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Interpretation dreier Gedichte: Sainte; tventail (de Mme. Mallarme); Surgi de la Croupe
Es empfiehlt sich, zur Einführung in diesen schwierigen Autor zunächst drei seiner Dichtungen zu besprechen. Das geht nicht ohne einige Pedanterie ab.
Der erste Text ist Sainte , dessen endgültige Fassung 1884 entstand. Der des Französischen mächtige Leser möge sich, wie auch bei den folgenden Gedichten, das Original leise vorsprechen. Denn dieses Dichten will zuerst auf das Ohr wirken, um durch seine verschränkten Tonreize die innere Wahrnehmung auf seinen abnormen Gehalt vorzubereiten.
A la fenetre recelant Le santal vieux qui se dedore De sa viole etincelant Jadis avec flute ou mandore,
Est la Sainte päle, etalant Le livre vieux qui se deplie Du Magnificat ruisselant Jadis selon vepre et complie:
Am Fenster - es verheimlicht das alte Sandel, das sein Gold verliert [, das Sandel] ihrer Viola, die einstmals mit der Flöte oder der Mandora funkelnde
Ist bleich die Heilige, sie breitet aus das alte Buch mit dem Magnificat, das sich entfaltet, - das einst bei Vesper oder beiKomplet entrieselnde,
Ä ce vitrage d'ostensoir Que fröle une harpe par l'Ange Formee avec son vol du soir Pour la delicate phalange
Du doigt que, sans le vieux santal Ni le vieux livre, eile balance Sur le plumage instrumental, Musicienne du silence.
An dieser Sdieibe der Monstranz, von einer Harfe leidit berührt, die eines Engels Abendflug geformt für ihres Fingers zartes Glied,
Den ohne altes Sandel, ohne altes Buch sie wiegt auf dem gefiederten Gespiel, Musikerin des Sdvweigens.
Der metrisch untadelige Text spricht in einem einzigen, jedoch unabgeschlossenen Satz. Dessen Gefüge, fern allem oratorischen Aufwand, ist denkbar einfach, auch wenn man einige Zeit braucht, bis man es herausgelöst hat, nämlich: Es besteht aus einer adverbialen Bestimmung, aus einem kurzen Hauptsatz mit dem drucklosesten Verb und aus einer gleichsam verspäteten Apposition. Doch ist dieses Grundgefüge verhüllt durch den Einschub der ersten Strophe, durch die nebensatzähnlichen Ergänzungen der zweiten und schließlich durch die Nebensätze der dritten und vierten. Die Apposition { |