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Mead, Margaret - Leben und Biographie



Die Ethnologin Margaret Mead untersuchte Prozesse der Sozialisation von Kindern, Probleme des sozialen Wandels bei Naturvölkern und in Industrienationen sowie die kulturelle lden-titätsfindung bei Individuen. Mit ihren vor allem in Ozeanien durchgeführten Studien übte Mead großen Einfluss auf die Sozialwissenschaften der 1950er und 1960er Jahre aus.
      Als Tochter aus einer Intellektuellenfamilie studierte Mead Psychologie und befasste sich später mit Ethnologie. 1926-69 arbeitete sie am Museum für Naturgeschichte in New York und lehrte ab 1954 an der Columbia University. Mead glaubte, Ethnologie könne als die umfassendste Wissenschaft vom Menschen einen Beitrag für den frieden in der Welt leisten. Ihr Name ist verbunden mit der ethnologischen Richtung der Kultur- und Persönlichkeitslehre.

      Für ihr Lebenswerk erhielt Mead 28 Ehrendoktorate. Ihr wissenschaftliches CEuvre um-fasst über 1000 Artikel und über 40 Bücher. Viele davon sind Klassiker geworden und erschienen in millionenfacher Auflage. Zu den wichtigsten zählen u.a. Kindheit und Jugend in Samoa, Geschlecht und Temperament in primitiven Gesellschaften, Mann und Weib. Das Verhältnis der Geschlechter in einer sich wandelnden Welt , eine teilweise hochaktuelle soziologische Abhandlung zu Fragen männlicher und weiblicher Identität, sowie Zivilisation und Bindung: Der Generationskonflikt .
      Jugend und Sexualität in primitiven Gesellschaften
Margaret Mead hat mit ihren soziologischethnologischen Studien wesentlich dazu beigetragen, das Wissen über ozeanische Kulturen und den pazifischen Raum zu erweitern.
      Bei der Trilogie Jugend und Sexualität in primitiven Gesellschaften handelt es sich um die deutsche Ãobersetzung der Einzelwerke Kindheit und Jugend in Samoa, Kindheit und Jugend in Neuguinea und Geschlecht und Temperament in drei primitiven Gesellschaften. Als Leben in der
Südsee erschienen die drei Werke in Deutschland erstmals 1965 in einem Band. Inhalt: Sechs Monate lang hat Mead auf Samoa heranwachsende Mädchen beobachtet, um die Frage zu klären, ob Konflikte während der Pubertät allein auf biologische Veränderungen zurückzuführen seien oder ob auch kulturelle Normen eine Rolle spielten. In Kindheit und Jugend in Samoa nutzt sie einen Vergleich der sa-moanischen Kultur mit der »zivilisierten« Welt auch zu dem Zweck, Erziehungsmethoden der eigenen Kultur zu beleuchten und zu hinterfragen. Der Befund, die samoanische freizügige Auffassung über Sexualität und die relative Einheitlichkeit der samoanischen Kultur mache die Pubertät dort zu einer Zeit ohne Krisen, beeindruckte ein breites Publikum.
      Die Ergebnisse ihrer Forschung bei den Manus auf den AdmiTalitätsinseln, als Kindheit und Jugend in Neuguinea veröffentlicht, widerlegten eine gängige Theorie, wonach der »primitive« Mensch wie ein »zivilisiertes« Kind denke. Mead interessierte sich füT die Denkweise »primitiver« Kinder. Im Gegensatz zu den Manus-Erwachse-nen, die animistisch dachten, also Objekten eine Seele zuschrieben, fand sie bei den Kindern eine durchweg realistische Denkweise vor. Für Mead konnte eine Erklärung nur im Unterschied der Kulturen zu finden sein.
      In Geschlecht und Temperament in primitiven Gesellschaften zeigt Mead in ihren Studien über
Ausformungen und Rollenzuweisungen in den Geschlechterverhältnissen bei drei Völkern Neuguineas, wie sich Eigenschaften und das Temperament von Frauen und Männern von einer Kultur zur anderen unterscheiden. Bei den Ara-pesh, Mundugumor und Tchambuli wurden männliche und weibliche Eigenschaften unterschiedlich definiert. Das Ergebnis stellte auch das Rollenverhalten ihrer eigenen Kultur in Frage.
      Wirkung: Insbesondere Kindheit und Jugend in Samoa mit Ergebnissen der ersten eigenen Feldforschung von Mead wurde zu einem Bestseller, der ihren Weltruf als Anthropologin begründete. Aufgrund der Beschäftigung mit Frauen und Erziehungsproblemen sowie der eingängigen Schilderungen fand sie auch außerhalb der Ethnologie Beachtung. Zudem legten die Werke den Schluss nahe, die »zivilisierte« Welt könne einiges von den »primitiven« Kulturen lernen.
      Die Ausführungen über Geschlechterverhältnisse und Sexualität übten auf die Frauenbewegung und auf das Verständnis für Minoritäten einen wiederholten Einfluss aus. Feministinnen begrüßten die Forschungsergebnisse von Mead. Fachkollegen bemängelten ihre Verallgemeinerungen und Interpretationen.
      Zu einer besonderen Debatte kam es 1983, als der Anthropologe Derek Freeman ihr in seinem Buch Margaret Mead und Samoa vorwarf, sie sei mit einer vorgefassten Meinung an ihre Studien gegangen und habe das Bild einer idealisierten Südseekultur entworfen: eine in Fachkreisen umstrittene Gegendarstellung, zumal viele Ethnologen die Befürchtung hatten, ein Ansehensverlust Meads könne das ganze Fach in Mitleidenschaft ziehen.


Hannsmann, margarete

Pfad in Eftalu Hinderer, Walter. In: Frankfurter Anthologie 11, 1988, S. 203 - 206. Zugauskunft Kaiser, Gerhard. In: Heine bis Gegenwart, 1991, S. 502 - 505. .....
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Mead, george herbert

In ihren Grundzügen ist die Philosophie M.s dem Pragmatismus von William James und lohn Dewey verpflichtet. Möglicherweise ist 111 dieser Verbindung begründet, daß er lange Zeit in deren Schatten stand und in seiner eigenständigen Position nicht gesehen wurde. Ein anderer Grund dafür ist, daß M. zu .....
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Mead, margaret

Zu den bekanntesten Anthropologen und Ethnologen unserer Zeit gehört die Amerikanerin M. Sie zählt wie Alfred L. Kroeber. Edward Sapir und Ruth Benedict zu den Schülern des deutsch-amerikanischen Ethnologen Franz Boas, einem der Begründer der amerikanischen »cultural an-thropology«. Hiermit wird - r .....
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Mead,  Margaret    





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