Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Philosophen biographisch

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Adorno, Theodor W.



"Wenn ein geistiger Mensch in unserer Zeit des Ãœbergangs den Namen des Genies tragen dart. dann gebührt er ihm.« Diese Äußerung Max Horkheimers von 1969 gilt A.. dem gerade verstorbenen Freund. Mitarbeiter und Mitstreiter an dem Projekt einer Kritischen Theorie der Gesellschaft. Das von Horkheimer gewürdigte »Genie« A.s besteht nicht zuletzt in seiner imposanten und unvergleichlichen Vielseitigkeit als ebenso meisterlicher Philosoph. Soziologe und Psychologe wie Musikwissenschaftler und Literaturkritiker und - nicht zu vergessen - Komponist. A. hier als Philosophen darzustellen, ist also nur um den Preis möglich, bedeutende Aspekte seines Werks und semer Persönlichkeit in den Hintergrund treten zu lassen. Entwickelt und gefördert werden A.s Talente im Verlauf einer ausgesprochen behüteten Kindheit. Sein vom Judentum zum Protestantismus übergetretener Vater Oscar Alexander Wiesengrund besitzt eine Weingroßhandlung, seine Mutter Maria war bis zu ihrer Eheschließung unter ihrem Mädchennamen Calvelli-Adorno della Piana eine erfolgreiche Sängerin. Sie veranlaßt, daß das einzige Kind den Doppelnamen Wiesen-grund-A. bekommt. Von der Mutter und ihrer mit im Hause lebenden Schwester Agathe, einer Pianistin, gehen die prägenden Einflüsse auf A. aus. Er erhält eine fundierte musikalische Ausbildung und ist ein außerordentlich erfolgreicher Schüler, überspringt zwei Klassen und legt 1921 als Klassenbester die Reifeprüfung ab. Für seine philosophische Entwicklung bedeutsam ist 1918 die Begegnung des Schülers A. mit dem 14 Jahre älteren Siegtned Kracauer; in einer Erinnerung schreibt A. 1964: »Ãœber Jahre hindurch las er mit mir. regelmäßig Samstag nachmittags, die Kritik der reinen l ernunft. Nicht im geringsten übertreibe ich, wenn ich sage, daß ich dieser Lektüre mehr verdanke als meinen akademischen Lehrern.« Von diesen akademischen Lehrern an der Frankfurter Universität, wo er seit 1921 Philosophie. Musikwissenschaft. Psvchologie und Soziologie studiert, ist der Philosoph Hans Cornelius der wichtigste. Bei ihm. dessen Assistent zu dieser Zeit Max Horkheimer ist, promoviert A. 1924 mit einer Arbeit über Die Transzendenz des Dinglichen und Soematischeti in Husserls Phänomenologie. Abgesehen davon, daß aus dieser Zeit A.s anhaltendes Interesse an Husserl herrührt, deutet sich in der Dissertation noch gar nicht A.s weitere philosophische Entwicklung an. Im Gegenteil: Die Untersuchung ist vorbehaltlos der Position des Lehrers Cornelius verpflichtet, der mit seinem Hauptwerk Transzendentale Systematik einen heute praktisch vergessenen immanenzphilosophischen Ansatz strenger Erkenntnistheorie zwischen Neukantianismus und Phänomenologie begründete. Anscheinend unvermittelt zur akademischen Ausbildung lernt A. 1921 Georg Lukäcs Theorie des Romans und den Geist der Utopie von Ernst Bloch kennen. Die Lektüre dieser Autoren soll wie auch das von Kracauer Gelernte erst Jahre später in A.s philosophischen Schriften Ausdruck finden. Zunächst publiziert er beinahe ausschließlich Musikkritiken. 192s geht A.. nachdem er in Frankfurt Alban Berg kennengelernt hat, nach Wien, wo er bei Berg Kompositionsunterricht nimmt und u.a. den bew"underten Arnold Schönberg kennenlernt. Auch wenn sich A. nach seiner endgültigen Rückkehr nach Frankfurt 1926 wieder stärker der Philosophie zuwendet - er hatte ein Habilitationsvorhaben mit Cornelius verabredet -. deutet sich vorerst eine eigenständige Position allein in seinen musikkritischen und -ästhetischen Publikationen an. u.a. 1929/30 als Redakteur des Anbruch, einer der musikalischen Avantgarde verpflichteten Wiener Musikzeitschrift. Die als Habilitationsschntt verfertigte Arbeit Der Begriff des Unbewußten in der transzendentalen Seelenlehre von 1927 wird von Hans Cornelius, dessen Standpunkt sie in großen Teilen wiederum uneingeschränkt teilt, wegen mangelnder Originalität und Eigenständigkeit nicht akzeptiert und von A. daraufhin zurückgezogen. Deutliche »eigene« Worte findet A. allerdings schon in den ■•Schlußbetrachtungen« der abgelehnten Arbeit - er kritisiert darin in durchaus marxistischer Perspektive die »ideologische Funktion« vitalistischcr und irrationalistischer Lehren vom Unbewußten. Auch dokumentiert diese Arbeit eine frühe Beschäftigung A.s mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds.

      Wie kein zweiter beeinflußt Walter Benjamin, den A. seit 1923 kennt, seinen Denk weg in diesen Jahren, womit A.s schulphilosophische Orientierung an Cornelius ein abruptes Ende findet. 192S erscheint Benjamins Barockstudie Ursprung des deutschen Trauerspiels, nachdem sie 1925 in Frankturt als Habilitationsschrift abgelehnt worden war. Insbesondere die schwierige, ja vertrackte »erkenntnistheoretische Vorrede« enthält eine große Zahl methodischer und gedanklicher Elemente, die für A.s eigene Position grundlegende Bedeutung bekommen. Jetzt kann er endlich den Einfluß Kracauers. die Lektüre Lukäcs und Blochs und seine hohe, an der Musik ausgebildete ästhetische Kompetenz und Sensibilität in Einklang mit seinen philosophischen Interessen und Intentionen bringen. Mit Benjamin erteilt A. der Idee des geschlossenen Systems eine Absage und stellt diesem das gleichsam kompositorische Verfahren kon-stellativer Darstellung entgegen: Deutung einzelner, essayistisch verknüpfter Elemente statt deduktiver Ableitung. Gegenstand dieser Deutung ist ebenfalls wie bei Benjamin und dem trühen Lukäcs insbesondere ästhetisches Material, an dem A. die Spannung von Natur und Geschichte thematisiert. Auf dem Boden dieses Benjamin-schen Programms, das er 1931 in seiner Antrittsvorlesung darlegt, vertaßt A. 1929 30 die von Paul Tillich. einem Philosophen und Theologen. 1931 angenommene Habilitationsschrift Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen. Horkheimer als zweiter Gutachter erkennt zwar A.s »Wahrheitswillen« und seine philosophischen Fähigkeiten an. nimmt aber inhaltlich Abstand von der ästhetisch und theologisch inspirierten Interpretation Kierkegaards und des deutschen Idealismus.
      Am 11. September 1933 wird A. von den Nazis die Lehrbefugnis entzogen. Während Horkheimer und die anderen, überwiegend jüdischen Mitglieder des »Instituts für Sozialforschung« schon in die Emigration gegangen sind, glaubt A.. der in zunehmend engerem Kontakt mit diesem Kreis steht, an ein schnelles Ende des Faschismus in Deutschland. Einen ersten Schritt in die Emigration unternimmt A. dann aber 1934. als er sich in Oxford am Merton College einschreibt, um seine akademische Karriere in England fortsetzen zu können. Weiterhin häufig in Deutschland, beabsichtigt er. mit einer Arbeit über Husserl in England erneut in Philosophie zu promovieren. Aus dieser Zeit stammen auch einige wichtige Arbeiten A.s über Musik. Sein weiterhin enger Kontakt zum mittlerweile in New York ansässigen »Institut für Sozialforschung«.insbesondere zu Horkheimer, ermöglicht A. Anfang 1938 die endgültige Emigration in die Vereinigten Staaten, zusammen mit seiner Frau Gretel, geb. Karplus, die er seit den 20er Jahren kannte und 1937 geheiratet hatte. Ausschlaggebend für die Ãœbersiedlung ist ein Angebot Horkheimers, in dem er A. ein sicheres Auskommen verspricht und ihm die Möglichkeit einer Mitarbeit an einem Radioprojekt an der Princeton University ankündigt. Bis Mitte 1940 arbeitet A., für die Erforschung der Wirkung von Musikprogrammen zuständig, an diesem sozialwissenschattlichen Projekt, wobei sich zeigt, daß seine spekulativ deutende Verfahrensweise doch zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten mit den nüchtern empirisch-soziologisch orientierten Mitarbeitern führt.
      Als A. Ende 1941 zu Horkheimer nach Los Angeles übersiedelt, beginnt die Zeit der überaus fruchtbaren Zusammenarbeit mit Horkheimer an der Dialektik der Aufklärung. Angesichts von Faschismus, Antisemitismus. Stalinismus und Zweitem Weltkrieg, angesichts aber auch der Illusionsfabriken Hollywoods und der amerikanischen Unterhaltungsindustrie verfassen beide gemeinsam die wichtigste und geschichtsphiloso-phisch grundlegende Schrift der Kritischen Theorie. Zentrales Thema ist »die Selbstzerstörung der Aufklärung«. Aufklärung, die den Menschen aus der Unmündigkeit, aus der Befangenheit im Mythos befreien wollte, ist - nach der Diagnose A.s und Horkheimers - selbst als destruktiver blinder Fortschritt zum Mythos geworden. So wie die Mythen schon selbst aufklärerisch, wenn auch in der Form der Sage, die Welt und das Geschehen in ihr zu verstehen und erklären suchten, so ist die auf Gesetze fixierte Aufklärung noch elementar mythischem Denken verhaftet, etwa den Prinzipien der schicksalhalten Notwendigkeit und der Selbsterhaltung. Die vollends beherrschte und unterdrückte Natur rächt sich hinterrücks als »Gewalt des Systems über die Menschen« und als Herrschaft des technischen Denkens, der sich absolut setzenden Sachzwänge. Dennoch ist diesem Prozeß nicht einfach zu entgehen: Allein radikale Selbstaufklärung der Aufklärung bietet einen Ausweg. Konkret untersuchen die Autoren diese Dialektik der Aufklärung am Beispiel der Odyssee, dem »Grundtext der europäischen Zivilisation«, am Beispiel »aufgeklärter« Moral bei de Sade. aber auch als Analyse der modernen »Kulturindustrie« und schließlich des Antisemitismus, »der Rückkehr der aufgeklärten Zivilisation zur Barbarei in der Wirklichkeit«. Das 1944 fertiggestellte Buch erscheint 1947 erstmals und versammelt in Grundzügen alle Motive, die das weitere philosophische Werk A.s bestimmen. Zur gleichen Zeit entsteht A.s persönlichstes philosophisches Werk, die Aphorismensammlung Minima Moralia . Diese Aphorismen reflektieren ebenso die Erfahrungen des Intellektuellen in der Emigration, wie sie, Horkheimer gewidmet, den Anspruch verfolgen, »Momente der gemeinsamen Philosophie von subjektiver Erfahrung her darzustellen«; zu einer andauernden und breiten Wirkung des Buches haben vor allem auch treffende Gedankensplitter beigetragen -»Gehebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren. «
1949 kehrt A. nach Frankfurt zurück, um zunächst den auf einen sozialphilosophi-schen Lehrstuhl berufenen Horkheimer zu vertreten. Gemeinsam mit diesem bemüht er sich in den nächsten jähren um eine Neugründung des »Instituts für Sozialforschung«, die 1951 erfolgt. Nach einet vorübergehenden Rückkehr in die USA entfal-tet sich seit Mitte der 50er Jahre A.s unvergleichliche Wirkung. Als Mitdirektor des Instituts, Lehrstuhlinhaber für Philosophie und Soziologie und Autor soziologischer, kulturkritischer, literatur- und musikästhetischer, pädagogischer und psychologischer Schriften ist er im akademischen Betrieb wie in der intellektuellen Öffentlichkeit als kritischer Geist präsent und gefürchtet. Er publiziert in Tageszeitungen. Zeitschritten wie dem Merkur oder den Akzenten, hält Rundfunkvorträge und spricht auf Tagungen. Seine im engeren Sinne philosophische Arbeit tritt demgegenüber erst einmal in den Hintergrund. Zwar veröffentlicht A. 1956 Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Studien über Hnsserl und die phänomenologischen Antinomien: diese Arbeit beruht aber weitgehend auf Entwürfen aus den 30er Jahren in England: nur die von A. allerdings programmatisch gemeinte Einleitung ist neu. In ihr rechnet er mit der Tradition der »prima philosophia«, der Ursprungsphilosophie, und der ihr entspringenden Erkenntnistheorie von den Vorsokratikern bis Husserl ab. Immer wieder reflektiert er auf den Preis, den jede begrifflich-systematische Philosophie zu entrichten hat, nämlich das Individuelle und Nichtidentische zuzurichten und zu verstümmeln, anstatt es wirklich zu begreifen. Das sei die »Erbsünde der prima philosophia


Horkheimer, max/ adorno, theodor w.

Max Horkheimer war zusammen mit Theodor W. ^Adorno Begründer und bedeutendster Vertreter der Kritischen Theorie. Sein Denken hat nicht nur die Sozialwissenschaften, sondern auch das geistige Klima der Bundesrepublik Deutschland nachhaltig geprägt. Horkheimer war ab 1930 Ordinarius für Sozialphiloso .....
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Adorno, theodor w.

Als Philosoph, Soziologe und Musikwissenschaftler zählt Theodor W. Adorno zu den herausragenden Theoretikern deutscher Sprache. Die Dialektik der Aufklärung, die er gemeinsam mit Max -> Horkheimer verfasste, gilt als eine der wichtigsten philosophischen Arbeiten des 20. Jahrhunderts. 1921 begann A .....
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Theodor körner (i79i-i8i3)

Die Wunde brennt - die bleichen Lippen beben -Ich fühl s an meines Herzens mattern Schlage: Hier steh ich an den Marken meiner Tage -Gott, wie du willst! Dir hab ich mich ergeben. Theodor Körner, der ideale Vertreter der Jugend von 1813, war der Sohn des Konsistorialrates Körner, des getreuen Fre .....
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Ernst theodor amadeus hoffmann (i776-i822)

Der Ostpreuße E. T. A. Hoffmann war eine typisch romantische Doppelnatur: von Haus aus war er Jurist und verteidigte als Kammergerichtsrat in Berlin die Unabhängigkeit des Richterstandes gegen reaktionäre Ãœbergriffe, wobei er sich vor allem der freiheitlichen Studenten und des Turnvaters Jahn annah .....
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Die brück am tay - theodor fontane

When shall we three meet again? Macbeth. 'Wann treffen wir drei wieder zusamm?" 'Um die siebente Stund , am Brückendamm." 'Am Mittelpfeiler." 5 'Ich lösche die Flamm." 'Ich mit." 'Ich komme vom Norden her." 'Und ich vom Süden." 'Und ich vom Meer." 10 'He .....
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Storni, theodor

»In Storms Potsdamer Hause ging es her wie in dem öfters von ihm beschriebenen Hause seiner Husumer Großmutter... Das Lämpchen, der Teekessel, dessen Deckel klapperte, die holländische Teekanne daneben«, dies alles, so Theodor Fontane, seien Dinge gewesen, die von dem Besucher Würdigung erwarteten. .....
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Die stadt - theodor storni

Am grauen Strand, am grauen Meer Und seitab liegt die Stadt; Der Nebel drückt die Dächer schwer, Und durch die Stille braust das Meer Eintönig um die Stadt. 5 Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai Kein Vogel ohn Unterlaß; Die Wandergans mit hartem Schrei Nur fliegt .....
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Storm, theodor

Abends Krolow. Karl. In: Frankfurter Anthologie 3, 1978, S. 87 - 90. Abseits Wilhelmsmeyer, Johannes. In: Gedichtstunde, 1964, S. 117- 118. Müller, Harro. In: Storms Lyrik, 1975, S. 82 -86. Spycher, Peter. In: Die deutsche Lyrik 2, 1975, S. 191 - 200. Weber, Horst. In: Deutsche und ru .....
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Kramer, theodor

Die Gaunerzinke Fröhlich, Hans J. In: Frankfurter Anthologie 2, 1977, S. 151- 154. Im Burgenland Kaiser, Gerhard. In: Heine bis Gegenwart, 1991, S. 297 - 298. Lied am Bahndamm Frischmuth, Barbara. In: Frankfurter Anthologie 17, 1994, S. 161 - 164. Lob der Verzweiflung Kunert, Günte .....
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Körner, theodor

Abschied vom Leben Neis, Edgar. In: Krieg im Gedicht, 1980, S. 34 - 35. Auf der Riesenkoppe Neis, Edgar. In: Städte und Landschaften, 1978, S. 32-33. Aufruf Binder, Alwin und Scholle, Dietrich. In: Ca Ira, 1975, S. 92 - 94. Jöst, Erhard. In: Agitation, 1978, S. 40 - 47. Gebet während .....
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Fontane, theodor

Aber es bleibt auf dem alten Fleck Honnefelder, Gottfried. In: Frankfurter Anthologie 17, 1994, S. 101 - 104. Archibald Douglas Erckmann, Rudolf. In: DU 8, 1956, H. 4, S. 45 - 51. Wasmer, Udo. In: Moderne deutsche Balladen, 1970, S. 99 - 107. Moritz, Karl. In: Deutsche Balladen, 197 .....
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Theodor storm (i8i7-i888)

mit Conrad Ferdinand Meyer gemeinsam. Wie bei Keller und Stifter überwiegt bei Storm jedoch das Landschaftliche; rauhes Meer, einsamer Strand, Nebel mit dem Schrei der Wandergans: 'Am grauen Strand, am grauen Meer / und seitab liegt die Stadt.. ." Dieser düstere Grundton wird durch Storms eigene, en .....
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Theodor fontane (i8i9-i898),

den letzten großen Erzähler des 19. Jahrhunderts, die preußische Hauptstadt Berlin und die Mark Brandenburg, jene Kiefern-, Seen- und Sandlandschaft, die man mit Ironie und Treffsicherheit 'die Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reiches" genannt hat. Die karge Schönheit dieses Landstrichs und ih .....
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Kramer, theodor

Seine Widersprüchlichkeit war es, die seine Mitmenschen an ihm faszinierte: Volksdichter und Kaffeehausliterat, Kriegsinvalide und Hypochonder, raunzerischer Eigenbrödler und geselliger Zecher, engagierter Sozialist und träger Lebemensch, dessen einziges Charakteristikum für Elias Canetti in maßlose .....
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Körner, theodor

»Deutschland steht auf;... - Ja, liebster Vater, ich will Soldat werden, will das hier gewonnene glückliche und sorgenfreie Leben mit Freuden hinwerfen, um, sei s auch mit meinem Blute, mir ein Vaterland zu erkämpfen.« In der Tat setzt der Sohn des mit hervorragenden Vertretern des kulturellen Leben .....
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Theodor fontane - gottfried keller: die leute von seldwyla

Alle diese Erzählungen — allenfalls mit Ausnahme von einer — sind reizend zu lesen. Sie bewegen uns das Herz, wir begleiten sie unter Weinen und Lachen, überall sprechen Liebe, Sorgfalt und ein durchaus originaler Dichtergeist zu uns. Nichts komischer, als solchen Arbeiten gegenüber von dem Verf .....
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Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Reisdorf, theodor j.

Biografie: *29.1.1 in Neuss. Th. J. Reisdorf erlernte nach dem Abitur den Beruf des Industriekaufmanns und studierte anschließend in Hamburg, Köln und Mannheim Wirtschaftsund Sozialwissenschaften mit dem Ab-schluss als Diplom-Handelslehrer. Sein Referendariat leistete er in Bielefeld ab, anschließen .....
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Theodor weißenborn die sache mit dad

Der Schriftsteller Theodor Weißenborn hat sich in mehreren Erzählungen und Kurzgeschichten mit den Nöten und Problemen junger Menschen auseinandergesetzt und entwickelt dabei ein so großes Einfühlungsvermögen und eine so ausgeprägte Offenheit, daß Schüler von ihm zum Lesen stark motiviert werden, we .....
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Index » Erzählungen der Gegenwart

Theodor weißenborn die stimme des herrn gasenzer

1. Analyse formaler und inhaltlicher Aspekte 1.1. Die Funktion des ersten Absatzes 1.1.1. Bereits im knappen Einleitungssatz, mit dem der erste kurze, aber wichtige Absatz der Erzählung beginnt, wird dem Leser klar, daß es sich um eine Ich-Erzählung handelt. Offensichtlich berichtet .....
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Index » Erzählungen der Gegenwart

Theodor storni - abseits

Es ist so still; die Heide liegt Im warmen Mittagssonnenstrahle, Ein rosenroter Schimmer fliegt Um ihre alten Gräbermale; Die Kräuter bliihn; der Ueidcduft Steigt in die blaue Sommerluft. Laufkäfer hasten durchs Gesträuch In ihren goldnen Panzcrröckchen, Die Bienen hängen Zweig um Zweig Sich a .....
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Index » Sonstige

Ausgang - ohne jammern - theodor fontane (i8i9-i898)

Ausgang Immer enger, leise, leise Ziehen sich die Lebenskreise, Schwindet hin, was prahlt und prunkt, Schwindet Hoffnung, Hassen, Lieben, Und ist nichts in Sicht geblieben Als der letzte dunkle Punkt. Dieser Sechszeiler zählt zu den Gedichten, die man nicht unbedingt kommentieren muss. Form und .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Riss im Dasein

Theodor storm (i8i7-i888): die nachtigall - fest des gleichklangs

Noch in der Lyrik des 18. Jahrhunderts begegnen wir der Nachtigall unter dem Namen Philomele. In jener griechischen Sage, nach der die Königstochter Philomela von den Göttern in eine Nachtigall verwandelt wurde, gehen dem Gestaltwandel blutrünstige Ereignisse voraus, die zur poetischen Aura des Nach .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Die Wirklichkeit der Landschaften

Theodor däubler (i876-i934).

Auch seine Gedichte sind ausdrucksstarke Wortmusik: Am Meer Ich stehe in Frieden am silbernen Meer. Die Stille verdeutlichen Silberdelphine. Was unterdunkelt das heilvolle Schweigen? Alles entzückt sich. Götter, beschreitet ihr wieder die Höh ? Das Mittelmeer bleibt und belacht seine Würde. Sohn .....
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Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Der Expressionismus

Däubler, theodor

Geheimnis Neis, Edgar. In: Mond in der Lyrik, 1971, S. 46 - 47. Winter Hennecke, Hans. In: Mein Gedicht, 1961, S. 48 - 49. .....
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Storm, theodor

Theodor Storm ist neben Theodor -> Fontane der bedeutendste Vertreter des poetischen Realismus. Mit seinen 58 Novellen gilt er bis heute als einer der populärsten deutschsprachigen Erzähler. Storm stammte aus einer alteingesessenen Husumer Patrizierfamilie. Der Sohn eines Advokaten studierte Jura i .....
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