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Meadows, Dennis L - Leben und Biographie



Dennis L. Meadows wurde durch die Entwicklung seines von dem Club of Rome in Auftrag gegebenen Weltmodells, das über die zukünftige Lage der Menschheit Aufschluss geben sollte, bekannt. Die 1972 unter dem Titel Die Grenzen des Wachstums publizierte Studie erregte enormes Aufsehen, weil sie äußerst düstere Prognosen für das 21. Jahrhundert stellte.
      Obwohl Meadows mit seinen Veröffentlichungen immer wieder für Schlagzeilen sorgte, ist bislang wenig über seine Biografie bekannt geworden. Meadows beschäftigte sich im Rahmen eines Studiums mit Chemie sowie mit Management. Heute ist er Direktor des Instituts für Politik und sozialwissenschaftliche Forschung an der Universität New Hampshire und setzt sich auch weiterhin mit Zu-kunftsfragen der Menschheit auseinander. 1992 erschien eine Folgestudie zum Bestseller von 1972, Die neuen Grenzen des Wachstums, in der Meadows und seine Koautoren wiederum pessimistische Analysen präsentierten, aber auch erste Anzeichen für einen Bewusstseins-wandel der Menschen feststellten. Neben der wissenschaftlichen Forschungstätigkeit entwickelt Meadows auch Computerspiele.

      Die Grenzen des Wachstums
Die Botschaft des 1972 veröffentlichten ersten Berichts an den Club of Rome, Die Grenzen des Wachstums, erregte weltweit Aufsehen: Sollte es nicht gelingen, dem Streben vor allem der Industrieländer nach immer mehr Wachstum und Wohlstand entgegenzutreten, würden spätestens im Jahr 2100 katastrophale Verhältnisse eintreten. Die Studie wurde zum Weltbestseller, wurde in 29 Sprachen übersetzt und gilt heute als Sachbuchklassiker.
      Entstehung: Der Club of Rome erteilte Dennis L. Meadows und einem Team von Spezialisten am Massachusetts Institute of Technology einen Forschungsauftrag, der die Entwicklung eines computergestützten Weltmodells zum Ziel haben sollte. Mithilfe dieses Modells, sollte die Lage der Menschheit so der Untertitel der Studie, für die nächsten 100 Jahre prognostiziert werden. Inhalt: Den Mitgliedern des Teams war durchaus bewusst, dass eine derart umfassende Zukunftsprognose nur annäherungsweise zu er-reichen wäre. Obwohl sie sich zu Fehlern ihres Weltmodells bekannten, hoben sie doch die Möglichkeit hervor, das zu erwartende Szenario zutreffend beschrieben zu haben. Die wesentlichen Schlussfolgerungen der Untersuchung fielen düster und pessimistisch aus. Das Forscherteam gelangte zu dem Ergebnis, dass die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde innerhalb der nächsten 100 Jahre erreicht sein würden, sofern das derzeitige industrielle und demografische Wachstum der Erdbevölkerung, die Zunahme von Umweltverschmutzung und das Ausmaß der Rohstoffverschwendung unvermindert anhielten. Ein drastisches Absinken der Bevölkerungszahl und ein empfindlicher Rückgang der industriellen Kapazität wären die unvermeidlichen Folgen.
      Gleichzeitig erkannten die Autoren der Studie die Chance eines Umdenkens: Ließe sich ein ökologischer und ökonomischer Gleichgewichtszustand herstellen, könne es gelingen, das Katastrophen-Szenario abzuwenden. Um die materiellen Lebensgrundlagen der Menschheit auch in Zukunft sichern zu können, müsse sich die Völkergemeinschaft jedoch rasch entschließen, ein solches Gleichgewicht zu erreichen. Die Forschergruppe um Meadows schlug konkrete Maßnahmen vor: So empfahlen sie etwa die Wiederverwertung von Abfällen, die Reduzierung der industriellen Produktion zu Gunsten der Erzeugung von Nahrungsmitteln und die Drosselung derUmweltverschmutzung. Wirkung: Die Studie rüttelte Regierungen und Bürger in aller Welt auf und löste heftige Diskussionen aus, weil Meadows und sein Team die vorherrschende Wachstumsideologie in Frage stellten. Umweltschützer, die zu Beginn der 1970er Jahre überwiegend als Außenseiter angesehen wurden, konnten sich fortan auf seriöse Forschungsergebnisse im Auftrag einer Organisation berufen, in der Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft vertreten waren.
     


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