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Monod, Jacques - Leben und Biographie



Jacques Monod zählt zu den Pionieren der modernen Genetik. In der Forschung galt sein besonderes Interesse der Umsetzung der codierten Erbinformation in physiologisch relevante Substanzen, z.B. Enzyme. Doch nicht nur die
Aufklärung molekularbiologischer Vorgänge, sondern auch die daraus erwachsenden Konsequenzen für die menschliche Existenz beschäftigten sein Denken und Schaffen. In seinem Buch Zufall und Notwendigkeit legte er eine entsprechende Studie über das Menschenbild und die Wissenschaft in der Neuzeit vor.

      Monod begann 1928 mit dem Studium der Naturwissenschaften in Paris. Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sorbonne, wo er 1941 promovierte. Sein wissenschaftlicher Werdegang wurde entscheidend durch einen Aufenthalt 1936 am Rockefeller Institute of Technology in Pa-sadena geprägt. Insbesondere die Genetik, die damals in Frankreich so gul wie unbekannt war, dominierte von nun an seine wissenschaftliche Tätigkeit. Während der deutschen Besatzung trat Monod 1940 der Resistance bei. 1945-59 setzte er seine wissenschaftliche Forschungsarbeit als leitender Mitarbeiter am Institut Pasteur fort. Nach der Berufung zum Professor an der naturwissenschaftlichen Fakultät der Sorbonne leitete er bis 1967 den Lehrstuhl für Stoffwechsel-chemie. Seine letzten beruflichen Stationen führten ihn zum College de France in Paris und 1971 als Direktor zum Institut Pasteur.
      1965 wurde Monod für seine grundlegenden Arbeiten zur genetischen Kontrolle der Enzymsynthese mit dem Medizinnobelpreis geehrt; er teilte sich die Auszeichnung mit Francois Jacob und Andre Lwoff .
      Zufall und Notwendigkeit
Mit seinem Buch schuf Jacques Monod ein viel diskutiertes Werk über die Weltbilder der Menschheit und ihren Ursprung. Ideologien und Religionen werden als überflüssig zurückgewiesen und der Zufall als allein gültige Schöpfungsalternative proklamiert.
      Voraussetzungen: Monod wurde in seinem Denken nicht nur von der wissenschaftlichen Arbeit, sondern auch von seiner politischen Grundhaltung als Mitglied der kommunistischen Partei geprägt. Es genügte ihm nicht, die Grundlagen der Vererbung zu erforschen; er wollte in seinem Buch auch die Konsequenzen für das Selbstverständnis des Menschen darlegen.
      Inhalt: Monod argumentiert mit wissenschaftlichen Tatsachen und philosophischen Folgerungen. Aus der Zufälligkeit von Mutationen, die er als Naturwissenschaftler konstatiert, leitet Monod ab, »dass er in der teilnahmslosen Unermesslichkeit des Universums allein ist, aus dem er zufällig heraustrat«. Daher verbietet sich für Monod jede metaphysische, d.h. auch jede religiöse Deutung der Welt und des Menschen. Er führt aus, dass der Mensch nich! von Gott oder etwas Ã"hnlichem erschaffen wurde, sondern Produkt eines Zufalls ist. Aus dem Rückblick wirke dieser Zufall nun als Notwendigkeit.
      Die Basis der Argumentation von Monod bildet die Wissenschaft, insbesondere die Molekularbiologie. Der umfassende Anspruch und die Radikalität seiner Thesen wirken provokativ und aufrüttelnd. Monod wendet in seinem Buch konsequent das Objektivitätsprinzip der Naturwissenschaften an und kommt zu dem Schluss, dass der Ausnahmecharakter des Menschen nicht gegeben sei. Daraus folgt für ihn das Ende jeder Philosophie und Ideologie.
      Wirkung: Das Buch wurde nach seinem Erscheinen heftig und kontrovers diskutiert, insbesondere wegen des strikten Ausschlusses jeglicher Religionen und Ideologien. Monod leistete mit seinen Ausführungen einen wichti-gen Beitrag zum geistigen Umbruch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Alte Ãoberzeugungen wurden neu überdacht und bewertet. Bis heute prägt das Buch die gesellschaftliche Diskussion und das ethische Selbstverständnis der Menschen.
     


Jacques derrida zwischen hegel und nietzsche

Der Titel soll nicht Äquidistanz suggerieren, auch keine Pendelschwingung der Dekonstruktion zwischen den beiden philosophischen Standpunkten; er soll vielmehr andeuten, daß die Dekonstruktion - ähnlich wie die junghegelianischen Philosophien - eine radikale Hegelkritik beinhaltet, die sie mit dem b .....
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Denida, jacques

Das Milieu, in dem ich zu schreiben begonnen habe, war sehr stark geprägt, um nicht zu sagen eingeschüchtert, von Marxismus und Psychoanalyse, deren wissenschaftlicher Anspruch um so gewaltiger war. als ihre Wissenschaftlichkeit ungewiß zu sein schien.« So äußerte sich D. in einem Interview 1986. Se .....
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Lacan, jacques

Wohl kein psychoanalytischer Fachgelehrter, Arzt und klinischer Psvchiater hat so sehr die Zeitungsblätter zum Rauschen gebracht; selbst Freud hat mcht in dem Maße erregte und entgegengesetzte Urteile, auch unter Fachkollegen und Schülern, provoziert: »L. der Meister«, »ein neuer Sokrates« -»ein Gur .....
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Rousseau, jean-jacques

Selbstbewußte Bürger wie der Deutsche Campe wallfahrte-ten ebenso wie Ludwig XVI., Marie Antoinette, Franklin, Robespierre oder Napoleon I. an das Grab R.s.. In einem eigentümlichen Inemanderübergehen von ethischer Person und literarisch-philosophischer Ã"ußerung des Autors R. wurde er ihnen allen a .....
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Das unendliche spiel differentieller relationen: jacques derrida

Derridas Sprachkritik beruht auf einer Umkehrung des traditionellen Primats der mündlichen Rede, des Logos, gegenüber der Schrift. Im Text »La Pharmacie de Piaton« bezieht er sich auf die folgende Stelle in Piatons Dialog »Phaidros«: »Sokrates: Denn dieses Schlimme hat doch die Schrift, Phaidros, .....
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Berndorf, jacques

Pseud. für: Michael Preute Biografie: *22.10.1 in Duisburg. M. Preute studierte zunächst Medizin, wandte sich dann aber dem Journalismus zu. Er arbeitete als Polizeireporter und als Redaktionsleiter, Chef vom Dienst und Chefredakteur bei verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen. Seit 1968 ist er fr .....
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Jacques, norbert

Biografie: *6.6.1 in Luxemburg, tl6.5.1 in Koblenz. N. Jacques studierte in Bonn, war dann zuerst als Journalist in Hamburg tätig, später arbeitete er als freier Schriftsteller. Bis 1954 lebte er auf seinem Gut bei Linda, danach in Hamburg. Mit seiner Schöpfung des genial-wahnsinnigen Super-verbrech .....
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