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Leon, Donna - Leben und Biographie



Seit ihrem ersten Kriminalroman Venezianisches Finale, der Commissario Guido Brunetti in Venedig ermitteln lässt, haben die Bücher von Donna Leon einen festen Platz in der Kri-minalliteratur. Besonders Leserinnen fühlen sich vom Sympathieträger Brunetti, dem gewieften Ermittler, dem sensiblen Vater und Ehemann angesprochen. Außerdem sind die Romane in ihrer geografischen und atmosphärischen Genauigkeit eine Freude für jeden Venedig-Liebhaber.


      Leon lebt seit Abschluss ihres Literaturstudiums 1965 im Ausland. Sie unterrichtete an US-amerikanischen Schulen in der Schweiz, in China, im Iran und in Saudi-Arabien. Seit fast 20 Jahren wohnt Leon in Venedig, dem Schauplatz ihrer Romane, und unterrichtet Literatur auf dem Luftwaffenstützpunkt in Vicenza. Leon ist eine begeisterte Opernliebhaberin und Händel-Expertm.
      Leons erstem Roman Venezianisches Finale folgten bis 2002 neun weitere Bücher um Commissario Brunetti .

      Venezianisches Finale
Die Idee zu diesem Roman, dem ersten in einer Reihe von bisher zehn »Fällen« Commissario Brunettis, kam Donna Leon nach eigenen Aussagen in der Oper.
      Inhalt: Der berühmte Dirigent Wellauer wird während der Pause vor dem letzten Akt der Oper La Triviata im Theater La Fenice in seiner Garderobe tot aufgefunden. Bald steht fest, dass sein Espresso mit Zyankali versetzt war.
      Commissario Brunetti stellt bei seinen Recherchen im Umfeld des Dirigenten fest, dass dieser alles andere als beliebt war und mehrere Personen ein Interesse daran gehabt haben könnten, den arroganten, autoritären Egozentriker zu ermorden. Sowohl der Regisseur der Oper wie auch ein Sänger sind nicht gut auf Wellauer zu sprechen. Zudem scheint er als Moralapostel homosexuelle Künstler unter Druck gesetzt zu haben, insbesondere die lesbische Sopranistin Flavia Pe-trelli und ihre Lebensgefährtin Brett Lynch. Brunettis Ermittlungen werden zusätzlich erschwert durch die allseits bekannte nationalsozialistische Vergangenheit des Dirigenten. Lange Zeitschwanken die Ãoberlegungen des Ermittlers zwischen einer Beziehungstat, politischer Rache oder möglicher Reaktion auf eine Erpressung. Auch die Fhefrau des Ermordeten erscheint in ihrer kühlen Zurückhaltung verdächtig.
      Erst als Brunetti vom behandelnden Arzt des Maestro erfährt, dass dieser an einer sich rapide verschlechternden Flörschwäche gelitten habe, deren Ursache unklar sei, ändert er die Richtung seiner Ermittlungen. Bei seinen Recherchen entdeckt er eine tieftraurige Geschichte, die unter anderem auch den Selbstmord der ersten Ehefrau und den Tod einer zwölfjährigen Sopranistin erklären: Wellauer war sexuell fixiert auf junge Mädchen. Als er die Tochter seiner zweiten Ehefrau vergewaltigen wollte, schickte sie das Kind zu ihren Eltern. Sie verordnete ihrem Mann als Ã"rztin angebliche Vitaminspritzen, die sein Gehör schädigten. Als Wellauer begriff, dass seine Frau aus Rache seine Karriere vernichten wollte, vergiftete er sich und versuchte sie als angebliche Täterin zu belasten. In seinem Abschlussbericht erwähnt Brunetti nichts von dem Ermittelten, um die Ehefrau Wellauers und ihre Tochter zu schützen.
      Wie auch in allen folgenden Romanen von Donna Leon ist Venedig nicht nur Kulisse, sondern spielt eine wichtige Rolle als überschaubarer Platz, an dem alle über alle alles wissen; die ergiebigsten Ermittlungen ergeben sich aus kursierenden Gerüchten.
      Bei seinen weiteren Fällen wird Brunetti immer mehr in alltägliche politische Skandale verstrickt; oft genug steht er der Mafia, Geldwäschern, korrupten Politikern und politischen Erpressern hilflos gegenüber. Je gesellschaftskritischer Leon in ihren Romanen wird, desto deutlicher kristallisiert sich heraus: Die eigentlichen Täter, die Drahtzieher im Hintergrund, entgehen stets ihrer Bestrafung. Wirkung: Venezianisches Finale sließ im deutschen Sprachraum bei Kritik und Publikum gleichermaßen auf Zustimmung. Mit Guido Brunetti hatte Leon einen neuen Kult-Kommissar geschaffen, dessen Ermittlertätigkcit ebenso interessiert wie sein Privatleben. Die ARD-Fernsehverfilmungen mit Joachim Krol in der Rolle des Comissario blieben dagegen ohne große Resonanz.
      Hauptfiguren in »Deutschstunde« von Siegfried Lenz
Jens Ole Jepsen: Der Beamte ist der »nördlichste Polizeiposten Deutschlands«, ein geborener Befehlsempfänger und tadelloser Vollstrecker. Selbst persönliche Bindungen halten ihn nicht von seinem Tun ab, blind vor Eifer überwacht er das Malverbot als unumstößliche Weisung höherer Instanzen. Pflichtversessen verstößt er gar seinen Sohn Klaas, der sich selbst verstümmelt, um dem Kriegsdienst zu entgehen. Die Figur wird interpretiert als der Prototyp des demokratieunfähigen Mitläufers, der damit dem Nationalsozialismus den Weg ebnet, aber auch als ein Opfer provinzieller Enge und dörflich-bornierter Verhaltensmuster.
      Siggi Jepsen: Der jüngste Sohn des Landpolizisten befindet sich im Zwiespalt zwischen Nansen und dem Vater, der Loyalität bei der Durchsetzung des Malverbotes ein-fordert. Siggi versucht instinktiv die Gemälde vor dem Zugriff des als Psychopathen erlebten Vaters zu schützen. Er steigert seine Hilfsbereitschaft ins Paranoide, schließlich Kriminelle, stiehlt Nansens Werke und hört auch nach dem Krieg nicht auf, die Bilder zu schützen. Strafarbeit ist zugleich eine Anklageschrift gegen den in Schuld verstrickten Vater. Max Ludwig Nansen: Der Maler ist ein den Oberen nicht genehmer, weil »entarteter« Künstler, vom Autor an die Person des Expressionisten Emil Nolde angelehnt. Nansen, ein Jugendfreund und Lebensretter Jepsens, wähnt sich allein sich selbst verantwortlich und empfindet Pflicht als blinde Anmaßung. Er wird auch mitschuldig durch seine strikte Ablehnung einer kritischen und bewusstseinserwei-ternden Funktion der bildenden Kunst.
     


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