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Palladio, Andrea - Leben und Biographie



Der Renaissance-Architekt Andrea Palladio gilt heute als Hauptmeister der italienischen Baukunst des 16. Jahrhunderts. Kaum ein Baumeister vermochte auf die Architekturtheorie der Neuzeit einen solchen Einfluss auszuüben wie Andrea Palladio. Seine Bauwerke wurden wegen ihrer »klassischen« Formensprache und ihrer rationalen Schönheit bis ins 20. Jahrhundert hinein immer wieder kopiert und zitiert.

      Palladio ging mit 16 Jahren nach Vicenza und arbeitete dort als Steinmetz. Seinen Stil bildete Palladio während dreier Rom-Besuche in den Jahren 1541, 1547 und 1549 aus, wo er die antiken Bauwerke und die Schriften des römischen Architekturtheoretikers ^Vitruv studierte. Seinen ersten großen Auftrag erhielt er 1546, nachdem er den Wettbewerb zur Wiederherstellung des Palazzo della Ragione in Vicenza gewonnen hatte. Die Zentren seiner Bautätigkeit waren Vicenza und Venedig; sein Werk umfasst Palazzi, Villen und Kirchen, die in sich strenge Würde mit klassischer Klarheit und Harmonie verbinden. Wo immer möglich, verwandte Palladio antike Ordnungen und Formen, beim Palastbau mit Vorliebe die Kolossalordnung, die durch zwei Stockwerke durchgehenden Pilaster.
      Zu den von Palladio vorwiegend im Veneto gebauten Villen pilgern auch heute noch jährlich Tausende von Kunstinteressierten.
      Die vier Bücher zur Architektur
Das 1570 erschienene Architekturtraktat, in dem Andrea Palladio seine Lehre von der Baukunst zusammenfasste und eigene Entwürfe mit Abbildungen antiker Architektur verband, diente späteren Architektengenerationen als wichtigstes theoretisches Grundlagenwerk. Inhalt: Das Werk behandelt im ersten Buch Material, Mauerkonstruktion und Säulenordnungen architektonischer Bauwerke; im zweiten Buch Stadt- und Landhäuser nach seinen Entwürfen sowie Rekonstruktionen antiker Häuser nach den Schriftquellen; im dritten Buch Städtebau und öffentliche Gebäude in Antike sowie Gegenwart und im vierten und letzten Buchantike Tempel in Bauaufnahmen sowie Rekonstruktionen, frühchristliche Zentralbauten und schließlich den Tempietto von Bramante .
      Den eher knapp gehaltenen Text bereichern großformatige Holzschnitte der Gebäude, welche den Grundriss, Aufriss sowie Schnitte durch verschiedene Achsen und Gebäudeteile darstellen und durch Bildlegenden erläutert werden.
      Im Gegensalz zu vielen Vorgängern betrachtet Palladio -^ Vitruv nicht als allgemein gültige Autorität, sondern als Schlüssel zum Verständnis der antiken Architektur. Der »idealen Schönheit« der Antike verhalf Palladio zu heiter-festlicher Würde mit betonter Repräsentation, klarer Gliederung und ausgewogenen Proportionen. Ãober den Bau von Gotteshäusern schreibt er: »Lob verdienen alle, die sich durch schöne, angemessene Proportionen und eine elegante, wohl geschmückte Architektur auszeichnen.« Wichtig erscheint ihm der Standort eines Tempels, der über einen Großteil der Stadt blicken sollte. Palladios besondere Liebe gilt der Tempelfront. Eine ähnliche Gestaltung verwendet er für die Konstruktion seiner Palazzi.
      Ausführlicher als andere Theoretiker seiner Zeit behandelt Palladio Säulenzwischenräume. Vitruv nennt einen Bau mit lnterkolumnien von 2 '/* Modul »eustylos«, den Schönsäuligen. Somit folgt er Vitruvs Empfehlung und bezeichnet den Zwischenraum von 2 '/* Säulendicke zwischen den Säulen als den schönsten.
      Anders als Vitruv sieht Palladio jedoch Säulenproportion und lnterkolumnium als ein architektonisch zusammengehöriges System: Je dicker die Säulen, desto größer dürfen die Zwischenräume sein.
      Wirkung: Palladio wollte mit seinem Werk ein geläutertes und systematisches Bild der antiken Architektur und ihrer Anwendung geben. Schon zu seinen Lebzeiten erwarb er sich den Ruf, der führende Theoretiker und Praktiker der antiken Form zu sein. Durch zahlreiche Veröffentlichungen und Ãobersetzungen beeinflusste sein Lehrbuch nicht nur die europäische Architektur maßgeblich.
     


Gryphius, andreas

Geb. 2.10.1616 in Glogau; gest. 16.7.1664 in Glogau »Der Autor über seinen Geburts-Tag den 29. Septembr. des MDCXVI Jahres«, so lautet die Ãoberschrift eines Sonetts von G. Das Datum ist falsch, der Autor entscheidet sich bewußt gegen die historische und für eine symbolische Wahrheit. Er wählt den .....
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Andreae, johann valentin

Geb. 17. 8. 1586 in Herrenberg ; gest. 27. 6. 1654 in Stuttgart »Neun Jahre habe ich nun zu Stuttgart in der Sklaverei zugebracht und nirgends die Regierung weniger regierend, den Rat weniger ratsam, die Gesellschaft weniger gesellschaftlich, die Religion weniger religiös, die Regeln weniger regelm .....
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Gryphius, andreas

»Der Autor über seinen Geburts-Tag den 29. Septembr. des MDCXVI Jahres«, so lautet die Ãoberschrift eines Sonetts von G. Das Datum ist falsch, der Autor entscheidet sich bewußc gegen die historische und für eine symbolische Wahrheit. Er wählt den Tag als Geburtstag, »An dehm der Engel-Printz den Teu .....
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Gryphius, andreas

Abend Knauf, Rudolf. In: Hienger / Knauf, 1969, S. 12 - 14. Hippe, Robert. In: Tod im Gedicht, 1971, S. 10 - 11. Schindler, Marvin S. In: Sonnets of A. G., 1971, S. 68-91. Freund, Winfried. In: Freund-Lyrik, 1990, S. 12 - 20. Lari, Loretta. In: Jacques e i suoi quaderni 22, 1994, S. 410 .....
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Reimann, andreas

Zu guter letzt Püschel, Ursula. In: Mit allen Sinnen, 1980, S. 190 - 194. .....
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Es ist alles eitel - andreas gryphius

Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden. Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein; Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein, Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden. Was itzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden; Was itzt so pocht und trot .....
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Andreas capellanus

Im Mittelpunkt der Diskussion über das Wesen der höfischen Liebe hat immer der lateinische Traktat >Ãober die Liebe< von Andreas Capellanus gestanden, der wahrscheinlich zwischen 1180 und 1190 verfaßt worden ist. Andreas war nach eigener Aussage »königlicher Hofkaplan« {aulae regiae capellanus, S. .....
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Andreas gryphius - tranen des vaterlandes anno i636

Wir sind doch nunmehr ganz, ja mehr denn ganz verheeret! Der frechen Völker Schar, die rasende Posaun, Das vom Blut fette Schwert, die donnernde Kartaun Hat aller Schweiß und Fleiß und Vorrat auf gezehret. Die Türme stehn in Glut, die Kirch ist umgekehret, Das Rathaus liegt im Graus, die Starken si .....
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Das barocke emblem lässt die poetologische differenz offen zutage treten: das sonetten die welt von andreas gryphius

Es gibt nun, wie ich meine, eine spezielle literarische Gattung die derart beschaffen ist, dass sie die poetologische Differenz gleichsam nackt darbietet: für jeden sofort sichtbar. Das ist das barocke Emblem , bestehend aus Inscriptio, Pictura und Subscriptio. Die Pic-tura - das ist die Veranschaul .....
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Andreas, fred

Biografie: *1935. Ãober den Autor konnten bisher keine Lebensdaten ermittelt werden. Kriminalromane: 1927 Flucht ins Dunkle, Ullstein, NA 1941 Aufwärts Verlag, Aufwärts Kriminalromane Nr. 10; 1929 Das Schiff ohne Liebe, Merkur; 1933 Die alte Rechnung - Roman einer Schuld und einer Liebe, Ullstein; .....
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Busch, andrea c.

Biografie: *22.6.1 in Darmstadt. A. C. Busch schloss 1989 ihr Studium als Diplomübersetzerin für Englisch und Niederländisch an der Universität Mainz/Germersheim ab. Von 1989 bis 1993 fristete sie nach eigenen Worten ein »Sklavendasein« als Sekretärin, Sachbearbeiterin und Ãobersetzerin im Vertrieb .....
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Franz, andreas

Biografie: *12.1.1 in Quedlinburg/ Sachsen-Anhalt. A. Franz siedelte 1955 mit seinen Eltern nach Helmbrechts in die oberfränkische Provinz über. Nach der Trennung seiner Eltern kam er mit seiner Mutter 1967 nach Frankfurt/M., wo er bis zu seinem sechzehnten Lebensjahr das Gymnasium besuchte. Er wech .....
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Herz, wilfried v(iktor) und kreiss, andrea

Biografie *1 ;*1 . W. V. Herz ist Grafiker, Comicautor und -Zeichner. Er ist seit 1992 TV-Autor. Seit 1997 arbeitet er mit A. Kreiss als Autorenteam im Bereich Krimi, Thriller und Drama zusammen. Zu ihren Arbeiten gehören u.a. zahlreiche Episoden für die Krimiserie Ein Fall für Zwei. Kriminalromane .....
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Izquierdo, andreas

Pseudonym Biografie: *9.8.1 in Euskirchen. A. Izquierdo wuchs als Sohn eines deutschen Ingenieurs und einer spanischen Krankenschwester in Iversheim auf. Nach dem Abitur begann er in Köln zu studieren, volontierte aber bald in einem kleinen Sportverlag und gehörte 1993 zu den Preisträgern eines We .....
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Mäckler, andreas

Biografie: *11.10.1 in Karlsruhe. A. Mäckler studierte Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur und Geschichte an der Philipps-Universität Marburg. Er arbeitete als Lektor, dann als freier Journalist mit den Arbeitsschwerpunkten Film, Kunst, Kulturreiseführer und Kriminalgeschichten. 2000 speziali .....
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Johann elias schlegel - vergleichung shakespeares und andreas grypbs bei gelegenheit des versuchs

Wie sorgfältig Shakespeare gewesen, seine Charaktere zu bilden, sieht man daraus, daß er meistens ihre ganzen Charaktere einem andern in den Mund gelegt und sie so beschreiben lassen, daß fast nichts hinzuzusetzen übrig bleibt. [...] Man sieht, daß diese Charaktere alle eine ziemlich große Ã"hnlich .....
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Palladio,  Andrea    





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