Maßstäbe auszuweisen.« Was bedeutet das? In Erkenntnis und Interesse sagt H.. daß es keine sogenannte »objektive Erkenntnis« gibt. »Der Forschungsprozeß organisiert seinen Objektbereich so. wie es den Interessen entspricht, die dem Lebensprozeß der handelnden, also auch erkennenden und forschenden Menschen entspringen Darum sind technisches und praktisches Erkenntnisinteresse nicht Steuerungen der Kognition, die um der Objektivität der Erkenntnis willen ausgeschaltet werden muß-ten; sie selbst vielmehr bestimmen den Aspekt, unter dem die Wirklichkeit objektiviert, und damit der Erfahrung allererst zugänglich gemacht werden kann. Der Ausdruck .Interesse« soll freilich die Einheit des Lebenszusammenhangs anzeigen, in den Kognition eingebettet ist.« Damit macht H. deutlich, daß jede Theorie in praktischer Absicht betneben wird. Das Erkenntnisinteresse der früheren älteren und auch der Habermasschen »Kritischen Theorie« ist das Interesse an Emanzipation, denn das Wahrheitskriterium der »Kritischen Theorie« ist - wie schon bei Marx - die gelingende Praxis.

      Wenn es so ist. daß es keine objektive Erkenntnis gibt, dann müssen die normativen Grundlagen der nun radikalisierten Erkenntnistheorie der »Kritischen Theorie« freigelegt werden. Die »Kritische Theorie« Adornos und Horkheimers konnte diese Grundlagen nicht freilegen, weil sie spätestens seit der Zeit des Nationalsozialismus keine Chancen einer geschichtlichen Veränderung mehr sah, somit auch kein Interesse an Emanzipation mehr bestand. H. will mit seiner Theorie des kommunikativen Handelns nach eigener Aussage »der Mißlichkeit begegnen..., daß die normativen Grundlagen der kritischen Gesellschaftstheorie völlig ungeklärt waren« . und er will zeigen, daß die »Ideen der Wahrheit, Freiheit und Gerechtigkeit als wechselseitig miteinander verknüpfte quasi-trans-zendentale Fundamentalnormen... in die Strukturen sprachlicher Kommunikation konstitutiv eingelassen sind« . Auf den verschiedenen Ebenen von sozialwissensehattlichcr Theoriebildung soll also der Zusammenhang zwischen empirischer Analyse und normativen Voraussetzungen deutlich werden können. Neben dem Vorwurf, daß es ein Sakrileg sei. in einem szientistischen Zeitalter die Idee der praktischen Vernunft in den empirischen Sozialwissenschaften wieder zur Geltung zu bringen, mußte sich H. fragen lassen, woher er denn die normativen Grundlagen einer kritischen Gesellschaftstheone nehmen wolle, ohne in Metaphysik zu verfallen. H. ist der Auffassung, daß die normativen Grundlagen in der Sprache liegen. Ausgehend nun von dem Gedanken, daß es keine objektive Erkenntnis gibt und daß sich das Interesse der Wissenschaftler, nach welchen sie sich ihren Forschungsbereich organisieren, aus ihrer Lebenswelt speist, läßt sich H. Hinwendung zur Sprache leicht verstehen. Die Lebenswelt besteht nach H. »aus individuellen Fertigkeiten, dem intuitiven Wissen, wie man mit einer Situation fertig wird, und aus sozial eingeübten Praktiken, dem intuitiven Wissen, worauf man sich in einer Situation verlassen kann, nicht weniger als aus den tnvialerweise gewußten Hintergrundüberzeugungen« . Aut diesem so vertrauten Hintergrund ist die Verständigung der Menschen untereinander überhaupt erst möglich. Dieses Wissen der Lebenswelt liegt nicht auf der Straße, sondern ist in der Sprache enthalten. Der Sozialwisscnschaftler bringt also in den Verständigungsprozeß bei der Wahrheitssuche im Wissenschaftsprozeß schon eine Vielzahl unhinterfragter Voraussetzungen ein. Die Sprache ist allerdings die Basis eines jeden Wissenschaftsprozesses. Deshalb müßte diese in der Sprache enthaltene Hintergrundüberzeugung auch zur Diskussion gestellt werden. Aus ihr heraus analysiere man vielleicht die normativen Grundlagen einer kritischen Gesell-schattstheone. Auf diesen Zusammenhang wies zuerst Wittgenstein hin. An Wittgenstein und an die Lebensweltthese von Husserl knüpft H. an: »Der im Gespräch sich ötmende soziale Raum einer gemeinsam bewohnten Lebenswelt liefert den
Schlüssel zum kommunikationstheoretischen Begriff der Gesellschatt« {Entgegnung. 1986).
      1970 schrieb H. in seinem Buch Zur Logik der Sozialwissenschaften: »Noch ist die Sprache nicht als das Gespinst durchschaut, an dessen Fäden die Subjekte hängen und an ihnen zu Subjekten sich erst bilden.« Von da an galt das Bemühen H. der Operatio-nalisierung einer Erforschung dieses unübersichtlichen Gespinstes der Sprache, um die normativen Grundlagen einer kritischen Gesellschattstheorie aus der Sprache zu rekonstruieren. Wenn es denn das Interesse an Emanzipation ist. was H. seine Forschungen betreiben läßt, dann müssen auch tatsächlich vorhegende Entwicklungsmöglichkeiten von Gesellschaft aufgezeigt werden, damit nicht ein wie auch immer dogmatischer Begriff von Gesellschaft entsteht, mit dessen Hüte empirische Daten geordnet werden. Em Begriff von Gesellschatt und die normativen Grundlagen dieses Begritts müssen mit den empirischen Daten vermittelt sein. H. sagt ausdrücklich, daß die »Theorie des kommunikativen Handelns« keine Metatheorie sei.
      Wie geht nun H. zunächst daran, dieses Gespinst »Sprache« zu operationalisieren? Sprache ist für H. mehr als nur Verständigungsmittel. Das drückt sich begrifflich schon dadurch aus. daß H. von kommunikativem Handeln spricht. Dieses kommunikative Handeln will H. durch eine L nii-ersalpragmatik systematisieren. Was ist das? »Die allgemeine Pragmatiktheorie hat es. . . mit der Rekonstruktion des Regelsystems zu tun, das der Fähigkeit eines Subjekts zugrundehegt. Sätze in irgendeiner Situation zu äußern. Die Universalpragmatik stellt mithin den Anspruch, die Fähigkeit erwachsener Sprecher zu rekonstruieren. Sätze derart in Realitätsbezüge einzubetten, daß sie die allgemeinen pragmatischen Funktionen der Darstellung, des Ausdrucks und der Mitteilung übernehmen können« . H. sucht nach den allgemeinen und universellen Voraussetzungen tür kommunikatives Handeln. Dabei nimmt er an. daß die Standardbedingungen m jeder möglichen Redesituation als allgemeine Bestandteile wiederkehren. Ausgangspunkt seiner Untersuchung ist die elementarste Einheit des kommunikativen Handelns, nämlich der Sprechakt. Die Sprechakttheorie hat Austin begründet: Searle hat sie ausgearbeitet. Der Sprechakt setzt sich aus einem illokutiven und einem proposkionalen Teil zusammen. Nehmen wir als Beispiel den Sprechakt: »Ich verspreche Dir. daß ich morgen komme.« »Ich verspreche Dir« ist der lllokutive Bestandteil, und »Ich komme morgen« ist der propositionale Bestandteil. Der lllokutive Bestandteil legt den Verwendungssinn, den Zusammenhang oder die Situation der Aussage, des propositiona-len Teils fest. Der propositionale Bestandteil hat den Sinn des prädikativen Verstehens der Welt. Der illokutive Bestandteil dient dazu, die interpersonale Beziehung der Sprecher herzustellen. H. will, vom Sprechakt ausgehend, eine systematische Erfassung der Lebenswelt bzw. allen kommunikativen Handelns erreichen. Dafür muß natürlich der illokutive Bestandteil des Sprechakts im Zentrum der Ãœberlegungen stehen. Das Ergebnis seiner Studie ist. daß es vier Klassen von Sprechakten gibt: Die Kommunikativa: Sic dienen nach H. dazu, den Sinn von Rede überhaupt auszudrücken. Hier geht es also darum, daß der Hörer versteht. H. nennt u.a. die Beispiele: sagen, tragen, erwähnen. Konstitutiva. Hier geht es darum, eine Aussage zu machen, also einen assertorischen Satz zu bilden, d.h.. dem anderen etwas zu beschreiben, zu erklären oder etwas zu versichern oder zu bestreiten. Reprasentativa: Hiermit expliziert der Sprechereine Expression. Er stellt sich dem Hörer selbst dar. Es geht darum, daß der Spreche: sich offenbart oder sich verhüllt, etwas verschweigt oder sich verleugnet. Regulatv. .: Sie dienen dazu, den normativen Sinn der interpersonalen Beziehung auszudrücke:; Hier geht es darum, zu befehlen, aufzufordern, zu ermahnen oder zu verbieten, z;: warnen oder zu raten usw.
      In allen vier Klassen sind Geltungsansprüche enthalten, die der Rede jedesmal zugrunde hegen. Der Geltungsanspruch der Verständlichkeit ist in den Kommumka-tiva enthalten. Der Geltungsanspruch der Wahrheit ist in den Konstitutiva enthalte:: und der der Richtigkeit in den Regulativa. Der Geltungsanspruch der Wahrhaftigkei: ist in den Repräsentanva enthalten. Später hat H. diese vier Geltungsansprüche auf dre: reduziert, weil die Verständlichkeit kein Geltungsanspruch ist, sondern eine Verständigungsregel. Die drei Geltungsansprüche Wahrheit. Richtigkeit und Wahrhaftigkei: »konvergieren in einem einzigen: dem der Vernünftigkcit«. 1981 sagte H. in einem Interview, die Vernunft solle »die Vernunftmomente, die in allen drei Kantschen Kritiken auseinandergenommen worden sind, in ihrer Einheit zeigen: Die Einheit der theoretischen Vernunft mit moralisch-praktischer Einsicht und ästhetischer Urteilskraft.« Und m der Theorie des koinnmnikatifen Handelns heißt es: »Allein das kommunikative Handlungsmodell setzt Sprache als ein Medium unverkürzter Verständigung voraus, wobei sich Sprecher und Hörer aus dem Horizont ihrer vorinterpretierten Lebenswelt gleichzeitig auf etwas in der objektiven, sozialen und subjektiven Welt beziehen, um gemeinsame Situationsdefinitionen auszuhandeln.«
Dieser Vernunftsbegriff ist für die H.sche Kritische Theorie die normative Basis. Hierin unterscheidet er sich von der Vernunftkonzeption und Rationalitätskritik der Kritischen Theorie Adornos und Horkheimers. aber auch von der Rationalitätskonzeption Max Webers, die alle eine fortschreitende Herrschaft des theoretischen Vernunftmoments sehen: diese Herrschaft drückt sich in der Ökonomisierung und Büro-kratisierung der Gesellschaft aus. Dies sieht auch H. Auch er stellt fest, daß die Vernunft in der heutigen Zeit in ihre drei Vernunftmomente auseinandergetreten ist. Doch er setzt im Gegensatz zu Horkheimer. Adorno und Max Weber aut die Entwicklungsmöglichkeit der Vernunft. H. meint, die Gesellschatt müsse Antworten geben auf die beiden Fragen: »Ob die objektiv in ihre Momente auseinandergetretene Vernunft noch eine Einheit wahren kann, und wie die Expertenkulturen mit der Alltagspraxis vermittelt werden können.« Wie allerdings gegen die fortschreitende Rationalisierung vorgegangen werden müsse, darauf kann und will H. auch keine Antwort geben. Der Philosoph könne kein Platzanweiser sein, sondern nur Platzhalter. Er müsse auf die Misere hinweisen. Er müsse in den Wissenschaften den Gedanken einer einheitlichen Vernunft wachhalten und bewahren. »Ob der von H. konzipierte Vernunftbegriff als normativer Bezugspunkt für kritische Theorie der Moderne empirisch gesehen fruchtbar ist. muß sich . . . erst noch erweisen.« Und dennoch: H. sagte 1984 vor dem Spanischen Parlament: »Es ist keineswegs nur Realismus, wenn eine forsch akzeptierte Ratlosigkeit mehr und mehr an die Stelle von zukunttsgerichteten Orientierungsversuchen tritt. Die Lage mag objektiv unübersichtlich sein. Unübersichtlichkeit ist indessen auch eine Funktion der Handlungsbereitschaft, die sich eine Gesellschaft zutraut. Es geht um das Vertrauen der westlichen Kultur in sich selbst.« Die westliche Kultur kann aber offensichtlich nicht mehr an die sozialistische Utopictradi-tion anknüpfen. Dies war schon der älteren Kritischen Theorie klar. H. setzt auf den Protest gegen Vereinnahmung der Menschen durch wirtschaftliche und institutionelle Bevormundung, der sich überall entwickelt. Die politischen Institutionen müßten sensibel auf diesen Protest reagieren. Zwischen den politisch Verantwortlichen und denen, die den Protest vortragen, müßte es zur diskursiven Problemlösung kommen. H. setzt auf die Entwicklung der Rationalität, die prinzipiell der diskursiven Willensbildung zugrundehegt. Bei den Problemen, die sich heute weltweit stellen, müßte eine weitumgreifende diskursive Willensbildung organisiert werden. H. kann auch hier nur die formalen Bedingungen für Diskurse solcher Art angeben. Ob solche Diskurse Zustandekommen und ob sich in ihnen zukunftsweisende Normen entwickeln, muß sich ebenfalls erst empirisch erweisen.
      Mit seiner Philosophie setzt sich H. jedenfalls sowohl von der älteren Kritischen Theorie ab. die das Utopiepotential des Spätkapitalismus generell aufgezehrt sieht, wie auch von den Konservativen, deren Vertreter ermahnen: »Schachere nicht am Markt der Utopien und laß Dich nicht von Rezepten des besten Weges und der besten Gesellschaft übertölpeln. Halte fest am Bild einer Welt, das Glück des erfüllten Augenblicks gibt« . Daß H. sich in gleicher Wreise von solch unterschiedlichen utopieabgeneigten Richtungen abgrenzt, hat sicher mit seiner Biographie zu tun. Die ersten sechzehn Jahre seines Lebens verbrachte er im kleinstädtischen Gummersbach unter dem Nationalsozialismus. Als ihm der Terror der Vernichtungslager bekannt wurde, war H. erschrocken und entsetzt. Nach eigener Aussage erlebte er den Einmarsch der Alliierten als Befreiung. Für ihn war der bürgerliche Verfassungsstaat in seiner französischen oder amerikanischen oder englischen Ausprägung trotz der in H". Habilitationsschrift Strukturwandel der Öffentlichkeit analysierten schwerwiegenden Unzulänglichkeiten eine historische Errungenschaft und eine wirkliche Chance. Für ihn war das Utopiepotential des modernen Vcrtassungsstaates nicht aufgezehrt. Diese Lebenseinstellung ist auch die Basis für den Wissenschaftler H. Darin sind sich Bloch und H. völlig einig gewesen gegenüber der älteren Kritischen Theorie. Ein Interpret der H.schen Werke schrieb: »Die Vernunft kann nicht blühen ohne Hoffnung, die Hoffnung nicht sprechen ohne Vernunft« .
      Nun nimmt sich das Ergebnis einer jahrzehntelangen Forschung - der von H. explizierte Vernunftbegriff als normative Basis einer Sozialwissenschaft - nach H. eigener Aussage recht bescheiden aus. Man darf aber nicht vergessen, daß seine veröffentlichte Forschung zu innovativen Diskussionen in fast allen Bereichen der Sozialwissenschaft in den letzten zwei Jahrzehnten geführt hat: in der Psychoanalyse, in der Pädagogik, in der Evolutionstheorie, in der Linguistik und natürlich - und dort besonders - in der Philosophie. Ãœber diese Bedeutung eines so vielfältigen und produktiven Wissenschaftlers sind sich die Vertreter gegensätzlicher sozialwissenschaftlicher Schulen einig.
      Horster. Detlef: Habermas zur Einführung. Hamburg . Gripp. Helga: Jürgen Habermas. Paderborn-München-Wien-Zürich . McCarthy. Thomas: Kritik der Verständigungsverhältnisse. Zur Theorie von Jürgen Habermas. Frankfurt am Main lySo.

      Detlef Homer


Ideologie und ideologiekritik: jürgen habermas

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Theobaldy, jürgen

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