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Oskar Wittstock - Leben und Biographie



Oskar Wittstock d. Ä. wurde 1865 in Bistritz geboren, wo sein Vater Direktor des Gymnasiums war. Seine Kindheit verbrachte er in Heitau, da sein Vater hier eine Pfarrstelle angenommen hatte. Das Gymnasium besuchte er in Hermannstadt, dann studierte er in Särospatak, Tübingen, Leipzig und Berlin Theologie und Philologie. Nach Abschluß seiner Studien wurde er zunächst Lehrer an einer Volksschule in Hermannstadt und einige Jahre später Gymnasiallehrer für Deutsch und Latein.

      In dieser Zeit schloß er sich dem Kreis einiger jungen Wissenschaftler an, zu dem Friedrich Teutsch, Josef Capesius, Adolf Schullerus, Andreas Scheiner u. a. gehörten, alle als Männer bekannt, die sich dem Dienst an der siebenbürgisch-sächsischen Kulturgeschichte verschrieben hatten. Da er durch seine Lehr- und kulturpolitische Tätigkeit überlastet und zu Nebenverdiensten genötigt war, entschloß er sich 1902, den Beruf zu wechseln. Als Pfarrer kam er zunächst in die Gemeinde Freck. Zwischen September 1908 und Februar 1909 unternahm er eine Reise in die Vereinigten Staaten von Amerika, mit der Absicht, dort die siebenbürgisch-sächsischen Auswanderer zu betreuen. Als Pfarrer wurde er 1909 nach Birthälm und 1917 nach Hei tau gewählt. Aus Krankheitsgründen yog O. Wittstock sich 1925 nach Hermannstadt in den Ruhestand zurück und starb dort 1931.
      Zur Zeit seiner Tätigkeit als Lehrer entstand eine Reihe kulturgeschichtlicher Arbeiten. In der Folge übernahm er die Leitung des Feuilleton-Teils der Landwirtschaftlichen Blätter und die Herausgeberschaft des Siebenbürgischen Volksfreunds. Seine Streitschrift Grün oder Schwarz, die einer gewissen Stimmung im Volk Ausdruck gab, wurde von Gesinnungsgenossen lebhaft begrüßt und brachte Wittstock seine Wahl zum Mitglied in der Hermannstädter Komitatsverwaltung ein.
      1897 war Wittstock als epischer Schriftsteller hervorgetreten, mit dem Bändchen Kleine Geschichten aus dem Siebenbürger Sachsenlande i. Hier dient das bisweilen wenig erhebliche Geschehen zum Vorwand, aktuelle oder schlechthin ethische Fragen zu erörtern , teils in realistischer
Schilderung, teils auch als Märchen und Allegorie . In einigen Feuilletons ist die satirische Haltung neu, ohne daß die schöpferische Gesamtleistung Wittstocks dadurch wesentlich bestimmt würde. 1907 erschien sein Roman Der sechste Tag5, ein Buch, das mit Faklers Gespenst und Meschendörfers Leonore dazu beitrug, in Siebenbürgen eine moderne Romanform gegen den traditionell-historischen Roman durchzusetzen, obzwar nicht eigentlich dies das primäre Anliegen Wittstocks war und ihm literarischer Ehrgeiz, das Streben nach 'äußerem Erfolg" 7 ferngelegen haben dürfte. Unter anderen Arbeiten des Verfassers ist die Herausgabe des Bandes Im Kampf um Brot und Geist s zu erwähnen, einer Sammlung von Aufsätzen, die — teilweise von ihm geschrieben — zur Frauenfrage in Siebenbürgen Stellung nehmen. Eine Folge eigener 'weltlicher und geistlicher Betrachtungen sowie stimmungsvoller Naturschilderungen" enthält das Buch Abend am Alt und eine längere Erzählung das Bändchen Das heimatmüde Geschlechtii.
      Der Schwerpunkt seines literarischen Schaffens liegt auf Oskar Wittstocks Roman Der sechste Tag. Aus der Haltung eines lutherischen Geistlichen entwirft der Verfasser als Romankonzept den Lebensweg einer sächsischen Lehrerin in Siebenbürgen, zur Zeit, da die Frau eben 'Mitarbeiterin des Mannes" 12 zu werden sich anschickte. Der Leser begegnet weder einer 'schönen Seele" noch einer äußerlich 'Bekehrten", keiner Pietistin noch Puritanerin. Mit Verdrängung und emanzipationssüchtiger Unerfülltheit hat ihr Streben nichts zu tun. Es ist der Ich-Erzählerin ernst mit ihrem Wollen und Glauben, weil sie nichts Besseres hat, woran sie sich halten kann.
      Die 'Handlung" beginnt drei Wochen nach dem Eintritt der Erzählerin in eine kürzlich gegründete Lehrerinnen-Bildungsanstalt. Von diesem Eintritt und von der neuen Umgebung in einer ungenannten Kleinstadt wird zunächst berichtet, ohne daß man den Namen der Erzählerin oder näheres über Zeitumstände erführe. Etwas höheren Alters als ihre Gefährtinnen, dürfte sie auch ihrer Veranlagung nach reifer und gesetzter sein, denn sie gehört, wie uns gesagt wird, 'zu den altvaterischen Naturen, die zum Schreiben der Ruhe bedürfen" 13. Unter solchen Voraussetzungen spielt sich der Unterricht, der Umgang mit den Kolleginnen ab, beendet die Erzählerin ihre Ausbildung, wird an einer Dorfschule als Lehrerin ernannt, beginnt und beschließt ihre Tätigkeit, ohne allzu große Begeisterung, ohne allzu große Enttäuschung, wenn auch imganzen immer etwas bedrückt und nur ab und zu von kleinen Aufschwüngen ein wenig erhoben. Ihr Leben lang spart sie für eine große Urlaubsreise , die sie endlich an die Ostsee unternehmen kann, wo sie — wohl schon in recht vorgerücktem Alter — dem Pastor Larsen begegnet, der mit seiner vorgesetzten Kirchenbehörde in Konflikt geraten ist, weil er mit seiner Auffassung von Lehre und Haltung gegen ein formales Dogma kämpft. Larsen muß seine Entlassung hinnehmen, die ihn hart trifft, weil er für Frau und Kinder zu sorgen hat, und stirbt unmittelbar nach der Kündigung an einem Blutsturz. Die Aufforderung der Lehrerin, in Siebenbürgen Lehrer zu werden, hat er kurz zuvor noch aus inneren Gründen abgelehnt. Diese Binnenerzählung von der Begegnung mit Larsen und von seinem Schicksal dient zugleich als Interpretation des Zwistes zwischen Kirche und Schule im Deutschland jener Zeit, aber auch zur epischen Steigerung und zur Ãœberhöhung des eigenen Anliegens, wie es der Verfasser in der Einleitung formuliert. Vier kurze abschließende Kapitel berichten von der Heimkehr der Erzählerin, von ihrer Erkrankung, vom Verlassen der Schule und davon, daß sie 'das Ziel" erreicht, wenn auch nur in einer Vision. Durch seinen springenden Stil und durch das jähe Abbrechen in der Schilderung der Erlebnisse steht dieser Teil in kompositorischem Gegensatz zu den vorangehenden 'altvaterischen" Ausführungen.
      Das Buch nennt sich Briefroman. Dadurch wird der Anschein erweckt, als handle es sich um einen Austausch von Meinungen, um einen Dialog zwischen zwei Menschen. Während die Empfängerin der fiktiven Briefe ab und zu mit dem Namen Else angeredet wird, ohne wirklich Gestalt anzunehmen, bleibt die Absenderin anonym. Man erfährt nicht mehr von ihr und über ihr persönlichprivates Schicksal, als zur Motivierung der Grundfiktion und des Anlasses zur schriftlichen Mitteilung nötig ist: daß die Schreibende als 'Mädchen" allein steht, daß Mutter und Großmutter ihr weggestorben sind und daß sie sich in ihrer Vereinsamung dem Beruf einer Lehrerin auf dem Land zugewandt hat. Da diese Mitteilungen öfters bis zu vierzehn Seiten lang sind, erwecken sie eher den Eindruck von Selbstgesprächen zum Zweck der Selbsterforschung, wie sie in Tagebuchaufzeichnungen gerechtfertigt ist. Zudem fehlen die Antworten der Partnerin, wenn auch nicht der intensive Bezug zwischen Ich und Erzähltem, noch auch der zwischen Ich und Leser: aber der Eindruck eines wirklichen Austauschs, noch dazu von authentischen Briefen, entsteht durch alle diese Bemühungen nicht. Also scheint auch die Gattungsbezeichnung Briefroman nicht gerechtfertigt. Hinzu kommt der Umstand, daß die Larsen-Episodedie Hälfte des Buchumfangs einnimmt, so daß sich als Gattungsbezeichnung eher der Begriff einer Rahmenerzählung anbietet, die in Form von Tagebuchaufzeichnungen sowohl das Rahmengeschehen als auch die Binnenhandlung wiedergibt. Eine Steigerung des Gesamtgeschehens, wie sie durch dieses Verfahren erreicht wird, ist nicht zu übersehen: Das Anliegen und zugleich Thema des Buches, die 'Menschwerdung" seiner Hauptheldin, erhält durch das Schicksal Larsens, an dem sie immer stärkeren Anteil nimmt, neue und kräftige Impulse.
      Die Erzählerin setzt bei ihrem eigenen Leben in der Kleinstadt an, sieht dann davon ab, geht auf das Leben der Kleinstadt über und verallgemeinert, indem sie ihre Betrachtungen gleich auf die Gesamtheit des 'Volkes" ausdehnt. Nimmt man die Voraussetzung hin, daß ein reiferes Mädchen nach drei Wochen Unterricht, den es an einer neuen Anstalt genossen hat, in der Lage sei, solche Anschauungen über den 'ganzen Volkskörper" zu sammeln, so bleibt nach der Ankündigung des Themas festzustellen: die 'Fabel" ist zwar nicht dem traditionellen historischen Stoff entnommen, sondern aus der damals aktuellen Gegenwart gegriffen, behandelt aber wiederum durchaus siebenbürgisch-sächsische Dinge, mit Ausnahme von ganz wenigen Aufzeichnungen sogar ausschließlich. Das Zusammenleben mit den anderen Bevölkerungsteilen bleibt im Hintergrund, es wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Mehr als episodische Hinweise gibt es nicht, und auch diese dienen nur um so dringender als Anlaß zur Selbstbestimmung. Trotzdem ist das Thema 'siebenbürgisch-sächsische Lehrerin an einer Dorfschule zu Beginn des 20. Jahrhunderts" in unserer Literaturgeschichte neu. Neu ist auch die Form des 'Brief-Romans, wenn man ihr auch nicht vorbehaltlos zustimmen kann. Ebenso wie in der Form ihrer Aufzeichnungen setzt sich in ihrem Lebenskampf die 'altvaterische Natur" dieser Frau durch: auch in ihrem Kampf 'bedarf sie der Ruhe" 15. Er erweist sich nicht so sehr als ein Kampf für die Frauenbewegung, von der man wenig erfährt. Sie ist keine entflammte Frauenrechtlerin, für die sie gilt, sie 'kämpft" vielmehr um ihre eigene Stellung, als einsame Frau auf ihrem 'aufgegebenem Posten" 16, in Verteidigung mehr als im Angriff, passiv, still verglühend, trotz gelegentlicher Temperamentsausbrüche, die auch wiederum sofort Anlaß zu neuen Selbstvorwürfen werden.
      Die Ich-Erzählerin hat sich kraft eigener Entscheidung die Gelegenheit geschaffen, die Welt und das Dasein in ihr auf einem damals neuen Weg zu erleben und zu gestalten. Die Existenz auf einem siebenbürgischen Dorf bietet ihr die Möglichkeit, das Leben der Menschen in der Natur und in der Gesellschaft, ebenso dasihrer Schüler in und außerhalb des Unterrichts mit wachen Sinnen zu erfahren und kennenzulernen. Sie bleibt ihrem vorgefaßten Ziel, als Erzieherin selbst Mensch zu werden, zwar treu, und man kann mit ihren Worten sagen: 'Das Ziel ist erreicht!" Aber sie erreicht es kaum mit dinglich sehenden Augen. Sie erreicht es, ohne sich an der Gemeinschaft der Menschen und mit ihnen aufzurichten, ohne sich mit ihnen auf einen episch darstellbaren Kampf mit dramatischen Implikationen einzulassen. Keinesfalls bekommt der Leser eine Schilderung davon, nicht von der eigentlichen Welt des heimatlichen Dorfes, nicht von Kindern und Eltern. Umgebung und Menschen stehen am Rand, ohne eigenes Leben, bleiben Kulisse und Staffage, genügen kaum als 'Leitmotiv", eben noch als Stichwort, das die im Sinne der Einleitung vorgeprägten Gedankenketten und Assoziationen in Bewegung setzt, um spekulativ zu demonstrieren, was zur erlebten Szene hätte gestaltet werden sollen, um epische Prosa zu sein. Statt solcher Bilder findet man Abstraktionen vom eigentlichen Leben in der realen Wirklichkeit, kein durchgehendes, kausal verknüpftes Geschehen, das einer 'Handlung" gleichgesetzt wäre und einer Steigerung fähig, nichts außer dem eigenen Anliegen, Mensch zu werden, und das auf dem Wege der Reflexion. Kaum daß Enttäuschnungen registriert werden, folgen längere Meditationen, ohne daß die Ursache, eine Anschauung, ein Erlebnis selbst plastisch wird, wenn auch manche Feststellungen, im Vorbeigehen gemacht, fast naturalistisch wirken: 'Fremde Kinder sind unappetitlich wie ein Haufen gebrauchter Konservenbüchsen. Unser Dorf ist unrein. Sieht man in seine Höfe hinein, fährt man entsetzt zurück. Darin liegt das deutlichste Zeichen unseres Rückganges. [...] es muß sich zeigen, ob das vorübergehende Erkrankung oder organisches Leiden ist." 17 Dazu 'kommt starker Widerwille vor allen Gedankenkreisen, in denen ich bisher gelebt. Ich kann keine Fachzeitschrift mehr lesen, keine Predigt mehr hören, die Verhandlungen in unseren Versammlungen widern mich an. Ich will gar nicht mehr hingehen, weil ich ein Gefühl geistiger Hörigkeit nicht mehr ertrage" 18. Selbst die Lektüre 'geistiger Konterbande", worunter Darwin und Haeckel 'noch die Unschuldigsten" sind, hilft ihr nicht, geschweige Schriftsteller, die sie früher gelesen . Im Grunde ist alles nur ein fortlaufende Analyse ihres inneren Zustandes, ihres Zerwürfnisses mit sich selbst, eingestreut wie Lichtblicke, wie 'Stichwörter", an denen sich die Reflexion von neuem entzündet. Worin die konkreten Widerstände bestehen, erfährt man aber nicht. 20 Selbst wo in den 'Stichworten" die epische Substanz nach Gestaltung verlangt, wird diese Möglichkeit nicht ausgenützt. Statt die Ansätze zu lebendigen

Szenen auszuwerten, wird ein Sachverhalt festgestellt, ein Ereignis schlechthin mitgeteilt, die Aussage alles Epischen entkleidet zugunsten eines pädagogischen Fingerzeiges, der Satz durch grammatische Korrektheit überdehnt: 'da er seinen Kameraden beim Bade vor Ertrinken durch rasches Eingreifen gerettet hatte." Der Eindruck bestätigt sich: Epische Gestaltung ist nicht das Hauptanliegen.
      In der Geschichte des siebenbürgisch-deutschen Romans nimmt Der sechste Tag eine Sonderstellung ein. Zwar war die Tradition des historischen Romans außer durch Faklers Gespenst auch mit Heinrich Schusters Roman Martin Ahner durchbrochen worden, in dem das aktuelle Leben in der sächsischen Dorfge-meinschaft das Thema gewesen war, ohne besondere Berücksichtigung der Dorfintelligenz. Nun steht ein Frauenschicksal im Mittelpunkt, das Leben und die Aufgabe einer sächsischen Lehrerin auf dem Dorf unter dem modernen Vorzeichen der Emanzipation, und zwar nicht als Frauenrechtlerin, sondern als Mitarbeiterin des Mannes. Zur Neuheit des Themas tritt die Neuheit der Form. Bewältigt mögen beide für den damaligen Augenblick im damaligen Milieu gewesen sein, in der sozial-politischen Lage also fortschrittlich und auf der Höhe ihrer Zeit in unserer Landschaft und Gesellschaft.
      Der Erzählung Das heimatmüde Geschlecht liegt ein ähnliches Konzept zugrunde. Der Struktur nach ergänzen zwei Biographien einander, ein Frauen- und ein Männerschicksal in den zwei Hauptteilen 'Tagewerke und Nachtwachen einer Armeeschwester" und 'Die Heimkehr". Dora entstammt einer vielköpfigen Familie, wächst unter entsprechend eingeschränkten materiellen Bedingungen in einem siebenbürgisch-sächsischen Dorf in der Pflege ihrer sterbenden Mutter zur Krankenschwester heran und wird im Ersten Weltkrieg Rot-Kreuz-Schwester. Unter den schweren, oft menschenunwürdigen Bedingungen der Lazarette lernt sie den Kriegsarzt Dr. Hagen kennen und verlobt sich mit ihm. Die beiden werden durch den Zusammenbruch getrennt, und Hagen setzt nach seiner Rückkehr nach Deutschland alles daran, nach Siebenbürgen zu seiner Braut zu gelangen, die ihm unter verschiedenen Anfechtungen treu geblieben ist. Die Freude des Wiedersehens tötet Dora, deren Gesundheit schon früher untergraben war.
      Mit dem Ausspruch: 'Der wichtigste Teil der Menschwerdung beginnt nach der Geburt" 22 ist das geistige Ziel des Buches benannt, die Aufgabe des Erzählers liegt in der Verinnerlichung: 'Nicht fortpflanzen wollen wir das Geschlecht, emporheben"23. Die parallelen Biographien Doras und Dr. Hagens zeigen, wie durch


Oskar loerke (i884-i94i)

Der Dichter, 1884 in eine westpreußische Bauernfamilie hineingeboren, nannte die Weichsel seine 'zweite Mutter und den Himmel über den Ebenen und Hügeln am Strome" seinen zweiten Vater und betonte damit eine gleichsam naturphilosophische Selbstdeutung. Der Gymnasiast geriet in Graudenz in pietistis .....
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Oskar pastior (-i927)

I. Beschreibung der Beschreibung Monologophagie. Damit lässt sich aufhören, damit lässt sich beginnen. Wer über Oskar Pastior schreibt, gerät unweigerlich in den Sog der Selbstbezüglichkeit, in dem sich das eigene Schreiben selbst verzehrt. Man weiß den Text nach der Lektüre von Pastiors Texten in .....
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Oskar loerke

Im Gegensatz zu Trakls statischer Gedichtlandschaft, die von der reinen Kälte der Gestirnwelt einen Hauch ver= spüren läßt, herrscht in Oskar Loerkes Gedichten der flie= ßende Charakter vor, auch da, wo die Großstadt ihm ver= wehrend entgegentritt. Es ist hier des slawischen Unter» Stroms zu gedenke .....
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Graf, oskar maria

Zwei Tage nach der Bücherverbrennung erschien in der Wiener Arbeiterzeitung ein Artikel G.s unter dem Titel »Verbrennt mich!«, der danach durch die Weltpresse lief. In die erste Liste verbotener Bücher hatten die Nazis von den 13 selbständigen Titeln G.s nur seine Autobiographie Wir sind Gefangene .....
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Kanehl, oskar

Nachtcafe Froehlich, Jürgen. In: Liebe, 1990, S. 83 - 86. .....
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Loerke, oskar

Alle Wesen Stephens, Anthony. In: Oskar Loerke, 1986, S. 155 - 157. An die Grundmächte Jung, Roswitha. In: Loerke, 1971, S. 8 - 13. Andacht König, Dieter. In: Loerkes Gedichte, 1963, S. 43 - 52. Ans Meer König, Dieter. In: Loerkes Gedichte, 1963, S. 164 - 187. Lorbe, Ru .....
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Pastior, oskar

Abendlied Hildesheimer, Wolfgang. In: Frankfurter Anthologie 8, 1984, S. 253 - 256. .....
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Redwitz, oskar von

Volkskrieg Menne, Angelika. In: Einigkeit und Unite, 1980, S. 268-271. .....
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Wittstock, joachim

Türkenhügel Anger, Horst. In: Deutsche und rumäniendt. Lyrik, 1981, S. 320-324. .....
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Der silberdistelwald - oskar loerke

Mein Haus, es steht nun mitten Im Silberdistelwald. Pan ist vorbeigeschritten. Was stritt, hat ausgestritten 5 In seiner Nachtgestalt. Die bleichen Disteln starren Im Schwarz, ein wilder Putz. Verborgne Wurzeln knarren: Wenn wir Pans Schlaf verscharren, 10 Nimmt niemand ihn in Schutz. Vielleicht, .....
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Oskar loerke (i884-i94i): brief-wilhelm lehmann (i882-i968): auf sommerlichem friedhof (i944)

Zwei Gränchen Staub im Wind Oskar Loerke, Träger des Kleist-Preises von 1913, war als Cheflektor des S. Fischer Verlags eine der Schaltstellen des literarischen Lebens in den zwanziger Jahren. In seinen Dichtungen bleiben Landschaftserlebnisse einer Kindheit im Osten prägend. Seine Naturlyrik str .....
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Oskar pastior (geb. i927): heißer abend im alten tulcea - das karussell

Das Gedicht gehört nicht zu den Texten Pastiors, die aus der lyrischen Tradition radikal ausbrechen ins experimentelle Spiel mit der Sprache und neue Sprachlegierungen erproben. Es steht noch im Vorfeld der Anagrammgedichte, der Umstellung von Buchstaben und Silben, oder der Gedichte in Palindromen, .....
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Joachim wittstock - tÃœrkenhÃœgel

Tafelberg, den Vögeln entgegengebogen daß sie ihn nachtlang beschweren ein Hügel — allein ohne gefallene Türken doch aller, die je gegen sie gekämpft So sind auch Heldengräber nicht Gräber für Helden doch jener, die südwärts ritten erst wenn der Halbmond sich lodernd über sie goß wurden sie .....
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Oskar loerke: »leitspruch. november i940«

Oskar Loerkes »Leitspruch«, datiert auf November 1940, wurde von Peter Suhrkamp aus dem Nachlass des Dichters veröffentlicht: Jedwedes blutgefügte Reich Sinkt ein, dem Maulwurfshügel gleich. Jedwedes lichtgeborne Wort Wirkt durch das Dunkel fort und fort. Die vier Zeilen sind Widmungsverse, die .....
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Loerke, oskar

Der Sohn eines Ziegelei- und Hofbesitzers aus der Weichselniederung reiste und wanderte gern, es waren L.s extensivste Erfahrungen, mit der Welt, vor allem mit der Natur in Kontakt und Dialog zu kommen. Seine weiteste Reise führte ihn nach Nordafrika, dank eines Reisestipendiums des »Norddeutschen L .....
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