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Noelle-Neumann, Elisabeth - Leben und Biographie



Elisabeth Noelle-Neumann gründete 1947 mit ihrem ersten Ehemann, dem CDU-Bundestagsabgeordneten und Journalisten Erich Peter Neumann , nach US-amerikanischem Vorbild in Allensbach am Bodensee das Institut für Demoskopie, das erste deutsche Meinungsforschungsinstitut. Unter ihrer Leitung wurden jährlich Tausende von Interviews und Umfragen über Ansichten, Verhalten und Motive in Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur durchgeführt. Seit 1957 veröffentlicht das Allensbacher Institut auch Prognosen für Bundestagswahlen, die mehrfach nur geringfügig vom tatsächlichen Wahlergebnis abwichen. In verschiedenen Publikationen äußert sich Noelle-Neumann zu gesellschaftlichen Fragen aus demoskopischer Sicht.


      Noelle-Neumann, Tochter eines Fabrikbesitzers, studierte Geschichte, Philosophie, Zeitungswissenschaften und Amerikakunde in Berlin, Königsberg und München. Mit 23 Jah-ren promovierte sie über Meinungs- und Massenforschung in den USA. Von 1961 bis 1964 war sie Dozentin an der Freien Universität Berlin, ab 1965 Professorin in Mainz, wo sie ab 1967 das Institut für Publizistik aufbaute, das sie bis 1983 leitete. International bekannt wurde sie 1980 mit ihrem Buch Die Schweigespirale, das mehrere Ergänzungen erfuhr und 2001 neu erschien. Ein Standardwerk ist bis heute ihr mit Winfried Schulz herausgegebenes Lexikon zur Publizistik .
      Die Schweigespirale
Mit ihrer umstrittenen Theorie von der schweigenden Mehrheit, die sich in einem bestimmten politischen Umfeld nicht traut, ihre Meinung offen zu äußern, löste Elisabeth Noelle-Neumann öffentliche Kontroversen im In-und Ausland aus.
      Inhalt: Noelle-Neumann stellt in dem Werk mit dem Untertitel Öffentliche Meinung - unsere soziale Haut die sozialpsychologische These auf, dass Menschen aus Furcht vor Isolation nicht sagen, was sie denken. Da Medien den Eindruck erzeugen, das wiederzugeben, was die Allgemeinheit akzeptiert, die öffentliche Meinung eben, komme eine Schweigespirale in Gang. Was in den Medien nicht vertreten sei, obwohl es viele so sähen, werde aus Angst, mit seinen Ansichten allein dazustehen, verschwiegen. Mit dieser Theorie wollte Noelle-Neumann die knappen Niederlagen der Unionsparteien bei den Bundestagswahlen von 1972 und 1976 erklären. Die Journalisten vor allem im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und Rundfunk hätten aufgrund ihrer sozial-liberalen Orientierung ein falsches Meinungsklima erzeugt und der SPD zum Wahlsieg verholfen. Aufbau: Die Sprache des Werks ist klar und leicht verständlich. In der 5. Neuauflage aus dem Jahr 2001 stellt die Autorin das klassische rationalistische Konzept der öffentlichen Meinung ihrem eigenen Ansatz gegenüber, der Emotionen und menschliche Schwächen stärker berücksichtigt. Im historischen Teil erläutert sie u.a. die Konzepte von ->Piaton, David Hume , Jean-Jacgues -^Rousseau und Friedrich -»Nietzsche bis zur britischen Anthropologin Mary Douglas Leakey . Anschließend stellt Noelle-Neumann mit praktischen Beispielen wie der sozial-liberalen Ostpolitik der frühen 1970er Jahre ihren Ansatz dar. Sie zeigt, wer das Meinungsklima bestimmt, wie es wissenschaftlich »gemessen« werden kann und welche politischen Konse-guenzen sich ergeben.
      Wirkung: Das brisante Buch wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und löste in Deutschland eine politische Kontroverse aus. Linksliberale Kreise kritisierten, dass Noelle-Neumann ihre Erkenntnisse kurz vor der Bundestagswahl 1980 veröffentlicht habe, um die Wahlchancen der CDU/CSU zu verbessern. Die Konservativen sahen sich durch das Buch in ihrem Urteil bestätigt, dass die bundesdeutschen Medien fest in der Hand der politischen Linken seien. Wissenschaftler bemängelten einzelne Erhebungsmethoden und warfen Noelle-Neumann vor, die Urteile der Befragten vereinfachend dargestellt zu haben.
      In den USA, dem Mutterland der Meinungsforschung, fühlten sich die Journalisten von Noelle-Neumann weniger angegriffen. Wissenschaftler kritisierten, dass die Theorie der Schweigespirale Persönlichkeitsaspekte und die Bedeutung sozialer Bezugsgruppen zu wenig beachte und die Manipulationsmacht der Medien überschätze.


Elisabeth langgässer (i899-i950)

Mit zehn Jahren verlor Elisabeth den jüdischen Vater; kurz vor der Eheschließung war sie katholisch getauft worden. Sie zog mit der Mutter aus dem rheinhessischen Alzhey nach Darmstadt, wo sie nach dem Abitur 1918 sich zur Lehrerin ausbilden ließ. Das Milieu eines durch Assimilierung gesteigerten Pa .....
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Courths-mahler, hedwig (d. i. ernestine friederike elisabeth, pseudonyme: relham, hedwig brand)

Obschon als »Fourths-Malheur« und »Kotz-Mahler« verspottet und parodiert. Superlative ringsum: über zweihundert Romane hat sie geschrieben , allein vierzehn Titel im Jahr 1920: ca. 30 Millionen Exemplare betrug die Gesamtauflage, als sie starb; über Jahrzehnte war sie die Nr. 1 aller Leihbüchereien; .....
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Borchers, elisabeth

chagall Wapnewski, Peter. In: Gedichte und Interpretationen 6, 1982, S. 241 - 250. Das Begräbnis in Bollschweil Domin, Hilde. In: Frankfurter Anthologie 2, 1977, S. 221 - 224. Die große Chance Hinck, Walter. In: Frankfurter Anthologie 5, 1980, S. 235 - 238. eia wasser regnet schlaf .....
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Langgässer, elisabeth

Daphne Vieregg, Axel. In: Gedichte und Interpretationen 5, 1983, S. 348 - 359. Daphne an der Sonnenwende Blöcker, Günter. In: Frankfurter Anthologie 2, 1977, S. 171 - 175. Der Laubmann und die Rose Schmidt-Ihms, Maria. In: Acta Germanica 1, 1966, S. 99- 116. Frühling 1946 Krüger, Horst .....
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Plessen, elisabeth

Dank dir dank euch Gnüg, Hiltrud. In: Aufbrüche, 1979, S. 34 - 35. .....
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Elisabeth langgässer (i899-i950)

aus der Bedrückung der modernen Angst mit ihrem Roman 'Das unauslöschliche Siegel" , in welchem der Glaube an Gott und die Nachfolge Christi als letzte Plattform eines sinnerfüllten Lebens erscheint. Die 'Märkische Argonautenfahrt" behandelt ein ähnliches Thema: Menschen, die sich der Wirklichkeit .....
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Elisabeth langgässer (i899-i950): frühling i946 - heimkehr ins leben

Wie nur wenige Schriftsteller und Autorinnen hatte Elisabeth Langgässer die Widersprüche und Absurditäten einer Epoche auszuhalten. Tochter eines katholisch getauften Kreisbaurats jüdischer Herkunft, fiel sie im »Dritten Reich« als sogenannte »HalbJüdin« unter die Nürnberger Rassegesetze und erhielt .....
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Elisabeth borchers (geb. i926): die große chance - schönheit mit widerhaken

Die grosse Chance Abends entspannen uns eilfertige Bilder, die Story der Gerechtigkeit, das Epos zu dritt. Da geht mit dem Killer das Unrecht des Tags. Da wird Sehnsucht gelehrt und gestillt. Da sind wir nach Maß. Wenn alles vorbei ist und die Schöne am verwilderten Grab des Vaters ihr Hau .....
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Elisabeth langgässer saisonbeginn

Analyse Die Erzählerin scheint zunächst eine alltägliche, ganz belanglose Begebenheit darzustellen. Zum erstenmal wird der Leser stutzig, als das neue Schild ausgerechnet bei dem Kruzifix errichtet werden soll. Doch vergißt er das schnell wieder, da das Beratschlagen und Arbeiten der Männer den Bli .....
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Index » Erzählungen der Gegenwart

Elisabeth langgässer untergetaucht

Die Auseinandersetzung mit der Gegenwart reicht nicht aus, die Zukunft zu bewältigen. Es gehört zu unseren wichtigsten Erziehungsaufgaben, der jungen Generation Erfahrungen und Wissen zu vermitteln, das ihr ermöglicht, sich geschichtlich zu interpretieren. In mancher Hinsicht sind Erfahrungen wirksa .....
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Elisabeth simons - der sozialistische realismus — eine neue weltkunst

[...] Die junge Sowjetmacht war als Heimat des Weltproletariats Ziel der Hoffnungen und der Aufmerksamkeit der fortschrittlichen und revolutionären Werktätigen aller Länder. Die sozialistischrealistische Literatur und Kunst der Sowjetunion gestaltete als erste das neue Menschenbild des revolutionär .....
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Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Langgässer, elisabeth

Sie wurde als Tochter eines Architekten geboren, besuchte die höhere Schule in Darmstadt und war etwa zehn Jahre lang Lehrerin an verschiedenen Schulen in Hessen. 1929 zog sie nach Berlin, wo sie bis 1930 als Dozentin an der sozialen Frauenschule tätig war. Ab 1930 hatte sie als freie Schriftsteller .....
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Noelle-Neumann,  Elisabeth    





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