Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt

Referat Projekt, Charakterisierung, Interpretation, Papier, Essay
Philosophen biographisch

Index
» Autoren
» Philosophen biographisch
» Gorgias von Leontinoi

Gorgias von Leontinoi



G.. Sohn des Charmanndas. zählt mit Protagoras zur ersten Generation der Sophisten und zu den erfolgreichsten Rhetoren seiner Zeit. 427 kam er an der Spitze einer Gesandtschaft seiner Vaterstadt nach Athen, wo er durch seine Beredsamkeit faszinierte und Schüler gewann. G. kehrte offenbar nie nach Sizilien zurück, hielt sich zeitweise in Boiotien auf. vor allem aber in Lanssa. wo er mit den Aleuaden verkehrte, als Lehrer wirkte und offenbar in erstaunlicher körperlicher Gesundheit und geistiger Klarheit seinen Lebensabend verbrachte. 111 engem Kontakt mit Hippokrates von Kos. Nach dem Nikias-Fneden hielt er in Athen den Epitaph auf die gefallenen Athener, wobei er seinen Zuhörern vorgehalten haben soll, »daß die Siege über Barbaren Preislieder, diejenigen über Hellenen aber Klagelieder hervorrufen« . Diesen »Panhellenismus«. mit dem G. seiner Zeit weit voraus war, stellte er auch mit einer Festrede in Olympia zur Schau, als er die Hellenen aufforderte, ihre Streitigkeiten beizulegen, um gemeinsam den Persern entgegentreten zu können, und den Frieden als natürlichen, gesunden Zustand antithetisch dem Krieg als dem Unnatürlichen. Krankhaften. Abnormen gegenüberstellte . Seme Vortragsund Lehrtätigkeit brachte ihm solchen Reichtum ein. daß er dem Apollon in Dclphoi ein vergoldetes Standbild seiner Person weihen konnte. Ein anderes errichtete dem G. sein Großneffe Eumolpos. Sohn des Hippokrates aus Kos. in Olympia mit der Inschrift: »Wo es die Seele zu üben gilt für der arete Wettkampt, da ist die schöne rechne jene, die Gorgias fand.«
G. war zunächst »Schüler« des Empedokles - Naturphilosoph und -forscher, Arzt, Erfinder der Rhetorik. Pohtiker. Dessen prägender Emfluß auf G. ist greifbar nicht nur in seinem poetischen Stil, seiner Vorliebe für Metaphern, sondern auch dann, daß G. seine Schüler offenbar nicht nur die Rhetorik sondern auch die Astronomie und -Physik« lehrte, in seiner Wahrnchmungstheorie und seinem astronomischen Wissen, seiner Definition der Farbe in Piatons Menon, serner von Theophrast f Ãober das FeueR) erwähnten Theorie des Brennspiegels. So wird dem »Physiker« G. auch eine Schrift über Optik zugeschrieben. - Die Angriffe der Eleaten auf Empedokles führten G. wahrscheinlich zur Beschäftigung mit Parmenides, ließen ihn besonders zum Eristiker. Dialektiker im Stile des Zenon von Elea werden. Sem letzter Entwicklungsschritt war der zum Rhetoriker; dabei spätestens eignete er sich auch die sizihsche Rhetorik an. die politische, beratende des Korax. die gerichtlichedes Teisias, denen von Piaton und Aristoteles die »Erfindung« des »eikös«. der »Wahrscheinlichkeit«, als Argumentationsmittel zugeschrieben wird.
      Frucht dieser Entwicklung war des G. berühmt-berüchtigte Schrift Ãober das S kht-seiende oder die Satur. von der zwei Zusammenfassungen erhalten sind: bei PseudoAristoteles, De Melissa, Xenophane et Gorgia. und bei Sextus Empiricus. Adversus Mathemaücos . Drei Thesen entwickelt G.: erstens, es gibt mchts; zweitens, wenn es auch etwas gäbe, wäre es doch für den Menschen unerkennbar: drittens, wenn es auch erkennbar wäre, wäre es doch unseren Mitmenschen nicht mitteilbar und nicht verständlich zu machen. Eine polemische Abrechnung mit der gesamten spekulativen Scins-Philosophie. die in eine Sackgasse geraten war. ist diese Schrift eine Abrechnung, wie wir sie auch von dem Heraklit-Schüler Kratvlos und von Xeniades kennen. Die dabei von G. verwandte Methode war in der eleacischen Tradition verankert: seine Bcweis-»t6poi« entnahm G. den Schriften der Seins-Philosophen selbst. Man kann diese Schrift aber mit Eugene Dupreel zugleich als neue Wissenschaftstheorie und Grundlegung einer Theorie sprachlicher Kommunikation betrachten: Für G. »ist das Denken oder die Erkenntnis das. was in Sprache ausgedrückt wird oder ausgedrückt werden kann. Das Wissen läßt sich nicht trennen vom sprachlichen Ausdruck und von der Kommunikation des Gedankens: Wissenschaft, das ist daher Wissenschaft vom Diskurs«. Sie beruht auf dem Verständnis des Togos« als Zeichen, das für die realen Dinge der Außenwelt steht, dessen eigene Wirklichkeit aber die des Denkens und der Vorstellung ist: Semiotik als Theorie sprachlicher Kommunikation. - Das Problem erfolgreicher Kommunikation mittels Gespräch und Rede besteht dann dann, daß die am Geschehen Beteiligten über dieselben Erfahrungen mit den realen Dingen der Außenwelt verfügen, auf gleiche Weise denken, sich in der gleichen psychischen Verfassung befinden müssen: Rhetorik ist für G. »Seelenführung durch lögoi«. sowohl im öffentlichen Leben, vor Gericht, im Rat und der Volksversammlung, als auch im Privatleben, in großen und kleinen Dingen. Das verlangt vom Redner, sich bei der Auswahl und Orgamsation seiner Beweise. Argumente, in seinem Stil Ort, Zeit, Umständen, besonders den psychosozialen Voraussetzungen und der psychischen Verfassung seines Publikums anzupassen - der gegebenen »Situation«, dem »kairös«; verlangt aber auch, diesen »kairös« aktiv herzustellen, indem er seine Zuhörer durch »ethos« und »päthos« in seinen Bann zieht: »Der Begriff der Suggestion ist genau das. was Gorgias und seine Schule mit Bezaubern meint« . Auf sie zielte besonders die von dem Empedokles-Schüler G. ge-schalfene Kunstprosa: das Spiel mit überraschenden Metaphern, die Vorliebe für sprachliche und gedankliche Antithesen, der kunstvolle Bau wohlklingender, einschmeichelnder Perioden - der Dichtung entlehnte Stilmit-tcl: »Wirkungsästhetik«.
      G. war also nicht der von Piaton in seinem Gorgias gezeichnete Rhetor. der nur die Fertigkeit besitzt und lehrt, zu schmeicheln, ohne sich um Recht und Unrecht zu kümmern, nicht imstande, die Voraussetzungen und Wirkungen seines Handelns zu erklären und zu begründen: für Piaton der »Beweis«, daß die Rhetorik keine »techne« ist - ein Anspruch, den er erst später im Phaidros durch die »dialektische Rhetorik« erfüllt sah. - Faßbar wird für uns der authentische G. in seinen beiden erhaltenen Musterreden Lob der Helena und 1 erteidigung des Palamedes - epideiktische Reden, mitdenen er in die kulturphilosophische Diskussion und die Auseinandersetzungen um die Mvthen der Dichter eingriff. Darüber hinaus stellt G. in der Helena seine Theorie der Rhetorik als Seelenführung dar - Klassifikation der »lögoi«: die auf Täuschung der Seele angelegten Werke der Dichter. Weihegesänge und Zaubersprüche: die Reden der Naturphilosophen. Gerichts- und politischen Redner. Enstiker. die daraut zielen, etwas glaubhaft zu machen: dann eine Theorie der Wirkung optischer Eindrücke auf die Seele. Im Palamedcs. der sowohl die platonische als auch die xenophontische Apologie des Sokrates beeinflußte, darf man wohl zugleich ein Bild des »tugendhaften« Mannes sehen, findet man die Werte, die seine Lebenshaltung bestimmen. Und während G. in der Helena die Macht des »lögos« preist, zeigt er im Palamedes dessen Ohnmacht, so daß zwischen beiden Reden ein tieferer Zusammenhang besteht.
      G. definierte die Rhetorik als »peitoüs demiurgös«, als »Erzeugerin von Ãoberzeugung«, mag das besonders in der Situation der Mengenkommunikation oft nicht mehr bedeuten als »Meisterin des Ãoberredens«, wodurch sie zum Zwang wird, zum Unrecht. Trotzdem bleibt sie die edelste aller »technai«. weil nur sie eine Alternative zu jeglicher Form der Gewalt bietet, im öffentlichen wie privaten Leben allem das Wort zur Beherrscherin der Menschen macht. »Eine vielvermögende Machthaberin« ist die Rede, »die mit einem winzigen Körper und ganz unscheinbarer Gestalt die gewaltigsten Werke vollbringt«: Sie kann von Furcht und Schmerz befreien. Freude. Anteilnahme. Mitleid. Schauder einflößen, die Seele bezaubern, bewegen und verwandeln; und sie kann als verlogene Rede die Seele zum Irrtum verführen, deren Vorstellungen täuschen, wenn die Menschen an das Vergangene keine Erinnerung, vom Gegenwärtigen keinen Begriff, für das Künftige keine Voraussicht besitzen. Das Publikum will vom Redner nicht belehrt, sondern affektiv-eniotional erregt, unterhalten, durch dessen glanzvolles Auftreten beeindruckt werden. Wie die meisten sophistischen Rhetoriker. verfaßte auch G. ein Lehrbuch der Rhetorik und Eristik, Dialektik. Es war kein Regelwerk, sondern eher eine Muster- und Beispielsammlung mit guten Ratschlägen wie dem durch Aristoteles überlieferten, »man müsse den Ernst der Gegner durch Lachen und ihr Lachen durch Ernst zunichte machen«.
      G. wollte nur lehren, über jeden Gegenstand überzeugend zu reden, obwohl er genau wußte, daß die Rhetorik eine gefahrliche Waffe ist. die auch mißbraucht wird. In offenem Gegensatz zu den übrigen Sophisten lehnte er es ab. die »arete« zu lehren, weil es für ihn davon keinen allgemein verbindlichen Begriff gab. das sittlich richtige Handeln und Reden sich vielmehr aus der jeweiligen Person, deren Geschlecht. Alter, Beruf. Stand und aus der konkreten Situation ergeben muß - Frucht gesunden Menschenverstandes und göttlichen Wohlwollens. Diese »Situationsethik« war für G. gebunden an die in Religion. Gesetz. Sitte und Brauch tradierten Werte und Normen; und zu denen gehörte auch die »gerechte Täuschung« des Feindes, sogar des Freundes, wenn anders Schaden von ihm nicht abgewandt, anders ihm nicht geholten werden kann. Und wenn es für G. auch keine »objektive Wahrheit«, sondern nur »doxa«, »Meinung«, gab. so unterschied er doch nachdrücklich zwischen »Wahrhaftigkeit« und Lüge. Als Rhetoriker setzte G. auf das »eikös«. weil er wußte, daß die Menschen nur für wahr halten, was ihnen wahrscheinlich dünkt, ihnen nur das Wahrscheinliche glaubhaft ist. Vertrauen einflößt. Ãoberzeugung schattt.
      Bei der Beurteilung des G. als »Nur-Rhetonker« übersieht man, daß sich die altenaturphilosophische Welt des Seins aufgelöst hatte und das Ziel germanischer Rhetorik eben dann bestand, durch den menschlichen Geist den Schein umgekehrt in das Sem zurückzuwandern und. was theoretisch verloren war. in der Praxis wiederzugewinnen: das Schemende in der Ãoberzeugung der Zuhörer zur Wirklichkeit zu gestalten . Und man übersieht, daß gerade G. mit seiner Rhetorik zur Erkenntnis des zentralen Gegenstands sophistischer Philosophie Bedeutsames beigetragen hat: des Menschen als sozialem Wesen.
     


Ludwig achim von arnim - von volksliedern â-  an kapellmeister reichardt

[...] Ein schönes Lied in schlechter Melodie behält sich nicht, und ein schlechtes Lied in schöner Melodie verhält sich und verfängt sich, bis es herausgelacht; wie ein Labyrinth ist es: einmal hinein, müssen wir wohl weiter; aber aus Furcht vor dem Lindwurm, der drin eingesperrt, suchen wir gleich .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Im abstände folgt mörike von den lyrikern dieser zeit der unglückliche - deutsch-ungar- nikolaus lenau (niembsch von strehlenau), i802-i850.

Auch Lenau fand den Ausgleich zwischen romantischem Wesen und der wirklichen Welt nur in seiner Dichtung. Er hat den Sprung aus der romantischen Befangenheit seines Wesens in die Realität der Welt um 1840 wohl gewagt und ist nach Amerika gegangen, um Farmer zu werden; aber vor der Wirklichkeit .....
[ mehr ]
Index » VON DER ROMANTIK ZUM REALISMUS

Hellmut holthaus wahrhaftige geschichte von der spazierfahrt oder mit dem auto sieht man etwas von der welt

1. Erster Arbeitsschritt: Motivationsphase Methode: Vor Lektüre der Erzählung können die Schüler von Autospazierfahrten, z. B. an Sonntagen, berichten. 1.1. Wie sehen unsere Sonntagsausflüge aus? 1.2. Warum unternimmt man Spazierfahrten mit dem Auto? 2. Zweiter Arbeit .....
[ mehr ]
Index » Erzählungen der Gegenwart

Arnim, achim von (eigentl. karl joachim friedrich ludwig von a.)

Geb. 26. 1. 1781 in Berlin; gest. 21. 1. 1831 in Wiepersdorf »Von Rechts wegen sollte dieses Büchlein in jedem Hause... am Fenster, unterm Spiegel, oder wo sonst Gesang- und Kochbücher zu hegen pflegen, zu finden sein, um aufgeschlagen zu werden in jedem Augenblick der Stimmung oder Unstimmung.« Jo .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Faust (teil i: i808, teil 2: i832) tragödie von johann wolfgang von goethe

Zahlreiche Verfilmungen und ständig neue Theateraufführungen seheinen die dauerhafte Aktualität des >Faust< zu beweisen. Als Sage hat das Leben des Doktor Faustus schon vor Goethes Zeit immer wieder Menschen in ihren [Sann gezogen. Goethe hat die Puppenspielversion wahrscheinlich bereits in seiner K .....
[ mehr ]
Index » Literatur & Sprache » Meisterwerke

Der simplicissimus (i668) - roman von hans jakob christoffel von grimmeishausen

Hans Jakob Christoffcl von Grimmelshausen wird als Begründer des deutschen Prosaromans angesehen, das Werk geht auf Grim-mclshauscns Erfahrungen im Dreißigjährigen Krieg zurück. Im hessischen Gelnhausen wuchs er im einfachen, protestantischen Bürgermilieu auf und geriet mit 15 jähren unter die Söld .....
[ mehr ]
Index » Literatur & Sprache » Meisterwerke

Autobiographie im zeitalter des mißtrauens: le miroir qui revient von alain robbe-grillet und livret defamille von patrick modiano

1. Die autobiographischen Texte des Nouveau Roman als Abkehr vom experimentellen Roman? Als traditionelle Gattung wurde die Autobiographie lange von denjenigen Autoren gemieden, die sich zur literarischen Avantgarde zählten. Als 1984 ein "nouveau romancier" wie Alain Robbe-Grillet nahezu gleichz .....
[ mehr ]
Index » Autobiographie

Novelle von heinrich von kleist

Novelle Kleist ist in keinem seiner Stücke Ideendramatiker, sondern immer Wirklichkeitsdichter. Dies trifft genauso für seine Prosawerke zu. 'Es gibt im deutschen Schrifttum keine Novellen, deren Form und Vortrag so konzentriert, so kristallisch sind wie diejenigen Kleists." . Zu einer Zeit, da man .....
[ mehr ]
Index » ZWISCHEN KLASSIK UND ROMANTIK

Die bedeutung von vorüberlegungen und wie sie fehlschlagen können

Wenn mir mal wieder die Zeit davonläuft, wenn ich die Gliederung eines Buches zum zehnten Mal ändere oder wenn ich statt in Bamberg in Amberg lande, obwohl ich doch in jedem Fall vorher die Termine, das Buch, die Reise gut geplant habe, dann denke ich an eine Strophe von Bertolt Brecht : Ja, mach n .....
[ mehr ]
Index » Schreiberlust und Dichterfrust » Ja, mach nur einen Plan

Arbeits-zzeitplan von paul maar

Man entnimmt ihm, wie viele Seiten der Autor pro Tag schreiben muss, um rechtzeitig fertig zu werden. Am Anfang sieht es noch ganz gut aus, aber dann stockt die Arbeit und Maar macht gleichsam Seiten-Schulden, die er erst am Ende gerade noch ausgleichen kann. Solche Arbeitspläne gibt es schon lan .....
[ mehr ]
Index » Schreiberlust und Dichterfrust » Ja, mach nur einen Plan

Die recherche: von teilnehmender beobachtung, tratsch und ausführlicher lektüre

Wie aber schreibt man realistisch? Nehmen wir an, du willst einen Roman über eine TV-Serien-Schauspielerin verfassen. Es soll um hinterhältige Gemeinheiten gehen, die ihr von neidischen Kollegen angetan werden, also richtiges »TV-Mobbing«. Sie soll mit Drogen Probleme bekommen. Der Beleuchter soll s .....
[ mehr ]
Index » Schreiberlust und Dichterfrust » Der Autor auf der Lokomotive

Gestohlene stunden und gewonnene zeit: der alltag von autorinnen

Wenn dagegen die Dichterin und Erzählerin Marie Luise Kaschnitz im Cafe schrieb, bedeutete es für sie eine kleine Flucht aus dem Hausfrauen- und Mutteralltag. Sie verstand es als wichtigste Aufgabe, für die Familie da zu sein. Ihre literarischen Werke entstanden so zuweilen in gestohlenen Momenten: .....
[ mehr ]
Index » Schreiberlust und Dichterfrust » Vormittag eines Schriftstellers

Karl mays verwechslung von ich und »ich«

Obwohl er sich seiner Ersatzfigur sehr nah fühlte, trat Goethe nie ernsthaft als Werther auf und spielte nur dann und wann mit der Rolle. Ein anderer ging da einige Schritte weiter. Es war der Abenteuerschriftsteller Karl May , der ganz besonders unter der Verwechslung seiner selbst mit seinen Helde .....
[ mehr ]
Index » Schreiberlust und Dichterfrust » Ich ist ein anderer

Geburt und existenz von buchpersonen sowie einige bemerkungen zum stil

In dem Gedicht »Der Zauberlehrling« von Johann Wolfgang Goethe erlebt ein Nachwuchsmagier eine Katastrophe. Erst geht noch alles gut: Mit einem Zauberspruch verwandelt er einen Besen in einen Wasserträger, obwohl er noch nicht ohne Hilfe seines Meisters zaubern darf. Als der Besen aus dem nahen Flu .....
[ mehr ]
Index » Schreiberlust und Dichterfrust » Eigenwillige Figuren

Alfred döblin: »hamlet oder die lange nacht nimmt ein ende« (i956) - ein füllhorn von geschichten

Die bohrende Frage nach der Schuld »Es lebe der Döblinismus!« So schreiben im Jahre 1913 auf der Rückreise nach Paris Guillaume Apollinaire und Robert Delaunay, die Wortführer der avantgardistischen Literatur und Malerei in Frankreich, an Döblin. In den Hauptstädten der europäischen Kultur hatte .....
[ mehr ]
Index » Roman Chronik

Kunst kommt von kunst

Die Musik, die Literatur, die Malerei, sie alle kennen ja die Variation von Themen, das Zitat, die Weiterführung von Gedanken, die ein Vorgänger entwickelt hat. Die Kunst insgesamt gleicht darin einem unendlichen Teppich, an dem immerzu fortgewebt wird. Da nimmt jemand ein vorgegebenes Muster auf un .....
[ mehr ]
Index » Schreiberlust und Dichterfrust » Die Karte der »Schatzinsel«

Heinrich von kleist

Heinrich von Kleists literarische Bedeutung wurde erst Jahre nach seinem Tode erkannt und begriffen. Er war, wie Thomas Mann ihn charakterisiert, 'völlig einmalig, aus aller Hergebrachtheit und Ordnung fallend, radikal in der Hingabe an seine exzentrischen Stoffe bis zur Tollheit, bis zur Hysterie, .....
[ mehr ]
Index » ZWISCHEN KLASSIK UND ROMANTIK

Der widerstreit von ich und gesellschaft

Der Ã-sterreicher Robert Musil hatte zwar mit seiner Schülergeschichte Die Verwirrungen des Zöglings Törless beim Publikum und bei der Kritik einen frühen Erfolg, aber dieser Erfolg wiederholte sich nicht für die späteren Werke. Die Diskussion um die Bedeutung des Musilschen Romanwerks insgesamt s .....
[ mehr ]
Index » Gegenströmungen zum Naturalismus (ca. 1890-1918)

Erster teil: literatur in der weimarer republik von der republik in die diktatur

In der kurzen Zeitspanne zwischen dem 3. und 9. November 1918 war die Monarchie verschwunden und Deutschland eine Republik geworden, zumindest dem Namen nach. Am 3. November weigerten sich in Kiel über 40 000 Matrosen, auf Befehl der Heeresleitung - ohne Zustimmung der Reichsregierung - gegen Engla .....
[ mehr ]
Index » Von der Weimarer Republik bis zum Ende des Dritten Reiches

Zur geschichte der auslegung von den anfängen bis zu luther

Jeder Versuch einer Skizze der hermeneutischen Positionen und Modelle könnte den falschen Eindruck hervorrufen, es gebe eine kontinuierliche Entwicklung von den Ursprüngen der griechischen Philosophie bis zu den >Zielformen< der zeitgenossischen Hermeneutik von Hans-Georg Gadamer und Paul Ricceur. G .....
[ mehr ]
Index » Grundfragen der Textanalyse » Hermeneutische Modelle

Zur geschichte der hermeneutik von luther bis schleiermacher

Die außerordentliche Bedeutung Martin Luthers für den Fortschritt der Auslegungskunst ist nicht zu bezweifeln und schon von Karl Holl prägnant charakterisiert worden . Gerhard Ebe-ling hat in einer grundlegenden Untersuchung Luthers Schriftprinzip aus dessen exegetischen Schriften abgeleitet . Natür .....
[ mehr ]
Index » Grundfragen der Textanalyse » Hermeneutische Modelle

Von der werkinterpretation zur form- und funktionsanalyse im soziokulturellen kontext

Wolfgang Kayser gehört mit Staiger zu den Hauptvertretern der Werkinterpretation. Sein erstmals 1948 erschienenes Buch »Das sprachliche Kunstwerk« war für Generationen von Germanistinnen und Germanisten eine Einführung in die Literaturwissenschaft oder mindestens eine Einführung in die Werkinterpret .....
[ mehr ]
Index » Verfahren der Textanalyse » Formen - textimmanenter - Analyse

Zur kritischen diskussion von isers konzepten

Schon Hans Ulrich Gumbrecht fragte 1977 in seiner Rezension von »Der Akt des Lesens«, ob es nun möglich werde, die Wirkungsstruktur einzelner Texte verbindlich zu beschreiben . Eine solche universal gültige Beschreibung des Wirkungspotentials eines Textes wäre aber kaum etwas anderes als die >objekt .....
[ mehr ]
Index » Verfahren der Textanalyse » Wirkungsästhetik

Zur bestimmung von begriff und gegenstand

Forschungsarbeiten zur Theorie, Praxis und Rezeption der Übersetzung haben in den letzten vier Jahrzehnten international immer mehr an Bedeutung und Umfang gewonnen, so daß die zahlreichen Publikationen zum Thema kaum mehr überschaubar sind. Dabei bleibt die Beschäftigung mit Fragen der Übersetzung .....
[ mehr ]
Index » Grundfragen der Textrezeption » Übersetzungstheorie, Übersetzungswissenschaft, Übersetzungsforschung

Literaturgeschichtsschreibung von der antike bis ins i6. jahrhundert

Auch wenn man von einer Literaturgeschichtsschreibung im engeren Sinn erst seit dem späten 18. Jahrhundert sprechen darf, läßt sich ihre Entstehung über die altphilologischen Disziplinen seit dem Humanismus bis in die Antike zurückverfolgen. Das erste überlieferte Modell findet sich im 4. Kapitel .....
[ mehr ]
Index » Grundfragen der Textrezeption » Literaturgeschichtsschreibung

 Tags:
Gorgias  Leontinoi    

. Deutschsprachige autoren
. Lyriker des 20. jahrhunderts (deutschsprachige)
. Baudelaire
. Rimbaud
. Mallarme
. Deutschsprachige dichter und schriftsteller vom mittelalter bis zur gegenwart
. Index der gedichttitel
. Philosophen biographisch
. Deutschsprachigen krimi-autoren

 

 

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com