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Miller, Alice - Leben und Biographie



Alice Miller veröffentlichte mehrere Bücher, mit denen sie die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu Kindesmisshandlungen einer breiten Ã-ffentlichkeit nahe brachte. Am bekanntesten sind ihr Erstling Das Drama des begabten Kindes sowie Am Anfang war Erziehung. Nach der Veröffentlichung dieses Buches widmete sich Miller nur noch dem Schreiben.
      Miller studierte in Basel Philosophie und Psychologie. Nach ihrer Promotion machte sie in Zürich eine Zusatzausbildung in freudscher Psychoanalyse und arbeitete 20 Jahre lang als Analytikerin. Als Miller 1973 durch spontane Malversuche Aufschluss über ihre Kindheit erhielt, widmete sie sich der Kindheitsforschung und bemühte sich - insbesondere mit Du sollst nicht merken - um eine Widerlegung der Triebtheorie von Sigmund -> Freud. Ihre Abkehr von der klassischen Psychoanalyse führte 1988 zum Austritt aus der Psychoanalytischen Vereinigung.

      Bis heute beschäftigt sich Miller, deren Theorien inzwischen durch die Hirnforschung bestätigt wurden, vor allem mit Kindesmisshandlungen und deren Prophylaxe. In EvasErwachen erklärt die Psychoanalytikerin in leicht verständlicher Form, welche Auswirkungen die an Kindern ausgeübte Gewalt auf die Gesellschaft hat. Obgleich ihre Bücher auf ein wachsendes Publikumsinteresse stießen, wurde der Autorin von Kritikern immer wieder vorgeworfen, ihre bereits in den 1980er Jahren formulierten Thesen nicht wirklich weiterzuentwickeln und zu wenig Toleranz gegenüber anderen Meinungen aufzubringen.

      Am Anfang war Erziehung
Alice Miller unternimmt mit Am Anfang war Erziehung den Versuch, die Ã-ffentlichkeit für das frühkindliche Leiden zu sensibilisieren. Die Psychoanalytikerin wurde dadurch zur Missionarin einer Kindheit ohne Gewalt. Entstehung: Am Anfang war Erziehung ist die öffentliche Antwort der Autorin auf die zahlreichen Leserbriefe, die sie zu ihrem ersten Buch Das Drama des begabten Kindes erreichten. Miller hoffte, durch das neue, ausführlichere Buch einen Teil der Fragen beantworten zu können, die ihr von Kollegen und von Betroffenen gestellt wurden.nhalt: Im ersten Teil des Buches Am Anfang war Erziehung stellt Miller die »schwarze Pädagogik« dar. Damit bezeichnet sie die gewalttätigen Erziehungsmethoden, die im 18., 19. und weit bis ins 20. Jahrhundert hinein dominierten. Im zweiten Teil schildert die Autorin die Kindheiten einer Drogensüchtigen , eines Diktators und eines Kindesmörders . Durch diese Fallbeispiele, alle drei erschütternde Zeugnisse für die furchtbaren Folgen falscher Erziehung, verhilft Miller ihren Lesern über das intellektuelle Wissen hinaus zu einem emotionalen Wissen. Den dritten Teil widmet Miller dem Unterschied zwischen Schuldgefühlen und Trauer. Ihr Ziel besteht darin, beim Leser nicht primär Schuldgefühle zu wecken, sondern Trauer über das Geschehene auszulösen. Erst diese Trauer ermöglicht das Aufarbeiten der eigenen kindlichen Traumatisierung und durchbricht den Wiederholungszwang, die selbst erfahrene Kränkung an die nächste Generation weiterzugeben.
      Miller sieht keinen Sinn darin, Appelle an die Eltern zu richten, ihre Kinder anders zu behandeln. Vielmehr will sie dem Kind im Erwachsenen klarmachen, was ihm in seiner Kindheit zugefügt worden ist. Das Erkennen der Demütigungen der eigenen Kindheit gilt ihr als wichtige »Voraussetzung des mitmenschlichen Füh-lens und Verstehens«. Wer sich von den Leiden der eigenen Kindheit emotional distanziert, könne das Kind nicht verstehen. Wirkung: Miller wurde Anfang der 1980er JahTe innerhalb kürzester Zeit zu einer der wichtigsten Bezugspersonen für an psychologischen Fragestellungen Interessierte. Mit Am Anfang war Erziehung wurde sie vor allem bei denjenigen populär, die einen weitgehenden Verzicht auf Erziehung forderten. Der große Erfolg ihrer Bücher ist aber auch darauf zurückzuführen, dass Miller soweit möglich auf Fachbegriffe verzichtet.


J. hillis miller oder kritik als ethik

Anders als Paul de Man, der von Heideggers Existentialontologie ausging und Nietzsches Rhetorikbegriff für den literary criticism fruchtbar zu machen suchte, war J. Hillis Miller Schüler von Georges Poulet und orientierte sich an den literaturwissenschaftlichen und philosophischen Arbeiten der sog. .....
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