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Anaximeties



Wie Thaies und Anaximander. der nach der antiken Tradition sein Lehrer gewesen sein soll, stammt auch A. aus Milet. Von seinem Leben weiß man nichts, und aus seinen Schriften ist nichts Originales erhalten, so daß man sich bei der Rekonstruktion seiner Philosophie auf die oft unzuverlässigen antiken Philosophiehistoriker stützen muß. Wie seine Vorgänger suchte auch er hinter der Vielzahl der Phänomene ein Urelement und fand dies in der Lutt. Damit setzte er sich von seinem Lehrer ab, der das »Unendliche« als Ursubstanz behauptete, und kehrte zur materiellen Auffassung des Thaies zurück, wählte jedoch einen »feineren, flüchtigeren, und sozusagen geistigeren. Grundstoff als jener« . Dieser Rückgritt auf seinen älteren Vorgänger stellt jedoch keinen wissenschaftlichen Rückschritt dar. Denn indem A. die Luft, die auch unendlich ist. als Ursubstanz ansetzte, schuf er sich gleichsam ein Symbol, an dem er die Regeln und Gesetze des Werdens und Vergehens in der sichtbaren Welt erklären konnte: Alle übrigen Elemente entstehen nach A. aus der Verdichtung oder Verdünnung der Luft. Er bediente sich somit einer physikalischen, mechanischen Erklärungsweise und insbesondere, wie mehrere Zeugnisse belegen, des Analogieschlusses, einer Methode also, welche die wissenschaftliche Forschung der folgenden Zeit bestimmen sollte.
     


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