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Anaxarch



A. war Anhänger der Lehren des Sophisten Protagoras und des Atomisten Demokrit. die beide, wie er, aus Abdera stammten. Als Lehrer des Pvrrhon von Elis. des Begründers der philosophischen Schule der Skeptiker, ist er einer ihrer geistigen Wegbereiter. Zusammen mit Pvrrhon begleitete er Alexander den Großen, den er durch Schmeicheleien zu gewinnen wußte, auf seinen Feldzügen nach Asien. Wegen seiner unerschütterlichen Gemütsruhe, die er zugleich als höchstes Ziel menschhchen Strebens erachtete, erhielt er den Beinamen »eudaimonikos« .
      Von den Schriften des A. sind lediglich zwei kleine Fragmente aus einer Ãœber das Königtum betitelten Abhandlung erhalten. Darin heißt es: »Vielwissen... nutzt dem geschickten Mann, schadet aber dem. der leichthin alles Wort vor allem Volk ausspricht .. . Die freilich, welche außerhalb der passenden Zeit ihren Spruch absingen ... erhalten den Vorwurf der Torheit«. An den Rat. sich unpassender Äußerungen zu enthalten, hielt sich A. in seinem eigenen Leben jedoch nicht, und dies wurde ihm schließlich zum Verhängnis. Diogenes Laertius berichtet, daß er mit einem der Gefolgsleute des Alexander, dem König Nikokreon von Zypern, verfeindet war. Als Alexander ihn bei einem Gastmahl tragte. wie er es fände, antwortete er — mit einem Seitenblick auf Nikokreon —, daß ihm an der Taiel nichts fehle, außer dem Kopt eines gewissen Satrapen. Für diese Unverschämtheit rächte sich Nikokreon nach Alexanders Tod auf grausame Weise: Er ließ A.. der mit seinem Schiff nach Zypern verschlagen worden war. mit eisernen Keulen zerstampfen. Der Philosoph soll ihm dabei, ungeachtet der Qualen, zugerufen haben, er könne zwar seinen Körper, nicht aber ihn selbst zermalmen.
     


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